Kenne seine Familie immernoch nicht

Benutzer123338  (29)

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Hallo Leute!
Es geht um folgendes: mein Freund und ich (beide 20) sind jetzt bisschen länger als ein halbes Jahr zusammen. Wie ich es von früheren Beziehungen gewohnt bin, lernt man im laufe der ersten Monate die Familie des anderen kennen. Pustekuchen! Die einzige Person von seiner Familie die ich kenne, ist seine Mutter, und das auch nur, weil er noch zu Hause wohnt (seine Worte). Ich habe ihm meine ganze Familie schon vorgestellt, die mögen ihn alle und gut wars.
Wenn ich ihn jedoch darauf anspreche, dass ich seine Familie kennen lernen möchte, blockt er komplett ab. Die Gründe die er dann nennt sind "mir ist das nicht wichtig; meine Familie interessiert das nicht; die meinen eh alle, dass das mit uns nicht lange hält;"
Mich verletzt sowas eigentlich sehr, weil ich so eine Einstellung nicht kenne bzw. nicht nachvollziehen kann. Ich habe nämlich immer geglaubt, wenn man verliebt ist, will man so schnell wie möglich den Partner jedem vorstellen und sch***** drauf was andere über die Beziehung sagen.
Jedenfalls lasse ich, was das Thema betrifft nicht locker, was dann leider auch häufiger zum Streit führt. Einfach weil ich das Gefühl habe, dass er nicht zu mir steht und unsere Beziehung nichts ernstes für ihn bedeutet.
Natürlich verlange ich nicht, seine Verwandten ab jetzt jedes Wochenende zu sehen. Einmal vorstellen, damit sie wissen wer ich bin würde mir genügen.
Was ich vlt noch anmerken sollte: ich habe ihn auch häufiger zu Familienessen eingeladen, was er abgesehen vom allerersten mal , immer abgelehnt hat. Gründe dafür waren, dass ihm 12 Uhr mittags zu früh ist, und er nicht so früh aufstehen will usw.

Ich hoffe, dass mir hier irgendjemand einen Rat geben kann, wie ich besser damit umgehe, bzw. herauslesen kann, wie er wirklich zu mir steht.

Liebe Grüße,
missfrex
 
R

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Gast
Ich kann deinen Freund verstehen, mir ist es auch nicht wichtig, dass meine Familie sofort meinen neuen Freund kennenlernt. Den letzten haben sie ca. nach einem halben Jahr kennengelernt und trotz mehrjähriger Beziehung nur eine handvoll Male überhaupt gesehen, den nächsten werden sie vermutlich auch nicht viel früher, eher später, kennenlernen.
Nur weil du die Einstellung nicht nachvollziehen kannst, muss er ja nicht im Unrecht sein. :zwinker:
 

Benutzer123338  (29)

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Danke für die Antwort :smile:
Du hast schon Recht, vlt. habe ich das Ganze etwas überstürzt betrachtet. Ich fühl mich nur etwas ausgeschlossen, vor allem, weil er am Anfang unserer Beziehung noch gemeint hat, im Sommer diesen Jahres will er mich auf alle Fälle mitnehmen.
Wahrscheinlich sollte ich einfach nur etwas mehr Geduld haben.
 
A

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Gast
Ich kann deinen Freund auch komplett verstehen. Familie ist mir nicht sehr wichtig und ich habe meinen Freund nach ein, zwei Jahren glaube ich meiner Familie vorgestellt. Mein Bruder hat ihn allerdings zufälligerweise schon vorher gekannt (hab in einer Kleinstadt gewohnt).

Wenn ihn seine Familie nicht interessiert, dann ist das nunmal so. Und mich würde es an seiner Stelle ziemlich nerven, wenn ich dich jemandem vorstellen soll, mit dem ich anscheinend nicht so gern und häufig Kontakt habe.

Was viel wichtiger ist, ist doch dass er gegenüber seinen Freunden zu dir steht und dich ihnen vorstellt. Immerhin ist das quasi die Familie, die er sich aussucht.
 

