Kämpfen um Liebe / Beziehung etc.

Benutzer46861 

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Hallo, ich war jetzt lange stiller Mitleser hier...
Nun habe ich mal eine allgemeine Frage: ich habe mich die Schwester eines guten Freundes verliebt, sie sich auch in mich, so weit, so toll. Problem: Sie ist gebunden.
Aber sie will sich ja trennen.
In den Gesprächen kam auch immer das "um sie kämpfen" heraus.

Dabei stellt sich mir - unabhängig von meiner Lage - die Frage: Was ist das eigentlich, kämpfen um eine Beziehung, um eine Liebe, eine Frau....?

Grundsätzlich ist es mir schon klar, aber gibt es hier im geneigten Kreis vielleicht "Definitionen" dafür??
 

Benutzer94347 

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Für mich bedeutet das, mit allen Konsequenzen dafür zu kämpfen, mit einer Person eine Beziehung haben zu können.
 

Benutzer93686  (37)

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Naja sie möchte halt, dass du dich um sie bemühst, ihr zeigst was du für sie empfindet. Allg. denke ich heißt das auch, dass man nich nur reden soll sondern auch Taten sprechen lassen soll.

Allerdings verstehe ich nich, warum sie meint das du um sie kämpfen sollst ? Immerhin ist sie ja in der Beziehung und muss sich nu entscheiden ob sie da nu raus möchte, damit die chance besteht, dass ihr beide euch näher kommt oder eben nich.
 

Benutzer3806 

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"um jemanden kämpfen" sehe ich eigentlich nur bei sehr wenigen Fällen: wenn ich bspw. Mist gemacht habe und die Beziehung ist deswegen kaputt gegangen, dann würde ich um meinen Partner kämpfen, damit er mir verzeiht, mich zurücknimmt, damit ich ihm deutlich machen kann, dass mir die Beziehung was bedeutet...

In deiner Konstellation jedoch sehe ich nicht den Grund, weshalb DU um SIE kämpfen sollst. Entweder sie entscheidet sich für oder gegen dich, weil es in ihrer eigenen Beziehung nicht richtig passt. Wenn sie aber eine Art Battle um sich selbst erwartet (also quasi die Frage, wer bringt die besseren Argumente - Ex oder Next) würde ich da ganz schnell die Finger von lassen.
 

Benutzer93686  (37)

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eben . Da haben sich einige schon die Finger dran verbrannt. Für dich ist die Sache nämlich klar, dass du sie willst. Aber sie hat eine Beziehung die es gilt aufzugeben. Wenn man denn daran denkt Schluss zu machen, was sie ja nun gerade offensichtlich tut, dann denkt man an die vielen gemeinsamen Erlebnisse, sowohl an gute als auch an schlechte und Schluss zu machen ist halt öfter leichter gesagt als getan.
 

Benutzer46861 

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@Orgasmusmaus
@globsch

Für mich bedeutet das, mit allen Konsequenzen dafür zu kämpfen, mit einer Person eine Beziehung haben zu können.

OK, habt ihr konkrete Beispiele?
 
D

Benutzer

Gast
Dabei stellt sich mir - unabhängig von meiner Lage - die Frage:
Was ist das eigentlich, kämpfen um eine Beziehung, um eine Liebe, eine Frau....?

Erst einmal ist es völlig unerheblich ob Mann oder Frau, Beziehung oder Liebe.

Der "Kampf" um einen Menschen, seiner Zuneigung und des Vertrauens beginnt bei mir selber.
In mir.
Dieser Kampf wird an 2 Fronten gekämpft.

Möchte man jemanden "haben", verehrt man ihn, wirbt um ihn, stellt sich dar und macht sich unentbehrlich.
Man gibt einem Menschen die Hand. Man reicht ihm ein Stück Geborgenheit, Vertrauen und Zuneigung.

In dem Moment in dem man mit einem Menschen eine Beziehung eingeht, beginnt ein Kampf, der (meines Erachtens) in eine "gesunde Beziehung" gehört und der für die Dauer einer Beziehung anhalten sollte.
Mal heftiger, manchmal weniger Intensiv. Aber es sollte immer etwas da sein, das einem etwas gibt (meist kommt das vom Partner) um diesen Kampf immerwährend zu beginnen und zu Kämpfen.

Wenn man aufhört Innerlich zu Kämpfen, mit sich zu Kämpfen Kompromisse einzugehen, Vertrauen nicht zu Mißbrauchen und die Signale nicht versteht, die von dem Anderen gegeben werden, man anfängt mit "ungleichen Waffen" zu kämpfen - dann hört man auf um einen Menschen und eine Beziehung zu kämpfen.

Das kann genausogut die Liebe zu den Eltern oder den Kindern sein. Zu einem Menschen, einem Freund oder einem Tier.

Das Wiedersprüchliche und auch das Fatalste an dieser Sache, an einem Kampf um irgendjemanden ist, dass es meist der Andere ist, der einem die Kanonen zur Verfügung stellt, der einen in die Lage versetzt, Kräfte zu mobilisieren und zu Kämpfen.
 
