Kein Bafög und kein Wohngeld!

Benutzer82104  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Dass beim Bafög nicht zählt, wofür das Geld gespart wurde und unter welchen Umständen, ist in der Tat ein Problem. Da lässt sich aber leider in der aktuellen Form nicht lösen. Die Lösung hier wäre einzig, das Bafög komplett abzuschaffen und reine Studienkredite ohne Bedürftigkeitsprüfungen anzubieten. Eine Lösung, die ich absolut befürworte! - Zu sagen 10.000€ seien nix, ist aber schon reichlich realitätsfremd: Mit dem Geld kann man als Student im Durchschnitt über ein Jahr leben!
das die umstände nicht zählen stimmt natürlich - macht es halt noch bitterer.

aber realitätsfremd finde ich das nicht.
der bausparer wurde doch nicht eingeführt um studien zu finanzieren und danach (wenn zB die zeit der praktikas usw logeht!) nichts mehr zu haben oder?
das geld war als lebenseinstieg gedacht und nicht das ich mein abi nachmache...

miete und lebenskosten sind nicht billig in münchen... alleine das es keine regionsunterschied gibt (mir nix bekannt) zeigt wie weitblickend das ganze ist.


Die Lösung hier wäre einzig, das Bafög komplett abzuschaffen und reine Studienkredite ohne Bedürftigkeitsprüfungen anzubieten.
oder die grenzen deutlich anzuheben. ich hätte aber auch kein problem damit das mein "vermögen" eingefroren wird und ich erst in paar jahren drankomme.
ich will den staat ja nicht bescheissen - fühle mich halt bisschen alleingelassen bzw sind die regelungen scheisse...



Na, dass du nebenher arbeitest und dir da genug Geld verdienen kannst wusst ich ja nicht
das ist ein argument ;-)
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Da kommt es wohl auf das Studium, den eigenen Lerneifer und auch Lerntyp an. Ich habe recht locker 3 Jahre lang nebenher gearbeitet und könnte nicht sagen, dass das Studium darunter gelitten hätte. Viele Kommilitonen haben das ähnlich gehandhabt. Gerade bei Hiwi-Jobs verdient man zwar kein Vermögen, hat aber im Hinblick auf's Studium (bzw. je nachdem eine spätere Doktorandenstelle) durchaus gewisse Vorteile...
Natürlich kommt es aufs Studium und auf die Person an, aber wir reden hier ja nicht von ein paar Euro dazu zu verdienen, sondern von 500-600€, die jeden Monat verdient werden müssen. Das sind wöchentlich ca. 15 Stunden Arbeit.

Off-Topic:
der bausparer wurde doch nicht eingeführt um studien zu finanzieren und danach (wenn zB die zeit der praktikas usw logeht!) nichts mehr zu haben oder?
das geld war als lebenseinstieg gedacht und nicht das ich mein abi nachmache...
Bausparen wird staatlich gefördert, weil man damit - wie der Name schon sagt - Geld in die Baubranche investieren soll. Den Bausparvertrag als Altersvorsorge zu nutzen, ist eine Zweckentfremdung, die erst jetzt staatlich anerkannt wird (Stichwort Riesterförderung). Ursprünglich hatte das Bausparen mit der Altersvorsorge nur den Schnittpunkt, irgendwann keine Miete mehr zahlen zu müssen und damit im Alter mehr Geld zur Verfügung zu haben.
 

Benutzer86003 

Benutzer gesperrt
Natürlich kommt es aufs Studium und auf die Person an, aber wir reden hier ja nicht von ein paar Euro dazu zu verdienen, sondern von 500-600€, die jeden Monat verdient werden müssen. Das sind wöchentlich ca. 15 Stunden Arbeit.
Wieviel das ist, wissen wir derzeit ja nicht, deshalb habe ich ja auch nachgefragt, wieviel sie von ihren Eltern bekommt und wieviel sie zum Leben und Studieren braucht. Ihre Eltern können sie wohl nicht voll unterstützen, aber dass sie sie GAR NICHT unterstützen können, habe ich jetzt auch nicht gelesen (vielleicht habe ich es auch überlesen?). Es macht natürlich einen Unterschied, ob man nur ein bisschen was dazuverdienen muss oder sich den gesamten Lebensunterhalt selbst finanzieren muss - in letzterem Fall wird mit großer Wahrscheinlichkeit schon das Studium darunter leiden bzw. sich mindestens deutlich verlängern (oder man hat am Ende einen Nervenzusammenbruch).
 

