Job Job-Unfähig? Was arbeitest du denn?

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Benutzer72433 

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Off-Topic:
Hmmm ich glaube ohne Arbeit wäre ich nicht glücklich... dafür hab ich zu wenig ausfüllende Hobbies. Ist für mich keine verlockende Vorstellung, nicht zu arbeiten...
sieht bei mir anders aus, weil programmieren wirklich arbeit und hobby ist.

selbst wenn ich mir alle 5 jahre mal ne woche "urlaub" nehme kann ichs doch nicht komplett lassen... in dem sinne ist mein "hobby" eben anspruchsvoll genug, dass ich "arbeit" wirklich nicht vermissen würde.

die differenz ist: ich habe a) nicht nur ein hobby (und würde den anderen gerne mehr nachgehen), b) bekomme ich geld dafür, wenns arbeit ist, kann aber mehr von dem machen was ich gerne tun würde, wenns hobby ist. solange ich keinen mangel an geld habe würde ich die ausübung als hobby bevorzugen.

ändert alles nix an: keine arbeit, kein geld. oder: doch geld dank jc, dafür keine selbstbestimmung.
nee, arbeiten ist in dem fall dann schon das geringste aller übel, und mit den grauen haaren die ich dem punkt verdanke habe ich ja zum glück kein problem :grin:
 

Benutzer160853  (34)

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Ich habe mein Hobby, schreiben, zum Beruf machen können. Allerdings bleibt Arbeit dann auch Arbeit. Den Traumberuf gibt es nicht und irgendwann sollte die Arbeitsplatzsuche auch Kompromisse eingehen können, sonst wird es meist eben nichts. Ohne Arbeit wäre mein Leben langweilig und irgendwann gibt es auch nichts mehr auf der inneren To-Do Liste, die gemacht werden wollen.
Ich brauche Aufgaben, ich will sinnvoll beschäftigt sein.
 

Benutzer87573 

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Meiner Meinung nach ist das Jobumfeld (Vorgesetzte, Kollegen etc.) deutlich ausschlaggebender, als der eigentliche Job wenn es drum geht wie viel Spaß die Arbeit macht.

Mein Chef und die Kollegen sind zum Großteil super und meine Aufgaben mag ich ebenfalls zum Großteil. Das heißt aber nicht, dass ich nicht immer wieder auch total ätzende Dinge tun müsste oder mich nicht freuen würde wenn ich frei habe.
 
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Was hast du denn alles nach deinem Schulabgang gemacht? Hast du schon Ausbildungen angefangen bzw. beendet? Welchen Schulabschluss hast du? Werden deine Kinder betreut?

Irgendwie klingt es für mich ein bisschen so, als würdest du dich sträuben, langfristig in einem bestimmten Job arbeiten zu wollen. Der Eindruck kommt daher, dass du an allem etwas auszusetzen hast. Wie finanzierst du momentan dein Leben? Mit Gelegenheitsjobs oder Sozialleistungen?
Steht oben... ich hab erst Erzieherin und dann Mediengestalterin gelernt. Abgebrochen hab ich nichts. Als MG hab ich 7 Jahre gearbeitet in 3 verschiedenen Firmen (die eine ging leider insolvent, sonst hätte ich bis zur Rente dort arbeiten können, weil einfach alles passte). Jetzt bin ich in Elternzeit und zeitgleich in der 31. SSW. Bin verheiratet, mein Mann arbeitet, wir haben gebaut und haben einen hohen Kredit, den er auch alleine zahlen kann. Die Kinder U3 betreuen zu lassen möchten wir nicht. Dh vor 33 Jahren bin ich noch nicht “frei“.

Tatsächlich hab ich starke Probleme damit mich zu entscheiden. Da ich ja schon 2 Ausbildungen hinter mir habe und ich die 2 halt einfach so hingenommen habe... es fällt mir echt schwer.
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Alle deine Punkte könnte ich auch gegen meinen Job anbringen, aber nach Jahren von Studium und Weiterbildung reichen die nicht, um da irgendwas hinzuschmeißen. Am Ende des Tages ist es eben auch „nur“ ein Job, der da ist, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Für mich kommt es häufig mehr auf Atmosphäre und die Kollegen an. Aber vermutlich habe ich einfach nicht so hohe Ansprüche. Ich kann halt nur das eine.

