Kann man sich von Beziehungen "entwöhnen" ?

Benutzer95479 

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es heißt ja manchmal der (die) war schon so lang single, da wird das nichts mehr mit einer Beziehung oder anderer Fall: man war in einer und sgt dann für sich, hat gereicht, tu ich mir nicht mehr an.
Wie realistisch sind solche Behauptungen , kann man sich wirklich von beziehungen fernhalten und strotzdem glücklich sein und keine Beziehung mehr wollen? Wie ist eure Meinung?

lg, Clematis
 

Benutzer34914 

Meistens hier zu finden
ich sag mal alles ist möglich, es kommt immer auf die Umstände an. Wenn jemand nur Mist erlebt hat in Beziehungen oder ihn nicht liegen und er als Single glücklicher ist, dann kann das schon passieren.

Kommt immer auf die entsprechende Person und seine soziale Einstellung an.
 

Benutzer96776 

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Eher unrealistisch aber es gibt bestimmt Menschen, die wunschlos glücklich sind ohne Beziehung. Das auf jeden Fall.
Für mich persönlich wäre das aber nichts!
 

Benutzer107571 

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es heißt ja manchmal der (die) war schon so lang single, da wird das nichts mehr mit einer Beziehung oder anderer Fall: man war in einer und sgt dann für sich, hat gereicht, tu ich mir nicht mehr an.

Durchaus möglich. Vielleicht sogar wahrscheinlich.

Es ist nicht zu übersehen, daß ein Leben zu zweit Kompromisse erfordert, die unangenehm sind. Und wenn man das nicht mehr gewöhnt ist, dann erscheint einem das als unzumutbare Belastung. Da kann dann sogar die Einigung auf den TV-Sender zu Zähneknirschen führen. Und wenn man weiß, daß es auch alleine ganz gut geht, kommt man möglicherweise zu dem Schluß, daß es den ganzen Ärger nicht wert ist.

Man richtet sich halt über die Jahre mit seinen Single-Macken in seinem Leben perfekt ein. Und dann alles liebgewonnene über Bord zu werfen - nur für eine Beziehung, wenn es auch ohne geht?

Ich kann mir schon vorstellen, daß viele Menschen das irgendwann einfach nicht mehr wollen können.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat, durchaus möglich.
Und manche Menschen sind einfach nicht für Beziehungen gemacht.

Singledasein kann sehr schön sein.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich glaub es ist typabhängig. Manche Leute sind einfach mehr fürs allein sein gemacht als andere.

Das merkt man schon daran, dass man wirklich gern, ohne es sich einzureden, allein etwas unternimmt, und sich genauso daran freuen kann, auch wenn man es nicht zwangsläufig teilt.
Dass man sich im Leben am richtigen Platz und vollständig fühlt, ohne dass etwas fehlt.

Ich persönlich betrachte Beziehungen auch eher als Last denn als Gewinn. War schon vor meiner ersten und einzigen meine Einstellung, und is es danach wieder. Ich habs probiert, es war nett und schön, aber so wundervoll, dass ich es unbedingt brauchen würde nun wirklich nicht.
Ich bin gern allein, ich brauch das, ich brauch meine Räume wo mir absolut KEINER hineinredet.

Aber für mich ist die Frage falsch gestellt :zwinker: ich entwöhne mich nicht bewusst, es wäre eher so, dass ich mich an eine Beziehung gewöhnen muss. Für mich ist der Singlezustand der Idealzustand, mir fehlt nichts. In einer Beziehung hingegen fehlt mir einiges *seufz*
Ich bin vielleicht einfach nicht dafür gemacht, ich fühl mich sofort eingesperrt und eingeschränkt.

Darum finde ich es personenabhängig, welchen Stellenwert Beziehungen, und andere Menschen generell im Leben haben. Ich habe viele Freundinnen, die allein einfach todunglücklich wären. Denen es keinen Spaß macht allein Dinge für sich zu unternehmen. Für sie ist allein sein gleich Einsamkeit.
Für mich ist das eben anders.
Wenn ich allein für mich bin, weiß ich dass ich mich auf mich verlassen kann :zwinker: und ich weiß ganz gut wie sehr man auch zu zweit einsam sein kann.

Somit glaube ich, jeder, der sich bewusst entwöhnen muss, und sich so lange einreden, dass ihm allein sein nichts ausmacht, bis er es glaubt, wird nie wirklich glücklich werden ohne Partner.
Ich fürchte bei mir ist es umgekehrt. Eine hypothetische Beziehung müsste sovie bieten, um die Freiheit und Unabhängigkeit des Alleinseins zu übertreffen, dass es ziemlich unrealistisch ist, eine solche zu finden.
Ich ziehe Freiheit nunmal der Sicherheit und Zugehörigkeit vor.
 