Benutzer98976 

Sehr bekannt hier
Mir scheint, er hat kein gutes Verhältnis zu seinen Eltern. Wenn sie ihm die Beziehung zu Dir auch noch versuchen madig zu reden, kann ich erst recht verstehen, dass er keine Lust darauf hat, sich noch mehr solcher Kommentare anzuhören, indem er Dich ihnen quasi zum Fraß vorführt.
Außerdem frage ich mich, weshalb Du Menschen kennenlernen möchtest, die sich nicht für Deinen von Dir geliebten Partner interessieren? Mich würde das schon um seinetwillen so ärgern, dass ich das gar nicht wollen würde. Zumal mir für Menschen, die mich von vornherein schlecht reden, meine Zeit zu schade ist.

Dass er Deine Familie nicht kennenlernen möchte, könnte möglicherweise daraus resultieren, dass ihr (also Du und Deine Familie) euch besser versteht und das schwierig für ihn ist (weil ihn das traurig macht). Oder er ist eine lieblose Familie so sehr gewöhnt, dass er nicht glauben kann, dass es anders sein könnte - und meidet deswegen alles, was mit Familie zu tun hat.
Setz ihn nicht so unter Druck und bezieh es nicht mehr auf Dich, das wird es nicht bessern. Lass das Thema ein halbes Jahr ruhen, damit Gras über den vielen Streit der letzten Zeit wachsen kann. So lange er Dich regelmäßig sehen möchte und sich um Dich und Deine Bedürfnisse kümmert, so lange er interessiert an Dir ist und lieb zu Dir - dann würde ich mir keine Sorgen um eure Beziehung machen. Erst nach diesem halben Jahr würde ich ihn vorsichtig fragen, wie es ihm mit der Situation in seiner Familie geht und ob er darüber sprechen möchte, Du möchtest ihm gern zuhören. Gib ihm Raum, sich zu öffnen und ehrlich zu sein - ohne Druck und ohne Vorwürfe. Ich glaube, das wird dann viel konstruktiver und auch Dir einige Erkenntnisse bringen, die es für Dich leichter machen, dass die Situation anders als in bisherigen Beziehungen ist.

Off-Topic:
Die Beziehung zu meinem derzeitigen Partner bedeutet für mich in ihrer Intensität und Nähe weitaus mehr als alle Beziehungen zuvor, dennoch werde ich meinen Partner meinen Eltern nicht vorstellen. Einfach aus dem Grund, dass sie miserable Eltern sind und ich sie nicht mehr als nötig in mein Leben lassen will - nicht, weil ich meinen Partner verleugnen möchte.
 
R

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Wenn ihn seine Familie nicht interessiert, dann ist das nunmal so.
Mich interessiert meine Familie sehr und ich habe ein tolles Verhältnis zu meiner Familie. Trotzdem muss ich meinen neuen Freund nicht nach 3 Wochen dort präsentieren, fände ich auch irgendwie nicht altersgemäß.

Mir bedeutet es nur einfach nicht so viel, dass meine Familie meinen Freund kennt oder toll findet, ich will eigentlich nichtmal, dass er wie ein "zusätzlicher Sohn" für meine Eltern wird, das empfände ich als nicht sehr toll. Ich brauche keinen neuen Bruder.:zwinker:
 
G

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Gast
Ich kann Dich schon verstehen.
Natürlich tickt in dieser Hinsicht jeder anders, aber die Tatsache, dass er Dir offenbar nicht erklärt, warum genau er keinen Wert darauf legt, Dich seinen Eltern vorzustellen, würde mich auch zumindest stutzig machen. Insbesondere, wenn er dann mit so merkwürdigen Aussagen wie "die meinen eh alle, dass das mit uns nicht lange hält" um die Ecke kommt. Dass das auf Dich verletzend wirkt, sollte er sich eigentlich denken können. Sollte er tatsächlich kein sonderlich gutes Verhältnis zu seinen Eltern haben frage ich mich, warum er es Dir nicht einfach so sagt.

Ich bezweifle allerdings, dass Deine aktuelle Taktik, ständig auf dem Thema rumzureiten, die Lösung des Problems ist - er scheint ja jegliche Kommunikation in diese Richtung abzublocken.

Wie läuft eure Beziehung denn ansonsten? Was für einen Eindruck hat seine Mutter auf Dich gemacht? Wie hat sie sich Dir gegenüber verhalten? Wie war die Interaktion zwischen ihr und Deinem Freund?
 

Benutzer123338  (29)

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Wie läuft eure Beziehung denn ansonsten? Was für einen Eindruck hat seine Mutter auf Dich gemacht? Wie hat sie sich Dir gegenüber verhalten? Wie war die Interaktion zwischen ihr und Deinem Freund?