Benutzer18265  (33)

Meistens hier zu finden
sorry, aber du kannst dich nicht derart auf Bafög verlassen! Auch wenn es traurig ist...
ich selbst hab mich genau deshalb nur an Unis beworben, die ich im Notfall noch irgendwie mit der Bahn erreichen kann, eben weil ich nicht wußte ob es klappen wird mit dem bafög und ohne bafög-keine eigene wohnung für mich...
Außerdem finde ich es auch sehr dreist, dass dir dein Erspartes anscheinend zu gut ist, um es in deine Ausbildung zu investieren :ratlos:
Investier doch erstmal das, was du "zu viel" angespart hast in Fachliteratur und was du so alles brauchen kannst für dein Studium und wenn du dann auf 5200€ runter bist kannst du nochmal einen antrag stellen. Oder geht aus deinem Bescheid hervor, ob dir was zustehn würde, wenn das vermögen nicht wär? Wenn nicht frag doch mal nach beim Amt.
 

Benutzer86003 

Benutzer gesperrt
Off-Topic:
Das kriegt man normalerweise über den Bafögrechner raus. Ich hab schon zwei Anträge gestellt und es vorher ausgerechnet. Es hat beide male bis auf den Euro gestimmt :smile:

Bafögrechner
Ich hätte laut Rechner damals was bekommen, tatsächlich gab es dann nichts... so wirklich zuverlässig ist der auch nicht.
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
Außerdem finde ich es auch sehr dreist, dass dir dein Erspartes anscheinend zu gut ist, um es in deine Ausbildung zu investieren :ratlos:
genau das hab ich auch gedacht.
meins, meins, meins, da will ich nicht dran, da soll doch einfach wer anderes mein studium finanzieren.
sorry, aber das ist mehr als nur egoistisch.

wer geld an der seite liegen hat oder dessen eltern genügend verdienen, der braucht nicht von der allgemeinheit (dem steuerzahler) unterstützt werden. denn hier könnte jeder steuerzahler auch sagen, mein geld, warum soll ich hans und franz ein studium finanzieren und der will an seine eigenen rücklagen nicht dran?
man kann sich nicht immer auf der allgemeinheit ausruhen.
und sorry, ein argument, das die eltern ja kredite abzubezahlen haben, zählt in meinen augen auch nicht wirklich, weil wir hier sicherlich nicht von krediten reden, die in einem notfall aufgenommen worden sind, sondern sicherlich von einer immofinanzierung oder autofinazierung oder ähnlichen dingen, die immer im vorfeld planbar sind und wo man immer auch im vorfeld die mögliche ausbildung der kinder einrechnen kann.

ich weiß durchaus das bafög zum teil ungerecht ist, aber in manchen fällen ist eine ablehnung mehr als berechtigt.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann dich gut verstehen, dass du diese Sache ziemlich schlecht und ungerecht findest.

Auch ich bekomme kein Bafög. (OK... vielleicht könnte ich ein paar € im Monat bekommen, nachdem die Grenzen etwas nach oben verschoben wurden... aber mehr definitiv nicht) und die Finanzierung meines Studiums ist eine sehr große finanzielle Belastung für meine Eltern.
Eine Wohnung / WG-Zimmer / Wohnheim-Zimmer am Studienort? - Unbezahlbar!
Also bleibt mir nichts anderes übrig, als weiterhin zu Hause zu wohnen und jeden Tag mit dem Auto in die Uni zu fahren. - Nicht nur dass es einfach umständlich und zeitaufwändig ist... es erschwert mir auch noch erheblich den Aufbau von sozialen Kontakten im Studium.
Und andere Leute, deren Eltern weniger verdienen, bekommen genug BAFÖG, um wenigstens in einer kleinen Bude wohnen zu können...

