Könntet ihr euch eine sog. LAT-Beziehung vorstellen (Living Apart Together)?

Benutzer163532  (37)

Sehr bekannt hier
Also theoretisch kann ich es mir wohl irgendwie schon vorstellen, bei mir ist dieses "mein eigenes Reich" in meiner Wohnung schon ziemlich ausgeprägt.
Andererseits würde ich es als schlechtes Zeichen werten, wenn ich mir nicht vorstellen könnte, mit meinem Partner zusammen zu ziehen, nicht mal längerfristig. Für mich persönlich, was mich betrifft, gehört das zu einer festen Partnerschaft dazu. Nicht unbedingt das Zusammenwohnen an sich, sondern zusammen wohnen zu wollen.

Ich wohne aber auch einfach wirklich gerne mit meiner Familie. Bisschen mehr Rückzugsmöglichkeiten wären schön.
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Jeder lebt für sich und trifft sich ab und zu mit dem Partner für gemeinsame Aktivitäten.
Da kann ich Dir ja nun aus reichlicher Erfahrung sagen, dass das nicht so ist.
Gemeinsame Lebensplanung besteht doch aus mehr als gemeinsamer Wohnung.
Meine LAT- und Fernbeziehungen waren jedenfalls verbindlich, emotional stark und zukunftsorientiert und natürlich weitaus mehr als nur mal gemeinsame Aktivitäten.
Sonst wäre ja auch jedes Paar, das noch nicht zusammenlebt nicht mehr, wobei die in der Regel kürzer zusammen sind als meine Beziehungen anhielten.
 

Benutzer71335  (54)

Planet-Liebe ist Startseite
Meine Affäre und seine Frau leben so.
Die sind bestimmt über 20 Jahre zusammen 8 Jahre verheiratet und haben nie zusammengelebt.
Sie braucht ihre Ruhe und Abstand zu ihm.
Er würde gern auch zusammen wohnen mit ihr.
Aber mach so vielen Jahren würde das nicht mehr klappen.
Das gäbe Mord und Totschlag.:grin:

Urlaub oder ein Wochenende ist ok, danach brauchen die aber auch Ruhe voneinander.


Für mich wäre das nix, aber als Affäre ist die Konstellation natürlich super praktisch.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Für mich wäre so eine LAT-Beziehung nun wirklich nichts.

Aber ich bin wohl auch das genaue Gegenteil von dir, VRod95 VRod95 :
Ich bin in dem Sinne extrovertiert, dass mir Sozialkontakte ganz viel Energie geben (insbesondere, wenn es sich um eine überschaubare Zahl von Personen und eine eher ruhige und entspannte umgebung handelt. Große Partys mit lauter Musik und viel zu vielen Menschen gleichzeitig bedeuten für mich schon wieder Stress und Reizüberflutung.), während ich es anstrengend und belastend finde, zu lange und zu oft alleine zu sein. Aber gleichzeitig bin ich bei vielen zwischenmenschlichen Dingen ziemlich unfähig und unbehlfen, weshalb es mir sehr schwer fällt, Kontakte zu knüpfen und zu intensivieren.

Von daher bin ich mir ziemlich sicher, dass es für mich eine große Bereicherung wäre, mit meiner Partnerin (wenn ich denn mal eine finden sollte) zusammenzuleben, mir den Alltag mit ihr zu teilen, usw.
 

Benutzer174233  (33)

Öfter im Forum
Ich denke man darf hier jetzt auch nicht den Fehler machen und Fernbeziehungen mit LAT-Beziehungen vergleichen. Ich glaube die wenigsten führen eine Fernbeziehung aus dem Grund, dass man ja schön weit voneinander getrennt lebt und streben auch eher danach den kleinen Zusatz "Fern" früher oder später zu eliminieren.
 

Benutzer71335  (54)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich denke man darf hier jetzt auch nicht den Fehler machen und Fernbeziehungen mit LAT-Beziehungen vergleichen. Ich glaube die wenigsten führen eine Fernbeziehung aus dem Grund, dass man ja schön weit voneinander getrennt lebt und streben auch eher danach den kleinen Zusatz "Fern" früher oder später zu eliminieren.
Das wollte ich auch gerade fragen.
Wo da der Unterschied liegt.

