"Kinder" - "Keine Kinder": Wie hat sich eure Meinung geaendert?

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin bei anderen Kindern oft immer noch völlig planlos, was den Umgang mit ihnen angeht. Selbst bei meinen eigenen war ich es anfangs. Man wächst da halt irgendwie rein, das war für mich kein Grund, keine Kinder zu bekommen. Hab ja gesehen, dass selbst meine verplantesten Freunde es hingekriegt haben :zwinker:.
 

Benutzer20579  (37)

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Ich finde diesen Oma-sein Wunsch total interessant. Der geht mir zb völlig ab. Ich glaube, ich brauche wirklich keine Enkelkinder. Ein Leben wie meine Eltern es seit einigen Jahren führen, in denen man die Enkel 3-4 Tage die Woche zu Besuch hat (aktuell natürlich so extrem durch Corona), meistens über viele Stunden, kann ich mir wirklich nicht vorstellen. So würde ich meine Rentenzeit nicht verbringen wollen. Meine Eltern erfüllt das völlig, vor allem da mein Bruder ja jetzt auch noch Mal nachgelegt hat und da das dritte Enkelkind nun ist.
Das Haus meiner Eltern sieht aus, wie zu meiner Kindheit: überall Spielzeug, Kindermalereien, Kindergarderobe im Flur, Duplo im Wohnzimmer, bunte Handtücher im Bad, Peppa Wutz Becher in der Küche. Fremde denken sicherlich, dass dort mehrere Kinder leben. Ich freue mich dagegen auf den Tag, an dem der Kinderkrempel aus meinen vier Wänden verschwindet. :grin:
Vielleicht ist es wie so oft im Leben: Wenn es ein paar Jahre weg ist, freut man sich wieder drauf.

Ich bin generell auch erstaunt, was die Kinder mit meinen Eltern, Schwiegereltern und Omas machen, glaube auch tatsächlich, dass es ihnen ein riesige "Stütze" ist, jetzt im Alter nach vorne zu schauen und sich auf etwas vorbehaltlos zu freuen. Meine Mutter hatte ja im letzten Jahr eine blöde Diagnose und die Neurologin meinte direkt beim Reinkommen zu ihr: "Es geht ihnen zwar schlecht, aber sie haben ein Leuchten in sich. Wo kommt das her?" - und dann hat meine Mama erzählt, dass ihre Tochter wieder schwanger ist und sie schon eine Enkelin haben. Ich fand das total süß. :smile:

___

Zum Thema intuitiv mit Kindern umgehen: Ich dachte auch immer, ich kann das nicht. Mein Mann ist so ein Kindermagnet, der macht Quatsch und Grimassen, singt lustige Lieder und ich habe manchmal das Gefühl, Besucherkinder können seinen Namen schon aussprechen, bevor sie "guten Tag" sagen können. :zwinker: Ich wirke dagegen dann oft dröge und steif im Umgang - hat aber am Ende nie geschadet. Ich rede bis heute mit beiden Kindern "ganz normal", auch mit dem Baby. Sage: "So mein Kind, ich mache jetzt mal Brei!" - im gleichen Tonfall, wie ich meinem Mann das Kaffeekochen oder Bierholen ankündige. :zwinker: Viele Freunde finden das erfrischend, weil ich nicht den ganzen Tag im Babysingsang quietsche, ich mag das aber ehrlich gesagt auch nicht so gerne.

Wenn es oft heißt, dass manche Leute erst mit älteren Kindern was anfangen können: Ich finde, das kommt auch drauf an, wie sehr man sich mit der Altersgruppe beschäftigt. Ich bin immer noch erstaunt (auch heute noch!), wieviel Feedback auch schon von Neugeborenen und kleinen Babys kommt. Oder von Kindern, die nicht sprechen können. Ich merke es z.B. an meiner großen Tochter, die mir jetzt (!) von Dingen und Erlebnissen erzählt, die in einem Zeitraum liegen, in dem sie noch nicht darüber sprechen konnte. Ist das nicht erstaunlich? Also ich finds irre - damals fehlte ihr die Sprache dazu, heute kann sie davon erzählen. Das heißt doch aber, dass sie es schon komplett verstanden hat, bevor die Sprache da war. Ähnlich ist es beim Baby - wir kommunizieren hier so viel, auch ohne, dass sie sprechen kann - über Stimmlagen (ich höre, ob ihr Motzen Hunger, Durst, Müdigkeit oder Langeweile ist...) und auch über Gesten. Ganz ehrlich, so kommuniziere ich auch mit Tieren, ohne dass ich eine differenzierte Antwort bekomme.

