Kleinkinder und Süßigkeiten

Benutzer29410 

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Also ich wüsste nicht, dass ich mich bei den Ökos oder den "alles-egal" Eltern einordnen würde, und die meisten Beiträge der hier anwesenden Mütter würde ich auch nicht so einordnen.

Zum Thema Übergewicht: ich glaube nicht, dass Übergewicht von der Zugänglichkeit von Süßigkeiten abhängt. Bei Übergewicht im Kindesalter spielen viel eher psychische Faktoren eine Rolle. Starke Kontrolle von vielen Bereichen des Lebens durch die Eltern wird so kompensiert, genauso wie (emotionale) Vernachlässigung. Übermäßiges Essen ist ein Ventil, dazu kommen Langeweile, mangelnde soziale Kontakte, Überempfindlichkeit etc. pp. Auch ein Kind mit Essen "trösten" ist keine gute Idee. Viel in den Arm nehmen und kuscheln, gemeinsame Unternehmungen und Spaß etc. schon eher.
 

Benutzer75021 

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Ich dachte auch ehrlich, dass es ganz normal sei, bei Kindern bis 3 nicht überall Süßigkeiten rumstehen zu haben. Ich würde ja auch andere Dinge wegräumen, die möglicherweise schädlich sind.

Man bekommt bei solchen Threads immer den Eindruck, als gäbe es nur die absoluten Ökos und die Eltern, denen alles egal ist. Dabei gibts ja noch genügend Graustufen.

Nicht nur bei Kindern bis 3.
Bei uns gibt es zwar Süßigkeiten, aber die stehen hier nicht auf den Tischen rum :grin:
Wir haben einen Schrank im Esszimmer, mit Schlüssel! Also wenn die lieben kleinen und großen es mal übertreiben sollten, dann kann ich den Schlüssel auch einkassieren *gg*

Ich würde mich auch eher in eine der "graustufen" einordnen.
 

Benutzer29410 

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Der Lütte hat eine Schüssel, in die kommen geschenkte Süßigkeiten und was Weihnachten, Nikolaus, Halloween, Karneval etc. so abfällt. Die ist noch von Karneval voll, da hat sich nicht viel getan. (müssen mal wieder den Nachbarsjungen rüber kommen lassen *gg*)
Diese Schüssel steht auf einem Schrank, an den Püppi nicht rankommt. Einem fast 8jährigen schliesse ich keine Süßigkeiten mehr weg. ;-)

Wir Erwachsenen haben auch eine Schüssel, in der Küche im Schrank. Wenn mal Gäste da sind, oder wir den letzten Bullen gucken. Soviel haben wir da auch nicht vorrätig, meist kaufen wir was ein und essen es dann am Abend und dann ist wieder eine ganze Weile Ruhe. Momentan befindet sich darin eine einsame Packung Popcorn für die Mikrowelle, "Butter Flavour". ;-)

Ach ja, ich hab ne Weile immer die Osterhasen und Weihnachtsmänner vom Lütten gegessen, der mag die nicht. Ich mittlerweile auch nicht mehr. *würg*

Es liegt bei uns nichts rum, das würde sich nur unser Hund schnappen, mitsamt Verpackung auffressen und sich den Magen verderben.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ist schon ein interessantes, aber auch irgendwie schwieriges Thema, das auch bei uns zu Hause in unserer 5-köpfigen Familie immer wieder für Reibungen sorgt.

Insgesamt sehe ich das aber auf jeden Fall nicht so eng wie die TS. Ich bin zwar auch nicht gerade erfreut, wenn sich meine Kleinen einen Lolli genehmigen, den sie von irgendwoher herhaben, nach Kindergeburtstagen mit einer Tüte voller Süßkram nach Hause kommen, bei den Nachbarn Schokolade bekommen usw. Aber deswegen in Panik verfallen, irgendwelchen Leuten Moralpredigten halten oder einen strikten Verbotskurs fahren, würde ich deswegen nicht.

