Kampf mit mir selbst...

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
in die richtung ging ja auch mein vorschlag - ne frist setzen, bis zu der du ohne schlechtes gewissen und druck "frei hast" von jobsuche. aber nach dieser zeit eben durchstarten. dass du ausgebrannt bist nach all dem arbeiten und lernen gleichzeitig mit kindgroßziehen, kann ich verstehen.

jetzt ist die selbstdisziplin grad mal auf urlaub.

also gönn dir ne zeit, das finde ich in ordnung, spann da richtig aus - aber eben mit fester frist, ab wann es weitergeht mit berufsleben. und auch bewerben zählt zum berufsleben.

jetzt urlaub und gleichzeitib halbherzig bewerben ist nicht optimal, lieber richtig frei und dann aber auch schluss mit freizeit.

vom supermarktjob rate ich dir ab, bewirb dich in deinem job. supermarktkasse wäre NUR zur überbrückung "richtig", finde ich. es ist verlockend, da dann zu bleiben, motto: ich hab ja genug geld jetzt, ich muss mich nicht "kümmern", es ist okay... also aufpassen, dass du da nicht hängenbleibst. einfach der zukunft wegen. zu lange in nebenjobs à la kasse hängenzubleiben, ist auch für deine chancen in einem besserbezahlten beruf nicht gut.
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Ich hab heute meine allererste Prüfung in meinem Leben nicht bestanden, werd jetzt also erstmal nochmal büffeln dürfen. Soviel zum Thema Entspannen und Urlaub. *seufz*

Ja, ich denke, da liegt der Hase im Pfeffer. ich fühl mich total ausgebrannt. Ich hatte ja auch seit Silvester keinen Urlaub mehr. Ich hab das gar nicht so richtig mitbekommen, unter welcher Anspannung ich stand. Aber ich hab dieses Jahr auch Diplomarbeit geschrieben, 100% nebenbei gearbeitet und ich hatte die Diplomklausuren (die hab ich immerhin bestanden). Und dann kam ab September der Urlaub und jetzt fühle ich mich wie ein Luftballon, in den eine Nadel gepiekst wurde. Die Luft ist einfach mit einem Knall entwichen und übrig geblieben ist eine Erschöpfung, die mir echt in den Knochen steckt. Ich hab noch nie in meinem Leben soviel geschlafen wie zurzeit (ich hab jetzt 5 Jahre immer nur höchstens 6 Stunden pro Nacht geschlafen, oft viel weniger - auf einmal schlafe ich 9 Stunden und bin abends um 21 Uhr doch wieder müde...). Ich kann mich nicht einmal mehr aufraffen, ein Buch zu lesen, da müsste man ja denken. Und das ausgerechnet ich, die Leseratte schlechthin! :eek:

Naja, jetzt muss ich erstmal lernen. Also ist wieder nichts mit entspannen und erholen. Ich merke, wie die innere Anspannung auf einmal wieder da ist, die mich so lange vorwärts getrieben hat. Ich will mein Studium abschließen, auch wenn ichs nicht mag. Aber da hat mich der Ehrgeiz jetzt schon irgendwie wieder gepackt. Allerdings fühle ich mich jetzt völlig zerrissen - endlos erschöpft vom Kämpfen und gleichzeitig, als würde mich etwas vorwärtspeitschen, dass ich ja nicht aufgeben darf... Es ist, als würde ich einfach am Rande der Erschöpfung weitertaumeln und weiterkämpfen.

Für den Moment, bis ich die Prüfung bestanden habe, ist das wichtig, dass ich das durchhalte. Sonst schaffe ich sie wieder nicht. Aber ich weiß halt nicht, inwiefern ich das danach dann noch aushalte... Und das nächste: Ich bin arbeitslos ab dem 1.10., das abgeschlossene Studium hab ich aber erst Anfang November oder so. Ich kanns mir dann nach dem Abschließen des Studiums also eigentlich nicht mehr erlauben, noch etwas länger arbeitslos Urlaub zu machen - weil ich ja schon länger arbeitslos bin dann und mich dann wirklich ernsthaft nach Arbeit umgucken sollte.

Nur - wielange hält man so ne Doppelbelastung aus?! :ratlos: Hab mich schon gefragt, ob ich wohl in Mutter-Kind-Kur mit dem Keks gehen dürfte. Aber soweit ich weiß, wird das eh nie genehmigt, schon gar nicht so jungen Müttern wie mir.. *seufz*
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
mit mutter-kind-kuren kenn ich mich nicht aus. aber: nicht so pessimistisch!

erstmal als nächsten schritt die prüfung.

wenn du so kaputt bist und erschöpft, vielleicht solltest du doch auch einmal zum arzt gehen? um sicherzugehen, dass es "nur" vom vielen lernen und arbeiten stammt?

außerdem rate ich dir, weitere gedanken in sachen urlaub oder gleich bewerben zu vertagen. wenn das geht. jetzt erstmal lernen für die prüfung - und dann schau, wie es dir geht und was nötig ist an erholung. dass nach so ner langen harten zeit erschöpfung sich breitmacht, ist klar.

