Kleinkinder und Süßigkeiten

Benutzer92211 

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Also ich dachte wir reden von Kleinkindern. Ich weiß nicht, wie stark da deine Erinnerung ausgeprägt ist :zwinker:

Ja, im Anfangsbeitrag ging es natürlich um sehr kleine Kinder - ob ich im Buggy schon Lollis gelutscht habe, weiß ich tatsächlich nicht mehr. :zwinker: Aber im weiteren Verlauf ging es ja durchaus auch um etwas ältere Kinder und wie viel Süßes die essen/trinken sollten, und das von mir Beschriebene fand auf jeden Fall schon statt, als ich so 3 oder 4 war und dann eigentlich meine ganze Kindheit hindurch. Aber ich hab's ja extra auch ins OT gesetzt, weil es nicht 100%ig auf das Eingangsthema eingeht. :zwinker:
 
G

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Gast
Ich glaub wir missverstehen uns hier alle und sind doch alle ungefähr der gleichen Meinung :grin: Manche reden von Kindern, andere von Kleinkindern. Und eine Süßigkeit im Buggy scheint für die meisten okay zu sein (wir reden jetzt mal nicht von nem Lolli), so lange es daheim dann nicht noch eine Tafel Schokolade und ne Tüte Chips hinterhergibt :zwinker: Das Problem sind hier wohl eher die Begrifflichkeiten...

Ja, das glaube ich auch. Einem Kleinkind würde ich auch keine Süßigkeiten geben. Aber ab wann man damit anfängt, weiß ich auch nicht, damit habe ich mich noch nie beschäftigt.
 

Benutzer2160 

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man kriegt kinder am besten dazu, nur wenig süßes zu essen, wenn man es selber nicht (vor ihnen) macht.

mein sohn zieht tomaten und salatgurken jeder schokolade vor (er ist 7 jahre).
das war schon immer so.

niemand hat ihn dazu gezwungen oder irgendwas verboten. ich glaube, die ersten gummibärchen hat er mit 9 monaten oder so bekommen.

je größer der aufriss is, den man um den süßkram macht, um so größer der reiz.

klar isst der terrorzwerg auch süßes. aber wie gesagt, gemüse zieht er dem vor. is halt ne frage des vorlebens.
wenn man den ganzen tag seine eltern nur süßigkeiten essen sieht, dann will man natürlich auch.
oder eben wenn es verboten wird.
 
S

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Gast
Danke für diesen Beitrag, sowas in der Art dachte ich mir die ganze Zeit beim Lesen ... es ist nämlich schon auffällig, dass die "Süßigkeiten-Verbieter-Fraktion" bisher alle keine eigenen Kinder haben ...

Erfahrungen sammelt man aber nicht nur durch eigene Kinder, sondern auch durch den regelmäßigen Umgang und den Beobachtungen anderer Kinder innerhalb der Familie. Und damit meine ich nicht, dass man die Kinder zweimal im Jahr sieht.
Ich hüte meine 4 Nichten und Neffen mind. 2 mal die Woche und da wird es genau so streng gehandhabt, wie es die "Gegner"-Fraktion hier beschreibt. Und die Kids haben trotzdem einen gesunden und normalen Umgang mit Süßigkeiten - egal ob sie 1 Jahr alt sind oder 12 Jahre. :zwinker:
 

Benutzer3277 

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Ehrlich, ich wüsste als Elternteil auch nicht wie mans richtig macht. Klar ist Süßes und Fettiges schlecht. Aber Kinder wollen ja auch das was andere Kinder bekommen, und andere Kinder bekommen oft Ungesundes. Außerdem sehen sie Werbung und wollen das unbedingt auch kosten. Im Supermarkt hört man ja oft "Mami, ich will das hier!" und dann "Nein, das ist viel zu ungesund für dich".
 

Benutzer87573 

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Bei uns gabs schon vom Kleinkindalter an folgende Regelung, was Süßes anging: es gab einmal am Tag, nämlich nach dem Mittagessen, was aus der Süßigkeitenkiste oder eben Pudding oder Eis etc. Das wars dann an Süßem für den Tag. Einzig und allein Tage bei der Oma und Weihnachten und Ostern waren die Ausnahme. Da durften wir uns so vollstopfen, wie wir wollten.