Gehst du zurzeit arbeiten?

Ich bin in Elternzeit und zeitgleich in der 31. SSW schwanger. Ich habe die selbe Einstellung zum Job, doch auch möchte ich nicht wieder jeden Morgen weinen aufstehen müssen, weil der Job son Alptraum ist.
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Wenn du als Mediengestalterin erfolgreich gearbeitet hast, dann evtl auf selbstständiger Basis. Dann bist du dein eigener Chef.
Selbstständigkeit ist für mich keine Option, zumindest nicht in dieser Branche. Zum einen, weil mir die finanzielle Mittel fehlen dafür und zum zweiten, weil ich diesen Job wirklich, wirklich, furchtbar finde. Wollte damals die Ausbildung abbrechen aber das wäre gegen meine Natur gewesen iwie. Heute weiß ichs besser.
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Was war denn dein Traumjob als du klein warst?

Meistens hat unser kleines ich eine sehr genaue und meist treffende Vorstellung davon :zwinker:
Du wirst lachen XD Hausfrau und Mutter!
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Eine junge Bekannte von mir ist Polizistin. Die ist ganz begeistert über die Vielfalt die geboten wird. Normaler Streifendienst, Kriminaldienst, Verkehrsdienst, Verwaltung usw. Die ist hochzufrieden. Kann auch Teilzeit arbeiten und der Arbeitsplatz ist in der Nähe.
Tatsächlich wollte ich mit 18 zur Bundeswehr. Da ich aber keine Deutsche bin und zu dem Zeitpunkt damals noch keine 8 Jahre in D war, um die D Staatsangehörigkeit beantragen zu können, wars nicht machbar.
Heute würde ich wahrscheinlich nicht mal in die engere Auswahl kommen.
 

Benutzer43798  (41)

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Steht oben... ich hab erst Erzieherin und dann Mediengestalterin gelernt. Abgebrochen hab ich nichts. Als MG hab ich 7 Jahre gearbeitet in 3 verschiedenen Firmen (die eine ging leider insolvent, sonst hätte ich bis zur Rente dort arbeiten können, weil einfach alles passte).
[…]
Selbstständigkeit ist für mich keine Option, zumindest nicht in dieser Branche. Zum einen, weil mir die finanzielle Mittel fehlen dafür und zum zweiten, weil ich diesen Job wirklich, wirklich, furchtbar finde. Wollte damals die Ausbildung abbrechen aber das wäre gegen meine Natur gewesen iwie. Heute weiß ichs besser.

Hm wie passt das? Einerseits warst du in einer Firma als Mediengestalterin super glücklich. Und andererseits findest du den Job furchtbar. Woran liegt das? Ist es wirklich der Beruf an sich? Sind es die Arbeitsumstände? Ist es die Vergütung? Sind es die Kollegen?

Im Moment sehe ich in einer kreativen Tätigkeit für dich die besten Chancen. Du magst es kreativ zu sein, hast es auch gelernt und zumindest zeitweise hat dir der Job viel Spaß gemacht. Man müsste nur herausfinden was konkret du brauchst.
 
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Hm wie passt das? Einerseits warst du in einer Firma als Mediengestalterin super glücklich. Und andererseits findest du den Job furchtbar. Woran liegt das? Ist es wirklich der Beruf an sich? Sind es die Arbeitsumstände? Ist es die Vergütung? Sind es die Kollegen?

