Kennt ihr jemanden, der keusch in die Ehe gehen will?

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Benutzer56624  (32)

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Ein neuer Trend in den USA ist, keusch in die Ehe zu gehen und dies vorher auch publik zu machen. Und das nicht nur bei Mormonen. :totlach:

Und wie ist es hierzulande? Kennt ihr aus eurem persönlichen Umfeld Leute, die keusch in die Ehe gehen wollen und das bereits gesagt haben?
 

Benutzer58449  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Das war doch schon immer "Trend" in den USA.

Ich kenn jemanden der keusch lebt bis zur Ehe.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich kenn auch eine bzw. kenn ich jetzt zwei, weil die verlobt sind :smile:
 

Benutzer16821 

Verbringt hier viel Zeit
Ja, kenne ich. Beste Freundin + inzwischen Ehemann, Bekannte + Freund. Von denen weiß ich es, von anderen vermute ich es.
 

Benutzer76802  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Nein ich kenne keinen der das will. Und fast alle meine Freunden von denen ich es weiß, hatten schon Sex ^^

LG ViolaAnn
 

Benutzer90326 

Benutzer gesperrt
Der Begriff "keusch" ist im öffentlichen Bewußtsein leider ziemlich negativ besetzt.

Vielleicht einmal zur Erklärung, was "Keuschheit" eigentlich bedeutet:

Keuschheit bedeutet die geglückte Integration der Geschlechtlichkeit in die Person und folglich die innere Einheit des Menschen in seinem leiblichen und geistigen Sein. Die Geschlechtlichkeit, in der sich zeigt, daß der Mensch auch der körperlichen und biologischen Welt angehört, wird persönlich und wahrhaft menschlich, wenn sie in die Beziehung von Person zu Person, in die vollständige und zeitlich unbegrenzte wechselseitige Hingabe von Mann und Frau eingegliedert ist.[...]

[...]Der keusche Mensch bewahrt die in ihm angelegten Lebens- und Liebeskräfte unversehrt. Diese Unversehrtheit sichert die Einheit der Person; sie widersetzt sich jedem Verhalten, das diese Einheit beeinträchtigen würde. Sie duldet kein Doppelleben und keine Doppelzüngigkeit.

Die Keuschheit erfordert das Erlernen der Selbstbeherrschung, die eine Erziehung zur menschlichen Freiheit ist. Die Alternative ist klar: Entweder ist der Mensch Herr über seine Triebe und erlangt so den Frieden, oder er wird ihr Knecht und somit unglücklich. „Die Würde des Menschen erfordert also, daß er in bewußter und freier Wahl handelt, das heißt personal, von innen her bewegt und geführt und nicht unter blindem innerem Drang oder unter bloßem äußeren Zwang. Eine solche Würde erwirbt der Mensch, wenn er sich aus aller Knechtschaft der Leidenschaften befreit und so sein Ziel in freier Wahl des Guten verfolgt und sich die geeigneten Hilfsmittel wirksam und in schöpferischem Bemühen verschafft"[...]

[...]Die Brautleute sind aufgefordert, die Keuschheit in Enthaltsamkeit zu leben. Sie sollen diese Bewährungszeit als eine Zeit ansehen, in der sie lernen, einander zu achten und treu zu sein in der Hoffnung, daß sie von Gott einander geschenkt werden. Sie sollen Liebesbezeugungen, die der ehelichen Liebe vorbehalten sind, der Zeit nach der Heirat vorbehalten. Sie sollen einander helfen, in der Keuschheit zu wachsen.

Katechismus der Katholischen Kirche: Text - IntraText CT

Ich halte das für äußerst positiv und erstrebenswert und kenne auch andere Männer und Frauen, die dies tun. :smile:
 

Benutzer90085 

Sorgt für Gesprächsstoff
ich kenne jemanden der das möchte und ich hatte ebensfalls mal mit dem gedanken gespielt!!! finde ich bewundernswert!
 

Benutzer87316 

Verbringt hier viel Zeit
Freundin+mittlerweile Ehemann von meinem Freund, beide sehr gläubig.
und eine ehemalige Klassenkameradin, mittlerweile ebenfalls verheiratet mit einem Amerikaner, ebenfalls sehr christlich.
Kenne keinen nicht-religiösen Menschen, der keusch in die Ehe ging/gehen will
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ja, kenne ich. Mehrere. Ein Paar hat vor ca. eineinhalb Jahren schließlich geheiratet :smile:. Zumindest er hatte vorher jedoch einige lebhafte Beziehungen, mit ihr jedoch wartetet er bis zur Ehe.
 