Ich halte das, was Sweety angesprochen hat für viel wichtiger als das Gerede um 1, 2 Lollies. Nämlich die Getränke. Kippt man in ein Kind ständig Säfte und Softdrinks rein braucht man sich über gar nichts mehr zu wundern. In Kinder gehört zum Durstlöschen Wasser oder eventuell noch ungesüßter Tee und sonst gar nix.
 

Benutzer80417 

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Ich kann mich eigentlich komplett Hexe13' Meinung anschließen. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn mein Kind mal einen Keks oder ein Stück Schokolade mit Rohrzucker bekommt, aber eben erst ab ca. 3 Jahren.
Was mich bei dem Mädchen so schockiert hat, war, dass sie eben noch so klein ist und der Lolli ja quasi pure Chemie ist. Ich will meinem Kind sowas einfach nicht zu Essen geben, wenn ich quasi schon allein beim Anblick des Teils Zahnschmerzen bekomme.

Bewusster Umgang mit Süßigkeiten ist natürlich am wichtigsten dabei. Ich muss zugeben, dass meine Süßigkeitenschublade momentan bis obenhin gefüllt ist. Ich esse davon aber immer nur wenig und achte auch darauf, dass es kein völliger Industrieschrott ist. So etwas dürfte mein Kind dann irgendwann auch in Maßen bekommen.

Werbung würde mein Kind erstmal sowieso nicht sehen, da es bei mir Zuhause nicht fernsehen dürfte (ausgesuchte Kinderfilme/ Videos auf DVD ausgenommen). Ich besitze selbst keinen Fernseher und sehe ihn als bloße Zeitverschwendung an und ich würde meinem Kind gerne ein Leben ohne Fernsehprogramm vorleben. Dafür mit schönen illustrierten Büchern. Filme und Serien auf DVD wären ab und zu aber in Ordnung.

McD, BK und Co wird es bei mir auch niemals geben. ( Das heißt nicht, dass mein Kind niemals Fast-Food bekommen dürfte, aber eben nicht in solchen Läden und erst ab ca. 5 Jahren)
Ich weiß, ich würde wahrscheinlich eine ziemliche Ökomutter werden, ich selbst halte meine Vorstellungen aber immer noch für angemessen. Das Wichtigste ist, dass man seinem Kind ein gutes Beispiel ist und ihm einen bewussten Umgang beibringt.
 

Benutzer75021 

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Klar, ich find deine Einstellung auch etwas übertrieben aber mal ehrlich-lieber so eine Mutter wie du es bist, als so eine Asi Mutter die sich um nix kümmert.
Du bist halt etwas sehr.....fürsorglich? Keine Ahnung, aber vielleicht wirst du ja noch lockerer wenn du mal Kinder hast :zwinker:
 

Benutzer68557  (30)

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Redakteur
Soll die Erziehung nicht mal einen lebensfähigen Menschen zu Tage bringen, der selbst entscheiden kann, in welchem Maße Zucker und Süßkram gegessen werden sollte?
Das wird jedenfalls im Allgemeinen mein Erziehungsstil. Mit generellem Verbieten werde ich das wohl nicht erreichen.
Btw war ich immer ein dickes Kind, obwohl meine Mama es genauso gemacht hat, wie bei meiner Schwester (absolut KEIN dickes Kind :zwinker: ). Vllt ist doch alles auch (!) ein bisschen Veranlagung.Von daher würde ich mal nicht zu heftig über die 10jährige urteilen.


Wobei ich in einigen Teilen zustimmen muss. Lollis bei einem Kleinkind muss nicht sein. Genauso wie diese ewigen Säfte. Da ist vllt "gesunder" Fruchtzucker drin, aber die meisten Eltern übertreiben es damit doch und die Kinder haben schnell die Zähne kaputt und wollen nix anderes mehr. Also im Kleinkinderalter, wo man einem Kind meiner Meinung nach eh noch nicht viel fürs ganze Leben mitgeben kann sondern Fürsorge an 1. Stelle steht, werde ich auch sehr aufpassen.

(Ist wie bei Katzen. Gib ihnen einmal Matschfutter mit Zucker und wenig Fleisch und sie essen nie wieder hochwertiges Futter ohne Zucker und hohem Fleischanteil !)
 

