Könnt ihr Hochdeutsch sprechen?

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Und was ist bitteschön das? Einen "Japp auf etwas haben"? :zwinker:
Entschuldige, Deine Nachfrage hatte ich übersehen.

Wie mittlerweile schon erwähnt wurde: groooßen Appetit auf was haben. Japp auf Schokolade wär zum Beispiel sehr typisch :engel:.

Andere sagen dazu "einen Jieper auf etwas haben". Schokojieper :zwinker:.

Japp auf Sex - nö, das passt wirklich nicht. "Japp" hat zwar was mit "Einverleiben" und "Vernaschen" zu tun :tongue:, aber eben ganz buchstäblich bezogen auf Essen und Trinken. Auch Japp auf Lesen würde ich nicht sagen.
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Können würde ich es schon, auch wenn sich immer ein gewisser Akzent heraushören lässt (z. B. ein rollendes Rrrrr) und spezielle Wörter verwendet werden, die halt bei uns üblich sind...(stamme aus Oberbayern)...die Frage ist eher, will ich überhaupt reines Hochdeutsch sprechen, wenn ich keine Veranlassung oder Gründe darin sehe?

Dialekte sind vom Aussterben bedroht und werden oftmals spöttisch belächelt, was ich persönlich sehr schade finde. Deshalb lautet bei mir auch meistens die Devise: "Leckts mi alle am oarsch...i red wia ma da schnobe gwachsen is." ;-)
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Ich habe prinzipiell nichts gegen Dialekte und Mundarten und höre zum Beispiel Niederdeutsch sehr gern. Sächsisch mag ich - im Gegensatz zum Schwäbischen - auch gern, generell mag ich norddeutsche Klänge lieber als süddeutschen Einschlag. Kölsch ist für mich zum Wegrennen, sorry an die Kölner... Ich finde sprachliche Varianten und Regionalismen ziemlich interessant und finde Dialekte erhaltenswert.

Aber ich halte es für sinnvoll, als Deutscher eben AUCH das Hochdeutsche zu beherrschen. Gesprochen wie geschrieben. Weils in der Kommunikation der kleinste gemeinsame Nenner der Deutschen ist...

Als meine Schwester nach Passau zog zum Studium, hat man sie dort zum Teil nicht verstanden. Sie sprach Hochdeutsch. Dass sie mit dem Dialekt nicht so klarkam und nicht alles verstanden hat, war ja zu erwarten, aber dass die Leute dort zum Teil die Standardsprache nicht verstehen, fand ich schockierend. Es ging da z.B. ums Bestellen in einem Imbiss...also harmlose Alltagssituation. Der Imbissinhaber hats dann mit Englisch probiert, weil er dachte, meine Schwester sei aus dem Ausland. Naja, für Bayern ist Norddeutschland ja vielleicht auch eine Art Ausland :zwinker:.
 

Benutzer53592 

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Als meine Schwester nach Passau zog zum Studium, hat man sie dort zum Teil nicht verstanden. Sie sprach Hochdeutsch. Dass sie mit dem Dialekt nicht so klarkam und nicht alles verstanden hat, war ja zu erwarten, aber dass die Leute dort zum Teil die Standardsprache nicht verstehen, fand ich schockierend.

Och...wir verstehen die Niederbayern oder Oberpfälzer auch nicht immer...mach dir nichts draus. :zwinker:


Naja, für Bayern ist Norddeutschland ja vielleicht auch eine Art Ausland :zwinker:.

Das stimmt nicht ganz...bei uns fängt das "Ausland" nicht erst 600 Kilometer weiter an. :grin:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Och...wir verstehen die Niederbayern oder Oberpfälzer auch nicht immer...mach dir nichts draus. :zwinker:
Dass Dialektsprecher andere Dialektsprecher nicht verstehen, finde ich sogar sehr logisch :zwinker:. Ich bin ja nie nach Bayern gezogen und meine Schwester ist den Bayern inzwischen längst entronnen :engel:, von daher mache ich mir echt nichts draus :zwinker:.

Das stimmt nicht ganz...bei uns fängt das "Ausland" nicht erst 600 Kilometer weiter an. :grin:
Sondern schon im übernächsten Dorf?

Mir sind "bayrische Klänge" immerhin noch deutlich lieber als schwäbische Töne.

Und wenn ich aus beruflichen Gründen nach Süddeutschland ziehen müsste, könnte ich das auch überleben, ich bin aber froh, dass mir das bislang erspart geblieben ist. :schuechte
 

Benutzer11686 

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Ich bin in Franken geboren und in Schwaben aufgewachsen. Ich spreche süddeutsch angehaucht (also man hört, wo ich wohne), aber eigentlich keinen wirklichen Dialekt. Ich verstehe zwar sowohl fränkisch als auch schwäbisch sehr gut, aber ich spreche weder das eine noch das andere wirklich.

