Kinderwunsch ...

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Behalte, wenn es noch länger dauern sollte bis du es selber besser weißt, bitte im Hinterkopf, dass es für deine Freundin sehr wichtig zu sein scheint Kinder zu bekommen.
Ich hab mich auch schon mit jemandem "rumgeschlagen", der sich unsicher war, weil die Hoffnung so groß war, dass er sich das schon noch überlegt. (Letztendlich ist die Beziehung an was anderem kaputtgegangen, nach über 5 Jahren). Solange die Aussage so vage ist, sagt man ja, wenn man verliebt ist auch nicht "Und Tschüß". Auf Dauer aber, kann das so nicht wirklich gut gehen und ich denke du willst am Ende auch nicht derjenige sein, der ihre Träume zerstört. (Klingt gemeiner als es klingen soll. Klar, könnte sie sich jederzeit selbst trennen, aber die Hoffnung stirbt eben zuletzt)
Sehe ich anders. Sie ist eine erwachsene Frau. Klar machen Gefühle es schwer, sich zu trennen, wenn "ansonsten" alles gut passt - aber entweder ist ihr Kinderwunsch so stark, dass sie eben die Beziehung auch beendet, wenn er sich dann in einem Jahr immer noch nicht klar zu Kindern bekennt, oder es ist dann IHRE Entscheidung, trotz ungeklärter Kinderfrage bei ihm zu bleiben.
Ich finde es echt unpassend, hier dem TS dauernd die Schuld und Verantwortung zuzuschieben. Er hat doch nichts Schlimmes getan, im Gegenteil, er hat ihr zu 100% wahrheitsgemäß erklärt, wie seine Gefühlslage aussieht UND er macht sich auch hier Gedanken zum Thema.
Sich Gedanken zu diesem Thema zu machen führt übrigens auch nicht zu einer Entscheidung. Ich denke beispielsweise schon länger darüber nach, aber ich komme zu keiner festen Entscheidung und mache das auch von meinem GEFÜHL abhängig und nicht von irgendwelchen rationalen Überlegungen.

Des Weiteren finde ich es auch nach wie vor frech, zu sagen, mit 28 müsse man sowas wissen, ansonsten wäre man unreif. Sorry, aber Reife hat mit zig anderen Faktoren zu tun und ich finde es eher unreif, sich auf "Ich will unbedingt Kinder, sonst ist mein Leben sinnlos!" zu versteifen (ja, solche User gibt es hier auch). Wenn die Freundin des TS ebenfalls diese Einstellung hat, muss sie halt Schluss machen, es ist ja IHR Leben und er ist nicht für sie verantwortlich.
 

Benutzer15049  (35)

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Sehe ich anders. Sie ist eine erwachsene Frau. Klar machen Gefühle es schwer, sich zu trennen, wenn "ansonsten" alles gut passt - aber entweder ist ihr Kinderwunsch so stark, dass sie eben die Beziehung auch beendet, wenn er sich dann in einem Jahr immer noch nicht klar zu Kindern bekennt, oder es ist dann IHRE Entscheidung, trotz ungeklärter Kinderfrage bei ihm zu bleiben.
Ich finde es echt unpassend, hier dem TS dauernd die Schuld und Verantwortung zuzuschieben. Er hat doch nichts Schlimmes getan, im Gegenteil, er hat ihr zu 100% wahrheitsgemäß erklärt, wie seine Gefühlslage aussieht UND er macht sich auch hier Gedanken zum Thema.
Sich Gedanken zu diesem Thema zu machen führt übrigens auch nicht zu einer Entscheidung. Ich denke beispielsweise schon länger darüber nach, aber ich komme zu keiner festen Entscheidung und mache das auch von meinem GEFÜHL abhängig und nicht von irgendwelchen rationalen Überlegungen.

Des Weiteren finde ich es auch nach wie vor frech, zu sagen, mit 28 müsse man sowas wissen, ansonsten wäre man unreif. Sorry, aber Reife hat mit zig anderen Faktoren zu tun und ich finde es eher unreif, sich auf "Ich will unbedingt Kinder, sonst ist mein Leben sinnlos!" zu versteifen (ja, solche User gibt es hier auch). Wenn die Freundin des TS ebenfalls diese Einstellung hat, muss sie halt Schluss machen, es ist ja IHR Leben und er ist nicht für sie verantwortlich.
*gähn*

Ich habe gesagt er soll es im Hinterkopf behalten und ihm die Beweggründe genannt, wieso es eventuell blöd laufen könnte. Und das auch noch relativiert, weil genau das was du sagst ja auch möglich wäre. Wie soll man sich hier noch ausdrücken und nicht als Hardliner zu erscheinen?
 