Hast du aber ziemlich gut beschrieben.
Eine freiwillige und eine unfreiwillige Ferne.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
das ist in meinem Fall nicht (mehr) dadurch charakterisiert, dass ich kontaktscheu oder gar schüchtern wäre, sondern dadurch, dass ich ein "eigenwilliges" Nähe-Distanz-Bedürfnis (24/7 unter Menschen zu sein, egal wie gerne ich die auch habe, strengt mich an und ermattet mich) habe und am besten Kraft tanken und entspannen kann, wenn ich wirklich ganz alleine bin. Und mit ganz alleine meine ich nicht alleine in einem Zimmer, sondern dass ich meine Haustür hinter mir verschließe und ALLE anderen Menschen auf der anderen Seite dieser Tür bleiben, so dass ich auch beim Gang ins Badezimmer oder die Küche niemanden treffe.
Ich mag es wirklich gerne unter Menschen zu sein und mit Menschen die mir wichtig sind und die ich mag Zeit zu verbringen, aber für mich ist das - um mich einer treffenden Analogie zu bedienen - in etwa so wie Sport: ich mache es unheimlich gerne; ich brauche es auch regelmäßig, sonst würde mir in meinem Leben etwas fehlen, aber ich brauche meine Regenerationspausen davon, ich kann es nicht pausenlos ausüben, ansonsten verschleiße ich seelisch.
Würde ich ziemlich genau so auch für mich schreiben können, nur würde ich mich deswegen nicht als introvertiert bezeichnen.

Könntet ihr euch so eine Beziehung vorstellen?
Ich brauche diese dämlichen pseudo-wissenschaftlichen Bezeichnungen für jeden Beziehungs- (oder Sex-)Typ nicht, aber so habe ich schon Beziehungen gelebt und nach einer Beziehung, in der ich mit der Frau zusammen gewohnt habe, weiß ich, dass ich dies nie wieder machen werde, meine Wohnung wird künftig immer meine bleiben.
Mein Alleinzeit-Bedürfnis wird nach meiner Erfahrung nur von den allerwenigsten Frauen verstanden, akzeptiert oder gar selber gewünscht. Und ich werde die letzten paar Jahre nicht mit endlosen Diskussionen mit dem Tenor "Du liebst mich nicht (genug)" verschwenden.


In meinen Augen wird man nicht die gleiche Nähe und Vertrautheit erreichen, wenn man nicht zusammen wohnt.
Schlicht und einfach: nö! Das hat die Qualität von "Wer eine offene Beziehung will, liebt gar nicht richtig" oder "Polyamor gibt es nicht, das ist nur für Leute, die sich nicht richtig auf einen Partner einlassen wollen" oder ähnliches, vorurteilshaftes Denken.
Es gibt so viele Menschen, die seit Jahren in einer Wohnung hocken und trotzdem völlig aneinander vorbei leben oder sich im Alltag verloren haben. Oder eben jegliche Liebe über den Kampf um die Zahnpastatube und die Bügelwäsche vergessen.
Paare, die nicht zusammen leben, haben i.a.R. deutlich mehr Paarzeit/Qualitätszeit miteinander, was m.E. viel leichter zu echter Nähe und Vertrautheit führen kann (kann! - letzlich kommt es immer auf die Menschen an, was sie daraus machen)
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer68775  (37)

Planet-Liebe Berühmtheit
und streben auch eher danach den kleinen Zusatz "Fern" früher oder später zu eliminieren.
Off-Topic:
:grin: ich gehörte da nicht dazu, ich hatte nie einen Eliminierungsplan - er halt schon *seufz
Für mich war die Fernbeziehung toll und eigentlich das, was ich wollte - jeder hatte ein eigenes Leben OHNE den andern, indem man nicht ständig als Teil eines Paars gesehen wurde, und man hatte eine Art Urlaubsgemeinsamkeit, wenn man wochenweise zusammen war. Und gerade dieses Zusammengehören war für mich viel viel deutlicher und qualitativer, weil es nicht immer verfügbar war.
 

Benutzer148761  (33)

Meistens hier zu finden
Wäre eher nichts für mich, aber eine Freundin lebt so. Bei ihr war es sogar so, dass sie erst zusammen gelebt haben und dann auseinander gezogen sind.
 