A

Benutzer

Gast
Dabei stellt sich mir - unabhängig von meiner Lage - die Frage: Was ist das eigentlich, kämpfen um eine Beziehung, um eine Liebe, eine Frau....?
Na, dass sind ja gleich drei Fragen auf einmal :zwinker:

Unter dem "kämpfen um eine Beziehung" verstehe ich, nicht bei den erstbesten Schwierigkeiten aufzugeben. Auch die perfekteste Partnerschaft ist ein sich ständig wandelnder Prozeß mit Höhen und Tiefen. Und was eine Beziehung wirklich wert ist, weiß man nicht in den Glücksphasen, sondern wenn man auch in der Lage ist, gröbere Probleme miteinander zu bewältigen. Und sowas kann manchmal auch ein sehr harter Kampf sein.

Um die Liebe kann man imho nicht kämpfen. Es ist nur sehr bedingt eine rationale Entscheidung sich zu verlieben. Was man allerdings tun kann, ist zu reflektieren ob man einer Wunschvorstellung hinterherläuft, einer simplen Begierde folgt oder ob es äußere Umstände gibt, die der Liebe grundsätzlich im Wege stehen. Z.B. würde ich nie das Glück einer jungen Familie zerstören, egal wie stark ich verliebt wäre. Dafür kann es z.B. ein Kampf sein, eine große Entfernung zu überbrücken, oder wie in Deinem Fall, Jemanden aus einer noch nicht beendeten Beziehung zu geleiten. Ablehnung der Familie zu überstehen, der Variationen sind wohl unendlich. Genauso ein Kampf kann es auch sein jemanden wieder loslassen zu können, gehört für mich aber auch zur Liebe.

Um eine Frau zu kämpfen sehe ich im übertragenen Sinne, auch wenn es immer noch Typen gibt, die sowas gern mit der Keule austragen würden und wozu man durchaus auch heute noch gezwungen werden kann, so verstehe ich darunter aber etwas anderes. Für mich betrifft es die Phase, wo die Dame des Herzens ihrer Entscheidung noch unschlüssig ist - je schwieriger die Aufgabe, desto reizvoller ist es ja häufig. Mal kommts auf Nähe an, mal auf Distanz, mal auf Hartnäckigkeit, mal auf die lange Leine.

Das wären so meine drei Interpretationen Deiner Frage.
 

Benutzer94347 

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Mein persönliches Beispiel:

12 Jahre verheiratet ( mit einer Tochter ).
Unsterblich verliebt in einen jüngeren Mann.
Kopf-Bauch-Geschichte durchgemacht.
Bauch hat sich entschieden gegen Kopf.
Alles aufgegeben, d.h. Geld, Vermögen, Sicherheit, etc......
Kirchenmausgefühl.
Gib`nicht auf, und wenn ich meine Küche rauswerfen müsste will ich diesen, einen Mann haben.
Lange schwere Zeit.
Jetzt, ziemlich wenig materiellen Wert, aber rundum glücklich.
GLÜCKLICH.

Das war mein Kampf; :zwinker: .
 
A

Benutzer

Gast
Will sie dass du um sie kämpfst, damit sie merkt, dass du dir sicher bist und eine Beziehung mit ihr führen willst?

Oder will sie schauen wer besser von euch ist oder sie mehr auf Händen tragen kann?
 
S

Benutzer

Gast
Für jemand kämpfen heißt, sich für jemanden zu Bemühen. Ihr die Wichtigkeit klar zu machen, die sie in ihrem Leben eingenommen hat. Daran zu glauben, dass es ein Weg gibt. Einen Weg den beide beschreiten können und sie ihr Glück genießen können. Nicht aufzugeben, denn der, der aufgibt, ist der, der den einfachen Weg genommen hat.

Wer kämpft begeht einen Weg der einem auf alle Fälle weitaus mehr Schmerz zufügt, als wenn man es einfach seien lässt...
 

Benutzer3806 

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Ja !!! Kuli wollte ein konkretes Beispiel, wo ist das Problem ?

Es gibt keins. :zwinker: Aber die Konstellation ist eben genau anders herum und das sollte der TS sich mal anschauen, dass eben DU gekämpft hast umd den Neuen zu kriegen und nicht für dich hast kämpfen lassen.

Das war alles, worauf ich aus war. :smile:
 

Benutzer94347 

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:winkwink: Chèrie

Es ist doch egal wer um wen kämpft, denn es ging ja um`s kämpfen. Ob so oder so, oder :zwinker:
 

Benutzer46861 

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Für jemand kämpfen heißt, sich für jemanden zu Bemühen. Ihr die Wichtigkeit klar zu machen, die sie in ihrem Leben eingenommen hat. Daran zu glauben, dass es ein Weg gibt. Einen Weg den beide beschreiten können und sie ihr Glück genießen können. Nicht aufzugeben, denn der, der aufgibt, ist der, der den einfachen Weg genommen hat.