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*gähn*

Ich habe gesagt er soll es im Hinterkopf behalten und ihm die Beweggründe genannt, wieso es eventuell blöd laufen könnte. Und das auch noch relativiert, weil genau das was du sagst ja auch möglich wäre. Wie soll man sich hier noch ausdrücken und nicht als Hardliner zu erscheinen?
Naja, diese Formulierung:
Auf Dauer aber, kann das so nicht wirklich gut gehen und ich denke du willst am Ende auch nicht derjenige sein, der ihre Träume zerstört.
ist doch einfach theatralisch formulierter Unsinn.
Er zerstört ihre Träume nicht, er macht ihr nichts vor, er hält sie nicht bettelnd davon ab, ihn zu verlassen.

Wenn sie am Ende in einigen Jahren wirklich kinderlos und traurig dasitzt, dann hat ER sicher nicht ihre Träume zerstört, das ist einfach eine Verantwortung, die nur sie selbst trägt.
Wenn Kinder ein so elementarer Bestandteil ihrer Zukunft sind, ohne den sie nicht leben kann, muss sie sich doch selber darum kümmern, dass dieser Wunsch irgendwann in Erfüllung geht.
Bei dem TS zu bleiben, der nie gesagt hat, dass er definitiv Kinder will, ist dann ein Risiko, das sie bewusst und wissentlich eingeht, denn er spielt mit offenen Karten. Dann zerstört sie sich diesen Traum doch selbst.
 

Benutzer15049  (35)

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Naja, diese Formulierung: ist doch einfach theatralisch formulierter Unsinn.
Er zerstört ihre Träume nicht, er macht ihr nichts vor, er hält sie nicht bettelnd davon ab, ihn zu verlassen.

Wenn sie am Ende in einigen Jahren wirklich kinderlos und traurig dasitzt, dann hat ER sicher nicht ihre Träume zerstört, das ist einfach eine Verantwortung, die nur sie selbst trägt.
Wenn Kinder ein so elementarer Bestandteil ihrer Zukunft sind, ohne den sie nicht leben kann, muss sie sich doch selber darum kümmern, dass dieser Wunsch irgendwann in Erfüllung geht.
Bei dem TS zu bleiben, der nie gesagt hat, dass er definitiv Kinder will, ist dann ein Risiko, das sie bewusst und wissentlich eingeht, denn er spielt mit offenen Karten. Dann zerstört sie sich diesen Traum doch selbst.
Ja, ehm.... den Satz in Klammern dahiner hast du überlesen oder was???

Off-Topic:
Abgesehen davon ist aber schon jeder, der die Möglichkeit/Hoffnung ewig aufrecht erhält und dann einen Rückzieher macht, schon wenigstens mit "schuldig".
 
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Off-Topic:
Ja, ehm.... den Satz in Klammern dahiner hast du überlesen oder was???
Ganz ruhig... :confused: Der Satz in Klammern macht den zitierten Satz ja nicht weniger theatralisch.
Off-Topic:
Abgesehen davon ist aber schon jeder, der die Möglichkeit/Hoffnung ewig aufrecht erhält und dann einen Rückzieher macht, schon wenigstens mit "schuldig".
Das tut er aber doch nicht! Mensch, er hat ihr nie Hoffnungen gemacht, im Gegenteil, er hat ihr einfach nur gesagt, dass er keine Entscheidung treffen kann. Wo liest du da Hoffnungen machen raus? Wenn man sich so sehr von einem Thema persönlich angegriffen fühlt, sollte man vielleicht mal Zurückhaltung üben.

Damit ist diese OT-Diskussion für mich auch beendet.
 

Benutzer15049  (35)

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Off-Topic:
Ganz ruhig... :confused: Der Satz in Klammern macht den zitierten Satz ja nicht weniger theatralisch.
Das tut er aber doch nicht! Mensch, er hat ihr nie Hoffnungen gemacht, im Gegenteil, er hat ihr einfach nur gesagt, dass er keine Entscheidung treffen kann. Wo liest du da Hoffnungen machen raus? Wenn man sich so sehr von einem Thema persönlich angegriffen fühlt, sollte man vielleicht mal Zurückhaltung üben.

