Kinderarbeit, Schwarzarbeit, Missbrauch uvm. vom eigenen Vater...

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Gast
Ich konnte heute kaum schlafen, weil mich das ganze nicht in Ruhe lässt. Es geht um meinen Vater, es ist eine sehr lange und komplizierte Geschichte. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll... Schon seit vielen Jahren weiß ich, dass mein Vater ein wirkliches Schwein in vielerlei Hinsicht ist, ich habe immer versucht, drüber hinweg zu sehen, aber seit gestern bin ich wieder so weit, dass ich ihn regelrecht hasse. Und das aus gutem Grund. Immer mehr verspüre ich den Drang, rechtlich gegen ihn vorzugehen, da ich vieles weiß, was z.B. das Finanzamt interessieren könnte. Aber dazu später. Ich erzähl erstmal ein bisschen was von ihm, werde aber auch vieles weg lassen.

Er hat unsere ganze Familie zerstört, hat während er noch mit meiner Mutter verheiratet war mit anderen Frauen rumgehurt und uns jeden Tag und Nacht belogen. Zudem waren manche von diesen Frauen noch nicht mal volljährig, weswegen er auch schon wegen Kinderschändung vor Gericht musste. Als alles aufgeflogen ist, dass er z.B. auch regelmäßig in seinem Geschäft Orgien mit der Putzfrau und anderen Schlampen hatte, lies sich meine Mutter irgendwann scheiden und ich bin mit ihr mitgegangen. Ich habe mich daraufhin viele Jahre nicht mehr bei ihm gemeldet und alle Versuche seinerseits, Kontakt mit mir aufzunehmen, ignoriert. Mein Bruder ist weiterhin bei ihm geblieben, obwohl er nicht wollte.
Aber genug davon, wie bereits erwähnt hat er ja auch noch ein eigenes Geschäft, und zwar eine Pizzeria. Ich kann dieses Wort nicht mehr hören. Er hat sie seit schon fast 30 Jahren jetzt und sein ganzes Leben dreht sich nur um dieses Geschäft. Er sieht seine Kinder nur als eine Art "Experimente" an, die für ihn arbeiten sollen. Arbeiten wir nicht für ihn, gehen wir ihm am Arsch vorbei, alles andere interessiert ihn gar nicht wirklich. Ich fasse mich mal ganz kurz: Mein älterer Bruder hat drinnen gearbeitet, ca. 2 Jahre und hat es irgendwann nicht mehr ausgehalten, weil man nur ständig von ihm fertig gemacht und angeschrien wird für jede Kleinigkeit, während er seine anderen Mitarbeiter wie Engel behandelt. Das alles führte dazu, dass er irgendwann dort aufgehört hat und ausgezogen ist. Also: Experiment Sohn 1 fehlgeschlagen.
Wir haben im Laufe der Jahre irgendwann wieder Kontakt aufgenommen und er hat es irgendwie geschafft, mich dank seiner Lügengeschichten davon zu überzeugen, auch bei ihm zu arbeiten. Bei mir war es aber genau das selbe, immer nur angeschrien worden und nach 1-2 Jahren bin ich einfach gegangen. Habe es immer wieder versucht, und obwohl die Arbeit zwar eigentlich Spaß macht, ist es für mich unmöglich dort weiterzumachen. Gestern war wieder einmal der letzte Tag für mich, ich hab nun endlich die Schnauze voll. Experiment Sohn 2 ist also auch fehlgeschlagen.

Bis hierhin hört es sich vielleicht noch gar nicht so schlimm an, aber wie gesagt lasse ich vieles weg, damit das hier nicht zu lang wird. Viele Mitarbeiter haben schon bei ihm aufgehört und so versucht er auch schon seit ungefähr 1 Jahr, meinen jüngsten Bruder (ein Halbbruder, die frühere Putzfrau die ich erwähnt habe, ist die Mutter) für sich zu gewinnen. Das Ding ist, er ist erst 12 Jahre alt. Mein Halbbruder ist noch so jung und wird schon tagtäglich dazu gezwungen, immer in seiner Pizzeria zu sein und schwarz zu arbeiten. Er muss genau das selbe durchmachen wie ich und mein anderer Bruder, nur schon 10 Jahre früher. Einmal hat mein älterer Bruder sogar mitgehört, wie mein Vater zu dem jüngeren meinte, dass ER seine letzte Hoffnung ist, mich und meinen Bruder kann man ja sowieso vergessen, wir seien zu nix zu gebrauchen. Deswegen auch mein Vergleich mit dem Wort "Experiment". Mein Halbbruder, der im Grunde noch ein Kind ist, ist nun das dritte Experiment und er jammert mich ständig voll, dass er überhaupt keine Freizeit habe und er das alles so sehr hasst. Ich meine, stellt euch das mal vor: Er wohnt in Österreich und besucht uns nur immer an Wochenenden, oder wenn er Ferien hat. Er muss die ganze Woche in eine Ganztagsschule, und wenn er dann mal frei hat, wird er gezwungen, Schwarz- und Kinderarbeit zu betreiben.

