Katholische Kirche - Kleiner Schritt in Richtung Emanzipation?

Benutzer20345 

Meistens hier zu finden
Die katholische Kirche will erstmalig prüfen, ob das Arbeitsrecht innerhalb der Kirche nicht zu rigide gegen Wiederverheiratete ist. Nach derzeitigem Stand dürfen geschiedene Katholiken nach einer erneuten Heirat nicht mehr die Sakremente empfangen und sind aus dem kirchlichen Dienst entlassen worden. Die Verantwortlichen sind sich einig, notfalls ohne genaue Absprachen mit Rom zu handeln.

Süddeutsche Zeitung
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Die katholische Kirche in Deutschland ist natürlich traditionell relativ aufsässig gegenüber Rom, und erlaubt sich auch mal eine eigene Meinung, was ich ganz sympathisch finde. Trotzdem ist es in meinen Augen nur ein gradueller Unterschied zwischen verschiedenen verstockten Meinungen.
 

Benutzer58352 

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke den laufen irgendwann einfach die Hirten davon wenn sie sich nicht langsam modernisieren.

Die evangelische Kirche hat vorgelegt, die Katholiken ziehen immer nur nach.
 
V

Benutzer

Gast
Was die Entlassungen angeht, ist mir bekannt, dass das so gehandhabt wird, und ich kann das sogar nachvollziehen (was nicht heißt, dass ich das unbedingt befürworte). Für die kath. Kirche ist Scheidung etwas, das sich nicht mit dem Glauben vereinbaren lässt. Eine geschiedene Person weiter zu beschäftigen wäre so, als würde man einen passionierten und überzeugten Fleischesser Seminare über die Vorzüge veganer Ernährung halten lassen.

Allerdings gibt es so etwas nicht nur in der kath. Kirche.
Eine alte Schulfreundin von mir wollte mit ihrem Freund zusammenziehen, der in einer evangelischen Einrichtung arbeitete. Dort machte man ihm klar, dass er dort nicht weiter beschäftigt sein wird, wenn er unverheiratet mit ihr zusammenzieht. Die beiden haben dann deswegen auch tatsächlich geheiratet.

Ich finde es aber positiv, dass liberalere Stimmen innerhalb der kath. Kirche lauter werden und die Aufmersamkeit der Medien bekommen. Man darf nicht erwarten, dass sich von heute auf morgen was ändert, aber es den Fortschritt gibt es auch in der kath. Kirche. Auch wenn man dort oft nur in kleinen Geisha-Schritten vorantippelt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das ist eben das normale Verhalten der Kirchen und insbesondere der katholischen Kirche:
Man merkt, dassdie Schäfchen frustriert sind und davon laufen, will aber eigentlich nichts am traditionellen System ändern... und dann versucht man es eben immer wieder mit Minimal-Reförmchen ind er Hoffnung, die Schäfchen so halten zu können.
Und bei der katholischen Kirche kommt noch erschwerend hinzu, dass der Papst und die sonstige Führung dermaßen erzkonservativ sind, dass es von dort eher Rückschritte als Fortschritte gibt und die Leute, die näher an der Praxis sind, schauen müssen, wie sie trotz dieser Vorgaben ihre Schäfchen nicht vergraulen.

Ich frage mich, warum die Basis der katholischen Kirche deren weltfremde Führung nicht schon lange in Frage stellt und was die Schäfchen überhaupt noch in dieser Kirche hält...

Das Schlimmste an der gnazen Geschichte ist aber, dass unser Staat den Kirchen als Arbeitgeber Sonderrechte einräumt, so dass sie offiziell in vielerlei Hinsicht diskriminieren dürfen, was anderen Arbeitgebern zurecht verboten ist.
 
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