Kirche - Austritt ... ?

Benutzer34370 

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Ich bin ja offiziell "römisch-katholischer Konfession", habe aber meinen Glauben schon in der Jugend ad acta gelegt.

Bisher bin ich nich aus der Kriche ausgetreten, weil ich meine Mutter nicht vor den Kopf stoßen wollte die recht religiös ist.
Andererseits würde das bedeuten dass ich ja aufs Rathaus muss und da bin ich bisher auch zu Faul gewesen und hab keine große Not gesehen.
Und zu guter letzt, wird meine Zukünftige ja vielleicht krichlich heiraten wollen - sagten zumindest ein paar Leute mit denen ich darüber geredet habe. Allerdings gibt es keine Zukünftige und ich habe nicht wirklich den Anspruch jemals kirchlich getraut zu werden.

Nun ist es aber so, dass ich nicht gefirmt bin (War im üblichen Alter im Ausland wo das nicht klappte). Jetzt habe ich auch noch erfahren, dass ich ohne Firmung eh nicht getraut werden würde - Steuern dürfte ich aber wohl dennoch zahlen (da ich Azubi bin zahle ich momentan sowieso keine).

Was ich davon halte sei mal dahingestellt :smile: Was ich jetzt wissen will? Keine Ahnung, vielleicht könnt ihr ja Eure Erfahrungen zu dem Thema rein schreiben oder mich berichtigen falls ich was falsch verstanden habe.

Grüße
W.
 

Benutzer55113  (32)

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Also man kann Kirchlich heiraten, auch wenn man keine Firmung hatte, bei meiner Schwester ging das auch, ist aber vielleicht überall anders.

Und ja, auch wenndu keine Kirchensteuer zahlt, wird die dir woanders draufgeschlagen. Im Endeffekt hast du davon nichts.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich selbst bin weder konfirmiert noch getauft oder so, aaaber...
mein Vater schon. Er ist jedoch aus der Kirche ausgetreten und unterstützt jetzt mit den ehemaligen Kirchensteuern 3 Patenkinder in Entwicklungsländern. Ich finde, da ist das Geld 10x besser angelegt!
 

Benutzer7917  (33)

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Ich denk, dass das so weit alles stimmt. Firmung könntest du nachholen, wenn du kirchlich heiraten wolltest. Aber wenn du eh nicht gläubig bist, fände ich es unpassend, kirchlich zu heiraten, auch wenn deine Zukünftige das toll fände. Das ist genauso falsch wie sich firmen zu lassen, obwohl man nicht gläubig ist. Vielen geht's in dem Alter um die Geschenke, die sie dann bekommen.
Also ich sehe nichts, weswegen du nicht austreten solltest, wenn dir die Kirche eh nicht zusagt.
 

Benutzer14614  (35)

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Grundsätzlich sollte man das tun, wozu man selbst steht.
Nicht für jeden ist der Glaube gut für das eigene Leben. Da sollten Gläubige egal welcher Konfession tolerant sein und es akzeptieren, wenn z.B. ihr Kind nichts mit der Kirche anfangen kann.

Zum Heiraten:
Ich würde mal pauschal behaupten dass viele Frauen deswegen kirchlich heiraten damit sie ein tolles Kleid anziehen können + der ganze Terz darum. Aber das kann man auch alles ohne Kirche machen.
Mir persönlich würde es gegen den Strich gehen wenn ich in der Kirche heiraten sollte, ganz einfach deshalb weil mich trotz einer Ehe niemand dazu zwingen kann meine Hochzeit "unter" irgendeinem Gott besiegeln zu lassen nur weil es mein Mann oder dessen Familie so möchte. Ich bin nicht gläubig und halte von dem Unfug nix.
 
M

Benutzer

Gast
A

Und ja, auch wenndu keine Kirchensteuer zahlt, wird die dir woanders draufgeschlagen. Im Endeffekt hast du davon nichts.

Wenn du aus der Kirchensteuer ausgetreten bist, musst du keine Kirchensteuer mehr zahlen!