Also unsere Beziehung verläuft relativ harmonisch, bis auf die Streitigkeiten die wegen diesem Thema entstehen.
Seine Mutter wirkt für mich etwas distanziert und wollte mich anfangs auch nicht kennen lernen. Der Grund ist meiner Meinung lächerlich. Sie legt sich nämlich immer selbst Tarotkarten, und hat in den Karten gelesen dass er und ich uns im September trennen, daher meinte sie, dass es sich nicht auszahlt mich kennen zu lernen. Dass wir uns nicht getrennt haben, scheint sie akzeptiert zu haben und wenn ich bei ihm bin ist mehr als ein "Hallo" und "Tschüss" nicht drin.
Er selbst und seine Mutter haben ein recht gutes Verhältnis, bis auf die typischen Mutter-Sohn Streitigkeiten (Geschirr nicht weggeräumt, er soll mehr lernen usw.)
 

Benutzer36171 

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Was ich vlt noch anmerken sollte: ich habe ihn auch häufiger zu Familienessen eingeladen, was er abgesehen vom allerersten mal , immer abgelehnt hat. Gründe dafür waren, dass ihm 12 Uhr mittags zu früh ist, und er nicht so früh aufstehen will usw.
Dazu erst einmal... also, das kann ich verstehen. Er hat wahrscheinlich einfach keine Lust darauf. Es gibt spannendere Sachen, als Familienessen. :zwinker: Ich finde aber, ab und zu mal könnte er das dir zuliebe machen. Dafür solltest du ihn umgekehrt auch ihm zuliebe nicht ganz so häufig einladen. Alle drei Monate (oder so) reicht doch vollkommen.

Ansonsten kann ich dich schon verstehen. Dieses Familien-Vorstellen ist irgendwie auch ein Bindungssignal. Aber da du das mit Tarotkarten geschrieben ist, fiele mir noch eine weitere Möglichkeit ein, weshalb er dich noch nicht vorgestellt hat (zusätzlich zu den anderen schon genannten, z.B. dass das Verhältnis zur restlichen Familie nicht so eng oder sehr förmlich ist): er schämt sich. Vielleicht hat seine restliche Familie auch so einen "Übernatürlichkeits"-Fimmel. Meine Tante und Onkel, die immer bei Familienfesten dabei sind, glauben an Engel und Steine und Bachblüten und vieles mehr; und reden auch wahnsinnig gerne davon. Am Anfang unserer Beziehung habe ich meinen Freund jedes Mal, wenn sie damit angefangen haben, schnell in ein Gespräch verwickelt, weil es mir so unangenehm war. :ashamed:
 

Benutzer56469  (36)

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Ich finde es kommt schon sehr drauf an ob man ein Familienmensch ist oder nicht. Wenn man keiner ist ist einem das vorstellen nicht so wichtig wenn schon wird man relativ schnell vorgestellt und in die Familie des anderen integriert. Familienessen und Ausflüge gibts dann natürlich auch. So kenn ich das. In der vorigen Beziehung wars allerdings so wenn ich "auch" in Wien gewohnt hätte, hätte ich seine Familie bzw. seine Eltern auch erst viel viel später kennen gelernt.

Du solltest dringend aufhören ihn damit zu nerven damit schießt du dich selber ins Aus. Denn wer will denn bitte nach 6 Monaten Beziehung dauernd streiten wo man doch eigentlich total verliebt ineinander ist? Wohl keiner!
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Also wenn eine Frau, die über Dich mittels Tarot-Karten urteilt, anscheinend noch der netteste und normalste Teil seiner Familie ist, dann würde ich es als Zeichen seiner Liebe zu Dir sehen, dass er Dich nicht dem Rest der Sippe vorstellen will. Er will Dich und sich (und damit Euch) doch nur schützen.
Und bitte hör auf, ihn so unter Druck zu setzen. Es gibt einfach Menschen, die haben ein sehr gespanntes Verhältnis zu ihrer Familie und damit auch zu dem Thema ganz allgemein. Dass er Distanz auch zu Deiner Familie halten will, ist höchtwahrscheinlich seinem bisherigen Erfahrungshorizont geschuldet. Es ist nicht gegen Dich oder Deine Familie gerichtet. Ihn da jetzt zu etwas zwingen zu wollen, das er nicht kennt und nicht will, ist eher egoistisch von Dir.
Weißt Du überhaupt, ob er sich bei Deinen Eltern wohlfühlt? Vll waren alle bisherigen Treffen mit denen ja sogar nur Dir zuliebe, weil er weiß, dass es Di wichtig ist.
Gib ihm Zeit. Führe ihn langsam an Deine Familie heran, ohne Druck und ohne ihm Dein Familienbild aufzwingen zu wollen. Und nimm es v.A. nicht persönlich.
 