Benutzer2160 

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ich wollt gerade sagen: nix wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird ^^

und was nachher in der realität noch so funktioniert, wie man es sich jetzt vorstellt, is wieder eine ganz andere sache.

ich hab auch immer voller überzeugung gesagt: mein sohn bekommt keinen ds/psp solange er noch in die grundschule geht.

tja.. bekommen hat er ihn im letzten kindergartenjahr.
ich kam da leider um den gruppenzwang nicht drum herum. er tat mir so leid, weil er keinen hatte, seine freunde aber alle einen.
also hat der weihnachtsmann dann doch einen gebracht.

am anfang hab ich die spielzeit kontrolliert. heute brauch ich das nich mehr. er spielt nur noch abends vorm zu bett gehen oder aufm klo ^^
 

Benutzer2160 

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ich glaub, das hat er von mir. ich mach immer kreuzworträtsel.. und da er ja noch nich lesen konnte, als er damit angefangen hat.. naja.. ^^
 
S

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Komisches Phänomen. Was bewegt euch dazu so lange auf dem Klo zu bleiben? Ich finde Klogänge total nervig. Das unterbricht nur das, was ich eigentlich mache, daher kann ich da gar nicht schnell genug wieder wegkommen. :grin:
 

Benutzer2160 

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naja, mir war als kind schon bei der ''großen sitzung'' immer langweilig und ich hab dann shampoo- duschgel- haarsprayflaschen gelesen (also die rückseite)... aber die kennt man dann ja auch auswendig und so hab ich dann zeitungen mitgenommen... und nu liegen hier immer kreuzworträtselhefte ^^
 

Benutzer80417 

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ich hab auch immer voller überzeugung gesagt: mein sohn bekommt keinen ds/psp solange er noch in die grundschule geht.

tja.. bekommen hat er ihn im letzten kindergartenjahr.
ich kam da leider um den gruppenzwang nicht drum herum. er tat mir so leid, weil er keinen hatte, seine freunde aber alle einen.

So etwas würde ich meinem Kind evtl. auch erlauben, allerdings halte ich es bis zum Ende des Grundschulalters zu früh. Am liebsten erst so mit 12/13. Vorher könnte das Kind ja dann wenn es unbedingt spielen will bei seinen Freunden vorbeischauen. Ja, vllt. würde ich das anders sehen wenn ich wirklich ein Kind hätte.

Und nicht, dass ihr mich falsch versteht, ich will nicht alles einfach verbieten. Ich will versuchen erst gar nicht mit solchen Sachen anzufangen.
Ich finde, es macht schon einen großen Unterschied aus, ob man seinem Kind irgendwann so oder so von ganz allein Handy, PSP, Süßes, Chips, Fernseher, etc. kauft (wie der Junge, der von seinen Eltern ne Tüte Chips als "Mahlzeit" bekommt oder ein Kind, dass mit Fernseher, Videospiele ruhig gestellt wird), oder ob man sich bewusst dagegen entscheidet, sofern das Kind noch nicht den Wunsch hatte soetwas zu nutzen.
Wie gesagt, wenn mein Kind (über 3 Jahre) dann mal gerne was Süßes probieren möchte, würde ich schon nachgeben (aber auf die Art der Süßigkeiten achten).

Genauso würde ich einem Kind erst ab 12 Jahren ein Handy kaufen. Ich selbst hab erst mit 13 eins bekommen und fand das völlig in Ordnung. Meine Cousine hatte schon mit 8 eins und das find ich einfach zu früh.
Vielleicht hab ich was diese ganzen Sachen angeht auch einfach zu viele schlechte Beispiele gesehen und bin daher abgeschreckt.

So, wenn ein Kind jetzt aber unbedingt ein Gameboy oder was auch immer haben will und sonst ganz traurig ist, müsste man Kompromisse eingehen. Ich will ja auch nicht, dass das Kind unglücklich ist. Evtl. das Kind damit für etwas ganz Tolles belohnen, oder das Kind spart sich Geld dafür an und lernt einen bewussten Umgang mit Geld und Konsumgütern kennen. Und die Zeiten werden natürlich kontrolliert. Einfach so würde es das Ding nicht geben.
Naja, der Vater hätte ja sowieso auch noch ein Wörtchen bei der ganzen Sache mitzureden.
 

Benutzer76802  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Woher willst du wissen, das der Loli schuld dran war, das das kind bisschen kräfiger ist?
es kann auch ne krankheit haben... genauso wie bei der zuckerwatte..

du hast zwar gesagt wenn es nicht grad ne krankheit hat, wird sie vollgestopft.. klar gibt es eltern die haben geben mehr süßes wie andere...

