Katastrophe - Ich kann's nicht mehr hören

Benutzer15719  (57)

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mir fehlen die worte darüber, wie abgefuckt hier einige über den tod und das leid anderer schreiben. sry..aber ich :wuerg: :kotz:

ich bin mir sicher, sämtliche der ach so beinharten typen und auch mädels hier haben vor nicht allzu langer zeit noch nach 'nem stolperer nach mami geschrien, weil die knie wehtaten und sie MITLEID haben wollten.

und jetzt gebt ihr so ein geseier von euch? mir fehlen die worte...

dirk
 

Benutzer631 

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Auf die Gefahr hin, dass ich von allen Seiten zerissen werde, gebe ich online17 in Punkto Afrika Recht, das wir Menschen da ein gewaltiges Problem mit unserem Gewissen haben.

Warum zeigt RTL keine Dauerkatastrophensendung über die Seuchen, darüber, wieviele Afikaner(innen!) AIDS haben? Weil es langweilt, immer wieder dasselbe zu sehen? Bringt es Quote? Warum gibts keine Sylvestersendenwelle von jedem Radio/TV-Sender, bei jeder größeren Veranstaltung, die etwas auf sich hält, weil Afrika Hunger und Nöte leidet? Weniger Böller für Afrikas Wohl? Dann doch eher für Asien, weil da die Kamera draufhält?
Je mehr davon im Fernsehen gezeigt wird, desto betroffener sind wir. Je betroffener wir sind, desto mehr Leute spenden. Und die Fernsehanstalten zeigen natürlich nur das, was gerade interessiert. Der sogenannte verlorene Kontinent gibt kaum noch etwas her, da sich die Situation nicht ändert und wir nur minimal damit zu tun haben.
Aber ich will nicht nur dem TV die Schuld geben, natürlich sind wir's auch selber. Wenn tausende Kilometer entfernt jemand stirbt, können wir uns denken "Ja, das ist schrecklich". Wenn dein Bruder aus dem Asienurlaub nicht mehr zurückkommt, geht uns das natürlich sehr viel näher und dann wird natürlich auch mehr gespendet und getan. Wenn jemand eine Lösung für dieses urmenschliche Gewissensproblem hat, mag er sie mir bitte nennen.
 

Benutzer8918 

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LangerJan schrieb:
Wenn dein Bruder aus dem Asienurlaub nicht mehr zurückkommt, geht uns das natürlich sehr viel näher und dann wird natürlich auch mehr gespendet und getan. Wenn jemand eine Lösung für dieses urmenschliche Gewissensproblem hat, mag er sie mir bitte nennen.
Eben. Es gibt keine.
 
T

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Gast
ich hab eher das gefühl, dass die medien ihr januarloch zufest füllen. begriffe wie "monsterflut", "horrorflut", "todesflut", "megatsunami" und andere erzählen uns nicht die wahrheit. auch geschichten wie "der kleine lars sucht seine mami in den todesfluten" können auf den keks gehen, da bin ich ganz gleicher meinung wie hier alle.
meine bitte an diese leute ist aber folgende:

Bild, Blick, Tagi, RTL, 20min und alle anderen kommerziellen Medien interessierts mehr, wieviele Zuschauer sie haben oder wieviele Zeitungen sie verkaufen. Die gute und fachliche nachricht ist zweitrangig! vielmehr wollen diese medien die leute in den stuben mit emotionalen geschichten fesseln, die mir wirklich auch auf den keks gehen.

darum mein aufruf:
Informiert euch in Medien, von denen ihr fachliche und emotional-arme berichte erwartet.

Weltwoche und NZZ sind zwei Zeitungen die ich persönlich lese. da hört ihr nicht diese emotionalen berichte und alle schrecklichen einzelfälle! sondern da wird erklärt, informiert, aufgedeckt und mit experten und anderen fachleuten zusammen geschrieben.