Klar, man kann nie ohne Risiko ausprobieren, ob man nicht doch mit Kindern klarkommt - und muss man auch nicht. Aber die Idee, dass erst ab 6 Jahren ein Mensch da ist, mit dem man vernünftig kommunizieren kann, die ist auf jeden Fall Unfug. :zwinker: (Auch wenn das genauso natürlich niemand behauptet hat.)
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Also meine Stiefsöhne (vor allem der Kurze) haben mich anfangs total überfordert, weil ich einfach nicht wusste, wie ich mit ihnen umgehen sollte. 😅 Ich brauchte gefühlt ständig Schützenhilfe von meinem Mann. 🙈 Stiefkinder sind auch etwas anderes als Babysitter-Kinder etc.

Selbst Mutter zu werden hat mir dann gezeigt, dass ich viel zu viel von den Jungs erwartet habe, dass ich sie zu sehr als kleine Erwachsene gesehen habe. Vielleicht gar nicht so ungewöhnlich. 🙃

Aber es ist immer noch so: Ich bin einfach nicht so verrückt nach Kindern und grüble oft, wie ich anderen Kindern begegnen soll/muss. Wenn ich mir da meinen Mann und seine Ex ansehe, so haben die einen ganz anderen Zugang zu Kindern – etwas, worauf ich manchmal ein bisschen neidisch bin. Wenn die Ex meines Mannes kommt, bin ich bei meiner Tochter direkt abgeschrieben. 😅 Ist jetzt mit Baby ganz praktisch, da die beiden so ein natürlich gutes Verhältnis zueinander haben. Ich muss an so etwas echt aktiv arbeiten. 😀

Und ja, ich frage mich manchmal schon, ob das eben daran liegt, dass ich früher nie so einen richtigen Kinderwunsch hatte, sondern eher dachte: Naja, Kinder gehören halt zum Leben dazu. 🤷🏻‍♀️
 

Benutzer20579  (37)

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Und ja, ich frage mich manchmal schon, ob das eben daran liegt, dass ich früher nie so einen richtigen Kinderwunsch hatte, sondern eher dachte: Naja, Kinder gehören halt zum Leben dazu. 🤷🏻‍♀️
Vielleicht sind manche Erwachsene einfach auch mehr Kindsköpfe. :tongue: Bei meinem Mann ist das jedenfalls so - der läuft mit Monsterschuhen durch die Wohnung und holt die Nerf-Guns hoch, wenn wir Kinderbesuch bekommen. Da kann ich halt nicht mithalten. :tongue:
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Vielleicht sind manche Erwachsene einfach auch mehr Kindsköpfe. :tongue: Bei meinem Mann ist das jedenfalls so - der läuft mit Monsterschuhen durch die Wohnung und holt die Nerf-Guns hoch, wenn wir Kinderbesuch bekommen. Da kann ich halt nicht mithalten. :tongue:
Das könnte auch mein Mann sein. 😅
 