Im Moment sehe ich in einer kreativen Tätigkeit für dich die besten Chancen. Du magst es kreativ zu sein, hast es auch gelernt und zumindest zeitweise hat dir der Job viel Spaß gemacht. Man müsste nur herausfinden was konkret du brauchst.
Ich sags mal so, wie es war: es war absolut stupide Arbeit, die eigentlich jeder machen könnte, der ne Maus bewegen kann xD dazu wurde ich sehr gut bezahlt, hatte geregelte Arbeitszeiten, tolle Kollegen und eine faire Chefin. Ich habe mich jeden Morgen auf meine Kollegen gefreut und auch das Büro war total schön eingerichtet, trotz fehlender Klimaanlage an “nur“ die gesetzlichen 24 Tage Urlaub im Jahr. Im Ausbildungsbetrieb war zwar die Arbeit toll (ausschließlich professionelle Bildretusche, also eigentlich auch nichts wo man tatsächlich kreativ sein muss), aber ich hab so wenig verdient, dass ich Ende vom Monat tatsächlich in finanzieller Not war und habe sogar staatliche Hilfe bekommen (für Geringverdiener), sonst hätt ich womöglich unter ner Brücke schlafen müssen. Außerdem waren die Arbeitszeiten kriminell und das meine ich wortwörtlich, es kam später sogar vor Gericht. Die dritte Firma war ganz anders. Da musste ich tatsächlich kreativ sein, Flyer usw entwerfen. Das liegt mir gar nicht. Hab ich schon in der Ausbildung gehasst. Zwar war ich scheinbar gut darin, aber es war jedes mal schon so... erzwungen und naja. Ganz vom Arbeitsklima abgesehen, was ebenfalls miserabel war. Die Arbeitszeiten und die Bezahlung ebenfalls eine Katastrophe. Urlaub... tja wurde genehmigt aber man MUSSTE kommen, man durfte nicht abstempeln. Als ich die Schwangerschaft verkündet habe, wurde ich (rechtswidrig) gekündigt. Habe es so stehen lassen, da es keine Seltenheit war, dass man weinen da saß. Nervenzusammenbrüche waren in unserem Team die Norm.

Und dabei muss ich an meine damalige Klassenkameraden denken, die beim Klassentreffen vor 3 Jahren nicht glauben konnten, dass ich als einzige noch als MG tätig war. Das erklärt eigentlich alles.
 

Benutzer43798  (41)

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Das klingt vorrangig so als wäre nicht der Beruf sondern die Arbeitsstelle ein Problem gewesen. Du nennst Arbeitszeiten, Geld und langweilige Arbeit als Hauptgrund. Da hätte ich auch keinen Bock mehr. Egal welcher Beruf. Aber das liegt nicht an deinem Beruf.

Was ich noch nicht verstehe. Du sagst, dass du gerne kreativ bist. Und andererseits empfindest du es als das schlimmste der Welt, wenn du mal kreativ sein musst. Das passt mir irgendwie nicht zusammen.

Exkurs: Ich bin freiberuflicher Illustrator. Ja studiert habe ich, das sit für meinen Job aber völlig egal. Hauptsache die Bilder welche ich zeichne gefallen meinem Kunden und passen zum Produkt. Kreativ sein liebe ich, es macht mir Spaß und ich habe es als Beruf gewählt. Aber ich habe mich dagegen entschieden in einer Agentur zu arbeiten, weil ich, genau wie du, miese Arbeitszeiten, extremen Stress und schlechte Vergütung gehasst habe. Von den Kollegen her war es meist super. Die Rahmenbedingungen haben aber nicht gepasst. Also habe ich mich selbstständig gemacht. Nein das ist wirklich nicht leicht. Die Bezahlung wurde nicht besser und die Arbeitszeiten sind teilweise schlimmer. Aber ich habe niemanden der über mich bestimmt. Ich erledige natürlich Aufträge für meine Kunden. Aber diese bauen auf meinem Können auf. Ich mache nur das was ich auch mag und kann. Und wenn mir ein Kunde oder das Projekt nicht passt, dann lehne ich ab. Der Job gibt mir viele Freiheiten, die er mit kritischer Auftragslage und den allgemeinen Risiken der Selbstständigkeit sich erkauft.
 
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Das klingt vorrangig so als wäre nicht der Beruf sondern die Arbeitsstelle ein Problem gewesen. Du nennst Arbeitszeiten, Geld und langweilige Arbeit als Hauptgrund. Da hätte ich auch keinen Bock mehr. Egal welcher Beruf. Aber das liegt nicht an deinem Beruf.