Benutzer152743 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin das genaue Gegenteil, ich hasse es, lange alleine zu sein und habe es immer vermieden, alleine zu wohnen. Ich wäre, wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten, schon viel früher zusammengezogen. Dass abends oder nach der Übernachtung jeder wieder zu sich fahren musste, empfand ich eher als nervig. Dann das ganze hin- und herschleppen von Sachen, oder man muss alles doppelt kaufen.
Von daher kann ich es mir für mich absolut nicht vorstellen und ich würde keine Beziehung mit jemandem eingehen, der das in Erwägung zieht.
 

Benutzer186405  (50)

Sorgt für Gesprächsstoff
-Könntet ihr euch so eine Beziehung vorstellen?
Die einzige Beziehungsform überhaupt, die ich mir vorstellen könnte oder kann zu führen. Ich tue mir ja in meiner jetzigen Beziehungsform schon schwer diese zu definieren (mein Druck ist da allerdings auch kleiner als der von ausserhalb), wenn dann würde ich sie aber eher noch eine Stufe unverbindlicher definieren und das ist gerade so wie ich es ertrage.

Vielleicht wird es mal anders sein, wenn ich komplett alleine lebe, von der Familiensituation her, vorstellen kann ich mir es dennoch nur so (man weiß aber nie was kommt).

Wir hätten gerne eine geringere Entfernung, damit einen geringeren Aufwand und mehr Spontanität, aber zusammenziehen? Never ever ... (auch wenn es sexuell praktischer wäre).

Abgesehen von allem anderen, der sozialen Distanz, den unterschiedlichen Geschmäckern, dem Eigenbrödlertum usw. hat mir das Leben schon gezeigt, dass es gut ist einen Ort zum flüchten zu haben. Einen, an dem ICH den Mietvertrag unterzeichnet habe und nur ich.
 

Benutzer171033 

Öfter im Forum
Beziehungsmodell, indem man bewusst vereinbart niemals zusammenziehen zu wollen
*Grübel*... In keinem meiner Beziehungsmodelle oder Lebensentschlüsse habe ich bisher die unerschütterlichen Adverbien "niemals" oder "ewig" gebraucht. Auch LAT kann doch ein Beschluss auf Zeit sein, wenn sich Lebensumstände ändern?!

keine gemeinsame Lebensplanung im Sinn hat.
Wo steht denn das? Hab ich wohl überlesen... Ich habe sogar eine gemeinsame Lebensplanung mit meiner besten Freundin, die immerhin 300km von mir entfernt wohnt. :confused:
Man ist dann ja durchaus trotzdem verbindlich. Und zugewandt. Und interessiert. Und voller Sehnsucht. Und heiß aufeinander.

Zurück zum Thema: LAT wäre sogar meine bevorzugte Beziehungs-Daseinsform, und ist es immer gewesen. Genauso hat es sich aber auch immer ergeben, dass meine Partner*innen und ich trotzdem ständig aufeinander gehockt haben. Mit dem Herzensmann bin ich für meinen Geschmack zu zeitig, für unsere Beziehung genau richtig zusammengezogen. Und jetzt mit Kindern kann ich es mir anders nicht vorstellen als zusammen zu leben. Aber wer weiß, was wird, wenn die mal groß sind.
Das Gute ist, dass er und ich beide ein miteinander sehr stimmiges Nähe - und Distanzbedürfnis haben. Somit ergibt sich auch so für jeden viel Freiraum.
 

Benutzer174969  (29)

Verbringt hier viel Zeit
Könntet ihr euch so eine Beziehung vorstellen?
Wir sind erst nach 5 Jahren eine gemeinsame Wohnung gezogen. Davon waren 2 Jahre eine Fernbeziehung und 3 Jahre hatte ich in einer Zweck-WG gelebt und er bei seinen Eltern. Allerdings hatten wir keine wirklich LAT-Beziehung zu der Zeit. Zwar haben wir nie offiziell zusammen gewohnt in den 3 Jahren, in dem ich schon in seiner Nähe wohnte, aber wir waren 5 - 6 Tage die Woche zusammen entweder bei mir oder bei ihm. 🤔

Ich kann's mir daher nicht wirklich vorstellen, auch wenn ich das Konzept verstehe.
Wäre es für euch ein Grund Schluss zu machen, wenn der Partner eine LAT-Beziehung vorschlägt, sehr zögerlich ist, was das Zusammenziehen angeht oder sich sogar partout weigert seine eigene Wohnsituation aufzugeben?
Nein. Wenn es nie eine Zukunft auf zusammen wohnen gegeben hätte, hätte ich schlichtweg schnell das Interesse verloren. Dann wäre maximal Freundschaft drinnen gewesen.