Benutzer171033 

Öfters im Forum
Wenn es oft heißt, dass manche Leute erst mit älteren Kindern was anfangen können: Ich finde, das kommt auch drauf an, wie sehr man sich mit der Altersgruppe beschäftigt. Ich bin immer noch erstaunt (auch heute noch!), wieviel Feedback auch schon von Neugeborenen und kleinen Babys kommt. Oder von Kindern, die nicht sprechen können. Ich merke es z.B. an meiner großen Tochter, die mir jetzt (!) von Dingen und Erlebnissen erzählt, die in einem Zeitraum liegen, in dem sie noch nicht darüber sprechen konnte. Ist das nicht erstaunlich? Also ich finds irre - damals fehlte ihr die Sprache dazu, heute kann sie davon erzählen. Das heißt doch aber, dass sie es schon komplett verstanden hat, bevor die Sprache da war. Ähnlich ist es beim Baby - wir kommunizieren hier so viel, auch ohne, dass sie sprechen kann - über Stimmlagen (ich höre, ob ihr Motzen Hunger, Durst, Müdigkeit oder Langeweile ist...) und auch über Gesten. Ganz ehrlich, so kommuniziere ich auch mit Tieren, ohne dass ich eine differenzierte Antwort bekomme.
Kann ich 1:1 so unterschreiben. Ich hatte vor unserer Biene mit so ganz, ganz kleinen Menschen immer einen allenfalls distanzierten Umgang. Das liegt vor allem daran, dass ich Kinder, genau wie jeden anderen Menschen, eben genauso sympathisch oder unsympathisch finden kann, und dass die kleineren Kinder der letzten Jahre vor der Geburt unserer Biene in unserem Umfeld mir schlicht unsympathische Menschen (auch geblieben) sind.
Ich war daher völlig verblüfft und überaus überrascht, wieviel differenzierte Kommunikation bereits mit Babys möglich ist, als unsere Tochter da war. Mit jedem im Bekannten- und Freundeskreis nachgefolgten weiteren Baby oder Kleinkind war es ebenso. Ich finde auch krass, wieviel Charakter in so einem kleinen Bündel Leben schon steckt und ganz unverwechselbar ist und bleibt.
Grundsätzlich finde ich sehr schnell Zugang zu Kindern, auch zu fremden. Aber sie müssen mir eben sympathisch sein, damit ich das zulassen kann und möchte.
Ich hab einfach gepokert, dass ich meine eigenen voraussichtlich mögen werde. :upsidedown::ichsagnichts:
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ich bin auch kein Kindermagnet. Nie gewesen. Böhnchen hat da jetzt auch nicht unbedingt "geholfen", da sie so anders ist als andere Kinder. Vieles musste ich mit Gürkchen dann neu lernen.
Ich kann am besten mit Teenys - und Babys. Ich liebe Babys. :grin:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ganz ehrlich, so kommuniziere ich auch mit Tieren, ohne dass ich eine differenzierte Antwort bekomme.
Ich hab schon öfters beobachtet, das Menschen, die gut mit Tieren können, auch Kinder ganz gut verstehen.
Ich bin ja gar kein Kindermensch :grin: aber kommunizieren kann ich mit allem das atmet. Wenn man viel mit Tieren zu tun hat, ist man eher gewohnt sich eben nicht auf verbale Kommunikation zu stützen, sondern dass man eben Verhalten sehr genau beobachtet und "mit den Augen redet".
Ich komm super aus mit Babys und Kleinkindern, ich fange an es anstrengend zu finden, wenn sie sprechen :grin:

Ich rede übrigens auch völlig normal mit Kindern. Ich verhandle auch mit anderthalbjährigen, und es klappt hervorragend.
Manche Dinge erkläre ich natürlich anders, aber ich setze immer ein Grundinteresse und Verständnis einfach voraus, und das hat mich noch nie enttäuscht. Mich hat man auch immer behandelt wie eine kleine Erwachsene und ich fand das wunderbar.
 
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Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Grundsätzlich finde ich sehr schnell Zugang zu Kindern, auch zu fremden. Aber sie müssen mir eben sympathisch sein, damit ich das zulassen kann und möchte.
Ist bei mir auch so. Viele mag ich einfach nicht :grin: ich mochte so typisch kindliche Kinder schon nicht, als ich selbst eins war.
Hat sich nicht geändert :grin:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mir fehlt da manchmal auch das Selbstvertrauen, das aber daher rührt, dass manche Eltern starke Konzepte für die Erziehung ihrer Kinder haben und ich mich dann immer schlecht fühle, wenn ich das nicht umsetzen kann. Völlig unnötige Gedanken, weil die Kinder durchaus was anderes sehen und kennenlernen dürfen, aber trotzdem kann ich diesen Gedanken nicht ganz loswerden.
Ich glaube, es schadet Kindern überhaupt nicht, andere Dinge zu sehen und kennenzulernen, als das Erziehungskonzept ihrer Eltern. Manchen Kindern tut das sogar richtig gut.
In meinem Ehrenamt läuft es normalerweise so ab, dass die Eltern ihre Kinder abgeben, die Zeit ohne Kinder für sich nutzen und sich freuen, wenn sie am Ende des Tages ihr Kind glücklich, wohlbehalten und hundemüde zurück bekommen. Meistens kenne ich das Erziehungskonzept der Eltern überhaupt nicht, sondern kann mir höchstens einen Reim darauf machen, wenn ich die Kinder besser kennelerne. So konnte und musste ich mein eigenes Konzept entwickeln, bzw. konnte mir auch einiges bei erfahrenen Trainern abschauen. Naütlich muss man mit der Verantwortung und dem von den Eltern gegebenen Vertrauensvorschuss auch umgehen können.

