TV Kippt die deutsche Rundfunksteuer doch?

Benutzer174684 

Sorgt für Gesprächsstoff
Aber nochmal konkret gefragt: Was und wem nützt ein ÖRR ohne Akzeptanz bei den Bürgern?
Das ist eine gute Frage: Wer misst den Grad der Akzeptanz bei den Bürgern? Umfragen - wie neutral sind die Fragen? Zuschauerzahlen - was bot die Konkurrenz, wie war das Wetter?
Die Lautstärke der Gegner ist sicher nicht geeignet - wer die aktuelle Struktur der ÖRR gut findet oder auch nur akzeptiert, meldet sich nicht. Reagiert höchstens, wenn ihm pauschales Miesmachen auf den Keks geht, wie bei mir gerade. Sonst hätte ich hier auch nichts geschrieben.
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Die Intendanten und Intendantinnen sind in erster Linie ihrer Anstalt verpflichtet. Mal ernsthaft, wieviel Sparwillen würdest du ihnen zutrauen?
Sparwille ist für mich nicht oberstes Ziel. Ob 17,80 oder 18,70 im Monat, das tut niemandem weh, der tatsächlich zahlen muss.
Entscheidend ist für mich, dass auch Qualität und Leistung stimmt, nicht einfach nur verbraten wird. Das meinte ich mit "Trab".
 

Benutzer83575 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist eine gute Frage. Wer misst den Grad der Akzeptanz bei den Bürgern?
Im Ernst? So wie es in Sachsen-Anhalt und der ganzen Republik gemacht wurde sowie in der Politik üblich ist: representative Umfragen. Wie sonst?
wenn ihm pauschales Miesmachen auf den Keks geht
Wenn diese Aussage auf meinen Post bezogen sein sollte, darfst du das gern mal belegen.
Dass ich mehr Einsparungen beim ÖRR erwarte, ist kein Miesmachen. Und es geht auch nicht um 86 Cent. So ein Quatsch.
Wenn hier nicht doch noch "richtige" Argumente kommen, bin ich raus.
 

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Das ist eine gute Frage: Wer misst den Grad der Akzeptanz bei den Bürgern? Umfragen - wie neutral sind die Fragen? Zuschauerzahlen - was bot die Konkurrenz, wie war das Wetter?
Die Lautstärke der Gegner ist sicher nicht geeignet - wer die aktuelle Struktur der ÖRR gut findet oder auch nur akzeptiert, meldet sich nicht. Reagiert höchstens, wenn ihm pauschales Miesmachen auf den Keks geht, wie bei mir gerade. Sonst hätte ich hier auch nichts geschrieben.
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Sparwille ist für mich nicht oberstes Ziel. Ob 17,80 oder 18,70 im Monat, das tut niemandem weh, der tatsächlich zahlen muss.
Entscheidend ist für mich, dass auch Qualität und Leistung stimmt, nicht einfach nur verbraten wird. Das meinte ich mit "Trab".

Ich glaube schon, dass Zuschauerzahlen auch Akzeptanz ausdrücken. Es ist dem Meidennutzer schließlich nicht möglich, dass er das Angebot anlehnen kann. Ich muss sagen, dass ich glaube, dass dieses System gerade seit Corona seine Handlungsfähigkeit bewiesen hat. Wobei ich, wie schon oft geschrieben, nicht glaube, dass es wirklich fünf oder sechs Landeswellen braucht. Zumal grundsätzlich gefragt werden sollte was die Landesprogramme eigentlich sein sollen.
 

Benutzer174684 

Sorgt für Gesprächsstoff
Miesmachen ist doch legitim. Man verspielt sich damit nur die Chance auf eine respektvolle Diskussion.

Tja, das Dilemma ist offensichtlich:
representative Umfragen. Wie sonst?
Ich glaube schon, dass Zuschauerzahlen auch Akzeptanz ausdrücken.
Ich wünsche mir, dass die Überzeugung = Meinung anderer etwas mehr respektiert wird.

Und was "richtige Argumente" sind, möge jeder selbst entscheiden.Das Ergebnis der Entscheidung kann er/sie aber gerne für sich behalten. Es reicht, sachlich und nicht mit der Bewertung "Quatsch" zu antworten.

Ansonsten bin ich völlig bei alpaslan: Vielfalt ist schön und gut, aber da könnte durchaus reduziert werden.
 