Was ich noch nicht verstehe. Du sagst, dass du gerne kreativ bist. Und andererseits empfindest du es als das schlimmste der Welt, wenn du mal kreativ sein musst. Das passt mir irgendwie nicht zusammen.
Das passt nicht zusammen, weil du mich offensichtlich missverstanden hast. Ich fand die “stupide“ Arbeit absolut geil. Ich musste mich nicht sonderlich anstrengen und hatte tolle Kollegen und auch die Kunden, die ich betreut hab, waren super (zu der einen Kundin hab ich sogar ein sehr gutes Freundschaftsverhältnis aufgebaut) aber diese Firma ging insolvent. Die Bildretusche war gut, weil es rein technisch war, da musste ich mir nichts ausdenken, Kundenkontakt bestand nicht, wir haben lediglich die Aufträge bearbeitet, aber der Rest war echt krass und wie bereits erwähnt, kam es vor Gericht. Die dritte Firma war echtes kreatives und das hab ich ja gehasst.
Also was genau passt jetzt daran nicht, wenn ich sage, dass ich den Job des Mediengestalters scheiße finde?
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Was ich noch nicht verstehe. Du sagst, dass du gerne kreativ bist. Und andererseits empfindest du es als das schlimmste der Welt, wenn du mal kreativ sein musst. Das passt mir irgendwie nicht zusammen.

Exkurs: Ich bin freiberuflicher Illustrator. Ja studiert habe ich, das sit für meinen Job aber völlig egal. Hauptsache die Bilder welche ich zeichne gefallen meinem Kunden und passen zum Produkt. Kreativ sein liebe ich, es macht mir Spaß und ich habe es als Beruf gewählt. Aber ich habe mich dagegen entschieden in einer Agentur zu arbeiten, weil ich, genau wie du, miese Arbeitszeiten, extremen Stress und schlechte Vergütung gehasst habe. Von den Kollegen her war es meist super. Die Rahmenbedingungen haben aber nicht gepasst. Also habe ich mich selbstständig gemacht. Nein das ist wirklich nicht leicht. Die Bezahlung wurde nicht besser und die Arbeitszeiten sind teilweise schlimmer. Aber ich habe niemanden der über mich bestimmt. Ich erledige natürlich Aufträge für meine Kunden. Aber diese bauen auf meinem Können auf. Ich mache nur das was ich auch mag und kann. Und wenn mir ein Kunde oder das Projekt nicht passt, dann lehne ich ab. Der Job gibt mir viele Freiheiten, die er mit kritischer Auftragslage und den allgemeinen Risiken der Selbstständigkeit sich erkauft.
PS: nein, ich bin eben NICHT gerne kreativ. Ich bastle gerne Sachen mit meiner Tochter, das bedeutet aber nicht, dass ich das gleich beruflich machen möchte!
Selbstständigkeit ist für mich absolut keine Option. Ich möchte angestellt sein, möchte mich nicht um die ganze Sachen kümmern müssen, die dazu gehören. Ich will ins Geschäft, meine Arbeit machen, Ende vom Monat dafür bezahlt werden, und möchte geregelte Arbeitszeiten, damit ich Zeit für meine Familie haben kann. Sobald ich Feierabend hab, will ich mich nimma um den Job kümmern müssen.
 

Benutzer107106 

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Redakteur
1) Mache dir jetzt noch keinen Kopf um ungelegte Eier. Ich habe mir meine EZ mit genauso einer Grübelei versaut. Das ist doch total schade. Genieße es doch einfach, dass du dir jetzt noch weitere 3 Jahre keinen Kopf drum machen musst. Und bis dahin gibt es ganz neue, andere Möglichkeiten. Wer weiß, vielleicht bekommt ihr noch ein Kind, oder dein Mann hat so ein hohes Gehalt, dass es reichen würde, wenn du nebenbei auf 450€ was machst? (Betreuung in der Grundschule oder Kinderturnen oder bei Rewe an der Kasse.)

2) Ich kam nach einem Jahr EZ + 0,5 Jahr zuvor Krankheit in der Schwangerschaft auch nicht übelst motiviert ins Büro zurück. Aber es hatte sich viel verändert. Neue Programme, neue Anforderungen, neue Chefin, neue Kollegen. Es hat sich zwar nicht alles um 180° gedreht, aber ich bekam neue Aufgaben und habe insgesamt meine Stunden etwas reduziert und werde das demnächst wohl noch mal machen (ggfs. zu Gunsten einer kreativen Selbstständigkeit).