Und so habe ich längst genügend Vertrauen in meine Konzepte entwickelt, dass ich Eltern, die sich nicht von ihren Kindern trennen können (wobei sie immer beteuern, es wäre umgekehrt :whistle:) und erst mal dabei bleiben wollen, inzwischen freundlich, aber selbstsicher wegkomplimentiere, weil ich weiß, dass ihre Anwesenheit in 99% der Fälle nur stört.

Und es ist echt interessant, zu sehen, wie sich Kinder verändern, wenn die Eltern weg sind. Da kann sich das verhätschelte, an ungeteilte Aufmerksamkeit gewohnte Einzelkind plötzlich in eine Gruppe einfügen, ohne Mama und Papa zu vermissen. Und sobald die Eltern wieder in Sichtweite sind, geht es zurück in den "Maaaaamaaa, Paaaaapaaaa, kuck mal!!!!!!"-Modus. :grin:
Und es ist noch besser, wenn die Eltern das sogar mitbekommen, anerkennen und honorieren, ohne sich dadurch irgendwie auf den Schlips getreten zu fühlen. (Das ist mir bisher ein mal passiert: Eltern mit leichten Helikopter-Tendenzen, die anschließend wahnsinnig stolz auf ihren Sohn waren, wie toll er es in der Gruppe ohne sie ausgehalten hat und vielleicht sogar gemerkt haben, dass sie ihm zukünftig etwas mehr Selbstständigkeit zutrauen können.)

Klar, man kann nie ohne Risiko ausprobieren, ob man nicht doch mit Kindern klarkommt - und muss man auch nicht. Aber die Idee, dass erst ab 6 Jahren ein Mensch da ist, mit dem man vernünftig kommunizieren kann, die ist auf jeden Fall Unfug. :zwinker: (Auch wenn das genauso natürlich niemand behauptet hat.)
Manches kann man schon mit sehr überschaubarem Risiko ausprobieren, wenn man sich trotz aller Vorbehalte und Zweifel an den eigenen Fähigkeiten mal auf die Kinder von Freunden und Bekannten einlässt. So habe ich jedenfalls gelernt, dass diese "ab 6 Jahren"-Geschichte tatsächlich Unfug ist.
 

Benutzer138543  (26)

Meistens hier zu finden
Spannend, dass hier so viele viele Kinder nicht so sympathisch finden. Ich mag eigentlich alle Kinder (gibt gaaanz wenige, die finde ich halt okay), wäre in meinem Job aber auch schlecht, wenn nicht :grin:
Und ich mag die obwohl (oder gerade weil), die "schwierig" sind (eigentlich sind es natürlich die Eltern, die schwierig sind).
Aber klar manchmal schließe ich auch einzelne Kinder besonders ins Herz. Momentan betreue ich zum Beispiel einen Jungen, 1 1/2 ist der, omg der ist so Zucker :love: Ich werde richtig traurig sein, wenn ich den Fall beende.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
wäre in meinem Job aber auch schlecht, wenn nicht :grin:

Die mit denen ich arbeite sind tatsächlich die einzigen, die es schaffen mich regelmäßig zu stressen, weshalb ich nach und nach mehr zu anders stressigen Erwachsenen übergegangen bin.

Die kommen halt immer und immer wieder. Und spätestens, wenn ich dann mal wieder dreißig Minuten nur in der Schaukel mit einem schreienden Kind gekuschelt habe, dass aus Gründen nichts von beruhigen hält, dann bin ich unwahrscheinlich froh, wenn danach wieder jemand erwachsenes auf dem Plan steht, mit dem ich nicht nur per Körperkontakt kommunizieren kann.