Wer kämpft begeht einen Weg der einem auf alle Fälle weitaus mehr Schmerz zufügt, als wenn man es einfach seien lässt...

Jawohl, ich denke, ich habe es verstanden, was Du und Augen|blick meinen.
Im Grunde bin ich mitten im Kampf :grin: und "treibe den bösen Feind vor mir her" bis er in meinen Armen landet...bildlich gesprochen. :zwinker: Sehr schön. Danke euch allen zunächst.
 
1 Monat(e) später

Benutzer46861 

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Hallo, ich muss mich mal zu diesem Thema zurückmelden.... und brauche mal Meinung.

Dieses Mädchen, was ich am Anfang erwähnt habe, ist immer noch meine Traumfrau, auch wenn ich das früher nie so wahrgenommen habe. Sie ist einfach genial toll.Aber:
Allerdings haben wir in langen Gesprächen beschlossen, sehr gute Freunde zu bleiben - und zwar (Achtung!) "mit gewissen Zugaben", d.h. sie möchte mal erfahrungstechnisch wissen, wie es ist, einen anderen Mann zu küssen .. usw.

Hintergrund: der derzeitige Freund ( über 5 Jahre Beziehung) ist der erste Mann, der erste feste Freund und aus dem Umfeld der Familie. Und durch die Blume habe ich mitbekommen, dass er eher der Typ ist, der zwar auch was mit ihr unternimmt und Liebe vorgibt, aber im großen und ganzen nur "regelmäßig über sie drüberrutschen" (Zitat meiner großen Schwester...) will. Z.B., wenn sie in ihrer Wohnung in B. an der Uni ist, das er mal eben für einen Abend unter der Woche hinfährt, mit ihr schläft ( fast egal wie es ihr geht, sie scheint es hinzunehmen) und am Morgen wieder abhaut. Als ich das mitbekommen habe, hat es mich umgehauen. Tut weh.
Ggf. hat Sie Angst, ihn abzuschiessen, weil sie ihn, nach ihrer Meinung immer noch liebt, und mit mir einen Fehler zu machen?

Sie hat mich zwar auch schon geküsst ( ich weiss, eigentlich no-go... :ashamed: ) und dabei hinterher gesagt, wie toll und anders das gewesen ist (war aber ganz normal, meine ich...) ; trotzdem bleibt sie bei ihm und will mich (trotz intensiver Zuneigung) nur als Freund. ( Sie ist übrigens 25)
Und ich stehe hier jetzt - und weiss erstmal nicht mehr was zu tun ist und was ich weiter machen soll .....
 
A

Benutzer

Gast
Ganz zu schweigen davon, wie unfair das ihrem Freund gegenüber ist (jaja ich weiss, nicht alle sehen das so) Willst du wirklich eine Frau
- für die du viel mehr Gefühle hegst, als sie für dich (die die somit jedes Mal immer wieder weh tut)
- die dich so offensichtlich ausnutzt
- die nicht einmal fähig ist ihre Beziehung abzuklären und sie gegebenenfalls zu beenden, wenn sie ihren Freund anscheinend nicht einmal mehr mag?!
... und willst du dich wirklich so arg in diese Beziehung einmischen, wo du dir, wenn das rauskommt, bei mehreren Leuten Ärger einhandeln wirst? Zuallerst bei ihrem Freund und anscheinend auch bei ihrer Familie.

Diese Absprache riecht nur so nach katastrophalen Ende und ich sehe nicht einen einzigen Grund dafür, warum du das eingehen solltest? Was bringt dir das?
 

Benutzer46861 

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Diese Absprache riecht nur so nach katastrophalen Ende und ich sehe nicht einen einzigen Grund dafür, warum du das eingehen solltest? Was bringt dir das?

Tja, das ist ja das was ich mich frage. Ich ( und sie wohl auch..) sehe das Risiko. Klare Sache, das würde knallen.
Aber, ich weiss nicht, ich habe so das Gefühl, dass ich doch gute Chanchen habe. Sie liebt mich ja auch. Aber sie bringt es nicht fertig, wie du sagst, ihre Beziehung abzuklären bzw. realistisch zu betrachten. Wenn ich sie wäre und alles realistisch (und mich im Vergleich dazu... jaja, das ego... :ashamed: ) sehen würde, wäre die Sache klar, dass sie Schluß mit ihm macht.
Mich haben ja schon die Reaktionen nach dem verbotenen (eher ganz normalen aber langen) Kuß mehr als überrascht. Vorsichtig ausgedrückt. Ich in meinem Optimismus deute die Beziehung als inzwischen lieblose Gewohnheit. (Soweit ich zwischen den Zeilen lesen konnte) - und das macht mich ja so fertig, dass die Sache eigentlich klar wäre, wenn es die Beziehung zu Frank nicht gäbe. ( Hat sie so gesagt...)
Edit: Um auf das Titelthema zu kommen: ich bin immer noch bereit für sie zu kämpfen... jetzt noch mehr.
 
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