Wir haben die dewiese.. die Süßigkeiten sind für André obwohl er nächsten Sa erst 1,5 wird. praktisch auf greifbarer nähe, zwar in ner schublade aber die ist so weit unten das er da rein kommt. und auf den Tisch liegt auch oft süßes rum, schokolade,flips etc...

ich hab aber eher die erfahrung gemacht, das genau sowas der offene umgang mit Süßigkeiten, nicht so verführt, zuzugreifen, wie wenn man das dem kind verbietet.

Er greift da kaum zu. und wenn er zugreift ist er wirklich nicht viel davon, finde das auch okay!
er geht eher hin und zeigt auf die obstschüssel, als das er sich was von den süßigkeiten nimmt.
 

Benutzer37900 

Teammitglied im Ruhestand
Weil das grad so schön passt:

Ich hatte diese Woche ein Gespräch mit der Tagesmutter über das Essen von Süßigkeiten. Da sie sich auch regelmäßig mit den Eltern der anderen Kinder unterhält, weiß sie dass nur unser Junior zuhause einen offenen Umgang mit Süßigkeiten hat. Bei den anderen Kindern ist es zuhause so, dass sie sich die Süßigkeit zb verdienen müssen oder die Kids immer gesagt bekommen, dass es etwas ganz Besonderes ist.

In dieser Hinsicht erklärte ich ihr nochmals, dass Süßigkeiten bei uns zuhause nicht als etwas Besonderes dargestellt werden und Junior sich diese nicht verdienen muss. Sie liegen nicht offen bei uns rum, aber Junior weiß genau, wo sie aufbewahrt werden. Er fragt zuhause auch nur selten nach Süßigkeiten und je nachdem gebe ich ihm etwas oder ich erkläre, warum es jetzt gerade nichts gibt.

Die Tagesmutter meinte daraufhin zu mir, dass sie nun weiß, warum Junior das einzige Kind ist, dass bei ihr nicht gierig nach allem Essbaren greift. Alle anderen Kinder fragen bei ihr wohl immer nach Essen, nur Junior nicht, der fragt höchstens mal nach einem Apfel oder ob es bald Mittagessen gibt.

Dies bestätigt mich nur in meiner Auffassung, dass ein offener Umgang mit allen Lebensmitteln wichtiger ist, als bestimmte Lebensmittel zu verteufeln oder zu verbieten.

Bezüglich des Trinkens ist das ebenfalls so. Da Junior mal einen kleinen Flüssigkeitsmangel als Baby hatte, hat er von uns auch "Saftschorlen" (4 Teile Wasser, ein Teil Saft) bekommen, damit er überhaupt was trinkt und nicht wieder auf Milch zurückgriff. Tee mag er nämlich nicht, schon als Baby nicht und heute auch noch nicht. Wasser hat er pur auch nicht gemocht. Und heute ist so, dass er in 70 % der Fälle Wasser pur verlangt.
Diesbezüglich möchte ich erwähnen, dass es bei uns nur puren Saft gibt, also ohne Zuckerzusätze. Würde ich ihm das verbieten wegen dem Fruchtzucker, dann könnte ich ihm auch gleich sämtliches Obst verbieten.
 

Benutzer29410 

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Das geflügelte Wort geht doch so: "Wenn du einen überzeugten Atheisten schaffen willst, verpasse deinem Kind eine strenge christliche Erziehung. ;-)"

Unser Nachbarsjunge darf zu Hause nur bio essen, bis hin zu "kein Zucker in die Cornflakes!", Süßigkeiten gehen gar nicht etc. pp. Kekse werden mit Honig und Rohrzucker selber gebacken, Schokolade nur als fair trade Kakaopulver. McDonalds, Cola, und alles was man im Laden kaufen kann wird nicht gern gesehen. Übrigens sind wir bestens mit Nachbars befreundet, daher weiss ich das genau.