Benutzer54457 

Sehr bekannt hier
ich halte es für grob wirklichkeitsverzerrend, den menschen von seinen trieben zu trennen. aber hey, wenn man sich schon sonst überall in das gewand eines denkers einkleidet - irgendwo muss man ja auch ein bisschen dunkles mittelalter einfließen lassen.

kenne niemanden.
 
K

Benutzer

Gast
Ja ich kenne auch eine... Zwischendurch ist sie zwar mal von ihrem Keuschheitstrip runter gekommen, jetzt ist ihr klargeworden, dass sie in schrecklicher Sünde lebt und hebt sich "noch mal" auf :hmm:
 

Benutzer65590 

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...der von Minnesänger zitierte Text belegt eigentlich nur, dass der Autor desselben sich vor seinen eigenen "Trieben" so sehr fürchtet, dass er es für das Beste hält, diese komplett zu unterdrücken. - Das entspricht übrigens der katholisch-christlichen Mentalität in der Tat: Sexualität ist nicht nur rein körperlich unreinmachend, sondern beeinträchtigt auch die Funktionsweise des Geistes. Daher ist, laut Ehetheorie, der eheliche Verkehr - und nur der eheliche Verkehr, alles andere ist nicht mehr tolerabel - nicht wirklich eine Tugend, sondern eher ein kleineres Übel. Die höchste christliche Tugend ist die Jungfräulichkeit.

Eine solche Theorie ist natürlich verständlich, wenn man bedenkt, dass sie von Generationen und Generationen zolibatär lebender Männer bzw in den Grundfesten von Sexualneurotikern wie Augustinus erdacht worden ist.

Passendes Buch dazu: Uta Ranke-Heinemann, "Eunuchen für das Himmelreich". Erklärt sehr schön, welcher Theologe wann seinen Senf zu diesem Konstrukt gegeben hat, und welche Bibelstellen man für diese Gedanken aus dem Hut gezaubert bzw sogar komplett gefälscht hat.

---
Ad rem: nein, ich kenne niemanden. Ich will nicht sagen "zum Glück", aber es gefällt mir eigentlich ganz gut, dass meine Freunde einen normalen Bezug zur Sexualität haben. Dieser aktuelle amerikanische Enthaltsamkeits-Trend mit diesen bescheuerten Ringen ist für mich tiefste Reaktion, auf einer Stufe mit "Intelligent Design", und deutlich jugendgefährdender als jedes Killerspiel. Man beachte aber, wie subtil solche Ideen zB in populären Werken wie "Twilight" transportiert werden.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
ich halte es für grob wirklichkeitsverzerrend, den menschen von seinen trieben zu trennen.

So ist es.

Ich kenne eine gläubige Muslima die bis zur Ehe Jungfrau bleiben will (auch wenn sie für ihr Leben gerne flirtet und nie im Leben mit Kopftuch rumlaufen würde).
Und ich kenne (entfernt) einen angehenden katholischen Priester, der keusch bleiben will ohne die Ehe anzustreben.
 
D

Benutzer

Gast
Ich kenne niemanden, habe einige gekannt, die es vor hatten..

Zwischen "sagen" und "machen" oder sich daran halten sind 2 Paar Schuhe.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein, ich kenne niemanden, der gewartet hat bis zur Ehe oder das so plant.

Ich finde das auch irgendwie unverständlich. Da wird etwas eine Bedeutung zugemessen, das es nicht hat.

Diese Aufspaltung des Menschen in einen "geistigen", willensgesteuerten Teil und einen "körperlichen", triebhaften Teil, den es irgendwie zu "zähmen" gilt, halte ich für überkommen und grundfalsch.
 

Benutzer46728 

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Ich kenne einen, bei dem ich vermute, dass er bis zur Ehe Jungfrau war. Sicher bin ich mir nicht.
 
V

Benutzer

Gast
Ach so, angehende katholische Priester kenne ich dank meinem Studiengang natürlich auch! Hatte mit einigen schon Gespräche darüber. Ansonsten studieren bei mir auch einige Ordensschwestern, die auch das Keuschheitsgelübde abgelegt haben, aber zu ihnen habe ich keinen persönlichen Kontakt.
 

Benutzer29410 

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Ich hatte das auch mal vor, fand den Gedanken irgendwie romantisch und ich hatte ein Faible für christliche hübsche Jungs, ich kannte da ein paar die auch bis zur Ehe keinen Sex wollten.....aber das war noch in den Wirren der Pubertät, bin dann später doch meinen Triebenm erlegen bei meinem ersten richtigen Freund. ;-) Den Gedanken find ich aber immer noch gut, nur die Typen mit denen ich später umherzog hätten das nie und nimmer verstanden.
 
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