Gut, mein Körper tut dann auch weh. 😅

Andere Kinder, außerhalb der Arbeit, find ich da besser. Man sieht sich, dann sieht man sich gaaanz lange nicht und dann irgendwann mal wieder. Die nehm ich auch freiwillig mal mit, wenn ich Kinderfilme schon im Kino sehen will oder sowas.

Sie sind mir nicht unsympathisch. Mehr sowas wie lose Bekannte. Nicht so richtig dicke Freunde, nicht so richtig nervig, irgendwie so egal halt. Schön wenn sie da sind, schön wenn sie weg sind.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Spannend, dass hier so viele viele Kinder nicht so sympathisch finden. Ich mag eigentlich alle Kinder (gibt gaaanz wenige, die finde ich halt okay), wäre in meinem Job aber auch schlecht, wenn nicht :grin:
Und ich mag die obwohl (oder gerade weil), die "schwierig" sind (eigentlich sind es natürlich die Eltern, die schwierig sind).
Aber klar manchmal schließe ich auch einzelne Kinder besonders ins Herz. Momentan betreue ich zum Beispiel einen Jungen, 1 1/2 ist der, omg der ist so Zucker :love: Ich werde richtig traurig sein, wenn ich den Fall beende.
Mit den meisten Kindern geht es mir auch so. - Ganz besonders auch viele "schwierige" Kinder, die einem so viel zurückgeben, wenn man es schafft, ihnen gerecht zu werden. Mit solchen Kindern hatte ich die schönsten Momente in meinem Ehrenamt. (Ich denke da an ein ziemlich wildes, permanent unterfordertes Mädchen, das sich einige Jahre später als hochintelligent herausgestellt hat, oder an mehrere Pflegekinder, die schon richtig schlimme Dinge erleben mussten und die richtig große Fortschritte in meinen Kursen gemacht haben.)
Ich habe auch mehrfach versucht, Gruppen mit diesen "schwierigen" Kindern zu bekommen, weil ich mir ziemlich sicher war, ihnen gerecht werden zu können, während ich befürchtet habe, dass das mit manchen anderen Trainern nicht gut gegangen wäre.

Nur für einem Jungen war zeitweise nicht mehr viel Sympathie vorhanden, als er so viel Scheiße gebaut hat, dass es für ihn und die anderen Kinder in meiner Kursgruppe richtig gefährlich wurde, während ich die Aufsichtspflicht für die ganze Gruppe hatte. Mir ist klar, dass er ein verletzter, vernachlässigter kleiner Junge war, der von seinen karrieregeilen Eltern zwar alle materiellen Reichtümer, aber leider keinerlei Aufmerksamkeit bekam, solange er nicht ganz massiv Scheiße gebaut hat, auf die sie notgedrungenerweise reagieren mussten. Aber als er in meinem Verantwortungsbereich nur noch Scheiße gebaut hat, ging es echt nur noch darum, die Situation mit möglichst wenig Gefahr für alle Beteiligten unter Kontrolle zu bekommen. Da war einfach kein Platz mehr für Sympathie. Die kam erst wieder zurück, als er ganz brav mit einer Person gepsielt hat, die ihm genau das gegeben hat, wonach er sich so sehr gesehnt hat: ungeteilte Aufmerksamkeit.

Und ein Kind aus der Nachbarschaft. Diese manipulative Rotzgöre hat einfach permanent ihren kleinen Bruder terrorisiert, ist ihren Eltern auf der Nase herumgetanzt und hat nebenbei auch noch die gesamte Nachbarschaft terrorisiert. Da war es echt vorbei mit der Sympathie.
 

Benutzer174589 

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Benutzer138543  (26)

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Die mit denen ich arbeite sind tatsächlich die einzigen, die es schaffen mich regelmäßig zu stressen, weshalb ich nach und nach mehr zu anders stressigen Erwachsenen übergegangen bin.
Auch spannend. Ich finde Eltern viel stressiger :grin: Deswegen freue ich mich immer, wenn ich mal wieder eine Erziehungsbeistandschaft bekomme (und um Gegensatz zur SPFH deutlich weniger mit den Eltern arbeiten muss).