Was macht der Jung, wenn er bei uns ist? Die erste Frage an mich: "Piratin, hast du Süßes da?" und dann hängt er sich über die Süßigkeitenschüssel, die beim Lütten (von dem selber meist unbeachtet) im Zimmer steht und föhnt sich den Inhalt rein. *gg*

Was Püppi angeht, mache ich es so: grundsätzlich gilt, dass sie bei anderen darf. Bei uns zu Hause liegen eigentlich keine Süßigkeiten in Püppigreifhöhe rum und ihre Nahrung besteht selbstverständlich aus frischem Obst, Gemüse, magerem Fisch und Fleisch und Ei, Milchprodukten und Vollkornbrot. Bei Oma isst sie auch mal nen Keks, oder ein Stück Schokolade, bei meiner Freundin Erdnussflips mit deren Kindern zusammen oder einen Fruchtzwerg. Das sehe ich überhaupt nicht eng. Bei uns gibt es nur Babymilch und Wasser. Bei Oma gibt es Saft, den guten von Rotbäckchen. *gggg* Püppi trinkt aber lieber Wasser, ich hab`s mit Saftschorles versucht, fand sie bäh. Trinklernbecher wollte sie auch nie, Püppi trinkt aus der Tasse wie ne Große, deswegen wird bei uns auch nicht stundenlang an irgendwas genuckelt.

Der Lütte (7) hat unbegrenzten Zugang zu Süßigkeiten und isst von sich aus sehr sparsam davon. Was immer da ist, ist ja auch längst nicht so interessant wie das, was es gar nicht oder nur gaaaaanz selten gibt. Beide Kinder sind sehr schlank.

Solange die Ernährung ausgewogen ist, viel frisches Gemüse und Obst auf den Tisch kommen und die Kinder keine Couchpotatoes sind, die in ihrer Freizeit vor dem Computer oder Fernseher hängen, glaube ich nicht, dass man das mit den Süßígkeiten grundsätzlich streng regulieren muss.
Ich habe auch keine Angst vor Industriezucker und weiteren Inhaltsstoffen, alles in Maßen. ;-) Es ist ja ein Wunder, dass wir Kinder aus den 70ern/80ern überhaupt groß geworden sind, wo es was das angeht noch gar kein Bewusstsein gab und wir alles essen durften. Heute (zumindest in meinem Akademikerfreundes- und bekanntenkreis) darf kein Kind irgendwas Süßes essen und trotzdem haben viele Allergien oder sind übergewichtig. Da gibt es sogar eine 6-jährige mit Essstörung (Esssucht). Schon komisch.

Ich hatte auch immer so ganz klare Vorstellungen, als ich noch nnicht für Kinder zu sorgen hatte, klar, keine Süßigkeiten, nur Holzspielzeug etc. pp. Musste feststellen, dass Kinder am besten in ganz normaler, vielfältiger und vielseitiger Umgebung gedeihen und MIT ihren Eltern leben möchten.

McD, BK und Co wird es bei mir auch niemals geben. ( Das heißt nicht, dass mein Kind niemals Fast-Food bekommen dürfte, aber eben nicht in solchen Läden und erst ab ca. 5 Jahren)

Als ich noch in ... studiert habe, kam ich immer an dem Mäkkes vorbei, der in der Nähe einer Waldorfschule lag (Steiner-Philosophie: kein Fast Food!). Mann, war der jeden Tag randvoll mit Waldorfschülern, die sich da den Wanst vollstopften. *ggg* Ich wette, die hatten vollwertige Vespern von ihrer Mutti eingepackt bekommen. Das wäre mir überhaupt nicht recht, denn erwiesenermaßen isst man das Verbotene besonders gierig und hastig - und viel (denn wer weiss, wann sich diese Chance wieder auftut)! Dann lieber mal als Familie hingehen, um dem Ganzen den besonderen Reiz des Verbotenen und Verpönten zu nehmen.

Wir essen hin und wieder (so ca. 1 mal im Monat) bei McDonalds. Püppi sitzt mit am Tisch und verdrückt die Fruchttüte (Weintrauben und geschälte Apfelstücke). Sie hat auch schon mal, au weia, ein Stückchen Hamburger und ne Fritte probiert und isst trotzdem jeden Abend gern ihren Biogemüseundkartoffelbrei, cooked by Mama. Also von wegen, der Geschmack wird gleich und für alle Zeiten verdorben. ;-)

Der Lütte isst viel lieber meine selbstgemachten Hamburger aus Tartar, ohne Fett im Backofen gegart, mit viel frischem Gemüse und Bio-Appenzeller Käse, als die Chicken McNuggets. Mal unter uns, so geil schmeckt das da ja auch wirklich nicht. Es ist paradox, aber es funktioniert.
 