Benutzer15049  (35)

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also, wenn ich selbt meine verwandten besuche und mein freund mich auch sehen möchte, schlage ich ihm schon vor, dass er mitkommen kann, das auch wenn wir erst kurz zusammen sind. aber ihn mitzunehmen, um ihn vorzustellen käme mir auch nicht mehr altersgemäß vor ^^. geht meine eltern ja nichts an mit wem ich zusammen sein will, im sinne dass sie da sowieso keinen einfluss auf mich hätten. und mit den meisten anderen, abgesehen von meinem bruder und einer oma hab ich mit dem rest selber so gut wie keinen kontakt.
von daher kennt mein freund nach knapp 2 monaten meinen vater, meine oma und meinen bruder, aber nicht meine mutter. ich bin nichtmal sicher, dass die von meinem glück schon weiß ^^

verstehe den aufstand also eher nicht. wieso ist dir das so wichtig?
 

Benutzer123338  (29)

Benutzer gesperrt
Danke für die vielen Antworten, hat mir sehr geholfen das mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. :smile:

Warum mir das so wichtig ist? - Ich war eigentlich immer der Meinung, dass man seinen Partner dadurch noch mehr in sein Leben integriert, wenn man ihm seine Familie vorstellt.

Ich hab ihm gestern nochmal in aller Ruhe gesagt, dass ich es zwar etwas schade finde aber seine Entscheidung akzeptiere. Immerhin kenne ich schon alle seine Freunde, und er hat mir auch gesagt, dass er die eher als Familie sieht. Desweiteren habe ich erfahren, dass seine Cousine ihren Freund auch erst nach einem Jahr mitgebracht hat und er hat mir versichert, dass er mich nächstes Jahr im Sommer (seine Familie wohnt am Land) mal mitnehmen wird.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Warum mir das so wichtig ist? - Ich war eigentlich immer der Meinung, dass man seinen Partner dadurch noch mehr in sein Leben integriert, wenn man ihm seine Familie vorstellt.
Was nützt es dir langfristig, wenn du seinen Vater, Geschwister, Oma oder wen auch immer einfach mal kurz triffst und danach erstmal nicht wieder? Inwiefern wirst du dadurch integriert?
Das wirst du ja bestenfalls dann, wenn dein Partner selbst sehr in seiner Familie integriert ist, wenn dich alle mögen und akzeptieren und dich niemand ablehnt. Und das scheint ja doch der Fall zu sein. Dazu kommt, dass dein Freund scheinbar keine große Bindung zu seinen FAmilienmitgliedern hat und damit auch zufrieden ist.
Da wirst du ihn schlecht verbiegen können.

Und ich kann dir aus meiner Erfahrung auch sagen, dass die Schwiegerfamilie einem jede Menge Kummer bereiten kann. Also ich wünsche mir oft, ich würde meine noch nicht kennen :zwinker:
 

Benutzer36171 

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Danke für die vielen Antworten, hat mir sehr geholfen das mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. :smile:

Warum mir das so wichtig ist? - Ich war eigentlich immer der Meinung, dass man seinen Partner dadurch noch mehr in sein Leben integriert, wenn man ihm seine Familie vorstellt.

Ich hab ihm gestern nochmal in aller Ruhe gesagt, dass ich es zwar etwas schade finde aber seine Entscheidung akzeptiere. Immerhin kenne ich schon alle seine Freunde, und er hat mir auch gesagt, dass er die eher als Familie sieht. Desweiteren habe ich erfahren, dass seine Cousine ihren Freund auch erst nach einem Jahr mitgebracht hat und er hat mir versichert, dass er mich nächstes Jahr im Sommer (seine Familie wohnt am Land) mal mitnehmen wird.

Ich kann verstehen, dass du gerne in sein Leben integriert werden möchtest, aber wenn er selbst sagt, dass seine Freunde mehr seine Familie sind, dann hat er dich ja integriert; zwar nicht im traditionellen Sinne, aber trotzdem. :smile:
 
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