Benutzer85671 

Verbringt hier viel Zeit
man braucht nicht zwangsweise eine beziehung um glücklich zu sein. aber man braucht soziale interaktion und akzeptanz, sonst wird man krank. wer einen guten freundeskreis hat und wem ons oder kurze affären reichen um gewise bedürfnisse zu befriedigen, kann auch alleine gut zurecht kommen, wenn man sich nicht mehr erwartet vom leben.

manche menschen sind unsichere bindungstypen und können auch gar keine beständige beziehung eingehen.
wieder andere haben genug schlechte erfahrungen gemacht oder einfach kein glück in der liebe... ich kann mir gut vorstellen, dass man irgendwann genug hat,wenn einem die liebe mehr weh tut als glücklich macht. ob man sich dann aber einredet glücklich zu sein oder es wirklich schafft, ist ne andere frage.
 

Benutzer74907 

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Ich glaube ich bin schon teilweise entwöhnt eine Beziehung anzufangen da ich für so etwas gar keine Zeit habe.


Ich ahne schon das mich in 20 Jahren ein Fernsehteam interviewt weil ich schon seit einer Ewigkeit Single bin. :grin:
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, als Single glücklich zu sein. Ich war's auch immer mal wieder eine zeitlang und es hat mir echt gut getan und mir hat nichts gefehlt.
 

Benutzer11320 

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Das Gegenteil geht bestimmt: Man kann sich an Beziehungen gewöhnenen, anscheinend trifft das besonders oft Frauen. das führt dann dazu, das Beziehungen sozusagen auf Teufel komm raus und als reiner Selbstzweck geführt werden.

Entwöhnen heißt dann, das sowas nicht mehr nötig ist und man nur noch mit jemand zusammen lebt, weil man ihn wirklich liebt. eine gute Sache also!
 

Benutzer11320 

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Ist meine persönliche Erfahrung: Ich kenne nur Frauen denen es extrem schwer fällt, alleine zu leben, und die, wenn sie mal am Ende einer Beziehung stehen, sofort was neues suchen und eingehen. Und das dann auch oft noch mit ,,ich hab da wieder jemanden" bezeichnen.

Ich kenne eben keinen Mann, der so agiert.

Mag schon sein, daß meine persönlichen Erfahrungen da nicht represäntativ sind, aber sie sind eben so.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ist meine persönliche Erfahrung: Ich kenne nur Frauen denen es extrem schwer fällt, alleine zu leben, und die, wenn sie mal am Ende einer Beziehung stehen, sofort was neues suchen und eingehen. Und das dann auch oft noch mit ,,ich hab da wieder jemanden" bezeichnen.

Ich kenne eben keinen Mann, der so agiert.

Mag schon sein, daß meine persönlichen Erfahrungen da nicht represäntativ sind, aber sie sind eben so.
Ich habe "leider" auch immer zu diesen Frauen gehört und man kann diese Haltung auch in meinen Augen nicht ablegen. Da spielen viele psychologische Faktoren eine Rolle, die man meiner Meinung nach nur selten alle kontrollieren oder ausmerzen kann.
Dennoch bin ich nun seit Monaten Single und habe vorerst nicht vor das zu ändern. Das ist eine bewusste, rationale Entscheidung, mit der ich selbstverständlich aufgrund dieser "Gewöhnung an Beziehungen" nicht immer glücklich bin. Und ja, ich habe aktuell Gefühle für jemanden, aber da ich darin eine Sackgasse sehe, ignoriere ich sie, so gut es eben geht, und halte mich an meinem Verstand fest.
Und eine Beziehung allein um der Beziehung Willen zu führen, kann es schließlich nicht sein.

Allerdings kenne ich tatsächlich auch zwei Herren, die sich von einer Beziehung in die nächste stürzen, weil sie ohne scheinbar einfach nicht können. Es ist zwecklos, ihnen das ausreden zu wollen, obwohl sie ihre Beziehungen entsprechend regelmäßig gegen die Wand fahren. :hmm:
 

Benutzer105123 

Öfters im Forum
für immer denk ich nicht aber eine längere zeit geht dass schon sehr gut, war jetzt fast 8 jahre singel, konnte mich gar nicht mehr auf eine beziehung einlassen da ich alleine einfach glücklicher war. hab zwar immer mal versucht eine beziehung aufzubauen jedoch hab ich mich dann immer verdückt und einfach nicht mehr auf sms und so reagiert war ein ziehmlicher arsch da wirklich total liebevolle männer dabei waren die jetzt jahre später natürlich zu recht sauer sind.
naja denke dass es wieder bergauf geht, bin jetzt seit einem guten monat wieder in einer beziehung und hab noch kein fluchtverhalten enddeckt
 