Sämtliche Bedürfnisse des Zusammenseins lassen sich heutzutage ebenso ohne eine Beziehung erfüllen.
Nein. Für mich nicht. Nicht mal die Hälfte was mir meine Beziehung gibt, könnte mir irgendwer auf dieser Welt geben. Eine Beziehung ist für mich etwas sehr, sehr besonderes und die Stelle ich tatsächlich vor fast allem anderen.

Zumal ich vermutlich nicht mal außerhalb einer Beziehung Sex haben könnte - einfach weil das nicht mein Wesen ist. Mir ist klar, für andere gilt was anderes, aber für mich ganz persönlich könnte ich ohne Beziehung auf Dauer nicht glücklich werden.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ja, ich kann mir das vorstellen. Aber nicht, wenn man eine gemeinsame Familie hat oder haben will.
Aber eben weil ich schon Kinder habe, würde ich in eine hypothetische nächste Beziehung nicht sofort so intensiveren wollen, weil ich die Kinder da nicht (sofort) mit reinziehen wollen würde.
 

Benutzer184451 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ja könnte ich mir vorstellen. Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch, der seinen Partner nicht jeden Tag sehen muss. Ich bin auch nach wie vor überzeugt davon, dass eine gewisse Spannung in der Beziehung besser aufrecht erhalten werden kann, wenn man (erstmal) nicht zusammenwohnt. Und ich glaube auch, dass es auch den besten Beziehungen gut tun kann, wenn man getrennte Räumlichkeiten hat. Das Aufeinander freuen finde ich wirklich schön und ist einfach beim Zusammenleben in der Form nicht mehr gegeben bzw kommt nur noch vereinzelt vor. Es gibt also eine Menge Vorteile beim getrennt leben.

Für mich war Zusammenziehen lange Zeit ein befremdliches Wort. Es passierte ständig um mich herum, aber ich selbst konnte es mir so überhaupt nicht vorstellen, ich bekam fast schon Angst bei dem Gedanken.

Dennoch ziehe ich in 2 Wochen mit meinem Freund zusammen. Für mich beginnt damit ein völlig neuer Lebensabschnitt. Ich muss sagen, ich freue mich, bin aber auch etwas nervös. Für mich ist es jetzt doch die richtige Entscheidung gewesen. So lerne ich beide Seiten der Medaille kennen. Wer weiß, wenn es nicht funktioniert lande ich vielleicht auch mal in einer LAT-Beziehung.
 

Benutzer184451 

Sorgt für Gesprächsstoff
und sein leerer Kühlschrank sind trotzdem immer wieder Thema zwischen uns
:jaa::jaa: Da könnte ich ausflippen. Wenn das in unserer gemeinsamen Wohnung genauso wird (und ich weigere mich dauerhaft für ihn einzukaufen) sind wir schneller wieder ein LAT-Paar, als er gucken kann :zwinker:
 

Benutzer94422 

Meistens hier zu finden
Sehr interessantes Thema. Ich wusste noch nicht einmal, dass so ein TAG existiert.

Ja, es entpricht meinem Rückzugsempfinden. Wenn ich das mit meinen Eltern vergleiche... wobei das passt nicht. Sie haben einen großen Hof. Mein Vater kann sich - wenn nötig - ins hinterste Feld verkrümeln. Meine Mutter in der üppigen Speisekammer. Aber machen sie nicht, sind anders gestrickt.

Ich werde unruhig, wenn jemand hinter mir an meinem Schreibtisch steht. Vielleicht habe ich da auch diverse Traumata von ehemaligen Chefs. Bessergesagt nicht vielleicht, sondern sehr wahrscheinlich. Am schlimmsten erinnere ich mich da an eine Gegebenheit in 2015, als ich als freier Mitarbeiter gerade mal nicht für "den Chef" arbeitete, sondern für mich und er schrie mich von hinten an: "Na, finanziere ich Ihre anderen Kunden?".

