Kinder...

Benutzer41679 

Verbringt hier viel Zeit
Tja, so ist das leider heute. Ich saß letztens in der Bahn und auf halber Strecke fand es ein kleines Mädchen ganz lustig, die ganze Zeit den Zug von vorne bis hinten abzurennen. Das hat mich zunächst auch gar nicht gestört, selbst als ich jedes mal von meiner Arbeit losgerissen wurde, weil es sich wie eine Elefantenherde angehört hat, aber nachdem die Mutter nach dem 10x anscheinend immer noch nix gesagt hat, hat es mich jede Runde mehr und mehr genervt. Nicht das Getrampel sondern einfach die Tatsache, dass die Alte nicht mal auf die Idee kam, dass es andere Fahrgäste stören könnte.

Nun, heute scheint das alles schwerer zu sein. Zumindest jammern da ja alle drüber. Wer heute schwanger ist, ist irgendwie schwangerer als die werdenden Mütter früher. "Ich kann nicht, ich habe doch ein Kind!" Ich frage mich manchmal, wie das meine Eltern dann gebacken haben, die sieben Kinder haben und meine Mutter nach 4 Wochen wieder gearbeitet hat - heute völlig undenkbar. Aber warum?

Ein Zoo ist als Erholungsort definiert - unter anderem, nicht als Spielplatz. Und meinetwegen können die ja so unerzogen sein, wie sie wollen - aber warum müssen da andere drunter leiden? Müssen Eltern nicht wenigstens dafür Sorge tragen, die Belästigung für die Mitmenschen in einem erträglichen Maß zu halten?

Und ich widerspreche auch dem Argument, man sei selbst mal Kind gewesen. Ich würde solche Aussagen nicht machen, wenn es doch auch heute Eltern gibt, die in der Lage sind, ihren Kindern auch Konsequenzen aufzuzeigen. Zum anderen: Nein, ein derartiges Verhalten wäre bei uns nicht denkbar gewesen und auch nicht toleriert worden.

Kann ich nur unterschreiben! Ich hatte eine strenge, aber faire Erziehung. Es kam nie dazu, dass ein Klaps nötig war, aber wenn Regeln gebrochen wurden, gab es Konsequenzen. Nur so können Kinder doch lernen, was richtig und falsch ist. Meine Eltern haben da auch immer an einem Strang gezogen!

Ich bin ihnen super dankbar für diese Erziehung, denn ich weiß bis heute was Respekt, Anstand und Benehmen ist. Viele Eltern denken glaube ich, dass wenn sie streng mit ihren Kindern sind, dass diese sie dann nicht lieb haben würden - das ist völliger Quatsch. Ich habe als Kind meine Mum über alles geliebt und tue es bis heute. Nur weil sie konsequent in ihrer Erziehung war, mag ein Kind seine Mum doch nicht weniger. Auch Kinder die alles dürfen, finden ihre Eltern ab und zu mal "voll doof".

Durch Regeln bekommen Kinder Stabilität, und die fehlt den raufenden, tobenden und respektlosen Kindern von Heute in jeder Hinsicht!
 

Benutzer29410 

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Durch Regeln bekommen Kinder Stabilität, und die fehlt den raufenden, tobenden und respektlosen Kindern von Heute in jeder Hinsicht!

jaja, die Kinder von heute.....die waren ja bekanntlich schon immer schlecht....

"Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos.
Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern.
Das Ende der Welt ist nahe."
(Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr.)

"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes,
wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt.
Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen."
(Aristoteles)

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.
Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor
älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll.
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.
Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die
Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
Sokrates (470 - 399 v. Chr.)

» ...die Schüler achten Lehrer und Erzieher gering. Überhaupt, die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie
auf, in Wort und Tat.«
Platon (427 - 347v.Chr.) »Der Staat«

580 n.Chr. schreibt Gregor von TOURS, »...daß man die Flammen der jugendlichen Leidenschaft nur mit Hilfe der
klösterlichen Aufsicht und einer strengen Disziplin besiegen könne.«

1250 vertritt Vincent von BEAUVAIS die Auffassung,
»...wenn der Knabe ... ins Jünglingsalter tritt, so hat er auch dann, weil sich dieses Alter ebenso leicht dem Bösen
zuneigt, den Zügel der Zucht nötig...«