Benutzer11320 

Benutzer gesperrt
Ich habe "leider" auch immer zu diesen Frauen gehört und man kann diese Haltung auch in meinen Augen nicht ablegen. Da spielen viele psychologische Faktoren eine Rolle, die man meiner Meinung nach nur selten alle kontrollieren oder ausmerzen kann.
Dennoch bin ich nun seit Monaten Single und habe vorerst nicht vor das zu ändern. Das ist eine bewusste, rationale Entscheidung, mit der ich selbstverständlich aufgrund dieser "Gewöhnung an Beziehungen" nicht immer glücklich bin. Und ja, ich habe aktuell Gefühle für jemanden, aber da ich darin eine Sackgasse sehe, ignoriere ich sie, so gut es eben geht, und halte mich an meinem Verstand fest.
Und eine Beziehung allein um der Beziehung Willen zu führen, kann es schließlich nicht sein.

Na, das klingt bei dir aber doch eher danach eine Beziehung um der gefühle willen führen zu wollen, oder? Ist nicht ganz das, was ich meine - es sei denn, die Gewohnheit hat schon dazu geführt, daß Du sofort wieder Gefühle entwickelst, die eigentlich garnicht ,,echt'' sind...
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
- es sei denn, die Gewohnheit hat schon dazu geführt, daß Du sofort wieder Gefühle entwickelst, die eigentlich garnicht ,,echt'' sind...
Das ist durchaus vorgekommen in der Anfangszeit nach der Trennung, ich habe die "Verbindungen" zu den Herren aber entsprechend schnell wieder gelöst und mich stärker auf mich konzentriert.
Es war so, dass ich einfach dachte, ich müsste mich jetzt verlieben, dabei war ich es nicht.

Meine aktuelle Gefühlslage ist tiefgründiger und wesentlich komplizierter, aber ich bleibe dabei gelassen.

Den Richtigen treffe ich irgendwann. Werde ich dann schon merken. :tongue: Und bis dahin bleibe ich einfach Single, auch wenn es manchmal schwer fällt, zumal mein Freundeskreis aus so vielen Pärchen besteht. Da fühlt man sich schon manchmal wie eine etwas jüngere Fassung der Bridget Jones. :grin:
 

Benutzer98976 

Sehr bekannt hier
Ich denke, dass ich glücklich ohne Beziehung leben kann, aber nicht ohne Kinder, intensive Freundschaften, körperliche Nähe und Sex. Es gab immer wieder Zeiten in meinem Leben, in denen ich Single war - teilweise auch 2 Jahre. Und mir gings gut.

Aktuell komme ich aus 2 1/2 Jahren Beziehungen hintereinander...und das ist jetzt wirklich komisch. Gerade am Anfang musste ich mich sehr an das neue Singledasein gewöhnen, jetzt so gaaaanz langsam fühlt es sich wieder natürlicher an und ich erlebe es als Bereicherung. Beziehungen, zumindest mit jemandem, der nicht gut zu einem passt, können unheimlich kraftraubend sein. Findet man niemanden, der gut passt - denke ich schon, dass man sich Beziehungen abgewöhnen kann. Man muss es nur wollen und sich in seinem Leben genug andere Inhalte und Wohlfühlfaktoren geben, mit sich zufrieden sein. Beziehungen, nur um nicht 'allein' zu sein oder weil man glaubt, nichts Besseres zu finden, finde ich viel zu grausam.

Leider sehen viele das Singledasein immernoch als Stigma.
Das habe ich in meinen bisherigen Singlezeiten erfahren: "Hast Du einen Freund?" "Nein." Große Augen: "Aber wieso denn nicht, Du bist doch so ein nettes/hübsches/sympatisches/suchteuchwasaus Mädchen!" in einem Ton, als ob es eine Krankheit wäre. "Weil ich es will." Ungläubiges Staunen, keinerlei Nachfrage mehr.
Ich sehe es aber auch viel bei anderen. Da wird, direkt nach Ende der einen Beziehung, sofort wieder aktiv nach jemand neuem gesucht und richtiggehend geackert, bis man auch endlich wieder mit jemandem zusammen ist. Sowohl Männer als auch Frauen tun das.
Und wer Single ist, gesteht das mit schüchternem, manchmal gar verschämten Blick ein. Manchmal sogar ganz traurig und halb verzweifelt - und das sind junge, intelligente und liebenswerte Menschen, die eigentlich so viel andere Inhalte in ihrem Leben haben müssten. Echt schade.
 
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