Und das mit der Schwarzarbeit ist auch so eine Sache, denn mein Vater belügt auch das Finanzamt schon seit sehr vielen Jahren. Er lässt sämtliche Mitarbeiter zum Teil schwarz arbeiten. Sie sind auf ungefähr 1000€ angemeldet (ich weiß das selber nicht so genau), bekommen in Wahrheit aber mehr. Dann gibt es noch mehrere Aushilfen, die auch viel mehr Geld von ihm bekommen, als eigentlich angegeben. Und mein Halbbruder ist gar nicht angemeldet, und muss trotzdem rackern. Auch bei mir und bei meinem anderen Bruder wurde es immer so gemacht, ich war z.B. nur als Aushilfe angemeldet, habe aber ca. 500€ bekommen. Sogar ein großer Teil der Umsätze und Waren wird vor dem Finanzamt versteckt. Die Mitarbeiter nutzen sogar noch zusätzlich den Staat aus, indem sie noch zusätzlich Geld vom Arbeitsamt bekommen, da sie ja auf dem Papier weniger verdienen, als sie es eigentlich tun, und das ganze Geld geht an ihre Glücksspielsucht verloren.
 
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Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Rechtsberatung ist hier im Forum nicht erlaubt, daher habe ich die Frage gelöscht. Ich lasse den Thread mal offen, falls du noch andere Fragen zu dem Thema hast.
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Er wohnt in Österreich und besucht uns nur immer an Wochenenden, oder wenn er Ferien hat. Er muss die ganze Woche in eine Ganztagsschule, und wenn er dann mal frei hat, wird er gezwungen, Schwarz- und Kinderarbeit zu betreiben.

Was sagt denn seine Mutter dazu? Insbesondere auch in Anbetracht der Tatsache, dass dein Vater bereits wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht stand? Oder war das eine Übertreibung deinerseits? Denn nicht jeder, der noch nicht volljährig ist, ist ein Kind.
Habt ihr wegen der Kinderarbeit schonmal das Jugendamt oder die Gewerbeaufsicht eingeschaltet? Das finde ich etwas wichtiger als den Tipp ans Finanzamt. An deiner Stelle würde ich zuerst nochmal mit eurem Vater sprechen und danach, falls er keine Einsicht zeigt und deinen Halbbruder weiter für sich arbeiten lässt, handeln.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Okay zu der Strenge bzw Kolerischen Anfällen deines Vaters habe ich eine andere theorie: Er will euch nicht verhätscheln und vorgeworfen bekommen, dass er seine eigene Kindern besser behandelt als als sosnt wen. Da sind viele Väter in Führungspositionen für die die Kinder arbeiten etwas ungeschickt nach meinem Wissen. Sie behandeln daher die Kinder strenger als sonst wen.

Zu dem Spruch mit der Letzen Hoffnung. Hast du dir da nicht vieleicht auch Mal Gedanken darüber gemacht, dass dein Vater vieleicht auch will, dass wer nach ihm den Laden übernimmt, dass er ihn gern weiter Betrieben sehen möchte von seinem Blut , dass er vieleicht einfach nur Sozial unbeholfen ist und es im Grunde doch eigentlich gut meint. ?

Mit der hlaben Sschwarzarbeit , nun ja das würde ich ihm auch nur zum Teil ankreiden, den ein Gastronomiebetrieb mit Ordentlichem Umsatz und Genug Geld für die mittarbeiter zu erhalten ist schwierig bei den kunden die alles imemr billiger haben wollen., trotzdem Unrechtens.

zu der "kinderarbeit" .

Ich weiß nicht wie es in Österreich gehandhabt ist, aber bei uns in deutschland gibt es verwaschen Paragaraphen , wo die hilfe im elterlichen Betrieb auch so geht. Oder meinst du in der Landwirtschaft packt nicht mal ein 6 jähriger mit an . Klar die sehn das noch spielerrisch usw.

Aber die Itensivität in der dein Halbbruder arbeiten muss bestürzt mich. Familienhilfe brauchst du in Deutschland nach meiem Wissen auch nicht zu Versteuern, warum viele Lokale Familienunternehmen sind und sehr gut laufen .
 
B

Benutzer

Gast
Verzwickte Situation, es fällt mir zugegeben etwas schwer, hier pragmatischen Rat zu geben. ich habe mir aber Gedanken dazu gemacht und vielleicht hilft dir ja etwas davon weiter...

1. Kann ich den Drang sehr gut verstehen, für Gerechtigkeit zu sorgen und angesichts des Verhaltens deines Vaters hätte ich da auch null Skrupel, ihn anzuzeigen. Dummerweise hast du seinen Angestallten damit auch wenig Gefallen getan. Die Rechtslage ist mir nicht bekannt, aber wenn sich sein Geschäft nur wegen den fiesen Tricks über Wasser hält, dürfte es schwer für seine aktuelen Mitarbeiter sein, auch dort zu bleiben. Kinderarbeit heisse ich aber auf keinen Fall gut und die psychische Gewalt geht auch zu weit!

Was erwartet deinen Bruder, wenn der Laden dicht macht? Bevor du irgendetwas tust, würde ich mal abschätzen, mit welchen Folgen das verbunden ist (vor allem für die Menschen, die du schützen möchtest) und wie Wahrscheinlich bestimte Ereignisse sind. Der Gedanke nach süsser Rache mag verlockend erscheinen, kann aber alles nur noch schlimmer machen.

2.

Als alles aufgeflogen ist, dass er z.B. auch regelmäßig in seinem Geschäft Orgien mit der Putzfrau und anderen Schlampen hatte, lies sich meine Mutter irgendwann scheiden und ich bin mit ihr mitgegangen.

Ugh, mit dieser Aussage ("Schlampen") habe ich Mühe! Betrug in einer geschlossenen Beziehung ist natürlich ein grober Vertrauensbruch, aber richte deine Wut doch hier nicht auf Dritte.
 
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