Ganz besonders auch viele "schwierige" Kinder, die einem so viel zurückgeben, wenn man es schafft, ihnen gerecht zu werden. Mit solchen Kindern hatte ich die schönsten Momente
Absolut :love: Solche Momente sind etwas ganz besonderes! Ich hatte zb mal einen Jungen, was hat der getobt, wenn ich ihn abholen wollte. Während der Fahrt hat er sich dann abgeschnallt, wollte mein Auto anzünden, Feuerzeug schon draußen usw. (er hat mit 10 getrunken, geraucht, er hat mal einen ganzen Zug angezündet usw). Aber es gab einen Moment, da kamen wir aus dem Media Markt und es schüttete total. Ich Profi hatte mir natürlich wieder mal nicht gemerkt wo ich geparkt hatte und so rannten wir beide durch den strömenden Regen über den Parkplatz und lachten uns kaputt. Das war einfach so besonders :whoot: Einer meiner ersten Fälle, einer den ich vermutlich nie vergessen werde.
Bei dem letzteren genannten Mädchen, wird es für Sun am See Sun am See Sun am See Sun am See wahrscheinlich erst interessant
Echt! Da treffe ich dann erstmal auf völlig verzweifelte Eltern.
 

Benutzer138543  (26)

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Liegt das denn nicht oft auch an den Eltern? Ich war ja eine 'Rotzgöre' und bin ja geschlagen worden, etc.
Ich würde behaupten immer. Ich komme nicht in die Familien um die Kinder zu erziehen, sondern um den Eltern klar zu machen, was sie falsch gemacht haben (nicht konsequent, falsche Erziehungsmethoden, keine Struktur, keine Regeln und und und) und diese Dinge zu ändern.
Klar manchmal liegen körperliche oder psychische Erkrankungen oder Entwicklungsverzögerungen vor, die es den Eltern schwerer machen, aber auch da ist es in der Regel nicht "nur" das.
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Ehrlich gesagt befürchte ich, dass ich meinem Kind unabsichtlich weh tun werde - ich bin extrem schlecht darin Dinge "nicht fallen" zu lassen 🤔 Ich kann auch nicht gut mit Kindern - ehrlich gesagt fragen sich andere, warum ich überhaupt Kinder möchte :ninja: Ich habe die Hoffnung, dass ich mich schlichtweg mit meinen eigenen Kinder dann besser verstehe als mit fremden Kindern 🤷‍ Wenn nicht, habe ich womöglich ein Problem 😅
 

Benutzer164330 

Sehr bekannt hier
Ehrlich gesagt befürchte ich, dass ich meinem Kind unabsichtlich weh tun werde
Die sind ja auch nicht aus Glas. Ich kenne ehrlich gesagt niemanden der viel mit Kindern zu tun hat bzw selbst welche hat dem das Kind nicht mal vom Wickeltisch oder Sofa gefallen ist, Hände in der Autotür eingeklemmt usw.
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Ehrlich gesagt befürchte ich, dass ich meinem Kind unabsichtlich weh tun werde - ich bin extrem schlecht darin Dinge "nicht fallen" zu lassen 🤔 Ich kann auch nicht gut mit Kindern - ehrlich gesagt fragen sich andere, warum ich überhaupt Kinder möchte :ninja: Ich habe die Hoffnung, dass ich mich schlichtweg mit meinen eigenen Kinder dann besser verstehe als mit fremden Kindern 🤷‍ Wenn nicht, habe ich womöglich ein Problem 😅
Off-Topic:

Ich bin mega tollpatschig, werfe ständig was um, stolpere, hab ständig blaue Schienbeine, habe in den letzten Jahren mehrere Teller, Gläser oder Weihnachtsbaumkugeln zerbrochen (die 5-Jährige noch nie was...)
Mit meinen Kindern passiert mir so was nicht. Nie. Und lustig, dass du das so schreibst, ich hatte vor beiden Kindern tatsächlich große (echte) Angst, sie fallen zu lassen. Trotzdem kann ich voll überzeugt sagen: Passiert nicht und wird auch nicht passieren.
Kleinere Unfälle hingegen schon, aber nicht häufiger als bei anderen und nicht aufgrund meiner gesteigerten Tollpatschigkeit oder Achtlosigkeit.
 
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