Künftig Studium auch ohne Abi: sinkt das Niveau?

Künftig Studium auch ohne Abi: sinkt das Niveau?

  • Das Niveau wird sich nicht ändern. Wer doof ist, fliegt ja eh raus.:D

    Stimmen: 8 42,1%
  • Das Niveau könnte tatsächlich sinken, aber find das gut so. Bachelor ist doch viel zu hart.

    Stimmen: 1 5,3%
  • Ja, ich fürchte schon, dass das Niveau an Unis sinken wird wg Leute ohne Abi :kopfschue

    Stimmen: 10 52,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    19
Status
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Benutzer10855 

Team-Alumni
[Polemik]
Das Niveau sinkt, das hat aber andere Gründe.

Jetzt, wo man fürs Studium bezahlen darf, möchte man halt mehr zahlungswillige Kunden. Ist doch klar! :zwinker:
[/Polemik]
 

Benutzer88633 

Benutzer gesperrt
Ob mit oder ohne Abi...bei uns ist das Niveau in den letzten 3 Semestern sehr stark gesunken. Was da so bei uns als Ersti antanzt mag man manchmal gar nicht glauben.
 

Benutzer56624  (32)

Benutzer gesperrt
Aber viele Studenten sind doch im Bachelorstudiengang maßlos überfordert und voll gestresst, auch samstags Uni, die ganzen Credit points sammeln :cry: Da soll das Niveau gesunken sein? Wirlich?
 
L

Benutzer

Gast
Als ich mein Studium 2004 begonnen habe und die ersten Prüfungen hatte, fand ich das Niveau auch nicht sonderlich hoch. Ein bisschen auswendig lernen und man hatte bestanden. Hausarbeiten sind teilweise eine andere Klasse, wobei die ja auch nicht alle super anspruchsvoll sind.

Einem Studium ohne Abi sehe ich gelassen entgegen. Es gibt so viele Menschen, die das Zeug dazu haben.
 

Benutzer631 

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube nicht, dass das allgemeine Niveau der Studierenden durch die neu zugelassenen Meister, Techniker und Fachwirte sinkt. Das kriegen jene mit Fachhochschulreife/Abitur schon ganz gut alleine hin.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Schon heute stellen die Professoren zumindest an meiner Uni und in meinem Fachbereich Anforderungen an die Studenten, die das Abi-Niveau des entsprechenden Bundeslanden (und damit auch das fast aller anderen Bundesländer) stark übersteigen.
Von daher werden sich die Profs auch nicht um neue Studenten ohne Abi kümmern und ihr Zeug genau so weiter machen, wie sie es für richtig halten.
Wer es nicht schafft, sich das geforderte Wissen und Können selbst anzueignen, bricht das Studium sowieso nach maximal 2 Semestern ab.

Durch das neue Bachelor-Master-System wird das Niveau aber stark sinken, da auf einmal die notwendigen Grundlagen deutlich dichter gepackt werden müssen. - Zum Glück studiere ich noch auf Diplom :zwinker:
 

Benutzer65590 

Beiträge füllen Bücher
Einerseits: ich glaube nicht, dass Leute, die sich bis zum Meister, Fachwirt etc hochgearbeitet haben, nötigerweise dümmer sind als der 08/15-Abiturient. Vermutlich ist oft genug das Gegenteil der Fall.

Aber: eigentlich soll ja das Abitur die nötigen Skills vermitteln, die man für eine erfolgreiche universitäre Laufbahn benötigt. Dh eine gewisse Allgemeinbildung, Vorbildung in den wichtigeren akademischen Fächern, Sprachbildung, Erlernen von selbstständigem Arbeiten, Textarbeit, wissenschaftlichem Arbeiten (Stichwort Facharbeit in der 12ten Klasse...).
Wenn man jetzt sagt: ach, komm, muss nicht sein - dann entwertet man weniger das Studium, als vielmehr das Abitur. Die 3 Jahre Oberstufe werden damit zu einem optionalen Bildungsurlaub ohne Sinn.