Damit ist diese OT-Diskussion für mich auch beendet.
Off-Topic:
Ganz ehrlich: Doch, der Satz in Klammern soll genau das relativieren, was ich gesagt habe. Und zwar aus der Sicht einer Frau mit definitivem Kinderwunsch. Niemand nimmt es ihm übel, wenn er nicht will. Aber dann bitte nicht jahrelang rumeiern und Hoffnung machen. Und ich meinte das eben nicht gemein, aber finde es schon bedenkenswert, wenn man denn aufrichtig liebt.
Zweitens: Ich hab keine Ahnung was er ihr gesagt hat. Hat er im ganzen Thread nicht einmal erwähnt. Seine Meinung ja, aber nicht inwiefern er ihr das auch mitgeteilt hat.
Ich kann mich nicht persönlich angegriffen fühlen, weil ich bisher nie Probleme damit hatte. Derjenige, der mir unter Zeitdruck "in die Quere kam", sieht das Thema genau wie ich.
Könnte absesehen davon auch dasselbe von den Frauen sagen, die sich NICHT betroffen fühlen.


Eigentlich ist das ja auch On-Topic....
 

Benutzer163640  (33)

Ist noch neu hier
Ich habe ihr im wesentlichen genau das gesagt, was ich hier geschrieben habe, offen und ohne Relativierungen: Dass ich mir bei dem Thema sehr unsicher bin. Dass ich mir es durchaus vorstellen könnte, aber im Moment und im laufe der nächsten 2-3 Jahre definitiv noch nicht bereit dafür bin und eine ungewollte Schwangerschaft für mich gerade eine Katastrophe wäre, und dass ich darüber hinaus heute noch keine Versprechungen machen kann und will. Das tendiert tendentiell eher zu einem "nein". Aber, das sieht man hier im Thread und ich habe auch im Bekanntenkreis mal ein bisschen rumgefragt, es gibt durchaus auch einige Menschen, bei denen sich so ein Kinderwunsch im Laufe einer Partnerschaft entwickelt - Wie könnte ich das bei mir ausschließen?

Ich habe ihr all das gesagt. Sie ist erwachsen. Wenn sie damit nicht umgehen kann, dann muss SIE gehen. Mir die Verantwortung für die Erfüllung ihrer Lebensziele zuzuschieben, weil sie gerade verliebt ist, oder auch nur eine Mitschuld zu geben finde ich hochgradig unfair. Ich bin ja ebenfalls verliebt, soll ich jetzt also an ihrer Stelle eine für mich sonst glückliche Beziehung beenden, um ihr diese Entscheidung abzunehmen? Das hat dann mit Gleichberechtigung auch nicht mehr so wahnsinnig viel am Hut, oder?

Ich hab mich auch schon mit jemandem "rumgeschlagen", der sich unsicher war, weil die Hoffnung so groß war, dass er sich das schon noch überlegt.

Davon abgesehen zeigt dieser Satz auch das auf, was mich hier ganz radikal stört: Selbst wenn du es in Anführungszeichen setzt, die Aussage bleibt die Gleiche: Ich finde das schrecklich abwertend. Das trifft auch genau meine Befürchtung in dieser Sache: Ich möchte nicht jemand sein, mit dem man sich "rumschlägt", weil ich der Vater eines Lebenstraums sein könnte. Ich möchte an erster Stelle so geliebt und angenommen werden wie ich bin.
 

Benutzer15049  (35)