und ein völlig ausgebrannter neu-arbeitsloser wird mit seinen bewerbungen deutlich weniger erfolg haben als einer, der sich von prüfungen und stress einige wochen erholt hat.

nicht gleich zu weit denken! erstmal jetzt die prüfung, alles andere ergibt sich danach.
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Die Zeit seit Januar war echt stressig... Erst Diplomarbeit schreiben. Dann, über die Osterfeiertage (Urlaub hatte ich ja keinen), war mein Opa im KH und es sah aus, als würde er es nicht schaffen. Die Feiertage hat sich die Familie damit abgewechselt, bei ihm zu sein, und es war selbstverständlich, dass ich meine "Schichten" auch übernehme (ich liebe ihn sehr und hätte freiwillig nicht drauf verzichtet, bei ihm zu sein). Nach Ostern hatte ich ne Herzmuskelentzündung. Dann kam die Theoriephase von der Berufsakademie, sprich täglich Vorlesungen. Dann war Pfingsten und ich hätte von der Berufsakademie aus einige Tage frei gehabt vor Pfingsten. Da wurde dann gleich am ersten Tag der Keks an den Mandeln operiert und die freien Tage hab ich dann mit Krankenpflege verbracht und war DANKBAR, als die Vorlesungen weitergingen, weil die noch weniger anstrengend waren als die Pflege des Kekses... :schuechte Dann kamen die Klausuren, 5 in Folge (also fünf aufeinanderfolgende Tage). Dann kam wieder die letzte Arbeitsphase in der Bank in einer zwar total lieben Abteilung, die aber hoffnungslos unterbesetzt war, was eigentlich ein Kampf gegen Windmühlen war und unsere kleine Truppe nur geschafft hat, weil alle mitgekämpft haben (ich weiß gar nicht, wie sie es jetzt schaffen sollen, wo einer (ich) weg ist :frown: ).

Aber da irgendwie IMMER was los war, hatte ich nie Zeit, innezuhalten und nachzudenken, mal zurückzuschauen oder mich zu entspannen.

Sogar im Urlaub am Anfang war es noch so, dass ich zuviel Energie hatte und die unbedingt loswerden musste. Klar, ich stand noch völlig unter der ganzen Anspannung. Ich hätte die Berge rauf und runter rennen können... Am letzten Tag, bevor wir dann zur Hochzeit weitergefahren sind, waren wir dann an einem kleinen Bergsee, ganz idyllisch und ruhig war es da. Wir sind ganz ruhig und entspannt um den See spaziert, der Keks hat bisschen geplanscht und außerdem Steine geworfen, wir haben Enten gefüttert und wir sind mit einem Ruderboot auf dem See rumgerudert. Es war heiß und sonnig und schön. Und da hat es innerlich *knall* gemacht.

Und seitdem hab ich so nen Durchhänger... *seufz* Ich kenn mich so halt gar nicht. Ich bin sonst immer schrecklich energiegeladen und eher ein kleiner Wirbelwind. Fröhlich-vergnügt-hektisch-chaotisch-quirrlig. Und zurzeit ... Nix davon übrig (außer chaotisch vielleicht *lach*).
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
geh zum arzt. lass dich ggf. krankschreiben - das kann auch auswirkungen auf die verlegung der prüfung haben. und dass du zwar nach dem praktischen teil des studiums arbeitslos bist, aber deine prüfungen noch absolvieren muss, muss dem arbeitsamt eben mitgeteilt und deutlich gemacht werden, damit die nicht gleich ankommen und sagen "so, jetzt aber mal flott bewerben"!

auch als arbeitslose haste ansprüche auf urlaub. also nicht verzagen. du bist ausgebrannt, kein wunder!

wie wärs, wenn du dich auch mal an deine krankenkasse wendest - also persönlicher besuch, nicht nur ein anschreiben? in sachen kur? (falls das eh ansteht, dann betrachte diesen vorschlag als gegenstandslos :zwinker:.)

dein "knall"-erlebnis war eigentlich ein kleiner zusammenbruch, auch wenn du nicht äußerlich zusammengebrochen bist. du willst nicht mehr - denn du kannst nicht mehr. damit du von einer dauerhaften erschöpfung verschont bleibst, benötigst du jetzt mehr ruhe, als du vielleicht glaubst.

ich weiß nicht, wie das an so einer berufsakademie ist, gibts da auch prüfungsberatungen und so wie an hochschulen?
nutze das! red mit den leuten, die dich prüfen werden. es geht nicht um mitleid oder sonderbehandlung einer jungen mutter.

sondern darum, dass du nicht mit "gewalt" was schaffen kannst, wenn du ausgebrannt bist.

also: zum arzt, zur BA, situation mitteilen.

und nicht sofort abwimmeln lassen.