Wenn du in der Kirche bleibst, heiratest (nur standesamtlich, kirchlich geht ja glaub sowieso bloß, wenn beide die gleiche Konfession haben) und deine Frau ist evangelisch und sie hört auf zum arbeiten, z.B. wegen Kindererziehung, dann wird dir sogar 2x Kirchensteuer abgezogen , weil Ihr dann zwei verschiedene Konfessionen habt (evangelisch und katholisch), das finde ich dann richtig fies (bei meinem Onkel ist das so)
 

Benutzer12784  (40)

Sehr bekannt hier
das ist lustig wenn du eh nicht glaubst kann es dir ja egal sein. für den der glaubt ist es wichtiger :smile: also ich würde auch kirchlich heiraten obwohl ich atheist bin.

naja mit kirchensteuer zahl ich für seelsorge, für sterbebegleitungen, für soziale projekte in der dritten welt, für obdachlosen heime, für integrations massnahmen.

ich glaub die meisten wissen gar nit das die kirche neben dem aufgeblasenen aparat auch viel gutes tut. ich glaub das wollen die meisten auch nicht wissen.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
das ist lustig wenn du eh nicht glaubst kann es dir ja egal sein. für den der glaubt ist es wichtiger :smile: also ich würde auch kirchlich heiraten obwohl ich atheist bin.

naja mit kirchensteuer zahl ich für seelsorge, für sterbebegleitungen, für soziale projekte in der dritten welt, für obdachlosen heime, für integrations massnahmen.

ich glaub die meisten wissen gar nit das die kirche neben dem aufgeblasenen aparat auch viel gutes tut. ich glaub das wollen die meisten auch nicht wissen.
Ich fühle mich jetzt mal angesprochen:zwinker:
Die Kirche investiert in all diese Projekte, das ist mir klar. Die Verwaltungskosten etc. sind jedoch bei der Kirche viel höher und nur ein Bruchteil der Spenden kommt letztendlich in den Krisengebieten/bei den Obdachlosen an.
Und Sterbebegleitung bietet nicht nur die Kirche an.
Mir ist es persönlich lieber ich weiß genau wo das Geld hingeht und würde daher lieber gezielt spenden.
 
G

Benutzer

Gast
Ich bin vor ca. einem Jahr aus der Kirche ausgetreten. Ich bin zwar getauft und auch konfirmiert, habe aber nie so einen richtigen zugang zu dem Glauben gehabt wie ihn meine Kirche "vorgeschlagen" hat. Meine Eltern haben mich auch nicht so erzogen, dass bei uns der Glauben im Mittelpunkt steht.

Wenn ich mal heiraten wollte müsste das meinetwegen auch nicht unbedingt in einer Kirche sein. Ich hätte schon gerne eine...hum..spirituelle (ist jetzt nicht ganz der richtige Asudruck) Feier an einem schönen Ort, aber das muss bei mir nicht unbedingt eine Kirche mit einer religiösen Trauung sein. Sollte sich irgendwann mal jemand finden der mich heiraten will und das unbedingt in 'ner Kirche tun möchte, hätte ich aber auch kein Problem damit, bin ja nicht verfehdet mit dem Glauben...
 

Benutzer50146 

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Bin auch römisch - katholischer Konfession und mir gehts eigentlich ähnlich wie dir. Ich reg mich über total viele Dinge in der kirchlichen Praxis auf ( z.b. das man 9-jährige Kinder zur Beichte schickt, weil es sonst keine Kommunion und somit natürlich auch keine Geschenke gibt:angryfire ). Ich hab auch schon sehr oft überlegt,ob ich nicht austreten soll und werd das sicher auch noch durchziehen.
Bei dir würde ich jetzt ehrlich gesagt auch keinen wirklichen Grund sehen, warum du in der Kirche bleiben solltest.
Wenn du keinen Drang hast, in die Kirche zu gehen und du auch sonst nichts Positives daran finden kannst, solltest du einfach deine Konsequenzen ziehen.
 