Sind ja alles nur Momentaufnahmen, aber sie prägen das Gesamtbild. Und daher bin ich aggressiv, wenn meine Lebensgefährtin hinter mir auch nur den Papiermüll entsorgen möchte. Meinen Arbeitsbereich habe ich so eingerichtet, dass niemand hinter mir ungefragt erscheinen kann.

Leider ist meine Wohnung relativ klein und Grenzen verschwimmen dadurch. Deshalb planen wir einen Neubau mit Büro für mich. Jeder soll seinen individuellen Rückzugsort erhalten.
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein, ich persönlich würde so nicht wohnen wollen.
Es entspricht nicht dem, was ich von einer Beziehung erwarte - dazu gehört eben, nicht nur "Quality Time" miteinander zu verbringen, sondern den Alltag. Nur, wenn das ganz natürlich und ohne Stress funktioniert, kann ich mir eine dauerhafte Beziehung vorstellen.
Einen Rückzugsort brauche ich völlig unabhängig von dem Beziehungskonzept. In unserem Haus bekommt jeder von uns zusätzlich zum Schlafzimmer ein eigenes Zimmer/Büro für sich, um genau das zu ermöglichen.
Mit Kind(ern) wäre ich erst recht nicht bereit, getrennt zu wohnen, zumindest nicht bei gemeinsamen. Sollte ich (ganz hypothetisch) irgendwann eine neue Beziehung haben, wäre ich da durchaus fürs Kind langsamer mit dem Zusammenziehen.
Für mich braucht eine Beziehung aber auf kurz oder lang diese Selbstverständlichkeit des gemeinsamen Alltags.
 

Benutzer174241  (40)

Öfter im Forum
Ich lebe diese Form von Beziehung mittlerweile und könnte mir nichts anderes mehr vorstellen. Ich habe meine Wohnung, mein Reich, mein Schloss wo mir niemand reinreden kann.

Außerdem brauche ich viel Zeit alleine, damit ich Energie tanken kann für die soziale Zeit. Meine Frau tickt da ähnlich.

Bisher sind meine Beziehungen immer zerbrochen weil mir irgendwann die Nähe zu viel wurde, und auch bei der jetzigen Beziehung stand es schon Spitz auf Kopf. Jetzt funktioniert es aber!
 

Benutzer172623 

Öfter im Forum
Ich kenne fast nur Paare, die zusammen leben, die aber die Vorzüge meiner (meist) Männer - und Kinderfreien Wohnung sehr schätzen 😅 werde nicht selten darum beneidet, mittlerweile alleine zu leben und ich kann mir nur noch ganz schwer vorstellen, mich auf eine andere Lebensform einzulassen.
Ich liebe es, meine Wohnung exakt nach meinen Bedürfnissen einzurichten und nur nach meinem Geschmack zu gestalten.
Es wird das eingekauft und gekocht, was mir schmeckt und ich ärgere mich nicht mehr über herumfliegende Klamotten und den König der Fernbedienung.
Mit einem Familienleben ist das natürlich kaum zu vereinbaren und hätte ich damals auch nicht gewollt, wenngleich ich mir manchmal vorgestellt habe, wie entspannt das Alleine leben wohl wäre.
Mein jetziger Freund lebt seit 30 Jahren mit seiner Frau unter einem Dach und das darf gerne noch länger so bleiben. Wenn wir uns 2-3 Tage in der Woche sehen, haben wir Zeit für uns und ansonsten passt es mir sehr in den Kram, dass sie ihn bekocht und seine Socken wäscht, also mittlerweile auf WG Ebene (ist für sie kein Problem, es ist alles kommuniziert)
Er würde schon gerne zusammenziehen in der Zukunft, sieht aber auch ein, dass das für mich eine Überwindung wäre und mich unnötig stressen würde.
So bleibt erstmal alles wie es ist, kategorisch ausschließen für die Zukunft würde ich nichts.
Vielleicht ändert sich mein Bedürfnis nach Rückzug ja im höherenAlter nochmal.
 
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