Benutzer83575 

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube schon, dass Zuschauerzahlen auch Akzeptanz ausdrücken.
Wir reden doch aber von der Akzeptanz des System ÖRR. Es geht gerade nicht darum, wer bzw. wieviele das Programm/die Sender gucken, sondern wie sieht der gesetzliche Grundversorgungsauftrag aus und was macht der ÖRR daraus. So wie er es gerade macht, kann man es machen. Es geht aber nach den Erkenntnissen der KEF auch deutlich schlanker (z.B. Personal). Warum dann nicht so?
Die Vielfalt ist laut BVG (ich glaube schon 2012) in dem Grundversorgungsauftrag ausdrücklich enthalten. Auch hier die Frage, wie vielfältig wir es denn gerne hätten.
Das sind nur zwei der vielen Fragen, die diskutiert werden sollten. Auch mit dem Fakt im Hinterkopf, dass alle Angebote und Inhalte vom Beitragszahler finanziert werden müssen.
Und der Zeitpunkt für einen solchen breiten Diskurs halte ich gerade für günstig.
Wir sind uns glaube ich einig, dass ein ÖRR eher ein Segen ist. Daran möchte ich jedenfalls nicht rütteln. Aber das wie darf gerne neu justiert werden.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Eilanträge abgelehnt :tongue:
Ja - nix gibt's. Vorläufig. Und selbst den Öffis grundsätzlich gewogene Schreiber finden das gut:

Eilanträge zum Rundfunkbeitrag abgewiesen : Den Kopf gewaschen - Medien - Gesellschaft - Tagesspiegel

Schlimmer noch: Der Erste Senat des Verfassungsgerichts erklärt seine Ablehnung der Eilanträge damit, dass diese nicht hinreichend begründet wurden. Nicht nur, dass die Sender offenbar geglaubt haben, nach den bisherigen Pro-Öffentlich-Rechtlichen Grundsatzentscheidungen aus Karlsruhe unter anderem zur Bestands- und Entwicklungsgarantie einen grundgesetzlich verbrieften Anspruch darauf zu haben, dass automatisch in ihrem Sinne entschieden wird. Darüber hinaus haben es sich die Justitiare der Sender offensichtlich in ihren Antragsbegründungen etwas zu einfach gemacht.

Zu einfach macht es sich aber nun auch Tom Buhrow, der derzeitige ARD-Vorsitzende. Nach dem richterlichen Beschluss droht er unumwunden mit Programmeinschränkungen.

Doch den Wink mit schwarzen Bildschirmen haben die Richter bereits geahnt. Ihrer Bewertung zufolge ist es nicht plausibel, dass die Sender ihr Programmangebot nicht für eine gewisse Zeit in eigener „Vorleistung“ realisieren können.


Und genau diese Borniertheit und Dreistigkeit ist das, was mir an den Öffis auf den Zeiger geht. Wenn die Zeitschriften/Zeitungen anderer Verlage nicht mehr gefragt sind, müssen sie sich entweder was einfallen lassen oder gehen pleite.

Die Öffis sitzen bräsig in ihrer Selbstbedienungsblase und müssen sich keine Sorgen machen, wo das Geld herkommt. Das ist ziemlich feist...
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Benutzer

Gast
Die Öffis sitzen bräsig in ihrer Selbstbedienungsblase und müssen sich keine Sorgen machen, wo das Geld herkommt. Das ist ziemlich feist

Es werden in Zukunft immer weniger diesen Beitrag zahlen, was wollen sie denn machen? Alle einsperren :whoot:.
Es zahlen ja jetzt schon sehr viele nicht aus den unterschiedlichsten Gründen. Die Frage ist ja warum sollte ich für dieses Programm auch noch Geld bezahlen.

Das ich von Dienstag bis Donnerstag Talkshow sehen kann:kotz:Die zu nichts führt :whoot:
 

Benutzer3277 

Beiträge füllen Bücher
Die Vielfalt ist laut BVG (ich glaube schon 2012) in dem Grundversorgungsauftrag ausdrücklich enthalten. Auch hier die Frage, wie vielfältig wir es denn gerne hätten.

Vielfalt? Das würde ja die Einschaltquoten nach unten drücken. Die ÖRR sind quotengeil, obwohl sie es gar nicht sein müssten wegen unserem Beitrag.
2 Beispiele:
1. Warum laufen auf den ÖRR um Weihnachten immer die gleichen Filme (Der kleine Lord, Kevin allein in New York usw.), 3 Haselnüsse für Aschenbrödel 2020 sogar 23 mal (!) in 10 Tagen! Diese Filme liegen für 3,99 Euro auf jedem DVD-Ramschtisch. Warum gibt es kein alternatives Programm mit neuen Filmen?
2. Warum bringt der ÖRR-Sender MDR in 10 Tagen um Weihnachten an 9 Tagen um 20.15 Uhr Schlagersendungen mit immer den gleichen Gesichtern (F. Silbereisen, S. Hertel usw.)? Weil das Quote bringt (Ü 75, da guckt das jeder). Der MDR hat die höchsten Quoten, die könnten 365 Tage im Jahr 20.15 Uhr primitivste Schlager senden.
Vielfalt? Bildungsauftrag? Fremdwörter.
[doublepost=1608758857,1608758666][/doublepost]
Wir sind uns glaube ich einig, dass ein ÖRR eher ein Segen ist. Daran möchte ich jedenfalls nicht rütteln.