Auch wenn mir evtl. rein rechtlich mehr Unterhalt von meinen Eltern zustehen würde... ich könnte es niemals von ihnen verlangen, weil sie dadurch zumindest auf jegliche Reisen, auf das einzige große Hobby und evtl. sogar noch auf ein Auto verzichten müssten... - So etwas tut man seinen Eltern doch wirklich nicht an!

Ein Nebenjob ist auch nicht möglich, ohne mein Studium erheblich zu verzögern (und viel mehr als die durchschnittlichen 11 Semester möchte ich nun wirklich nicht brauche) und auch Ferienjobs sind dank Praktika, Klausuren und Prüfungen in den "Semesterferien" nur äußerst selten möglich.

Der Sparfreibetrag von 5200€ ist in meinen Augen auch nur ein schlechter Witz!
Ohne ein Polster von ein paar Tausendern kann man zumindest wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt doch ganz schnell in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten kommen. - Da müssen nur mal ein paar größere Dinge gleichzeitig den Geist aufgeben...

Und wenn man schon früh vorsorgt, bzw. die Eltern / Großeltern / etc. das für einen tun, was ich angesichts unseres schönen Rentensystems und sonstiger immer weiter reduzierter Sozialleistungen für absolut notwendig halte, hat man auch gleich die Arschkarte gezogen.
Damit hat der Gesetzgeber seine Pflicht (Elternunabhängig ein Studium zu ermöglichen) wohl ausreichend erfüllt.
Das meinst du aber nicht ernst?!?
Gerade seit der Einführung der Studiengebühren, weiter steigenden Lebenshaltungskosten, und utopischen Mieten in Unistädten gibt es mehr als genügend Leute, die finanziell keineswegs dazu in der Lage sind, ihr Studium (evtl. mit Hilfe der "zu viel", aber doch noch lange nicht genug verdienenden Eltern) zu finanzieren und trotzdem keine Hilfe vom Staat bekommen.
In meinen Augen ist das ein echtes Armutszeugnis.
Zu sagen 10.000€ seien nix, ist aber schon reichlich realitätsfremd: Mit dem Geld kann man als Student im Durchschnitt über ein Jahr leben!
Und was ist bitteschön ein Jahr?!? - Ein einziges Jährchen?
Nichts!



Meiner Meinung nach erkennt unser Staat trotz Fachkräftemangel, usw. nicht, wie wichtig eigentlich Bildung ist.
Ein katastrophales, ungerechtes Schulsystem, das nur immer wieder verschlimmbessert wird, anstatt sinnvolle, große, lanfristige und teure Reformen anzugehen... Die Tatsache, dass sich viele Leute kein Studium leisten können... und noch vieles mehr.
Ich bin 100%ig überzeugt davon, dass sich jeder einzelne Euro, der in sinnvolle Bildungsprojekte gesteckt wird, langfristig um ein vielfaches für unseren Staat auszahlt, in dem er zu größerer wirtschaftlicher Stärke, bzw. zur Verhinderung eines großen Wirtschaftsabschwungs (den ich Dank des Fachkräftemangels doch in den nächsten Jahrzehnten erwarte, wenn nicht schnell und effektig dagegen gesteuert wird) führt.

Unser Staat kann es sich definitiv nicht leisten, potentielle Fachkräfte durch Sparmaßnahmen am falschen Ort zu verschleudern!
 