»Die Welt macht schlimme Zeiten durch.
Die jungen Leute von heute denken an nichts anderes als an sich selbst.
Sie haben keine Ehrfurcht vor ihren Eltern oder dem Alter. Sie sind ungeduldig
und unbeherrscht. Sie reden so, als wüssten sie alles, und was wir für weise halten, empfinden sie als Torheit.
Und was die Mädchen betrifft, sie sind unbescheiden und unweiblich in ihrer Ausdrucksweise, ihrem Benehmen
und ihrer Kleidung.« Mönch Peter, 1274

»Das Sittenverderben unserer heutigen Jugend ist so groß, dass ich
unmöglich länger bei derselben aushalten kann. Ja, oft geschieht es, dass die nicht in Schranken
gehaltene oder nicht gebührend ausgetriebene Zuchtlosigkeit eines einzigen Jünglings von ungesunder Triebkraft
und verdorbenen Auswüchsen auch die übrigen noch frischen und gesunden Pflanzen ansteckt.« (18. Jahrhundert)

1852 heisst es in einem Regierungsbericht: »Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß bei der Schuljugend die
früher kundgegebene Anständigkeit und das sittliche Benehmen ... mehr und mehr verschwinde.«
 

Benutzer42876 

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Ich habe lange überlegt, bevor ich in dieser Diskussion vom Mitleser zum Mitmacher wurde. Einen Gedanken will ich loswerden, weil sich in meinen Augen durch die gesamte Diskussion ein gewisses Muster zieht. Neben diesem treffenden Beitrag
Hier im Thread spielt wohl auch die selektive Wahrnehmung eine Rolle.Wenn man eh schon Kinder für das schlimmste hält, was der Planet zu bieten hat, wird man natürlich bei jedem Kevin im Supermarkt doppel hinschauen, und wenn der keline so frech ist, nicht brav in Reih und Glied zu stehen und auch nur einen Mucks macht, heißt es sofort "Aha, hab' ich's doch gewusst!!!!".
finde ich folgendes Zitat exemplarisch dafür, dass viel aneinander vorbei geredet wird (g_hoernchen, bitte nicht als persönlichen Angriff auffassen):
ich möchte nicht, dass meine Toleranz ständig herausgefordert wird (meistens durch übertriebenes Herumgeschreie in öffentlichen Verkehrsmitteln)
Das Problem sind nicht nur gewisse Eltern, sondern auch die (stark) unterschiedlich ausgeprägten Toleranzvorstellungen. Was für "Kinder-Sympathisanten" absolut tolerabel erscheinen mag, ist - Stichwort selektive Wahrnehmung - für "Kinder-Kritiker" schneller als inakzeptabel definiert. Wir leben in einem Zeitalter, wo sich die Lebensentwürfe der Menschen immer mehr ausdifferenzieren.
Die Frage, was könnte der kleinste gemeinsame Nenner sein, auf den man sich einigt, stellt sich ja nicht nur in dieser Diskussion, sonderen auch bei anderen gesellschaftlichen Themen. Leider sehe ich auch keine Patentlösung, wie man da eine Annäherung herbeiführen könnte.

Als Familie mit 4 Kindern, muss man einfach drauf vorbereitet sein, getrennt zu sitzen, grae zu Stosszeiten. Deshalb gibt es ja die Abteile und die Möglichkeit der Reservierung.
So, muss man das? Meiner Meinung nach kann diese "Argumentation" nur von Menschen kommen, die entweder nicht willens oder in der Lage sind, sich in die Lage von Eltern und deren Kindern hineinzuversetzen. Wenn Kinder jüngeren Alters von ihren Eltern getrennt sitzen müssten, wären sie wahrscheinlich unruhiger und - in den Augen gewisser Mitreisender - wohl noch anstrengender, als wenn die Familie zusammen sitzt. Warum es nicht immer einfach ist, ein Abteil zu reservieren hat Apfelbäckchen ja prima erklärt.
Hätte der Vater anders reagieren sollen?
Klar. So berechtigt sein Anliegen ist, in der Wahl seiner Mittel und vermutlich auch Wortwahl/Tonfall hat er sich vergriffen. Am ehesten erreicht man doch Verständnis, wenn man seinen Wunsch erklärt und die (berechtigten) Gründe sachlich vorträgt.
 