Tatsächlich ist es natürlich bereits jetzt so, dass die gymnasiale Endbildung nicht anderes ist als Realschulbildung mit Latein. Universitäre Ansprüche werden hier keinesfalls befriedigt, weder im Lerninhalt (dh man lernt in keinem Fach etwas, was man nicht auch in einem sechswöchigen Uni-Vorbereitungskurs lernen könnte) noch in der Lernform (man lernt natürlich eben gerade nicht, wie man selbstständig und eigenverantwortlich wissenschaftlich arbeitet, sondern man lernt, wie man die Unterschrift auf dem Entschuldigungsformular für den Sportunterricht fälschen kann). Von da her ist es nicht der Untergang des Abendlandes, Leute für die Uni zuzulassen, die dafür eigentlich nicht qualifiziert sind - es beschleunigt ihn nur, denn 75% der heutigen Abiturienten sind ohne große eigene Schuld auch nicht besser geeignet.

Was sich die Politik wünscht, ist offenbar keine akademische EInrichtung Universität, sondern so eine Art Fabrik, die Facharbeiter und Industriepersonal produziert. Das dabei natürlich die eigentlich wichtige Elitenbildung auf der Strecke bleibt - was nützt es, wenn ich den "Akademikeroutput" um soundsoviel Prozent erhöhe, wenn immer noch nur 0,5 Prozent des Jahrganges internationale Spitzenkräfte werden - interessiert mal wieder keinen.

Was man machen müsste: vom Kindergarten an das Schulsystem reformieren, Begabte besser fördern, Unbegabte in der Schule entweder verbessern oder sinnvoll aussortieren (klingt hart, ist aber so; damit meine ich nicht das heutige "Ihr Kind muss auf die Hauptschule -> mit 10 Jahren ins gesellschaftliche Elend"-System, sondern ein sinnvolles Trennverfahren etwa ab der siebten Klasse, nach dem Leute, die einfach weniger intelligent sind, auf ihren Kapazitäten angemessene Karrieren vorbereitet werden) und das universitäre Niveau knallhart anheben. Also: in der Schule mehr gutes Material produzieren und das dann in der Uni härter fordern - aber auch fördern.
Bachelor ist übrigens ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Die Leute lernen nicht mehr, sondern bestenfalls genauso viel wie wir alten Magister, aber sie haben mehr Stress und Aufwand bei der Organisation. Sensationelle Leistung.
 

Benutzer53463 

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Ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll. War für einige Semester an einer FH Maschinenbau studieren. Folglich gab es da schon relativ viele die ihr Abi über FOS/BOS/Kolleg gemacht haben. Ich fand alleine schon die Unterschiede relativ stark. Mag zwar daran liegen, dass es eben ein eher mathematisch/technisch ausgerichteter Studiengang war, aber es hilft ja kaum etwas wenn man dann als Gymnasiast in manchen Fächern im ersten Semester nur Sachen wiederholt die eigentlich Oberstufenstoff waren. Ich war damals schon sehr enttäuscht über das Niveau.

Zudem finde ich es schwer es zu schaffe, dass Leute mit Abi und ohne mit und ohne beruflicher Praxis ohne größeren Zeitverlust für alle auf das selbe Niveau kommen. Der Abiturient braucht eben bei der Praxis etwas länger, für den der aus dem Beruf kommt ist das noch Kinderkram. Andersrum sieht es dann bei Mathe/Physik und allem was darauf basiert aus. Meines Erachtens wäre es sinnvoller diese Gruppen getrennt zu unterrichten. Dabei muss dann nicht mit dem Bereich der sowieso schon besser beherrscht wird soviel Zeit verschwendet werden.

Bei solch einer neuen Regelung die es vor allem möglich machen würden den Leuten eine allgemeine Hochschulreife zu vermitteln sehe ich das wirklich sehr skeptisch. Wenn es schon für Fachoberschüler etc. schwer ist das Fachhochschulniveau in manchen Fächern zu erreichen, wie soll dass dann erst komplett ohne Abi/Fachabi klappen?
 