in deinem jetzigen zustand kanns gut sein, dass das lernen nur schlecht läuft, weil einfach dafür keine energie mehr da ist. du benötigst erholung, um die prüfungswiederholung zu schaffen.
(verdient haste erholung eh...)
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
Das an der Berufsakademie bringt nix, da brauch ich gar nicht reden. Die sind der Meinung, wir seien "Elite". Diejenigen, die die Berufsakademie überleben (das sind längst nicht alle, die sie angefangen haben!), sind stresserprobt und -gefestigt. Man muss jedem Druck standhalten, wenn es so aussieht, als würde man schlappmachen, wird der Druck sogar eher noch ein bisschen erhöht, damit man gleich mal merkt, dass schlappmachen nicht drin ist. Der Fachleiter von mir ist als einziger verantwortlich, er hat die Berufsakademie in Stuttgart auch aufgezogen und das ist "sein Baby". Er ist extrem belastbar und erwartet das von seinen Studenten in gleichem Maße. Seiner Meinung nach hat ein Tag 24 Stunden und die Nacht dazu. Es hat ihn zB auch nie gestört, uns abends bis 20 Uhr für die Vorlesung dazubehalten, man ist dann frühestens um 21 Uhr daheim und am nächsten Morgen hat man um 8 Uhr wieder Vorlesung und er erwartet, dass man zwischen der Abend- und der Morgenvorlesung auch noch alles, was man behandelt hat, wiederholt hat und morgens um 8 Uhr außerdem schon die gesamte FAZ-Tageszeitung den Wirtschafts- und den Finanzteil gelesen hat!!! Ihm jetzt also sagen, dass ich es eventuell nicht schaffe, in 4-6 Wochen den Stoff für die mündliche Prüfung zu lernen, ist für ihn bestenfalls ein Lacher... :geknickt: Dann bin ich in seinen Augen das Diplom - SEIN Aushängeschild - eh nicht wert. Denn wenn ich ein Diplom mit seiner Unterschrift will, muss ich seinen Belastungen ja auch standhalten...

Bisher fiel mir das recht leicht. Ich hab selektiv gelernt und auch genauso Zeitung gelesen (auf dem Weg zur Berufsakademie jeden Morgen die Überschriften und den ersten Absatz gelesen, dafür hat die Zeit immer gerade gereicht und grob ist man dann auch informiert...). Auf dem Heimweg in der Bahn hab ich die Skripte nochmal überflogen oder mich im Geist erinnert, damit es im Gedächtnis für den nächsten Tag oder die nächste Woche bleibt. Denn daheim wartete ja der Keks und der Haushalt, da war nicht mehr viel mit Lernen...

Das Problem ist: Auf diese Art konnte ich mich sehr gut durchschlagen. Auf die Prüfungen brauchte ich oft nicht mehr viel lernen, weil ich aus den laufenden Semestern eigentlich das meiste eh noch wusste. Aber jetzt, in der mündlichen, greift das auf alle 6 Semester zurück. Und vieles ist jetzt einfach nicht mehr in meinem Kopf, das muss ich jetzt alles neu lernen...

Wie es mit Krankenversicherung aussieht, muss ich eh erstmal morgen abklären. Denn die haben mir jetzt auch noch geschrieben, dass die Versicherung endet, wenn ich keine Arbeit mehr habe... Mal sehen, ob ich die Versicherung wechseln muss. Aber die neuen werden ja kaum gleich zu Beginn ne Kur zahlen... :ratlos:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
du bist gesetzlich versichert, nehm ich an. du wirst doch dann arbeitslos gemeldet sein. teil das mit. dass deine versicherung zum BISHERIGEN tarif endet mit dem ende deines studiums, ist normal. aber das heißt nicht, dass du ganz die versicherung wechseln musst. lass dir mitteilen, wie künftig dein krankenkassenbeitrag berechnet wird, solange du arbeitslos (bzw. arbeitssuchend) gemeldet bist.

zum berufsakademie-"elite"-dings sag ich mal nix weiter. klar willste jetzt noch die diplomprüfung selbst bestehen, das ist logisch. und auflehnen gegen dieses überhöhten erwartungen bringt nichts. aber: gegen ne KRANKSCHREIBUNG deines arztes kann der trotzdem nix sagen, krank ist krank. da muss die prüfung ggf. verschoben werden. was sagt die prüfungsordnung zum thema krankheit etcetera?
 

Benutzer11686 

Sehr bekannt hier
was sagt die prüfungsordnung zum thema krankheit etcetera?

Die Bearbeitungszeit für die Diplomarbeit verlängert sich um die Zeit der Krankschreibung. Okay, trifft für mich ja nihct zu, Diplomarbeit ist ja schon weg... Und bei den mündlichen Prüfungen verschiebt eine Krankmeldung die Prüfung nur dann, wenn die Krankmeldung für den Zeitpunkt der Prüfung gilt. Für den Lernzeitraum steht nichts drin.

Und mit der Krankenkasse hab ich echt keine Ahnung... Die Beitragssätze sind ja unterschiedlich hoch, ich bin bei einer KK, wo sie ein bisserl höher sind. Zahlt das Arbeitsamt das auch oder verlangen die, dass ich zu einer billigeren Kasse wechsele? Naja, ich ruf nachher da an, dann können die mir das hoffentlich sagen, was ich der KK mitteilen soll oder ob ich wirklich wechseln muss...
 
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