3) Vielleicht reizt dich in 3 Jahren auch nochmal etwas ganz anderes.
Wenn dir stupide Arbeit liegt, dann mache doch genau das. Das ist doch nichts peinliches: CallCenter, Sachbearbeitung, Logistik, Pizzabote. Gibt doch vieles, was 0815 ist und man keine Ausbildung für haben muss. Klar, du wirst nicht reich dabei, aber wenn dein Mann eh arbeitet, ist es wohl eh eher ein Zubrot fürs Familieneinkommen?
 
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1) Mache dir jetzt noch keinen Kopf um ungelegte Eier. Ich habe mir meine EZ mit genauso einer Grübelei versaut. Das ist doch total schade. Genieße es doch einfach, dass du dir jetzt noch weitere 3 Jahre keinen Kopf drum machen musst. Und bis dahin gibt es ganz neue, andere Möglichkeiten. Wer weiß, vielleicht bekommt ihr noch ein Kind, oder dein Mann hat so ein hohes Gehalt, dass es reichen würde, wenn du nebenbei auf 450€ was machst? (Betreuung in der Grundschule oder Kinderturnen oder bei Rewe an der Kasse.)

2) Ich kam nach einem Jahr EZ + 0,5 Jahr zuvor Krankheit in der Schwangerschaft auch nicht übelst motiviert ins Büro zurück. Aber es hatte sich viel verändert. Neue Programme, neue Anforderungen, neue Chefin, neue Kollegen. Es hat sich zwar nicht alles um 180° gedreht, aber ich bekam neue Aufgaben und habe insgesamt meine Stunden etwas reduziert und werde das demnächst wohl noch mal machen (ggfs. zu Gunsten einer kreativen Selbstständigkeit).

3) Vielleicht reizt dich in 3 Jahren auch nochmal etwas ganz anderes.
Wenn dir stupide Arbeit liegt, dann mache doch genau das. Das ist doch nichts peinliches: CallCenter, Sachbearbeitung, Logistik, Pizzabote. Gibt doch vieles, was 0815 ist und man keine Ausbildung für haben muss. Klar, du wirst nicht reich dabei, aber wenn dein Mann eh arbeitet, ist es wohl eh eher ein Zubrot fürs Familieneinkommen?

Ich wäre da nicht zufrieden so kleine Tätigkeiten zu machen.

Meine Mutter hat sich immer beschwert, dass die Kindererziehung halt wertvolle Jahre vom einzahlen kostet und nach der Scheidung musste sie dann sehen, dass sie noch was für die Rente tut, sonst wäre es nicht so rosig.

Liebe TE, deine Beiträge lesen sich als wärst du einfach genervt und frustriert. Liegt das nur am Job und den Gedanken daran?
 

Benutzer43798  (41)

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PS: nein, ich bin eben NICHT gerne kreativ. Ich bastle gerne Sachen mit meiner Tochter, das bedeutet aber nicht, dass ich das gleich beruflich machen möchte!
Selbstständigkeit ist für mich absolut keine Option. Ich möchte angestellt sein, möchte mich nicht um die ganze Sachen kümmern müssen, die dazu gehören. Ich will ins Geschäft, meine Arbeit machen, Ende vom Monat dafür bezahlt werden, und möchte geregelte Arbeitszeiten, damit ich Zeit für meine Familie haben kann. Sobald ich Feierabend hab, will ich mich nimma um den Job kümmern müssen.
:smile: Ok dann habe ich es jetzt besser verstanden.

Hm mir fällt da am ehesten der Job in der Anzeigengestaltung bei der Zeitung ein. Die dort verwendeten Anzeigen werden oft vom Kunden gemacht oder sind wirklich stures runter arbeiten. Kreativ ist da sehr wenig. Und zumindest bei der Zeitung wo ich mal gearbeitet habe, war das ein ganz normaler Arbeitstag ohne Überstunden, gutem Durchschnittsgehalt und wenig Verantwortung. Vielleicht kannst du darüber ja nochmal nachdenken.
 