Bei uns ist die Süßigkeitenschublade auch für alle immer erreichbar. Ob das so gut ist, weiß ich nicht. Die beiden Mädels haben damit gar keine Probleme, unseren Ältesten müssen wir aber schon ab und zu "bremsen", zumal er sowieso - trotz ausreichender Bewegung - zum Speckansetzen neigt (hat er wohl von seiner Mama geerbt, während unsere Mädchen diesbezüglich eher meine Gene mitbekommen haben: Ich kann essen, was ich will und bleibe spindeldünn).

Interessant ist übrigens tatsächlich, dass ICH teilweise etwas restriktiver bin als meine Frau. Ich bin in einem Haushalt groß geworden, in dem Süßigkeiten immer verfügbar waren und gut bürgerlich gegessen wurde. Meine Frau hingegen in einem Haushalt, in dem es NIE Süßigkeiten gab und immer strengstens auf vollwertige Ernährung geachtet wurde. Wenn meine Frau heute eine Gummibärchentüte vor sich liegen sieht, dann putzt die die in einer Geschwindigkeit weg, dass einem das Hören und Sehen vergeht ;-)....war schon in ihrer Kindheit eine beliebte und scheinbar notwendige Strategie.

Natürlich sollte man auf eine anständige Ernährung achten: Gerichte selbst zubereiten, viel frisches Gemüse und Obst. In den Kindergarten oder die Schule ein Schulbrot (ja, durchaus auch ein ordentliches Wurstbrot) und Obst/Gemüsetsticks mitgeben und keine Schokoriegel oder anderen Süßkram. Zwischendurch mal eine Saftschorle finde ich jetzt auch nicht wirklich schlimm....unsere Kinder bekommen Schorle und Wasser....und im Restaurant/Gasthaus auch mal ne Fanta oder Almdudler (wenn ihr wisst, was das ist;-).

Ich selbst bin kein Gesundheitsfanatiker und zwar zum Teil auch aus Prinzip, will und kann das meinen Kindern also nicht vorleben und es ihnen deswegen auch nicht alles verbieten, ohne mich lächerlich zu machen.
Ich ernähre mich selbst so, wie ich es für sinnvoll und richtig halte und so ernähren sich meine Kinder eben auch. Was natürlich jetzt nicht heißt, dass sie ALLES bekommen, was ich mir so reintue (z.B. Alkohol etc. pp.) aber das dürfte sich wohl von selbst verstehen ;-). Ich meine eher so den "Ernährungsstil" insgesamt: Genussorientiert, nicht zwanghaft, aber auch nicht wahlloses und hirnloses Fertiggerichtreingestopfe (was meinen Vorstellungen von "genussorientiert" auch komplett widerspricht). Und ja, ab und an ist sogar ein McDoof drin, weil ich sogar selbst ab und an darauf Lust habe.

---------- Beitrag hinzugefügt um 15:03 -----------

A
Zum Thema Übergewicht: ich glaube nicht, dass Übergewicht von der Zugänglichkeit von Süßigkeiten abhängt. Bei Übergewicht im Kindesalter spielen viel eher psychische Faktoren eine Rolle.

Sehe ich ähnlich. Wir haben z.B. beobachtet, dass unser Ältester der damit etwas Probleme hat (nicht übrgewichtig, aber so gerade an der Grenze) z.B. nach einem Streit mit seinen kleinen Schwestern, mit uns oder Frust wegen irgendwas anderem, gerne mal gleich in die Süßigkeitenschublade greift oder beim Abendessen dann "frisst" wie ein Scheunendrescher. Also zu sowas wie "Frustessen" neigt und seine Frustrationstoleranz ist nicht besonders stark ausgeprägt. Das ist für uns jetzt schon sowas wie ein Alarmsignal :ratlos: ...wir wissen nur noch nicht was da eigentlich genau los ist, sind aber dran.
 
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