Jetziger Bordellbesuch ein Problem für zukünftige Beziehungen?

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Ich habe Prostitution nicht mit Zwangsprostitution gleichgesetzt :rolleyes:
 

Benutzer121281  (32)

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Ich frage übrigens solche Sachen nach, weil ich es einfach interessant fände. Ja ich glaube ich fände es sogar in gewissem Rahmen sexuell anregend und würde genaue Details fordern.
 

Benutzer123338  (29)

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hmmm... mal andersum gefragt (ist vielleicht ein bisschen OT):

Wieviele von Euch Mädels die hier drin einen Kommentar geschrieben haben, haben denn zu Beginn oder in einer Beziehung ihren Partner konkret gefragt ob er mal in einem Bordell war?
Würde mich mal interessieren.


Konkret gefragt nicht, er hats mir mal in einem Gespräch über Bordelle erzählt. Bisschen perplex war ich am Anfang schon (hätte ihn nicht als "Typ" dafür eingeschätzt), aber da es schon 2 Jahre vor meiner Zeit war fand ichs jetzt nicht weiter schlimm. War auch kein Hinterzimmer wo Frauen dazu gezwungen wurden sondern eher was "gehobenes" (mit Papas Kreditkarte is alles möglich). Mein Freund war damals noch ziemlich jung und die Aktion war eher so eine typische "bin betrunken, lass uns mal was dummes machen" - Sache. Erklärt hat ers mir so, dass es eben einen gewissen Reiz ausübt, so ähnlich wie wenn man als Mann Pornos schaut. Im Nachhinein fand ers nicht so prickelnd, weil ihn Freunde mehr oder weniger dazu überredet haben, war halt eine Erfahrung.

Ich weiß nicht obs jemand kennt, aber auf RTL 2 gabs mal so ne Reportage über Frauen die in der Erotikbranche arbeiten. Da waren durchaus auch welche dabei, die gerne in Bordellen arbeiten und sich nichts besseres vorstellen können (manche davon hatten auch eine feste Beziehung). Für die ist es halt auch nur ein Job.
 
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Und woher weißt du, dass eine Nutte mit manchen Kunden nicht auch freiwillig geschlafen hätte? Das sind sicherlich nicht alles nur faltige, schwitzende Bierbauch-Männer, sondern auch ganz normale Typen.
Du verstehst mich nicht. Woher weiß der Freier, dass die Prostituierte auch so mit ihm geschlafen hätte? Er kann es nicht wissen. Also muss er davon ausgehen, dass sie es tut, weil sie Geld von ihm bekommt, nicht, weil sie Lust auf ihn hat und ihn attraktiv findet.
Und nur weil ich einen Mann nicht abstoßend finde, heißt das nicht, dass ich ihn anziehend und attraktiv finde und Sex mit ihm will. Mit diesem Wissen könnte zumindest ich keine solchen Dienste in Anspruch nehmen.
 
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Benutzer97853 

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Ich müsste die Gründe kennen. Wenn er z.B. keinen Sex von seiner Frau bekommen hat, hätte ich wohl Verständnis.
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Kann der Kunde beim Masseur eigentlich wissen, ob der es nicht eklig findet sich durch seinen Fleischlappen zu kneten? Ob der das nicht nur wegen dem Geld macht, weil es sein Job ist? Vielleicht hätte der freiwillig gar keine Lust auf behaarte Speckrücken? :grin:

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Ich habe Prostitution nicht mit Zwangsprostitution gleichgesetzt :rolleyes:
Naja, angedeutet wurde es (nicht nur von dir) schon deutlich. Aber gut, setzten wir Prostitution nicht mit Zwangsprostitution gleich - dann brauche ich aber auch eigentlich nicht Prostitution jeglicher Art mit Argumenten gegen Zwangsprostitution ablehnen, oder?
 
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Naja, angedeutet wurde es (nicht nur von dir) schon deutlich. Aber gut, setzten wir Prostitution nicht mit Zwangsprostitution gleich - dann brauche ich aber auch eigentlich nicht Prostitution jeglicher Art mit Argumenten gegen Zwangsprostitution ablehnen, oder?

Nein, ich lehne Prostitution ab, weil mir dieses ganze System zu undurchsichtig ist.
 

Benutzer120595  (36)

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Nein, ich lehne Prostitution ab, weil mir dieses ganze System zu undurchsichtig ist.

Hoffentlich erkennst du, dass deine Ablehnung Undurchsichtigkeit begünstigt. :hmm:
Die Angst vor Stigmatisierung hält bestimmt ab und zu nen Kunden, Beobachter oder "Kolleginnen" ab, genauer hinzuschauen, nachzuforschen, offen anzusprechen oder auch zur Polizei zu gehen, wenn es nötig wäre.
 
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Als mich würde es doch etwas abschrecken wenn mir ein potentieller Partner von einem Bordellbesuch erzählen würde. Aber ich vermute mal das man so etwas nicht herausbrüllt, sondern für sich behält.
 
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Kann der Kunde beim Masseur eigentlich wissen, ob der es nicht eklig findet sich durch seinen Fleischlappen zu kneten? Ob der das nicht nur wegen dem Geld macht, weil es sein Job ist? Vielleicht hätte der freiwillig gar keine Lust auf behaarte Speckrücken? :grin:
In der Tat.
Für mich ist aber zwischen Sex haben und Rücken kneten nochmal ein Unterschied. Aber in einer anderen Umfrage hier wurde ja kürzlich auch schon Rückenkraulen mit Sex gleichgesetzt, insofern wundert mich nix mehr :grin:.
 