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Ich möchte nicht jemand sein, mit dem man sich "rumschlägt", weil ich der Vater eines Lebenstraums sein könnte. Ich möchte an erster Stelle so geliebt und angenommen werden wie ich bin.
Unter Umständen ist das aber (wenn auch ungewollt) trotzdem so :/
Ich verstehe nicht, wieso du scheinbar der Meinung bit, dass deine Freundin nur einen Erzeuger sucht.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Liebe. Nicht nur unverbindlicher Sex, sondern auch ein emotionales Bekenntnis zueinander. Womit ich unverbindlichen Sex nicht abwerten möchte, ich werte da nicht so sehr wie du es zu tun scheinst.
Sowas brauche ich mir hier gar nicht anhängen zu lassen. Wo soll ich da eine "Wertung" vorgenommen haben?
Ich wollte wissen, was "mehr" ist, was vergleichbar mit einer (Entscheidung über eine) Familiengründung ist. Das mußte ich deswegen fragen, weil ich leider deine Gedanken nicht lesen kann. Wobei, wenn ich mir "nur Samenspender" nochmal ankucke, ist das vielleicht auch besser so (da bist du ja selbst auf bestem Weg, anderen eine Wertung zu unterstellen; das stört mich auch "radikal").
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das tue ich gar nicht. Die meisten Leute haben doch aber gesagt, das sie die Entscheidung, Kinder haben zu wollen unabhängig davon treffen bzw. getroffen haben, ob sie überhaupt derzeit einen Partner haben - du ja auch.
Sorry, da bin ich beim Zitieren irgendwie total durcheinander gekommen, oder habe deinen Beitrag falsch verstanden.
(Ohne jetzt nochmal alle alten Beiträge zu lesen, meine ich mich an Beiträge erinnern zu können, in denen den Leuten mit generellem Kinderwunsch unterstellt würde, sie würden möglicherweise auch eine Beziehung mit irgendeiner Person eingehen - nur um Kinder in die Welt setzen zu können - auch wenn der Rest nicht wirklich passt. Und das halte ich einfach für eine völlig falsche Unterstellung. - Auch wenn sie wohl nicht von dir kommt.)

Letztendlich kann ich mich deinen Ausführungen durchaus anschließen und bin auch der Meinung, dass es in der Situation des TS kaum einen sinnvollen Kompromiss geben kann, da sie nunmal einen klaren, vom Partner unabhängigen Kinderwunsh hat, während er bie dieser Sache noch total unentschlossen ist.

Wenn ich versuche, mir meine Zukunft auszumalen, dann ist es schon ein schöner Gedanke mir vorzustellen, dass ich Kinder in meinem Leben habe. Bei den Bildern die da entstehen denke ich aber immer irgendwie an ältere Kinder so ab 10. Kleinkinder, Säuglinge, schlaflose Nächte, Plärren und Schreien ...
Ich möchte dir jetzt sicher keinen Kinderwunsch einreden, sondern einfach nur erzählen, wie sich die Sache bei mir entwickelt hat.
Abgesehen davon, dass ich es einfach schon immer für völlig normal und selbstverständlich gehalten habe, irgendwann mal eine Familie zu gründen (immerhin haben mir das ja meine Eltern vorgelebt und auch all meine Freunde hatten logischerweise Eltern, so dass das einfach die Normalität war, mit der ich überwiegend konfrontiert war), dachte ich auch mal, ich könne mit Kindern - und insbesondere mit Kleinkindern - nicht viel anfangen.
Erst als ich in meinem Verein mal in die ehrenamtliche Arbeit mit Kindern reingeschnuppert habe, habe ich festgestellt, dass ich zumindest mit Schulkindern doch wirklich gut zurecht komme und mir der Umgang mit ihnen wahnsinnig Spaß macht, weshalb ich auch nach wie vor diesem Erhenamt nachgehe. Beim Baby- und Kleinkindalter dachte ich aber trotzdem eher, dass das eine Lebensphase ist, mit der ich nicht so viel anfangen kann und die man eben auch irgendwie überstehen muss, um dann später das Leben mit seinem größeren Kind in vollen Zügen genießen kann.
Seit ich nun auch mit Babys und Kleinkindern zu tun habe (insbesondere das Kind meiner besten Freundin, das ich augenblicklich zum süßesten Kind des Universums erklärt habe :love:), merke ich, dass meine Bedenken auch in diesem Fall völlig fehl am platz waren und dass ich auch mit diesen Zwergen gut zurecht komme.

Ich weiß nicht, wie viel Kontakt du derzeit mit Kindern hast. Aber es könnte durchaus sein, dass deine Bedenken schwinden und deine Begeisterung wächst, wenn du mehr Kontakt mit Kindern hast.