Gruss Trident


PS: ich selber bange um einen Arbeitkollegen der in Thailand noch vermisst wird. selber habe ich wieder gemerkt das es mir viel mehr bringt zu wissen wie sich ein tsunami verhält, wie er auf den strand zurollt und wie die örtliche Hilfe organisiert wird als wenn ich tagtäglich die schrecklichen emotionalen bilder sehe, die nichts aussagen ausser das es brutal wird. psychisch verarbeiten kann man so nicht...
 

Benutzer9606  (39)

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trident schrieb:
Weltwoche und NZZ sind zwei Zeitungen die ich persönlich lese. da hört ihr nicht diese emotionalen berichte und alle schrecklichen einzelfälle! sondern da wird erklärt, informiert, aufgedeckt und mit experten und anderen fachleuten zusammen geschrieben.

Aber da fehlen die Bilder und ohne Bilder interessieren sich schonmal alle "Leser" nichtmehr, die zu faul sind zum lesen und Sensationen SEHEN wollen. Der (kommerzielle) Effekt der Bildzeitung z.B. steckt doch schon in ihrem Namen. Nur wenn man auf 3 Wörter auch 3 "gute" Bilder hat, die einem die Gänsehaut kommen lassen, dann "liest" man auch gerne den (kurzen) Bericht. Und zwar am besten den vom "kleinen Lars der in der Horrormegakatastrophenflutwelle seine Mama sucht" ...
 
T

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Gast
LangerJan schrieb:
Auf die Gefahr hin, dass ich von allen Seiten zerissen werde.

also, von einer schonmal nicht :zwinker:

zum Thema Afrika, das ist NICHT in der Öffentlichkeit? ....also von meinem Weg zur S-Bahn von zuhause, lauf ich an 3 Werbeplakaten vorbei, auf denen steht "2 € im Monat helfen", kennst Du bestimmt und wenn man wirklich Spenden will für Afrika, eine der 2000 Organisationen die Spenden für Afrika sammeln, nehmen Dein Geld sicher gerne, auch entgegengesetzter Meinungen, wurde Afrika noch nicht aufgegeben

Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber man muss es auch sehen wollen.

und Schuld ist niemals das Fernsehen, sondern der, der davor sitzt, denn seinetwegen werden solche Bilder gesendet.

ne Lösung für das Problem? find die Ursache, warum juckt es denn Dich nicht mehr, das tgl 5000 Menschen in Afrika an den Folgen von Aids sterben, denn irgendwann hat es Dich sicher mal
 

Benutzer27335 

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zitat aus einen guten song:

ruhe bitte, ruhe bitte. manchmal fragt man sich ...
ob sich die rettungsversuche überhaupt lohnen...
lohnt es sich die menschen zu retten? ...
so wie ich die sache sehe,
ist die Intelligenz bereits ausgerottet...
und es leben nur noch die idioten.
 
T

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Gast
nokx schrieb:
ob sich die rettungsversuche überhaupt lohnen...
lohnt es sich die menschen zu retten? ...

also das sich die rettungsversuche lohnen, wirst du ja hoffentlich selber merken. stell dir vor die menschen würden dort alleine gelassen! niemand spendet, niemand hilft... es würden weit mehr als die jetzt schon 140'000 toten sein, mindestens doppelt so viele würden an hunger und durst, an seuchen und krankheiten, oder an entfachten bürgerkriegen sterben weil es dort einfach nur noch ein riesen chaos ist. diese länder würden weit zurückfliegen, die verwüsteten regionen würden über jahre unbrauchbar sein, thailand könnte den staatshaushalt nicht mehr auf dem niveau halten, denn ohne tourismus läuft in thailand nichts. indonesien ist sonst schon sehr arm und würde noch mehr verarmen. in sri lanka würden die rebellen vielleicht die not der menschen ausnutzen und noch mehr unruhen stiften.

ich glaube nicht das sich die welt noch mehr armut leisten darf... also finde ich es gut wenn wir wenigstens schauen das nicht noch mehr armutsländer entstehen, wenn das intresse an AIDS-Toten und hugernden Kinder nicht mehr da ist.
 
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