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Liebe TE, deine Beiträge lesen sich als wärst du einfach genervt und frustriert. Liegt das nur am Job und den Gedanken daran?
Das ist eine sehr gute Frage. Mein Mann hat mich vor paar Wochen exakt das selbe gefragt und ich hab nach wie vor keine richtige Antwort drauf!
Ich gebe ehrlich zu, ich wäre auch mit einem Job an der Tankstelle zufrieden. Arbeit ist Arbeit. Andererseits ist da mein Stolz und der familiäre Druck. Meine Familie ist der Meinung, dass wenn man keinen “gescheiten“ Job hat (dh ein Job wofür man lernen musste), ist man ein Verlierer. Das wurde mir schon als Kind so eingetrichtert, weshalb ich meine Ausbildungen auch alle mit einem 1er Abschluss beendet habe. Die Tatsache, dass ich mich so sehr angestrengt habe, um im Endeffekt evtll “nur“ bei der Tanke zu arbeiten, kratzt an meinem Stolz.

Das ist sowas von absolut hirnsinnig, das weiß ich und reg mich über mich selbst auf.

Für mich persönlich ist und war es schon immer wichtig absolut unabhängig zu sein. Ich war schon immer unabhängig und möchte es auch bleiben. Finanziell haben wir keine Probleme, trotz dem Kredit, aber ich will nicht immer zu meinem Mann rennen und nach Geld fragen müssen. Ich will selbst für mein Geld arbeiten.
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:smile: Ok dann habe ich es jetzt besser verstanden.

Hm mir fällt da am ehesten der Job in der Anzeigengestaltung bei der Zeitung ein. Die dort verwendeten Anzeigen werden oft vom Kunden gemacht oder sind wirklich stures runter arbeiten. Kreativ ist da sehr wenig. Und zumindest bei der Zeitung wo ich mal gearbeitet habe, war das ein ganz normaler Arbeitstag ohne Überstunden, gutem Durchschnittsgehalt und wenig Verantwortung. Vielleicht kannst du darüber ja nochmal nachdenken.
Jetzt Achtung: genau das war die stupide Arbeit :ROFLMAO:
Wir hatte vorgefertigte Dateien, die Kunden haben uns Name, Datum usw geliefert, die Anzeige hatten sie sich vorher ausgesucht, und wir mussten das lediglich eintragen. Leider lebe ich in der Pampa und die nächste Firma, die das macht, sitzt 30km weit weg und wir haben nur 1 Auto :frown:
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Nutze doch deine Elternzeit, um herauszufinden, was dir taugt. :smile: z.B. könntest du doch in Fortbildungen oder Weiterbildungen investieren, musst du dir halt überlegen, ob du dein Kind nicht doch betreuen lassen willst, damit du Ruhe hast, dich auf etwas zu konzentrieren. Ich finde es schwierig, drei Jahre Zuhause zu sein und sich anschließend zu beschweren, dass der Job scheiße ist, obwohl man drei Jahre Zeit gehabt hätte, sich was anderes zu überlegen.
 
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Nutze doch deine Elternzeit, um herauszufinden, was dir taugt. :smile: z.B. könntest du doch in Fortbildungen oder Weiterbildungen investieren, musst du dir halt überlegen, ob du dein Kind nicht doch betreuen lassen willst, damit du Ruhe hast, dich auf etwas zu konzentrieren. Ich finde es schwierig, drei Jahre Zuhause zu sein und sich anschließend zu beschweren, dass der Job scheiße ist, obwohl man drei Jahre Zeit gehabt hätte, sich was anderes zu überlegen.
Ich beschwere mich nicht danach, sondern schon immer. Meine Kinder kommen an erster Stelle. Kein Job und kein Geld der Welt ist mir mehr Wert als die Zeit mit meinen Kindern. Überhaupt war es für uns Voraussetzung für ein Kind, dass ich die volle EZ in Anspruch nehme. Wäre dies nicht machbar gewesen, hätten wir kein Kind bekommen. Und da ich 3 Jahre Zeit habe, mir was zu überlegen und mein zweites Kind im März auf die Welt kommen soll, bin ich zeitlich doch voll im Rahmen
 