Benutzer70315  (32)

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ich sehe da kein problem. habe es an meiner uni gemerkt, hier wurde fast alles zugelassen was nicht bei drei auf dem baum war. dafür wurde dann kräftig gesiebt und das was da am ende übrig bleibt, kann sich meiner ansicht zurecht student schimpfen. acuh wenn der rasante rückgang einen etwas nachdenklich macht.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Abi macht doch heute eh jede Dummnase. Und die Unis haben sie mit dem Bachelor eh ruiniert.
 

Benutzer20202 

Verbringt hier viel Zeit
Aber: eigentlich soll ja das Abitur die nötigen Skills vermitteln, die man für eine erfolgreiche universitäre Laufbahn benötigt. Dh eine gewisse Allgemeinbildung, Vorbildung in den wichtigeren akademischen Fächern, Sprachbildung, Erlernen von selbstständigem Arbeiten, Textarbeit, wissenschaftlichem Arbeiten (Stichwort Facharbeit in der 12ten Klasse...).
Wenn man jetzt sagt: ach, komm, muss nicht sein - dann entwertet man weniger das Studium, als vielmehr das Abitur. Die 3 Jahre Oberstufe werden damit zu einem optionalen Bildungsurlaub ohne Sinn.
Genau. Wenn man der Meinung ist, dass das Abitur als Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife nicht mehr nötig ist, sollte man eine Diskussion darüber führen, was eigentlich der Sinn der gymnasialen Oberstufe ist.

Was das Niveau an den Unis angeht: Zumindest in meinem Studiengang würde ich sagen, wer die Höhere Mathematik-Prüfungen nach den ersten Semestern übersteht, der ist nicht so ganz fehl am Platz, egal was er vor dem Studium gemacht hat.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Grndsätzlich bin ich eh für eine Entwertung des Abiturs und Aufnahmetests an den Unis, würde vielleicht auch mal die Abbrecherquoten ein bißchen reduzieren.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Grndsätzlich bin ich eh für eine Entwertung des Abiturs und Aufnahmetests an den Unis, würde vielleicht auch mal die Abbrecherquoten ein bißchen reduzieren.
So sehe ich das auch.
Wer die "allgemeine Hochschulreife" in Form des Abiturs hat, ist im Allgemeinen noch lange nicht reif für die Hochschule.
 

Benutzer37399 

Benutzer gesperrt
Warum wird das Abitur so schlecht geredet? Irgendeinen Sinn muss es ja haben oder? Bildungsurlaub oder längere "Reifezeit" für die Schüler wird es nicht sein, auch wenn letzteres sicherlich nicht schlecht ist.

Man sollte das Abitur nicht überbewerten und lieber zusätzliche Aufnahmetests anbieten, da die Arbeits-/Lernweise bei Schule und Studium schon ziemlich auseinander gehen. Genauso sollte man für Leute ohne Abitur, aber mit spezifischer fachlicher Vorbildung andere, individuellere Tests durchführen.

Wenn ich mir mein Semester so anschaue, muss ich feststellen, dass der "Vorteil" durch eine Ausbildung mit Fachabitur o.ä. nach spätestens zwei Semestern eh dahin ist. Pures Fachwissen in Form von Praxis reicht nicht aus, um die große Stoffmenge zu verpacken und sich somit selbstständig und gekonnt auf die Klausuren/den Abschluss vorzubereiten. Ausnahmen bestätigen zum Glück die Regel und eine Garantie für ein erfolgreiches Studium gibt es nicht.
 
T

Benutzer

Gast
(...)Tatsächlich ist es natürlich bereits jetzt so, dass die gymnasiale Endbildung nicht anderes ist als Realschulbildung mit Latein(...)

Ich glaube, wenn man heutzutage einen dt. Pass besitzt und einen Deutschklingenden Namen hat, landet man automatisch auf dem Gymnasium. :tongue:
 
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