Benutzer12784  (40)

Sehr bekannt hier
Ich fühle mich jetzt mal angesprochen:zwinker:
Die Kirche investiert in all diese Projekte, das ist mir klar. Die Verwaltungskosten etc. sind jedoch bei der Kirche viel höher und nur ein Bruchteil der Spenden kommt letztendlich in den Krisengebieten/bei den Obdachlosen an.
Und Sterbebegleitung bietet nicht nur die Kirche an.
Mir ist es persönlich lieber ich weiß genau wo das Geld hingeht und würde daher lieber gezielt spenden.

und du glaubst das ist bei irgendner organisation wo du gezielt spendest anders? ist sehr naiv :smile: arbeit mal ne weile bei so ner organisation :zwinker:

ausserdem ist die kirche für viele menschen ein halt, unabhängig von der konfesion oder politischen ausrichtung. und es ist für die meisten einfacher zu ner kirchlichen organisation zu gehen als zu ner nicht religiösen.
 

Benutzer16852 

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Wenn du in der Kirche bleibst, heiratest (nur standesamtlich, kirchlich geht ja glaub sowieso bloß, wenn beide die gleiche Konfession haben) und deine Frau ist evangelisch und sie hört auf zum arbeiten, z.B. wegen Kindererziehung, dann wird dir sogar 2x Kirchensteuer abgezogen , weil Ihr dann zwei verschiedene Konfessionen habt (evangelisch und katholisch), das finde ich dann richtig fies (bei meinem Onkel ist das so)
Das eine ist aber die Kirchensteuer und das andere nennt sich Kirchgeld und wird bei konfessionsverschiedener Ehe angewandt, allerdings im Gegensatz zur Kirchensteuer nicht in allen Ländern und ich glaube im wesentlichen nur von einigen evangelischen Landeskirchen.
 

Benutzer34370 

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ich glaub die meisten wissen gar nit das die kirche neben dem aufgeblasenen aparat auch viel gutes tut. ich glaub das wollen die meisten auch nicht wissen.

Ja, die Kirche tut freilich auch gutes; aber ich bin der Meinung, dass vieles davon durch den Staat aufgefangen werden sollte. Der Staat nimmt diese Rolle ja auch wahr, wenn auch sicherlich ebenfalls nicht in der Art und Weise wie es vielleicht nötig wäre. Dennoch sollten wir an den Punkt kommen wo wir keine Religion brauchen die "als Krücke" für einen Staat dient, wie bereits Schiller zu sagen pflegte.
 

Benutzer57618  (29)

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Ich bin ja offiziell "römisch-katholischer Konfession", habe aber meinen Glauben schon in der Jugend ad acta gelegt.

Bisher bin ich nich aus der Kriche ausgetreten, weil ich meine Mutter nicht vor den Kopf stoßen wollte die recht religiös ist.
Andererseits würde das bedeuten dass ich ja aufs Rathaus muss und da bin ich bisher auch zu Faul gewesen und hab keine große Not gesehen.
Und zu guter letzt, wird meine Zukünftige ja vielleicht krichlich heiraten wollen - sagten zumindest ein paar Leute mit denen ich darüber geredet habe. Allerdings gibt es keine Zukünftige und ich habe nicht wirklich den Anspruch jemals kirchlich getraut zu werden.

Nun ist es aber so, dass ich nicht gefirmt bin (War im üblichen Alter im Ausland wo das nicht klappte). Jetzt habe ich auch noch erfahren, dass ich ohne Firmung eh nicht getraut werden würde - Steuern dürfte ich aber wohl dennoch zahlen (da ich Azubi bin zahle ich momentan sowieso keine).

Was ich davon halte sei mal dahingestellt :smile: Was ich jetzt wissen will? Keine Ahnung, vielleicht könnt ihr ja Eure Erfahrungen zu dem Thema rein schreiben oder mich berichtigen falls ich was falsch verstanden habe.