Ich finde es echt unpassend, hier dem TS dauernd die Schuld und Verantwortung zuzuschieben. Er hat doch nichts Schlimmes getan, im Gegenteil, er hat ihr zu 100% wahrheitsgemäß erklärt, wie seine Gefühlslage aussieht UND er macht sich auch hier Gedanken zum Thema.
Es geht doch hier nicht darum, ob irgendjemand an irgendwas schuld ist. Derartige Gedanken sind doch außerhalb von Gerichtsprozessen und polizeilichen Ermittlungen nur äußerst selten zielführend.
Es geht hier einfach darum, beide Seiten zu betrachten - und dazu gehört dann eben auch die Feststellung, dass sie aufgrund ihres festen Kinderwunsches höchstwahrscheinlich nicht ewig warten wird, bis er sich eine Meinung gebildet hat, sondern irgendwann die Reißleine ziehen wird, wenn es ihr zu lang dauert.

Natürlich setzt das den TS etwas unter Druck. Aber das ist nunmal in dieser Situation so und lässt sich auch nicht verhindern.
 

Benutzer97517 

Meistens hier zu finden
Hallo... ich bin der Meinung das du dir ruhig dieses Jahr Bedenkzeit nehmen solltest. Aber in einem Jahr solltest du schon wissen ob du Kinder haben möchtest oder nicht. Ich denke das kann man erwarten.
Ich selber wollte immer Kinder, jedoch wusste ich das ich nicht früh Vater werden wollte. Habe bis 42 gewartet und meine Frau war zu dem Zeitpunkt 35.
Dann noch etwas. Ich lese du machst dir Gedanken über dies oder das. Als Vater kann ich nur sagen das es selten den idealen Zeitpunkt gibt. Bis man Beruf, Finanzen, Auto, Haus, usw. geregelt hat ist es zu spät...
Also ja oder nein und falls ja.. rein ins Abenteuer..
LG
 

Benutzer163532  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Schwer, ich kann beide Seiten gut verstehen. Auch ich würde eigentlich gerne sagen, dass man mit Ende 20 doch langsam mal wissen müsse, wie man grundsätzlich zum Thema "Kinder" steht. Aber das kann ich nicht, denn mir war mit 28 auch noch nicht klar, ob ich Kinder haben möchte, obwohl mein Mann und ich dann auch nach 7 Jahren Beziehung geheiratet haben. Ich wusste also, ich habe den für mich richtigen Partner, ich wusste, wenn Kinder, dann nur mit ihm. Aber ich wusste eben nicht, ob ich bereit bin, auf diverse Freiheiten zu verzichten und meinen gewohnten Lebensstil zumindest einzuschränken.

Das einzige, was ich sagen konnte, war dass ich Angst hatte, irgendwann mal zu bereuen, keine Kinder bekommen zu haben.
Manchmal muss einfach alles passen, bevor man so etwas lebensentscheidendes mit sich ausmachen kann, das Alter ist für mich eher ein kleinerer Faktor - auch wenn ich mit Ende 20 noch anders darüber gedacht habe und mir selbst die Grenze setzte "Bis 35 ein Kind oder gar nicht mehr". Viel wichtiger war mir dann aber, das Kind von ganzem Herzen zu wollen.

Bei mir stellte sich der Kinderwunsch erst ein, als in meinem Umfeld immer mehr Leute Eltern wurden. Erst dann realisierte ich, dass ich das, was sie hatten, auch haben wollte, ganz unbedingt. Aber ohne dieses Gefühl hätte ich niemals ganz definitiv "JA" zu einem Kind sagen können, auch nicht theoretisch, auch nicht "irgendwann in Zukunft".

Eine Lösung habe ich also nicht. Das muss jedes Paar für sich ausmachen. Wenn sie die Ungewissheit nicht ertragen kann oder du, S Simon 28 , dich in die Ecke gedrängt fühlst, müsst ihr für euch entscheiden, wie ihr damit umgehen wollt. Wenn dieses Thema bei euch in der Beziehung immer wieder für Streit sorgt, müsst ihr euch fragen, was das für euch bedeutet.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Zum Thema Kinder wurde ja nun schon viel geschrieben, meine Ansicht zu dem Thema spielt da auch keine große Rolle, weil es dem TS eh nicht weiter hilft.

Was dir S Simon 28 vielleicht weiter helfen könnte, wäre meine Ansicht zum Thema "Druck machen" lassen.
Weißt du, egal wie nett man es verpackt und egal wie wenig deine Partnerin versucht, dir Druck zu machen, dass Thema Kinder sorgt für Druck. (Sieht man ja auch zu Genüge bei diesem Thema) Druck, den man sich selber macht, weil man jemanden, den man liebt nicht vertrösten will.