Benutzer133456  (49)

Beiträge füllen Bücher
Ob man Spass an der Arbeit hat, haengt mehr mit einem selbst als mit der Arbeit zusammen, finde ich. Mir ging es wie Dir, bis ich 40 war. Ich war bereits:
  • Industriedesigner in USA (graesslich)
  • Autodesigner in Frankreich (graesslich)
  • Produktentwickler in Indien (graesslich)
  • CAD-Dozent an einer englischen Uni (graesslich)
  • Fachbereichsleiter in Produktdesign an einer neuseelaendischen Uni (graesslich)
  • Dekan des Designprogramms einer franzoesischen Uni in China und ihrer indischen Filiale (graesslich)
  • POW!
  • Professor in Produktdesign an einer englischen Uni (herrlich)
  • Innovationsberater der schwedischen Regierung (herrlich)
Was war das Pow? Ich muss ehrlich sagen, ich bin mir nicht sicher. Aber ich glaube, es war meine Grundeinstellung.

Kennedy sagte einmal, "ask not what your country can do for you, ask what you can do for your country."

Diesen Gesinnungswandel durchlief ich mit 40, und alles wurde anders. Schade um die verlorene Zeit davor. Ab dieser Zeitlinie war ich nicht mehr darauf aus, mich fuer meine Leistungen bezahlen zu lassen, sondern ich erbrachte meine Leistungen zum Spass. Dass die natuerlich trotzdem bezahlt wurden, ist klar. Waren ja Jobs. Aber die Ausgangshaltung war eine andere.

Ploetzlich tat ich's mit Liebe. Und so kam's auch zurueck. Das Leben kann man nicht verscheissern.

Wie's moeglich wurde: Ich habe wohl als Dekan endlich bekommen, wonach ich immer schoen geduerstet hatte: Macht, Pomp, und Egomassagen. Schwarze Anzuege, salbungsvolle Ansprachen, Limousinen, Abendessen, Zeremonien... nach drei Jahren hatte das Raubtier gefressen und legte sich zur Ruh. Seitdem ist's gut.

Frage Dich mal, ob Du da irgendwo so ein Tier in Dir hast, und fuetter das.
 
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Benutzer172589  (35)

Benutzer gesperrt
Vielleicht wäre Familienhelferin was für dich, aber mit 2 kleinen Kindern wird das wohl auch nichts.

Ich bin Lektorin. Ist nicht unbedingt mein Traumjob, aber wegen einer Krankheit musste es was sein wo ich mir meine Arbeitszeiten selbst einteilen kann.
 

Benutzer160853  (34)

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Das ist eine sehr gute Frage. Mein Mann hat mich vor paar Wochen exakt das selbe gefragt und ich hab nach wie vor keine richtige Antwort drauf!
Ich gebe ehrlich zu, ich wäre auch mit einem Job an der Tankstelle zufrieden. Arbeit ist Arbeit. Andererseits ist da mein Stolz und der familiäre Druck. Meine Familie ist der Meinung, dass wenn man keinen “gescheiten“ Job hat (dh ein Job wofür man lernen musste), ist man ein Verlierer. Das wurde mir schon als Kind so eingetrichtert, weshalb ich meine Ausbildungen auch alle mit einem 1er Abschluss beendet habe. Die Tatsache, dass ich mich so sehr angestrengt habe, um im Endeffekt evtll “nur“ bei der Tanke zu arbeiten, kratzt an meinem Stolz.

Das ist sowas von absolut hirnsinnig, das weiß ich und reg mich über mich selbst auf.