Benutzer82104  (34)

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Off-Topic:
Bausparen wird staatlich gefördert, weil man damit - wie der Name schon sagt - Geld in die Baubranche investieren soll. Den Bausparvertrag als Altersvorsorge zu nutzen, ist eine Zweckentfremdung, die erst jetzt staatlich anerkannt wird (Stichwort Riesterförderung). Ursprünglich hatte das Bausparen mit der Altersvorsorge nur den Schnittpunkt, irgendwann keine Miete mehr zahlen zu müssen und damit im Alter mehr Geld zur Verfügung zu haben.
als altersvorsorge sehe ich das nicht, aber ich hatte halt auch nicht vor das als "schuldgeld" zu verbraten um mein abi nachzuholen, was der statt ja eigentlich fördern möchte.
ich finde das schon ein wenig strange - damals wurde mir erzählt "mal für die eigene wohnung" und jetzt sagt mir die bafög-kerle das sei zu viel vermögen was ich jetzt für die schule nutzen soll - ich weiß ja nicht... :ratlos:


Der Sparfreibetrag von 5200€ ist in meinen Augen auch nur ein schlechter Witz!
Ohne ein Polster von ein paar Tausendern kann man zumindest wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt doch ganz schnell in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten kommen. - Da müssen nur mal ein paar größere Dinge gleichzeitig den Geist aufgeben...
amen! man denke auch an die zeit nach dem studium die viele erstmal mit diesen tollen "praktikas" verbringen... :ratlos:


Meiner Meinung nach erkennt unser Staat trotz Fachkräftemangel, usw. nicht, wie wichtig eigentlich Bildung ist.
Ein katastrophales, ungerechtes Schulsystem, das nur immer wieder verschlimmbessert wird, anstatt sinnvolle, große, lanfristige und teure Reformen anzugehen... Die Tatsache, dass sich viele Leute kein Studium leisten können... und noch vieles mehr.
ebenfalls die absolute zustimmung... ich denke zB gerade auch wieder an mein geliebtes "zentralabi" :wuerg:
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
Und was ist bitteschön ein Jahr?!? - Ein einziges Jährchen?
Nichts!
Geld zu haben, um ein Jahr versorgt zu sein, ist nichts? - Faszinierend, in welchen Welten man als Student so leben kann.:cry:

Off-Topic:
Wieviel das ist, wissen wir derzeit ja nicht, deshalb habe ich ja auch nachgefragt, wieviel sie von ihren Eltern bekommt und wieviel sie zum Leben und Studieren braucht. Ihre Eltern können sie wohl nicht voll unterstützen, aber dass sie sie GAR NICHT unterstützen können, habe ich jetzt auch nicht gelesen (vielleicht habe ich es auch überlesen?).
Sie hat geschrieben, ihre Eltern können sie wegen laufender Kredite nicht unterstützen. Daraus schließe ich, dass sie von ihren Eltern maximal mit 150€ ("nicht unterstützen") unterstützt wird. - Wenn ich mir hier aber ansehen, was andere 10.000€ für einen Wert beimessen, könnte auch gemeint gewesen sein, dass es nur zum Mercedes als Zweitwagen für die TS reicht statt dem Porsche.:engel:
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
Geld zu haben, um ein Jahr versorgt zu sein, ist nichts? - Faszinierend, in welchen Welten man als Student so leben kann.:cry:
vor allem kann man auch mit weniger als 1000 euro im monat als student sein leben finanzieren, auch in münchen oder anderen teuren städten.
und somit kann man 10.000 euro nicht nur 1 jahr leben, sondern sogar länger.
dazu noch das kindergeld von 150 euro jeden monat und die zeit verlängert sich schon wieder.
wenn man sich dann evtl. noch einen 400 euro job sucht, wo man monatlich 100 oder 200 euro dazu verdient dann kommt man noch länger hin. dann geht man schon an die 2 jahresgrenze und damit ist über die hälfte der studienzeit beim bachelor bequem finanziert. und bei 15-20 stunden arbeitszeit im monat verlängert sich das studium auch nicht, die zeit kann fast jeder aufbringen (ansonsten gibt es da noch die semesteferien).

von 10.000 euro kann man schon einge ganze weile und nicht nur ein jahr leben, die frage ist nur immer, was für ansprüche man stellt und welchen luxus man sich auch während der studienzeit gönnen will. nur auch im studium gilt, lehrjahre sind keine herrenjahre.