Benutzer82687 

Meistens hier zu finden
Sollte ich jemals Kinder haben, was ich mir zur Zeit nicht vorstellen kann, werde ich ihnen keine Lebensmittel verbieten und es ihnen hoffentlich gut vorleben, was gesund ist und von was man eher weniger isst.

Ganz ehrlich, bei mir und meinem Bruder war es so, dass wir so gut wie nicht Süßes bekamen außer die wahnsinnig gesunden Riegel etc. aus dem Reformhaus, Cola oder Fanta etc. gab es bei uns zu Hause NIE. Meine Oma hatte immer nur eine Flasche da, falls ich oder mein Bruder mal krank wurden, da bekamen wir 1 Glas. Bei Mac Doof war ich glaube ich mit 16! Jahren zum ersten mal. Sowas wie Kellogs oder Nutella gab es auch nie. Es gab grundsätzlich Vollkornbrot/brötchen (weiße Brötchen nur 1 oder 2 mal im Monat), viel Gemüse, Vollkornnudeln etc. Also das was weitgehend als "gesund" anerkannt wird.

Trotzdem war ich bis ich 11/12 Jahre alt war immer stark Übergewichtig. An den Süßigkeiten lag das aber nicht, die gab es ja nie für uns. Es war, zumindest bei mir, ein falsch anerzogenes Essverhalten. "Iss deinen Teller leer, sonst darfst du nicht aufstehen", wenn das Kind schon satt ist, führt dazu, dass das Kind irgendwann kein Sättigungsgefühl mehr hat. Denn es muss ja weiteressen, bis der Teller leer ist. Das wurde uns auch immer gesagt und ich kann bis heute kein Essen auf dem Teller liegen lassen.

Ich hab bei meinen Katzen quasi einen "Hobby"-Test gemach, nachdem ich es in nem Forum gelesen hatte, dass Katzen solange sie als Kitten fressen dürfen wie sie wollen, sie ein natürliches Hungergefühl bekommen. Meine durften also von klein auf immer so viel fressen wie sie wollten. Das waren locker bis zu 600 g am Tag bei nem Kätzchen das ein Eigengewicht von gerade mal 1,5 kg hatte. Sie waren NIE dick und lassen heute, wenn sie satt sind, das Futter liegen. Der Katze meiner Mitbewohnerin wurde das Futter immer rationiert (das war Zufall, wir sind ja erst 3 Jahre nachdem ich meine Katzen bekam zusammengezogen). Sie hat nur so und so viel bekommen. Was meint ihr, wie Futterneidisch das Tier war? Die hat täglich drauf gelauert, dass meine beiden ihre Näpfe verlassen oder hat sie gar weggedrängt um das Futter zu bekommen. Sie war auch im Gegensatz zu meinen Katzen sehr moppelig.

Klar, das ist jetzt kein wirklich wissenschaftlicher Test, aber ich denke den Kern triffts schon.
 

Benutzer20579  (37)

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Wir haben die dewiese.. die Süßigkeiten sind für André obwohl er nächsten Sa erst 1,5 wird. praktisch auf greifbarer nähe, zwar in ner schublade aber die ist so weit unten das er da rein kommt. und auf den Tisch liegt auch oft süßes rum, schokolade,flips etc...
Also mein Ding wärs jedenfalls nicht. Davon abgesehen liegen bei mir aber auch jetzt schon keine Süßigkeiten rum.

Ich fühle mich jetzt auch nicht unbedingt als öko, nur weil ich kleinen Kindern keine Lollies und Bonbons geben würde und McDonalds eklig finde.

Natürlich sollte man nicht permanent nur reglementieren und Dinkel-Agaven-Saft Kekse backen, wenn es woanders Schokolade gibt.
Ich hüte meine 4 Nichten und Neffen mind. 2 mal die Woche und da wird es genau so streng gehandhabt, wie es die "Gegner"-Fraktion hier beschreibt. Und die Kids haben trotzdem einen gesunden und normalen Umgang mit Süßigkeiten - egal ob sie 1 Jahr alt sind oder 12 Jahre.
Ich dachte auch ehrlich, dass es ganz normal sei, bei Kindern bis 3 nicht überall Süßigkeiten rumstehen zu haben. Ich würde ja auch andere Dinge wegräumen, die möglicherweise schädlich sind. :hmm:

Man bekommt bei solchen Threads immer den Eindruck, als gäbe es nur die absoluten Ökos und die Eltern, denen alles egal ist. Dabei gibts ja noch genügend Graustufen.
 
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