Keine Lebensfreude

Diarma  

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Hallo,

ich habe keine Lebensfreude mehr und weiß nicht wie ich diese zurückgewinne. Eigentlich habe ich nie welche besessen. Ich finde das Leben sinnlos. Ich finde seit Jahren keinen Job, nichteinmal einen Minijob. Ich werde sogar für Minijobs nicht genommen, weil zu überqualifiziert oder was weiß ich. Für richtige Jobs reicht es trotz Uni Abschlusses aber auch net.

Eine Freundin hatte ich auch noch nie und mir fehlt Sex.

Ich habe Freunde, die sehe ich aber auch nicht mehr so oft, zumal einige Familie haben und arbeiten. Hobbies habe ich kaum welche, außer Lesen und die Natur genießen, weil mich nichts interessiert, außer Musik hören und wenn ich mal für paar Stunden rausgehe. Selbst Filme gucke ich seit Jahren keine mehr.

Was bleibt eigentlich noch?
 
S

Sarah1997

Gast
Kleine dinge im leben sind schon lebenswert. Genieße den tag, geh am wochende auf partys, melde dich auf einer dating Plattform an oder suche dir hilfe bei der jobsuche.
 

Diarma  

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Ich kenne leider keine Leute mehr, die Partys machen und in Diskotheken komme ich sehr schwer rein. Mit Singlebörsen habe ich üble Erfahrungen, absolut keine chancen bei den Damen. Jobsuche? Ich habe so viele verschiedene Varianten probiert nichts klappt. Ich würde ja gerne wenigstens auf Teilzeit was finden, aber es gibt nichts, bzw ich finde nichts.
 

Dextera   (35)

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Erster Gedanke? Tapetenwechsel. Raus da von wo du jetzt bist. Dann sieht die Welt oft schon ganz anders aus. Schau nicht nur bundesweit nach Jobs, sondern bewirb dich vielleicht auch im Ausland. Da hin, wo es eben Jobs gibt (was hast du für einen Abschluss?).

Auch wenn man oft gerne das Gegenteil herbeiwünscht - aber der Mensch versumpft ohne eine Aufgabe im Leben. Das Problem würde ich als erste angehen, der Rest kommt dann von alleine wieder.
 

Diarma  

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Ich kann es mir nicht leisten meinen Wohnort zu wechseln, weil meine einzig verbliebenen Familienmitglieder auf mich aus gesundheitlichen Gründen angewiesen sind. Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren einfach abzuhauen. Ich habe wie gesagt einen Uni Abschluss (u.a. BWL/Politikwissenschaft).
 

Dextera   (35)

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Das scheint aber ein essenzieller Punkt zu sein. Du findest dort wo du bist seit Jahren keine Arbeit. Dann ist der übliche Schritt der folgt dass man sich in einem weiteren Umfeld umsieht. Und das wird so lange ausgeweitet bis man etwas hat - oder man schraubt seine Anforderungen runter. Irgendwas muss man auf alle Fälle tun.

Ich kann deine Situation zwar nicht nachempfinden da es mir nicht so ergeht, habe aber trotzdem eine Meinung dazu. Ich war nun 28 Jahre in unmittelbare Umgebung zu meiner Familie. Meine Eltern sind zwei meiner besten Freunde. Ich schulde ihnen viel - sogar mein Leben.

Aber es ist nicht meine Lebensaufgabe für die beiden zu sorgen. Es ist nicht Sinn der Sache dass du dein Leben wegschmeißt deswegen. Klingt jetzt sicher härter als es eigentlich gedacht ist ... Gibt es keine Hilfe seitens Staat hierbei?
 

Diarma  

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Und das wird so lange ausgeweitet bis man etwas hat - oder man schraubt seine Anforderungen runter. Irgendwas muss man auf alle Fälle tun.

Meine Anforderungen sind schon relativ niedrig.

Aber es ist nicht meine Lebensaufgabe für die beiden zu sorgen. Es ist nicht Sinn der Sache dass du dein Leben wegschmeißt deswegen. Klingt jetzt sicher härter als es eigentlich gedacht ist ... Gibt es keine Hilfe seitens Staat hierbei?

So kann ich aber nicht denken. Es sind ja nicht nur Elternteile, sondern auch Geschwisterteile betroffen (u.a Krebs). Wie soll man denn ins Ausland gehen, wohlwissend, dass sich hier alles schlagartig ändern könnte? Ich kann das nicht einfach abschalten, deswegen will ich hier was finden. Man lebt bereits in einer beschissenen Millionenstadt und trotzdem findet man hier nichts. Es ist zum Kotzen. Meine Bewerbungsunterlagen sind außerdem sehr gut, die habe ich schon etliche Male von qualifizierten Personalern drüberblicken bzw verbessern/verändern lassen.
 

Dextera   (35)

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Ich möchte dir echt nicht zu nahe treten ... weil ich nicht in deiner Situation stecke tu ich mir natürlich schwer damit das so zu sehen wie du.

Dennoch versuche ich stets den rationalen Blick zu behalten. Und der Thread hier ... hast du mal mit jemand "Professionellen" darüber gesprochen? Wenn man so viele Jahre nicht vorankommt kann das auch in einer Depression enden ...

Persönlich sehe ich es als sinnlos an, wenn ein Leben nicht so verläuft wie es soll (tut mir Leid mit deiner Familie und dem Krebs), dass dann andere Leben mit hinuntergezogen werden.
 
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