Der Sparfreibetrag von 5200€ ist in meinen Augen auch nur ein schlechter Witz!
Ohne ein Polster von ein paar Tausendern kann man zumindest wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt doch ganz schnell in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten kommen. - Da müssen nur mal ein paar größere Dinge gleichzeitig den Geist aufgeben...
mal ehrlich, was willst du denn alles kaufen? ein neues auto?
waschmaschine gibt es bereits gute und günstige für um die 200 euro, herd, kühlschrank ebenso. das macht für mich 600 euro um die schlimmsten elektorgeräte zu ersetzen. wenn der pc oder laptop aufgibt kann man auch hier ersatz für 500 euro erhalten.
man braucht keine paar tausend euro, um defekte dinge zu ersetzen, man darf dann nur eben nicht miele kaufen, sondern sollte etwas preiswerteres nehmen.

und mal ehrlich, es gibt nicht nur bei studenten einen sparerfreibetrag, auch jeder hartz4 empfänger unterliegt grenzen, wieviel vermögen er haben darf (gut ein wenig nach lebensalter gestaffelt) da kann man zum teil eher sagen, das ist ein witz. denn wenn jemand mit 50 arbeitslos wird und nicht wieder in arbeit kommt, dann muß diese person wirklich seine altersversorgung angreifen, für die er schon jahrelang gearbeitet hat. der student hat aber nach dem studium noch die möglichkeit jahrelang sich seine altersversorgung aufzubauen.

Und wenn man schon früh vorsorgt, bzw. die Eltern / Großeltern / etc. das für einen tun, was ich angesichts unseres schönen Rentensystems und sonstiger immer weiter reduzierter Sozialleistungen für absolut notwendig halte, hat man auch gleich die Arschkarte gezogen.
nicht zwinged.
es gibt genügend vorsorgemöglichkeiten, die einem nicht angelastet werde und die man dann verbrauchen müßte. es ist immer nur eine frage, was man wie macht und wer es für einen anlegt.

Off-Topic:
amen! man denke auch an die zeit nach dem studium die viele erstmal mit diesen tollen "praktikas" verbringen...
nur so als anmerkung, viele firmen sprechen sich mittlerweile gegen die generation praktikum aus und da ist ein praktikum nach dem studium gar nicht mehr möglich, weil sie nur noch praktikanten mit immatrikulationsbescheinigung (einstellbedingung) nehmen.
es gibt zwar immer noch viele firmen die sich gerne ein paar praktikanten halten und das ist sicherlich von branche zu branche aus unterschiedlich. aber zumindest geht die generation praktikum nach und nach zurück.
 
G

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Gast
Off-Topic:
Ich bin ehrlich gesagt ein bißchen geschockt, was für Vorstellungen manche hier so haben. :kopfschue Ich hab für mein Studium meine Ersparnisse fast vollkommen aufgebraucht, bzw. in den Ferien immer wieder in Schichtarbeit dazuverdient, damit ich meine Studiengebühren bezahlen kann. Im Semester hatte ich auch immer einen Job. Das ist nicht toll, geht aber irgendwie. Irgendwann zahlt es sich schon aus.
 
H

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Ich bin ehrlich gesagt ein bißchen geschockt, was für Vorstellungen manche hier so haben. :kopfschue Ich hab für mein Studium meine Ersparnisse fast vollkommen aufgebraucht, bzw. in den Ferien immer wieder in Schichtarbeit dazuverdient, damit ich meine Studiengebühren bezahlen kann. Im Semester hatte ich auch immer einen Job. Das ist nicht toll, geht aber irgendwie. Irgendwann zahlt es sich schon aus.

Off-Topic:
Du mir gehts genauso. Aber genau deshalb hab ich ja auch nicht mit ner brotlosen Kunst angefangen. Ich studiere etwas mit dem ich später auch Geld verdienen kann. Wenn ich mir die Einstiegsgehälter in meinem Fachbereich so ankucke, habe ich mit dem Aufbrauchen meiner Ersparnisse kein Problem. Ich denk einfach daran was ich später mal dafür kriegen werde :smile:
Ich finde es einfach blöd sich darüber zu beschweren, dass man seine Ersparnisse bis zu einem gewissen Betrag aufbrauchen soll. Schließlich kann man nach einem Studium eine Menge Geld verdienen und das ist es meiner Meinung nach Wert.
 

