Kann man zu sehr lieben?

Benutzer51374 

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Also ich glaube, was du meinst mit "zu sehr lieben" das gibt es schon!!

Aber ich würde es auch nicht als "zu sehr lieben" bezeichnen.
Denn dieses typische vergöttern und pure Abhängigkeit, hat meiner Meinung nach wirklich nichts mehr mit Liebe zu tun.

Solche Menschen haben meiner Meinung auch ein sehr geringes Selbstwertgefühl und denken, sie wären ohen Partner nichts wert, weshalb sie sich so an ihn klammern und anbeten.

Und sowas ist dann wirklich gefährlich...:ratlos:
 

Benutzer58944 

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Naja ich denke es geht nicht darum, einfach nur einen Partner zu haben, den man dann vergöttert. Ich weiss wie es ist, hab eine sehr emotionale Fernbeziehung geführt, die Frau über alles geliebt, sehr gelitten, oft gedacht sie empfindet nicht so viel wie ich. Wir haben uns immer sehr gut verstanden, konnten immer gut reden, obwohl wir eigentlich so unterschiedlich sind. Naja ich hab mich dann wohl aus den Grund von ihr entfernt, weil ich dachte sie liebt mich nicht wirklich, dann machte sie Schluss, weil sie meinen Glück nicht im Wege stehen wollte. Kam dann auch bald mit einer zusammen, einfach der Traum, objektiv hat alles gepasst, blos ich konnte nie so Gefühle für sie entwickeln, obwohl wir uns so ähnlich waren. Naja mir wurde dann klar, das ich wieder zu meiner Ex zurückwill, weil hab immer an sie gedacht, mir wurde klar das ich solche Gefühle nur für sie haben kann, ich würde nie jemanden nochmal so lieben können. Jetzt bin ich wohl wieder zusammen mit ihr, und ich muss sagen, es ist es werd. Die Beziehung is nicht leicht wegen äussere Umstände, aber ich will nie jemand anderes mehr haben!!!
 

Benutzer33811 

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nein - man kann höchstens nicht genügend geliebt werden

Ich denke, dass zu wenig Liebe das Problem ist, was hinter allen anderen Problemen steckt. Seien es individuelle Probleme wie Drogensucht etc...oder globale Probleme wie Krieg. Immer ist der Hauptgrund ein Mangel an Liebe.
Ich denke nicht, dass man zu viel lieben kann. Und ich für mich persönlich gebe gerne ein Stück von mir auf, um mich zusammen mit meinem Partner neu zu erschaffen.
Bevor ich meinen jetzigen Freund kennengelernt habe, war ich die Letzte die eine Beziehung wollte. Aber seitdem ich spüre, dass Jemanden lieben, einem selber so viel gibt...naja, da sehe ich das anders. Zu viel Liebe gibt es nicht. "So wie die Liebe dich krönt, so kreuzigt sie dich."
Hermann Hesse hat auch viel Schönes und Wahres über die Liebe geschrieben. Nach meinem Verständnis (und das ist mit Sicherheit extremer als das anderer Menschen...jeder soll einfach nach seinem Glauben glücklich werden), muss ich mich in Jemandem voll und ganz verlieren, um mich selber zu finden. Das sieht mein Partner übrigens genauso und wir beide sind glücklich damit. Ich verliere ja nicht meine Identität dadurch, ich hab immer noch Wünsche, Gedanken und Gefühle...Aber ich bin erst jetzt seitdem ich ihn kenne vollständig. Ich denke auch, dass ich durchaus eine starke Frau bin. Egal was ist, ich mache immer weiter.
Ja, ich bin abhängig von ihm und er von mir. Mit beidseitigem Einverständnis. Ich lasse mich nicht gerne fangen und festhalten, aber bei ihm fühlt es sich gut an.
Natürlich habe ich auch ohne ihn einen Wert. Ich will mit meiner Ansicht auch weder ihn noch mich bewerten...Menschen bewerten versuche ich sowieso zu vermeiden. Natürlich bin ich auch ohne ihn Jemand. Aber mit ihm bin ich mehr. Er bereichert mein Leben.
Das ist auch keine erste Verliebtheit. Wir sind schon länger zusammen und haben in der Zeit auch mehr zusammen mitgemacht, als meine Eltern in ihren 25Jahren Ehe. Ich hab mein Gegenüber gefunden, trotz aller Schwierigkeiten und Probleme, ist er mein Herz.
Er liebt mich wie ich bin und ich ihn.
Was kann falsch daran sein, wenn man sich so geliebt fühlt?
Ohne ihn würde ich nicht sterben, aber mein Leben wäre grauer.
Er erfüllt mich und ich Liebe ihn jeden Tag mehr...Monat für Monat, Jahr für Jahr.
Ich bin ne hoffnungslose Romantikerin und ich glaube, dass wenn man echte Liebe findet, sie nicht mehr loslassen sollte. Das Liebe das Ziel des Lebens ist und das dies wahre Ewigkeit bedeutet.
Ich bin glücklich und denke nicht, dass ich zu viel Lieben kann.
 