Wenn ich will, kann ich auch sehr, sehr hochdeutsch sprechen, ohne mich dafür anstrengen zu müssen, dann merkt man höchstens noch an der Wortwahl, dass ich aus Süddeutschland bin, am Dialekt jedenfalls auf keinen Fall! Ich wurde bereits mehrmals gefragt, ob ich aus Hannover sei, weil ich so "reines" Deutsch sprechen würde... :-p

Also alles in allem rede ich sowieso fast immer sehr hochdeutsch (auf Arbeit wird es etwas mehr eingefärbt, weil ich da von lauter schwäbelnden Menschen umgeben bin... :grin:).

Ja. Zürich. Und jep, es gibt auch Schweizer, die auf das dauerharte CCCHHH verzichten können :zwinker: Zumindest wurde mir öfters gesagt, dass man nicht sofort merkt, dass ich eigentlich Schweizerdeutsch spreche. Vielleicht waren die ja aber auch einfach nur nett :-D

Ich kenne wenigstens einen Schweizer, dem selbst ich, wenn er mit mir spricht, nicht anhöre, dass er aus der Schweiz kommt, obwohl ich es ja weiß.

Scheint also möglich zu sein, den Dialekt komplett auszumerzen - ich hab ihn nämlich auch schon so sprechen hören, dass ich ihn nicht einmal verstanden habe... :-p
 

Benutzer82466  (42)

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Ja, so einigermaßen und das, obwohl ich aus Sachsen komme und in Bayern lebe :tongue:

Es gab schon Leute, die nicht einordnen konnten, woher ich komme - also kann mein "Ossisch" nicht so schlimm sein :engel:
 
S

Benutzer

Gast
Ja sicher kann ich hochdeutsch sprechen, aber wenn ich will, dann kann ich auch so sprechen, dass man die Region erkennt, aus der ich stamme :zwinker:

Prinzipiell finde ich es schön, wenn Dialekte und Akzente beibehalten und gepflegt werden, aber furchtbar finde ich es, wenn die betreffenden Personen noch nicht mal hochdeutsch sprechen KÖNNEN. Deshalb meide ich auch die südlicheren Regionen unseres Landes, es wirkt auf mich etwas *hüstel* zurückgeblieben :schuechte
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Können würde ich es schon, auch wenn sich immer ein gewisser Akzent heraushören lässt (z. B. ein rollendes Rrrrr) und spezielle Wörter verwendet werden, die halt bei uns üblich sind...(stamme aus Oberbayern)...die Frage ist eher, will ich überhaupt reines Hochdeutsch sprechen, wenn ich keine Veranlassung oder Gründe darin sehe?

Dialekte sind vom Aussterben bedroht und werden oftmals spöttisch belächelt, was ich persönlich sehr schade finde. Deshalb lautet bei mir auch meistens die Devise: "Leckts mi alle am oarsch...i red wia ma da schnobe gwachsen is." ;-)
Wow! - Diese Einstellung gefällt mir!

Und ich teile sie auch uneingeschränkt - nur dass ich schwäbisch schwätze... also eher
"Leggad mi doch älle am Arsch! I schwätz wie mr dr Schnabl gwaasa isch!"

Ich wechsle nur zum Hochdeutsch, wenn ich weiß, dass mein Gesprächspartner meinen Dialekt nicht oder nur sehr schwer versteht (also bei Leuten aus Norddeutschland oder Leuten aus dem Ausland. - Jemand aus Süddeutschland wird doch aber wohl dazu in der Lage sein, zumindest moderates Schwäbisch zu verstehen... ich verstehe ja auch andere süddeutsche Dialekte problemlos, so lange es nicht zu extrem wird)

Prinzipiell finde ich es schön, wenn Dialekte und Akzente beibehalten und gepflegt werden, aber furchtbar finde ich es, wenn die betreffenden Personen noch nicht mal hochdeutsch sprechen KÖNNEN. Deshalb meide ich auch die südlicheren Regionen unseres Landes, es wirkt auf mich etwas *hüstel* zurückgeblieben :schuechte
Naja... In der Schule war ich einer der wenigen, die überhaupt noch Schwäbisch schwätzen konnten... Mindestens 85% der Schüler sprachen nur Hochdeutsch.
Und ich kenne niemanden der unter 50, der nicht wenigstens Hochdeutsch mit leichter regionaler Färbung sprechen kann, wenn er will.

Nur in ländlichen Regionen ist der Dialekt auch bei jungen Leuten noch ziemlich weit verbreitet, was mir aber eigentlich ziemlich gut gefällt (z.B. die Leute von der schwäbischen Alb... die singen immer so schön :zwinker:)
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Deshalb meide ich auch die südlicheren Regionen unseres Landes, es wirkt auf mich etwas *hüstel* zurückgeblieben :schuechte


Wenn du die südlichen Regionen meidest, worüber diese bestimmt ganz traurig sind, woher willst du dann wissen, dass gerade dort die Menschen angeblich kein Hochdeutsch können? :ratlos:
Ich gehe mal davon aus, dass es in Deutschland noch mehr Dialekte gibt, die von dir nicht so ganz verstanden werden oder in deinen Ohren eventuell schrecklich klingen...wirken diese Menschen dann auch "leicht zurückgeblieben" auf dich?