Benutzer18846 

Verbringt hier viel Zeit
Zum 5200€ Freibetrag:
Der ist in der Tat sehr niedrig angesetzt, er stammt noch aus einer Zeit als 10000 DM sehr viel Geld waren, mittlerweile ist das aber durch die Preissteigerungen eben lange nicht mehr so viel, zumindest wenn man mal die reine Kaufkraft betrachtet.

Wenn wirklich ein paar Haushaltsgegenstände kaputtgehen, dann kommt man schnell an die Grenzen, wenn man dann noch ein zwei Monate nach dem Studium sein Leben damit finanzieren muss , ist das Geld weg.
Natürlich kann amn sich auch die Haushaltsgegenstände in allerbilligster Ausführung neu kaufen, aber dann kauft man meist zweimal.
Als ich mir vor 3 Jahren eine Waschmaschine gekauft habe, habe ich auf ein vernünftiges Gerät geachtet, schließlich hat eine Waschmaschine eine Lebensdauer von 10 Jahren und mehr, da ist es wohl mehr als unangebracht ein defektes Gerät durch das billigste Modell zu ersetzen.
Für andere Anschaffungen gilt ähnliches, das sind alles Investitionen die weit über die Studiendauer hinausreichen, man kann sich dann also nicht mit den Ansprüchen "für nen Studenten ausreichend" begnügen.
Denn als Berufsanfänger nach dem Studium hat man auch nicht das Geld die ganzen Billiggeräte aus der Studienzeit zu ersetzen.

Gerade bei mir an der FH sind viele Studenten, die wie ich, erst einige Jahre gearbeitet haben und dann ein Studium beginnen, für die sind sowohl die Bafög-Sätze als auch der Vermögensfreibetrag ein Witz, denn da sind nicht wenige dabei die bereits Familie haben.
Die müssen alle das Wunder vollbringen von dem Lebensstandard eines vollen Gehalts runterzugehen auf die Bafög-Almosen, wenn sie denn welches bekommen.
Daher arbeitet der größte Teil nebenbei, und mit 500-600 finanziert sicher niemand einen normalen Lebensstandard.

Trotzdem ist es natürich so, dass die reine Altersvorsorge auch beim Bafög unangetatstet bleibt, es gilt hier genauso wie beim ALG2, dass es um verwertbares Vermögen geht, ein Bausparer, der nur unter Verlust sämtlicher staatlicher Prämien angegriffen werden kann, der ist dann im Normalfall eben nicht verwertbar, weil es unzumutbar ist.
Das Problem mit Bausparverträgen stellt sich ab nächstem Jahr eh nicht mehr, denn dann sind die Bausparverträge wirklich nur noch für Wohnraumfinazierung nutzbar, damit dürften sie dann beim Bafög auch ohne Kunstgriffe aussen vor bleiben, schließlich sind es zweckgebundene Mittel.
Für private Rentenversicherungen gilt ähnliches.

Unabhängig davon ist es in vielen Bachelor Studiengängen nicht so leicht noch nebenbei etwas zu machen, denn da die Credit-Points nach Arbeitsaufwand vergeben werden, sind auch entsprechend viele Hausaufgaben mit eingeplant.
Zumindest in den technischen Fachrichtungen ist die Luft für die Studenten durch die Einführung des Bachelor/Master-Systems sehr sehr eng geworden.

Nebenbei arbeiten ist bei geplantem Regelstudium fast unmöglich.

Gruß
 

Benutzer472 

Verbringt hier viel Zeit
und bei 15-20 stunden arbeitszeit im monat verlängert sich das studium auch nicht, die zeit kann fast jeder aufbringen (ansonsten gibt es da noch die semesteferien).
Das wiederum ist Quatsch: Es kann nicht jeder in diesem Umfang arbeiten. Ein Studium ist auf eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 50-60 Stunden in der Vorlesungszeit ausgelegt. Da kann man nicht nebenher 15-20 arbeiten und muss sogar manches in die vorlesungsfreie Zeit verschieben. Dort sind aber auch noch Praktika inkl. Bericht zu absolvieren und manche Prüfungen müssen wiederholt werden.
 