Grüße
W.
hab mir jetzt nicht die ganzen posts durchgelesen aber soweit ich weiß kannst du auch kirchlichheiraten wnen du nicht mehr in der kirche bist (also ganz abgemeldet) nur muss die partnerin noch in der kirche sein (ihr iwsst was ich meine) also is es schnurz egal einer muss kirlich sein und es kann kirchlich geheiratet werden

(text geschribene als mich 2 jungs vollgelabert haben also kann es sei ndas die grammatik ein wenig *hust* ist)
 

Benutzer12784  (40)

Sehr bekannt hier
Ja, die Kirche tut freilich auch gutes; aber ich bin der Meinung, dass vieles davon durch den Staat aufgefangen werden sollte. Der Staat nimmt diese Rolle ja auch wahr, wenn auch sicherlich ebenfalls nicht in der Art und Weise wie es vielleicht nötig wäre. Dennoch sollten wir an den Punkt kommen wo wir keine Religion brauchen die "als Krücke" für einen Staat dient, wie bereits Schiller zu sagen pflegte.

nun die menschen brauchen die kirche aber :tongue: sogar du sonst könntest dich nicht drüber aufregen, und schlussendlich ist religion einfach das opium das das volk am meisten schätzt und will.
schau dir mal religionskonfesionen an die noch nicht ihren schwung verloren haben, wie den islam, der eint die menschen und schafft eine gemeinschaft.
 

Benutzer34370 

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schau dir mal religionskonfesionen an die noch nicht ihren schwung verloren haben, wie den islam, der eint die menschen und schafft eine gemeinschaft.

War das jetzt ernst oder zynisch?

Ich behaupte mal dass es einer Welt ohne jegliche Religionsgemeinschaften besser gehen würde. Das schliesst nicht den "Glauben an eine Gottheit" ein, lediglich die Institutionalisierung dessen.
 

Benutzer14614  (35)

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ausserdem ist die kirche für viele menschen ein halt, unabhängig von der konfesion oder politischen ausrichtung. und es ist für die meisten einfacher zu ner kirchlichen organisation zu gehen als zu ner nicht religiösen.


Ja das mag sein, aber wenn er damit doch nix anfangen kann ist die Kirche für ihn kein halt. Hier äußert niemand negatives über die Kirche und nur weil man mit ihr nichts zu tun hat heißt das nicht, dass man sie schlecht findet und sie abgeschafft werden sollte.
 

Benutzer12784  (40)

Sehr bekannt hier
War das jetzt ernst oder zynisch?

Ich behaupte mal dass es einer Welt ohne jegliche Religionsgemeinschaften besser gehen würde. Das schliesst nicht den "Glauben an eine Gottheit" ein, lediglich die Institutionalisierung dessen.

nein, ist sogar nachgewisen das gläubige menschen glücklicher leben als ungläubige.
und gerade eine institution ist ja eine basis. jeder mensch sucht nach nem anführer sogar jeder autonome, will gern ein alphatier haben dem er folgen kann.

@sahneschnitte
nun das ist mir klar. ich beziehs jetzt auch nur auf das aufzählen von negativen sachen ohne auch das positive zu sehen.
 

Benutzer55024 

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Die Kirche ist - bei allem was man ihr vorwerfen mag - auch immer noch einer der größten sozialen Dienstleister des Staates. Ob nun gläubig oder nicht, man sollte sich - meiner Meinung nach - mal anschauen, was die Gemeinde so alles bietet und leistet, und dann überlegen, ob die paar Euro fuffzig Steuern nicht vieleicht doch ganz gut angelegt ist (wobei sich das zugegebenermaßen sicherlich von Gemeinde zu Gemeinde stark unterscheidet...)

<zynismus ein>Aber es entspricht natürlich ganz dem Zeitgeist auszutreten, der Sozialstaat geht ja auch immer mehr dem Bach runter, wozu also noch von anders an Gemeinschaften festhalten <zynismus aus>:cry:
 

Benutzer34370 

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Also ich kann das nicht bestätigen, mit einer Religion glücklicher gewesen zu sein, eher im Gegenteil. Aber ich will hier nicht meine subjektiven Erfahrungen mit euch teilen.

Aber daneben empfinde ich es als - objektiv gesehen - schwachsinnig, einer Organisation Geld hinterherzuwerfen, die lieber das Blattgold an ihren Wänden restauriert, anstelle sich weiterzuentwicklen und sich seit Anbeginn ihrer Existenz gegen den Fortschritt stemmt und um ihre Macht bangt. Das relativiert alle schöngeistigen Bemühungen um das Wohlwollen der Menschen.
 
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