Richtig. Das gilt aber nur für Nachrichten (Tagesschau, heute, Regionales u.ä.) und ein paar wenige Dokus und Magazine.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das gilt aber nur für Nachrichten (Tagesschau, heute, Regionales u.ä.) und ein paar wenige Dokus und Magazine.
Das Problem ist, dass eine Beschränkung auf genau dies die ÖRs schnell zu einem Nischenprogramm ohne Reichweite machen würde. Imho hat das Verfassungsgericht auch ähnlich argumentiert pro Vollprogramm.
 
G

Benutzer

Gast
Das Problem ist, dass eine Beschränkung auf genau dies die ÖRs schnell zu einem Nischenprogramm ohne Reichweite machen würde.

Die Reichweite wird eh immer kleiner, nuja mit x Tochter Sendern wo der Mist aus den 80 Jahren läuft, oder zum 20. 000 mal Horst Lichter in der Wiederholung. Von dem täglichen Abendprogramm redet man besser nicht.

Och da gibt es genügend andere Sender die noch viel schlechter dastehen und es kümmert niemanden der Verantwortlichen. Hauptsache die 8min Werbung läuft :tongue:
 

Benutzer83575 

Verbringt hier viel Zeit
Vielfalt? Das würde ja die Einschaltquoten nach unten drücken. Die ÖRR sind quotengeil, obwohl sie es gar nicht sein müssten wegen unserem Beitrag.
2 Beispiele:
1. Warum laufen auf den ÖRR um Weihnachten immer die gleichen Filme (Der kleine Lord, Kevin allein in New York usw.), 3 Haselnüsse für Aschenbrödel 2020 sogar 23 mal (!) in 10 Tagen! Diese Filme liegen für 3,99 Euro auf jedem DVD-Ramschtisch. Warum gibt es kein alternatives Programm mit neuen Filmen?
2. Warum bringt der ÖRR-Sender MDR in 10 Tagen um Weihnachten an 9 Tagen um 20.15 Uhr Schlagersendungen mit immer den gleichen Gesichtern (F. Silbereisen, S. Hertel usw.)? Weil das Quote bringt (Ü 75, da guckt das jeder). Der MDR hat die höchsten Quoten, die könnten 365 Tage im Jahr 20.15 Uhr primitivste Schlager senden.
Vielfalt? Bildungsauftrag? Fremdwörter.
Das ist durchaus eine Meinung dazu. Und genau solche Themen sollten jetzt öffentlich diskutiert werden. In dem Diskurs sollte auch der ÖRR teilnehmen. Mich interessiert absolut brennend, warum 8 Milliarden (!) pro Jahr nicht ausreichen sollen. Mir fehlt wirklich Transparenz an dieser Stelle. Die seriösen Hinweise, dass eben nicht haushaltsbewusst und sparsam mit dem Geld der Beitragszahler umgegangen wird, mehren sich ja (z.B. KEF). Wenn dem wirklich so ist und man soviel Geld braucht, sollte der ÖRR hier in die Offensive gehen und das darlegen. Passiert aber leider nicht. Warum nur? Es schafft jedenfalls kein Vertrauen.
 

Benutzer174684 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wir reden doch aber von der Akzeptanz des System ÖRR.
Nicht unbedingt. Aus der Akzeptanz des Programms lässt sich eine gewisse Extistenzberechtigung der ÖRR herleiten, wenn das gleiche Ziel nicht ohne ÖRR erreicht werden kann.
Ich fände es auch besser, wenn die ÖRR aus Steuergeldern finanziert würden und ich nichts selbst zahlen müsste. Sehr vielen Kommentaren ist das zu entnehmen: Keine Einschränkungen, aber auch nicht zahlen müssen.
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Das ist nicht entschieden. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde nur der Eilantrag abgelehnt. Das Ganze uss dann auf normalen Wege geklärt werden.
[doublepost=1608893410][/doublepost]
Richtig. Das gilt aber nur für Nachrichten (Tagesschau, heute, Regionales u.ä.) und ein paar wenige Dokus und Magazine.
Das ist deine Meinung. Ich habe auch meine Lieblingssendungen bei den ÖRR. Ich verlange aber nicht, dass das Maßstab für alle sein soll. Außerdem schwebt bei mir im Hinterkopf, dass man sich bei den Privaten an den Werbeaufträgen orientieren muss ohne dass die Zuschauenden das merken - dann lieber Dickbräsigkeit bei den ÖRR.
Ist doch gut, dass darüber diskutiert wird.
 
2 Woche(n) später

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Schau, schau - nach nur acht Monaten sind die Rundfunksteuersender aufgewacht. Na - ein wenig...


Da gab's dann schon aus den eigenen Reihen Kritik:


Ich weiß schon, was der Herr Schönenborn sagen wird: "Die Rundfunksteuer ist ja auch nur eine Demokratieabgabe, keine Bildungsabgabe..." :whistle:
 
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