Dialekte/Mundarten sind für mich doch Ausdruck von Identität, Geradlinigkeit und Kultur, wobei gerade Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern, die bekanntermaßen sehr starke und unheimlich vielseitige Dialekte sprechen, in der PISA-Studie (komischerweise?) noch am besten abgeschnitten haben.
Also kann das Gedankengut, das in einigen Köpfen vielleicht verankert ist, nicht so ganz richtig sein: Dialekt ist die Sprache der
wenig(er) Gebildeten, Hochdeutsch die der (vermeintlich) Gebildeten, wobei ich denke, dass die Mehrzahl der Deutschen durchaus in der Lage ist, sich einigermaßen verständlich auszudrücken, wenn es die Situation wirklich erfordert und man sich ein wenig beim Reden, aber auch Zuhören bemüht.
 

Benutzer78066  (43)

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Naja, ganz bisschen vielleicht. :zwinker:
Berlinerisch find ich toll!

Also ich weiß ehrlich gesagt nicht, was typisch am Hamburgerischen ist...

Ob es typisch hamburgerisch ist, weiß ich nicht: sagen wir vielleicht mal norddeutsch, so als Kompromiß. Ich könnte das regional nicht auseinanderhalten ....
Ich habe eine Freundin in Hamburg, die sagt "Hammburch", "Mussu (Mußt Du) heute arbeiten?", etc. Wenn das mal kein Dialekt ist. :tongue:
Es ist wohl so, daß es am Hochdeutschen noch am nächsten kommst; aber Hochdeutsch in Reinkultur wohl nicht. Ich bezweifel´ ja, daß es sowas überhaupt gibt.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Wenn du die südlichen Regionen meidest, worüber diese bestimmt ganz traurig sind, woher willst du dann wissen, dass gerade dort die Menschen angeblich kein Hochdeutsch können? :ratlos:

Zumindest was den westlichen Süden angeht, weiß man das doch spätestens seit den bundesweit geschalteten Werbespots einer Berliner Agentur. Und die müssen es doch wissen. :grin: :cool1:


Da wo ich herkomme sind die Menschen in der Regel der Auffassung das ich Hochdeutsch spreche. Wenn ich woanders bin erkennen die Leute allerdings recht schnell, dass ich aus dem Süden komme. :tongue:
 

Benutzer78066  (43)

Sehr bekannt hier
Entschuldige, Deine Nachfrage hatte ich übersehen.

Wie mittlerweile schon erwähnt wurde: groooßen Appetit auf was haben. Japp auf Schokolade wär zum Beispiel sehr typisch :engel:.

Andere sagen dazu "einen Jieper auf etwas haben". Schokojieper :zwinker:.

Japp auf Sex - nö, das passt wirklich nicht. "Japp" hat zwar was mit "Einverleiben" und "Vernaschen" zu tun :tongue:, aber eben ganz buchstäblich bezogen auf Essen und Trinken. Auch Japp auf Lesen würde ich nicht sagen.

Macht doch nichts. Danke für Deine Nachhilfe :smile: ; und vor allem das praktische Beispiel mit der Schokolade. Gehe mal davon aus, daß ich bei dem nächsten Riegel gleich an Japp denken muß :smile: .

Dialekte/Mundarten sind für mich doch Ausdruck von Identität, Geradlinigkeit und Kultur, wobei gerade Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern, die bekanntermaßen sehr starke und unheimlich vielseitige Dialekte sprechen, in der PISA-Studie (komischerweise?) noch am besten abgeschnitten haben.
Also kann das Gedankengut, das in einigen Köpfen vielleicht verankert ist, nicht so ganz richtig sein: Dialekt ist die Sprache der
wenig(er) Gebildeten, Hochdeutsch die der (vermeintlich) Gebildeten, wobei ich denke, dass die Mehrzahl der Deutschen durchaus in der Lage ist, sich einigermaßen verständlich auszudrücken, wenn es die Situation wirklich erfordert und man sich ein wenig beim Reden, aber auch Zuhören bemüht.

Du sagst es: für mich ist Dialekt ein Stück Heimat, Identität wie Du sagst.
Und ich mag es, anderen zuzuhören und dabei auch neue Wort/Wortschöpfungen aufzunehmen.

Da wo ich herkomme sind die Menschen in der Regel der Auffassung das ich Hochdeutsch spreche. Wenn ich woanders bin erkennen die Leute allerdings recht schnell, dass ich aus dem Süden komme. :tongue:

Geht mir ganz genauso. Ich komme mehr aus dem Westen, seit über 10 Jahren im Süden. Bei unserem Klassentreffen wurde mir gesagt, man würde mir meinen neuen Wohnort anhören. Und hier sagt man es mir umgekehrt. Ist halt so.
 

Benutzer69812 

Benutzer gesperrt
ich komme aus Bayern und spreche sehr korrektes Hochdeutsch <3

Aber am liebsten mag ich natürlich meinen schöööönen Münchner-Akzent :herz:
 
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