H

Benutzer

Gast
Ein Studium ist auf eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 50-60 Stunden

Also die 50-60 Stunden arbeitet bei uns niemand. Ich schon gar nicht. Ich hab während dem Studium genug Zeit zum arbeiten. Ich besuch jede Vorlesung, mach jede Laboraufgabe, setz mich 4 Wochen vor der ersten Klausur auf den Arsch, lerne und bin dann meist viel besser als der Durchschnitt. Und ich bin weder intelligenter als der Rest, noch lerne ich leichter, noch hatte ich vor meinem Studium Erfahrung im Fach (ich hab wirklich bei 0 angefangen).

Btw: Während einem Studium gibt es auch oft Tutoren-Jobs (weiß der Geier wie die Jobs an anderen Unis heißen...). Man hilft den Profs ein bisschen aus u.a. in Laboren. Da kriegt man zwar nicht viel (bei uns 5,44 die Stunde), aber man lernt dabei noch.
Es gibt so viele Möglichkeiten auf halbwegs intelligente Weise Geld zu verdienen und nebenbei noch was fürs Studium zu lernen.
Ich habs ja glaub ich schon gesagt, dass viele auch als Werksstudent arbeiten...
 

Benutzer82104  (34)

Verbringt hier viel Zeit
ich persönlich will nicht abstreiten, dass es finanziell machbar ist - schaffe es ja auch.
mich ärgert aber das der staat es fördert das ich geld spare... um mir dann zu sagen ich soll das geld statt dem bezug von bafög nehmen...
(habe bereits 2 jahre steuern gezahlz - ein jahr davon vollverdiener)
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
Das wiederum ist Quatsch: Es kann nicht jeder in diesem Umfang arbeiten. Ein Studium ist auf eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 50-60 Stunden in der Vorlesungszeit ausgelegt. Da kann man nicht nebenher 15-20 arbeiten und muss sogar manches in die vorlesungsfreie Zeit verschieben. Dort sind aber auch noch Praktika inkl. Bericht zu absolvieren und manche Prüfungen müssen wiederholt werden.
50-60 stunden?
also die hatte bei uns auch so gut wie keiner. ich hatte die in einem semester, inkl. allem außer arbeiten. aber auch nur, weil ich mir das selber so gelegt hab, die fächerauswahl war zu verlockend. und daneben bin ich noch jede woche 16 std. arbeiten gewesen.

sorry, aber 4-5 stunden die woche arbeiten, das kann im endeffekt fast jeder, denn ich habe von 15-20 stunden im monat und nicht in der woche gesprochen.
4-5 stunden sind grad mal ein halber tag an arbeit.
 

Benutzer76959  (30)

Verbringt hier viel Zeit
Es geht hier doch nicht darum, dass großzügigere Bafög Regelungen den Steuerzahlern Geld aus der Tasche ziehen. Ich sehe das so: Je weniger Sorgen sich ein angehender Akademiker um die finanzielle Versorgung machen muss, destso freier hat dieser den Kopf für studienrelevante Inhalte. 15-20 Stunden Arbeit in der Woche sind sicher machbar, sollten aber nicht verpflichtend sein. Wer arbeiten möchte, um einen riesen Schuldenberg zu vermeiden, der soll dies tun, wer aber aufgrund anderer Verpflichtungen sich nicht in der Lage sieht nebenbei noch zu arbeiten, der sollte ohne Probleme auf ein staatlichen Darlehen zurückgreifen können.

Kurzfristig kostet das den Staat etwas, mittel- und längerfristig zahlt sich das aber doch aus, wenn viele Studenten Mathematik, Informatik, Maschinenbau etc. studieren. Ich hielte es für sinnvoll, dass gerade naturwissenschaftliche Studenten eine größere Unterstützung erfahren.
 
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