Benutzer69587 

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...Ich denke nicht, dass man zu viel lieben kann. Und ich für mich persönlich gebe gerne ein Stück von mir auf, um mich zusammen mit meinem Partner neu zu erschaffen...
...Nach meinem Verständnis muss ich mich in Jemandem voll und ganz verlieren, um mich selber zu finden. Das sieht mein Partner übrigens genauso und wir beide sind glücklich damit. Ich verliere ja nicht meine Identität dadurch, ich hab immer noch Wünsche, Gedanken und Gefühle...Aber ich bin erst jetzt seitdem ich ihn kenne vollständig. Ich denke auch, dass ich durchaus eine starke Frau bin. Egal was ist, ich mache immer weiter.
Ja, ich bin abhängig von ihm und er von mir. Mit beidseitigem Einverständnis. Ich lasse mich nicht gerne fangen und festhalten, aber bei ihm fühlt es sich gut an.
Natürlich habe ich auch ohne ihn einen Wert. Ich will mit meiner Ansicht auch weder ihn noch mich bewerten...Menschen bewerten versuche ich sowieso zu vermeiden. Natürlich bin ich auch ohne ihn Jemand. Aber mit ihm bin ich mehr. Er bereichert mein Leben....

du hast meine volle zustimmung - und ich halte diese einstellung auch nicht für 'hoffnungslos romantisch' (tolles klischee, hm?) sondern für realitätsnah, notwendig und grundlegend für eine partnerschaft

"Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe?" (j.w. goethe)
 

Benutzer79932 

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Hallo :smile:

Kann man eurer Meinung nach zu sehr lieben?
Also z. B. man würde alles für seinen Partner aufgeben, denkt es gäbe kein Leben nach einer Trennung, malt sich die komischten Szenarien aus nach einer Trennung, etc.
Zählt sowas unter zu sehr lieben? oder ist sowas für euch normal?

Das ist keine Liebe, das ist Abhängigkeit.

Und nein, man kann meiner Meinung nach nicht zu sehr lieben. Man kann aber die falsche Person lieben.
 

Benutzer20345 

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Zu sehr lieben? Ich denke nicht, nur in Extreme abrutschen, also klammern bzw. hörig werden.
 
A

Benutzer

Gast
sagen wirs mal so:
wenn ich mein leben für meine frau geben müste, also ich wählen sollte ob sie oder ich weiterleben dürfte, würde ich mich für meine frau entscheiden, denke ich.
Gut gekontert, obwohl Waschbär2 ja durchaus recht hat. Aber ich sehe es genauso, echte Liebe ist eben nicht rational und bedeutet für mich auch, sein Ego soweit zurückzunehmen, dass man für den Anderen nicht nur sprichwörtlich alles tun würde. Ein simples Beispiel, ich kenne wenig Eltern, die ihr Leben nicht sofort und ohne mit der Wimper zu zucken, für ihr Kind geben würden. Aber Du hast ja noch etwas wichtiges hinzugefügt und das ist auch das, was Waschbär2 imho meinte:

niemand sollte glauben, das man sein leben und sein glück für einen anderen aufgeben muss, um seine liebe zu beweisen.
Liebe fühlt und verschenkt man, Beweise braucht man vor Gericht. Wer sich aufgibt, weil er meint, etwas beweisen zu müssen, hat das Wesen der Liebe imho nicht verstanden. Und hier gleitet es schnell auch in Abhängig/- oder gar Hörigkeit ab. Ich habe mein Kind sterben gesehen, es ist sehr schwer nach so einer Erfahrung wieder Lebensmut zu finden. An so etwas kann man kaputt gehen, doch Lieben heißt auch: loslassen können.

liebe bedeutet für mich, das ich mein gegenüber so akzeptiere wie er ist und derjenige sich nicht (für mich) verändern soll. im gegenzug bedeutet das, das auch mein gegenüber mich so nehmen muss wie ich bin.
Hier mußte ich herzhaft lachen, kein Wunder, dass Du Dein Leben für Deine Frau geben würdest, eine Frau, die nicht versucht Dich zu verändern, dürfte so wertvoll wie ein Jackpot im Lotto sein. Meiner Erfahrung nach, versuchen (fast) alle ihren Partner zu ändern. Vielleicht nicht immer bewußt, aber den Anderen so zu akzeptieren wie er ist, es gibt nicht viele Menschen die das können und das ist nicht mal vorwurfsvoll gemeint. Ich freu mich aufrichtig, wenn ihr beide das schafft.

man sollte gegenseitig aufeinander aufpassen und sich verstehen ... und natürlich auch helfen, das man sich selber besser versteht und begreift.
Reflektionsvermögen, wichtiger als jede Geldanlage. Die Basis jeder langfristigen Beziehung. Meine Ex, eine Psychologin, dreht grade durch weil ihr Partner dazu nicht in der Lage ist. Verlieben kann man sich schnell, aber die Kunst besteht imho darin, sich auch gemeinsam verändern zu können und daran zu wachsen. Leben und auch Liebe bedeutet ständige Veränderung, wer reflektieren kann, kann sich anpassen, wer das nicht kann, lebt in dem was mal war und versucht das festzuhalten. Kann langfristig nicht gutgehen.