Jetzt kommen hier sehr viele festgelegte Meinungen zu dem Thema, du kommst in eine Verteidigungshaltung, die absolut nicht notwendig ist. Du bist hier Niemanden Rechenschaft schuldig. Eigentlich ist es auch vollkommen irrelevant, wie sich der Kinderwunsch bei Anderen entwickelt hat und ob man in einem bestimmten Alter automatisch wissen muss, ob man welche will oder nicht. Du hast kein Problem, dass man lösen kann. Du bist gerade wie andere Menschen auch in einer Lebensphase, bei dem du dich nun durch die Umstände mit dem Thema auseinander setzen musst. Und das tust du. Du bist ehrlich zu deiner Partnerin und das ist auch alles, was du in diesem Augenblick tun kannst.

Weißt du wie ich die Sache sehe? Ein Mensch, der bei bestimmten Themen genau weiß was er will, bei dem liegt die Verantwortung, ob er mit jemanden zusammen sein kann und will, der nicht so klar weiß was er will.

Da sollte dir niemand einen Strick draus drehen. Sie will unbedingt Kinder in ihrem Leben, dann soll sie auch für sich abwägen, ob sie sich auf deine Unsicherheit einlassen möchte.

Ich würde einfach abwarten, wie sich eure Beziehung weiter entwickelt. Den Druck würde ich mir nicht machen lassen und ich weiß, dass ist leichter gesagt als getan, denn schließlich hängt da ein Mensch dran, den man liebt. Aber dieser Kopffick nützt Niemanden was. Du kannst es schlichtweg nicht abwägen, ob du später Kinder willst. Und das ist auch vollkommen okay so. Es gibt eben Momente im Leben, da gibt es keine klare Antwort. Wem das nicht reicht, muss sich eben umorientieren.
 
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S Simon 28 ich habe nicht den ganzen Thread gelesen, aber jeden deiner Beiträge hier. Soviel nur mal im Voraus. :zwinker:

Genau das ist ihr Problem. Vom zeitlichen Horizont her sieht sie es ähnlich, da sie selbst auch gerade erst mit der Uni durch ist. Aber sie hat große Schwierigkeiten damit, dass ich mir generell bei dem Thema so unsicher bin und es passieren könnte, dass ich mich auch ganz dagegen entscheide und sie dann zu alt ist um noch mal mit jemand anders neu anzufangen.

Ich kann deine Freundin verstehen, ich bin erst 24 und ich habe im Laufe meiner Beziehung mit meinem Partner erst meinen durchaus starken Kinderwunsch entdeckt, und obwohl ich durchaus noch "jung genug" bin, um mir "Ersatz" zu suchen, quälte mich diese Unsicherheit, die ungefähr 1,5 Jahre lang ging, sehr. Und ich hab mich wirklich bemüht, das NICHT zur Sprache zu bringen, aber hin und wieder passierte es doch...

Off-Topic:
Und ja, es ärgert mich so ein bisschen jedes Mal, wenn ein Mann sich über Gummis beschwert, von seiner Freundin aber verlangt, dass die sich mit künstlichen Hormonen, die auch Nebenwirkungen erzeugen können, vollzupumpen und die ganze Verantwortung der Verhütung damit ihr aufzubürden. Find ich einfach nicht okay, aber das nur am Rande.

Dem möchte ich - aus eigener Erfahrung - zustimmen.


Vielleicht niemals" -> Nein, auf gar keinen Fall. Und je länger der Schwebezustand dauert, umso unglücklicher wird man da als Frau. Denn nein, sowas löst sich NIEMALS von allein auf, dass eine Frau dann halt doch nicht mehr will. Falls du darauf pokerst, kannst du das gleich vergessen, das wird nicht passieren.

Auch das möchte ich so unterschreiben, dieser Zustand kann einen noch komplett verrückt machen.

Aber was spielt das für eine Rolle? Ich muss innerlich dazu stehen und "ja" sagen können, oder ich lasse es besser bleiben - ganz unabhängig davon, was andere tun. Nur aus Gruppenzwang Vater werden zu wollen.. Naja.