Für mich persönlich ist und war es schon immer wichtig absolut unabhängig zu sein. Ich war schon immer unabhängig und möchte es auch bleiben. Finanziell haben wir keine Probleme, trotz dem Kredit, aber ich will nicht immer zu meinem Mann rennen und nach Geld fragen müssen. Ich will selbst für mein Geld arbeiten.
[doublepost=1547738808,1547738518][/doublepost]
Jetzt Achtung: genau das war die stupide Arbeit :ROFLMAO:
Wir hatte vorgefertigte Dateien, die Kunden haben uns Name, Datum usw geliefert, die Anzeige hatten sie sich vorher ausgesucht, und wir mussten das lediglich eintragen. Leider lebe ich in der Pampa und die nächste Firma, die das macht, sitzt 30km weit weg und wir haben nur 1 Auto :frown:

Aber die Alternative kann noch nicht, dass du dich benimmst, wie die Prinzessin auf der Erbse, weil es vermutlich selbst im idealisierten Arbweitsfeld die Nadel gibt, die sticht. Am Ende hat Arbeit für mich eine Menge mit Selbstwert zu tun, morgens aufstehen, etwas sinnvolles tun, zu wissen, dass andere einen brauchen. Diese Elemente sind mir fast wichtiger als das Gehalt.
Mich stört, dass du gegen jedes Berufsfeld etwas hast, aber ich keinerlei Drang sehe, dass du dein Leben in eine Richtung lenkst. Wenn du so weiter machst, wird das schwerer. Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit Palmenwedeln in der neuen Firma empfangen und zuvor noch abgeholt wirst, ist eher klein.
 
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Aber die Alternative kann noch nicht, dass du dich benimmst, wie die Prinzessin auf der Erbse, weil es vermutlich selbst im idealisierten Arbweitsfeld die Nadel gibt, die sticht. Am Ende hat Arbeit für mich eine Menge mit Selbstwert zu tun, morgens aufstehen, etwas sinnvolles tun, zu wissen, dass andere einen brauchen. Diese Elemente sind mir fast wichtiger als das Gehalt.
Mich stört, dass du gegen jedes Berufsfeld etwas hast, aber ich keinerlei Drang sehe, dass du dein Leben in eine Richtung lenkst. Wenn du so weiter machst, wird das schwerer. Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit Palmenwedeln in der neuen Firma empfangen und zuvor noch abgeholt wirst, ist eher klein.
Na, so will ich ja auch nicht empfangen werden. Finde es grad traurig, dass das Muttersein eher so abgewertet, als ob ich grad Zuhause rumsitzen und von morgens bis abends meine Nägel lackieren würde.

Und sei ehrlich zu dir selbst:
du würdest auch nicht für 1€/h irgendwo schaffen gehen. Ich bin arbeiten gegangen, um Geld zu verdienen. Sich zusätzlich einen tollen Arbeitsplatz zu wünschen ist normal und wenn jetzt jmd hier behauptet, er geht fürn Apfel und ein Ei gerne täglich 12h fürn Hungerlohn schaffen, bei ner Arbeit, die nicht gefällt, ein Chef der dich täglich anbrüllt, Kunden die dich asozial behandeln.... da lügt ihr nicht bloß andere an sondern auch euch selbst.
 

Benutzer107106 

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Na, so will ich ja auch nicht empfangen werden. Finde es grad traurig, dass das Muttersein eher so abgewertet, als ob ich grad Zuhause rumsitzen und von morgens bis abends meine Nägel lackieren würde.

Und sei ehrlich zu dir selbst:
du würdest auch nicht für 1€/h irgendwo schaffen gehen. Ich bin arbeiten gegangen, um Geld zu verdienen. Sich zusätzlich einen tollen Arbeitsplatz zu wünschen ist normal und wenn jetzt jmd hier behauptet, er geht fürn Apfel und ein Ei gerne täglich 12h fürn Hungerlohn schaffen, bei ner Arbeit, die nicht gefällt, ein Chef der dich täglich anbrüllt, Kunden die dich asozial behandeln.... da lügt ihr nicht bloß andere an sondern auch euch selbst.
Ist doch egal was die Gesellschaft denkt, es geht doch darum, ob du dich wohl fühlst. Wenn du für immer und ewig Hausfrau bleiben willst und ihr das hinbekommt, dann tut das doch.
Sprüche bekommt man immer. Meine Kinder kamen mit 12 Monaten in die Kita. Da gab es auch viel Geschrei. Und TZ ist immer viiiiel zu wenig oder viiiel zu viel.
Ich mache mich davon frei.
 
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