das man sich manchmal in szenarien reinsteigert und sich zu viele gedanken macht, finde ich halbwegs normal.
Finde ich eher Frauentypisch :tongue:

allerdings finde ich es erschreckend wenn menschen glauben sie müssten sich verändern um einem anderen (besser) zu gefallen.
Jein, hätte Dir hier gewöhnlich zugestimmt, aber ich bin jemand, der sich zeitlebens seine Frauen aussuchen konnte. Gibt aber viele Menschen die können das nicht, die müssen kämpfen um überhaupt jemanden zu finden der sie liebt. Und dieses Bedürfnis hat doch jeder. Wenn eine Frau mit meinen 'Eigenheiten' nicht zurecht kommt, sage ich fein, dann geh doch. Gibt genug die damit leben können. Aber was macht jemand, der keine abbekommt? Und manchmal gibt es ja auch handfeste Gründe dafür, also pauschal würde ich das so nicht unterschreiben, Veränderung kann manchmal der Schlüssel sein.

man sollte schon halbwegs mit sich im reinen sein, wenn man eine beziehung eingeht und das beinhaltet für mich, das ich mich selber so akzeptiere wie ich bin.
eben mit all meinen fehlern die ich habe.
Selbstbewußtsein ist imho das A und O jeder Beziehung, betrifft nicht nur das Beziehungtratra, geschäftlich ist es doch nicht anders. Aber das ist irgendwo auch eine Altersfrage, Anfang 20 kann sich keiner wirklich kennen, ist ja ein langwieriger Prozeß. Wer sich Mitte 30 noch nicht kennt, der hat natürlich ein Problem.

zu sehr lieben bedeutet für mich die aufgabe meiner selbst und das möchte und kann ich nicht.
Hier schließt sich wieder der Kreis zum Waschbären, man darf sich nicht aufgeben, man darf nicht gegen seine Überzeugungen handeln, man darf nicht den gesunden Egoismus vergessen. Ist ein schwer zu greifendes Thema, wenn man keine Romane schreiben will. Denn partnerschaftliche Liebe ist ja nur ein Teilaspekt der eigentlichen Fragestellung.

LG
 

Benutzer25356  (37)

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Ja, ich denke schon, dass man das kann.
Nämlich wenn aus Liebe Besessenheit wird und man dafür sein eigenes Leben aufgibt.
 

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier

es war nicht meine absicht zu kontern.
letztlich war nur der erste absatz auf waschbär bezogen und anschließend hab ich halt einfach nur meine sichtweise der dinge zum eingangspost geschrieben.

natürlich freut mich das, das du letztlich und im großen und ganzen meiner meinung bist. :smile:
ich habe nicht so ausführlich geschrieben wie du und du hast das ja auch eigentlich alles noch besser beschrieben als ich.

im übrigen weiß ich das ich meine traumfrau geheiratet habe, denn sonst wäre ich sicherlich nicht so lange mit ihr zusammen.
mal ganz davon abgesehen, das ich sie sonst auch nicht geheiratet hätte, wenn ich bedenken gehabt hätte. (wir haben nach 8 jahren geheiratet)

ob das ein 6er im lotto ist ... ich glaube, wenn man halbwegs mit sich im reinen ist, also sich selber mag wie man ist ... sowas überträgt sich auch und man strahlt das aus.
nicht nur in bezug auf den partner und der beziehung.

ich bin mir sicher, das ich auch andere frauen haben könnte, sollte es mal mit meiner frau aus welchen gründen auch immer auseinandergehen.
ganz so pessimistisch wie du sehe ich das alles allerdings nicht und glaube, das drei treffer beim lotto passender gewählt wäre. :grin:

natürlich verändert man sich im laufe einer beziehung und im laufe des lebens.
der grundcharakter meines gegenüber ... also der person die mir am herzen liegt ... sollte aber ganz einfach unangetastet bleiben.

hat man aber einen schlechten charakter und ist ein arschloch, dann sollte man selber an sich arbeiten und gelingt einem das, wird man dann auch jemanden finden, der einen liebt.

zu sehr lieben ist eben falsch und bedeutet eben für mich, das man sich ständig selber hinterfragen sollte, ob mein partner/partnerin für mich und mein seelenleben gut ist.
das steht ja bereits in meiner sig. :zwinker:
 

Benutzer51772 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo :smile:

Kann man eurer Meinung nach zu sehr lieben?
Also z. B. man würde alles für seinen Partner aufgeben, denkt es gäbe kein Leben nach einer Trennung, malt sich die komischten Szenarien aus nach einer Trennung, etc.
Zählt sowas unter zu sehr lieben? oder ist sowas für euch normal?

edit: Zusatzfrage:

Seid ihr gerade in so einer Situation?

Lg :herz:

Ja kann man meiner Meinung.

Ja bin gerade in so ner Situation, mache sowas momentan selber sowas durch.
 
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