M

Benutzer

Gast
So, muss man das? Meiner Meinung nach kann diese "Argumentation" nur von Menschen kommen, die entweder nicht willens oder in der Lage sind, sich in die Lage von Eltern und deren Kindern hineinzuversetzen. Wenn Kinder jüngeren Alters von ihren Eltern getrennt sitzen müssten, wären sie wahrscheinlich unruhiger - und in den Augen gewisser Mitreisender - wohl noch anstrengender, als wenn die Familie zusammen sitzt. Warum es nicht immer einfach ist, ein Abteil zu reservieren hat Apfelbäckchen ja prima erklärt.

Wenn man mehr als einmal mit der Bahn fährt, macht man die Erfahrung, dass Züge zT überfüllt sind und es beinahe unmöglich ist ohne Reservation zusammenhängende Plätze (v.a. mehr als 4) zu finden.
Demnach finde ich: Ja, man muss darauf vorbereitet sein. Wie diese Vorbereitung dann aussieht (zB Aufteilunf der Kinder auf Mutter und Vater), das ist eine andere Frage. Denn man kann nicht erwarten, dass sich nun andere Menschen einfach umsetzen.
 

Benutzer70315  (32)

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Das Problem sind nicht nur gewisse Eltern, sondern auch die (stark) unterschiedlich ausgeprägten Toleranzvorstellungen. Was für "Kinder-Sympathisanten" absolut tolerabel erscheinen mag, ist - Stichwort selektive Wahrnehmung - für "Kinder-Kritiker" schneller als inakzeptabel definiert.

Ich empfinde "Kinder-Kritiker" ist nicht das richtige Wort.Überhaupt schließen diese Bezeichnungen doch ein, dass man pro oder contra/schwarz oder weiß diesbezüglich eingestellt ist. Außerdem wird sich auch ein "kinder-Sympathisant" möglicherweise an bestimmten Tagen eher von Kindern gestört fühlen als an anderen. Ich glaube wir kommen zu keinem Ziel, wenn hier von 2 Gruppen ("Kritikern" und "Sympathisanten" gesprochen wird) Und ich bin bestimmt nicht übermäßig kritisch-> Kinder sind meine berufliche Zukunft (du hast mich zitiert, also wollte ich das nur noch mal anfügen:grin:)
Es besteht doch höchstens ein Unterschied zwischen den Menschen, die Kinder haben und eben kinderlosen. Aber auch da würde ich differenzieren.

Jeder hier kann doch auch nur aus seinen Beobachtungen speisen. Und ich fühle mich von normalem Kinderbenehmen sicher nicht gestört.
 

Benutzer109402 

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Klar ist es nicht perfekt. Hast du einen besseren Vorschlag? :zwinker: :tongue:
Womit wir wieder bei der Toleranzfrage wären: Was ist schon normal? :zwinker:

Na es ist schon einfach zu pauschal zu sagen, man regt sich in solchen Situationen auf, weil man keine Kinder mag. Ich mag Kinder, ich arbeite mit ihnen- trotzdem krieg ich manchmal einen zu viel, wenn in öffentlichen Verkehrsmitteln mit Geschrei und Herumgerenne übertrieben wird- und die Eltern nichts sagen. Genauso gut kann ich oft über Alltagssituationen mit Kindern (und Eltern) schmunzeln.

Es kommt halt immer drauf an, wie man selber an dem Tag drauf ist und auch wie symphatisch und engagiert die Eltern sind (oder rüberkommen): ich reg mich generell weniger über die Kinder auf als über die Eltern, die ihre Kinder dann nicht richtig im Blick haben und sich lieber mit etwas anderem beschäftigen. So meinte es sicher auch g_hoernchen hinsichtlich der beiden Begriffe. Zum einen gehts oft primär nicht um die Kinder und zum anderen kann man die Leute halt nicht in Kinderhasser und Kindervernarrte einteilen.

Und ich finde, das ein Großteil der Menschen da schon Geduld und Toleranz mitbringt, bei solchen Situationen in Zügen oder sonstwo- mit Kindern und ihren Eltern. Andersrum darf man das doch auch erwarten. Gerade bei dem Beispiel von g-hoernchen: wenn der Vater die Frau schon so bestimmt auffordert, Platz zu machen und dann auch noch pampig wird.. da hätte ich auch keine Lust gehabt, mich woanders hinzusetzen.
 
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