Das stimmt schon, auf diese Unstimmigkeit, dass du einerseits mit kinderlosen Freunden argumentierst und andererseits sagst, dass du selbst "Ja" zu Kindern sagen musst, wurde schon eingegangen. Aber das hast du auch schon selbst ganz gut erkannt. :zwinker:

Ein schönes Jahr in einer Beziehung zu verbringen ist für mich ganz sicher kein "verschlissenes Jahr".

Auch dazu möchte ich mich ein paar anderen Usern hier anschließen, doch, in Bezug auf Beziehungsanbahnung mit einem zeugungswilligen Partner wäre das durchaus ein verschlissenes Jahr.

Dazu kommt irgendwo die biologische Uhr: All ihre Freundinnen sind gerade verheiratet und entweder schwanger oder in der konkreten Planung. Sie selbst war vor mir in einer langjährigen, festen Beziehung in der Kinder auch schon diskutiert wurden. Sie ist also auch gefühlsmäßig in einer ganz anderen Situation und dadurch ist das Thema immer subtil präsent.

Die biologische Uhr tickt bei Kinderwunsch fast automatisch. Sieh mich an, ich bin 24 und der Kinderwunsch ist riesengroß. :zwinker: Ich bin sogar "noch krasser" ( :tongue: ) als deine Freundin, ich möchte u30 Mutter werden.

Und ich möchte noch anmerken, dass "irgendwann mal" Kinder und "ich möchte mit dir in den nächsten 7 Jahren Kinder" noch einmal zwei gaaaanz verschiedene Paar Schuhe sein können. Können, nicht müssen. Bei meinem Partner war es so.

Ich bin dieses Jahr ungeplant schwanger geworden und habe kurz darauf eine Fehlgeburt erlitten. Mein Freund sprach - obwohl wir 3,5 Jahre in einer Beziehung sind und über 1,5 Jahre zusammen wohnen - zunächst von Abtreibung, obwohl er prinzipiell einen Kinderwunsch hat. Und als ich dann die FG hatte, war er meiner Meinung nach in vergleichbarem Ausmaß traurig wie ich und kürzlich meinte er sogar, wir könnten 2017 einfach mal ohne Verhütung Sex haben.

Was ich damit sagen will: Kinderwunsch ist unberechenbar, ein Ereignis kann die eigenen Ansichten komplett umkrempeln, ohne dass man das selbst aktiv so möchte. Das kann man nur sehr bedingt steuern.

Und ich finde beide Positionen haben es nicht gerade leicht: Sowohl die eine "Partei" mit akutem Kinderwunsch als auch die andere, die gewissermaßen unter Zugzwang steht...
 

Benutzer107106 

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Anknüpfend an strewberries Anekdote: Als wir 22,23 waren, bekam der beste Freund meines Mannes seine erste Tochter. Wir besuchten das brüllende Etwas, liefen den ganzen Nachmittag mit einer quitschenden Tomate auf dem Arm hin und her und liessen die Eltern mal duschen und essen. Als wir die Haustür am Abend zuschlugen schauten wir uns an und sagten: "Never ever!"
Am nächsten Morgen wurden wir wach und sagten: "Oh, wie schön ein eigenes Baby wäre." Ein Jahr später wurde ich geplant schwanger. Hormone sind schon ne krasse Geschichte. Und ja, Babys sind ansteckend!
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
War bei uns nicht so. In unserem Freundeskreis sind Babies nicht "ansteckend" und wir bekommen jetzt eins wo die meisten Kids schon ein paar Jahre alt sind und teilweise schon das zweite da ist. Mein Kinderwunsch lief schon immer unabhängig von anderen Menschen, fände es anders auch irgendwie komisch...
 

Benutzer15352 

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Bei mir im engsten Freundeskreis hat noch niemand Kinder. Und wir sind alle 30+, das kommt also auch sehr aufs Umfeld an...
 

Benutzer150539 

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Bei mir im engsten Freundeskreis hat noch niemand Kinder. Und wir sind alle 30+, das kommt also auch sehr aufs Umfeld an...
Bei uns gibts auch nur 1 Mitstudentin, die schon 2 Kidds hat - der Rest geht gegen die 30 zu und da steht das Thema noch ganz ganz ganz weit hinten...
 

Benutzer152743 

Verbringt hier viel Zeit
Wird das Thema jetzt 1 Jahr lang unter den Teppich gekehrt oder bleibt ihr im Austausch darüber? Ersteres fände ich nicht ok, letzteres schon...
 
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