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Hoffentlich erkennst du, dass deine Ablehnung Undurchsichtigkeit begünstigt. :hmm:
Die Angst vor Stigmatisierung hält bestimmt ab und zu nen Kunden, Beobachter oder "Kolleginnen" ab, genauer hinzuschauen, nachzuforschen, offen anzusprechen oder auch zur Polizei zu gehen, wenn es nötig wäre.

Also bitte. Jetzt bin ich als Unbeteiligte Schuld an Menschenhandel und Zwangsprostitution :rolleyes: Ein System, das ich nicht unterstütze, halte ich auch nicht aufrecht. Jeder ist für sein Verhalten selbst verantwortlich. Will man als "Kunde" sichergehen, keine Notlage auszunutzen, darf man die "Dienstleistung" eben nicht in Anspruch nehmen. Ich bin mir aber sicher, dass das den meisten Leuten egal ist. Da helfen auch keine arg konstruierten Beiträge weiter. Die Verantwortung könnt ihr behalten :zwinker:
 

Benutzer119271 

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Ein Masseur bietet sein Können als Dienstleistung an, eine Prostituirte ihren Körper. Ich sehe da schon einen kleinen Unterschied.
 

Benutzer91095 

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Das finde ich ehrlich gesagt etwas naiv. Wenn es dem Großteil der Freier wichtig wäre, dann gäbe es keine Zwangsprostitution in dem Ausmaß! Ohne Nachfrage kein Angebot. Das Problem ist eben, dass so etwas nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, wenn man derartige Dinge nicht unterstützen will, hilft wohl nur der Verzicht auf diese "Dienstleistung". Andererseits stehen manche Männer bestimmt darauf, perverse Dinge auszuprobieren. Mit genügend Geld lassen sich solche Wünsche realisieren.

Ich gehe ganz grundsätzlich davon aus, dass der Großteil der Freier keine Menschen darstellt, die für mich als Beziehungspartner in Frage kommen. Die Frage in diesem Thread war, wie es ist, wenn der Beziehungspartner früher mal im Bordell war. Ich gehe davon aus, dass ich da nicht gleich die Flucht ergreife, weil die Leute, die für mich für eine Beziehung in Frage kommen, bestimmte Voraussetzungen bereits erfüllen müssen und vermutlich auch bestimmte Einstellungen mit mir teilen. Wenn also so jemand dann aber trotzdem im Bordell war, dann nehme ich an, dass das gewisse nachvollziehbare Gründe gehabt hat (was auf Nachfrage tatsächlich so war) und auch, dass das Bordell eines war, das angemessen ist (ebenso der Fall). Und letztendlich, dass es dem Menschen dort überhaupt nicht gefallen hat (was tatsächlich auch der Fall war).

Ansonsten will ich einfach nicht mehr sagen, als dass es den Prostituierten auch nichts nützt, wenn das ganze Gewerbe schlecht geredet wird und auch freiwillige Prostituierte (und davon gibt es tatsächlich wirklich genug!) unter einem fahlen Licht stehen. Denn ich habe auch den Eindruck, wenn es einem wichtig ist, dass man eine Prostituierte findet, die es freiwillig macht, dann findet man die ohne Probleme. Das wird aber dann halt nicht die Frau sein, die im Mini und weißen Stiefeln am Straßenrand steht.

Wer Interesse an dem Thema hat, einfach mal über "Zwangsprostitution in Deutschland" informieren. Vielleicht fallen ein paar Scheuklappen (nicht auf Dich bezogen :zwinker: ).

Ne, davon kann mich niemand überzeugen, dass das eine gute Sache ist.

Diese Abfolge von Sätzen find ich tatsächlich seltsam. Aber gut, du hast ja bereits klar gestellt, dass es dir beim letzten Satz nicht um Zwangsprostitution geht. Nun ja, ich selbst sehe Prostitution nicht als gute Sache, sondern einfach als Gewerbe, das eben existiert und seine Licht- und Schattenseiten hat. Ich stehe dem so gesehen neutral gegenüber. Mal ein blöder Vergleich: Ich verteufle ja auch per se nicht die Kirche, bloß weil sie in der Vergangenheit und Gegenwart viel Schaden angerichtet hat. Man muss halt schauen, dass man die Schattenseiten so gut wie möglich beseitigt. Das passiert u.a. dann, wenn man das endlich weniger als Tabu-Geschäft betrachtet und die ganze Sache gesellschaftsfähiger und transparenter macht.
 

Benutzer122983  (36)

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Starla schrieb:
Will man als "Kunde" sichergehen, keine Notlage auszunutzen, darf man die "Dienstleistung" eben nicht in Anspruch nehmen. Ich bin mir aber sicher, dass das den meisten Leuten egal ist.

Versicherst du dich denn in jeder Lebenslage davon, dass du mit deinen Handlungen nicht die Notlage anderer ausnutzt ? Was ist denn mit deiner Kleidung ? Die könnte in Südostasien unter widrigen Bedingungen in Kinderarbeit hergestellt worden sein. Auch dein Kaffee oder der Kakao in deiner Schokolade könnten in illegaler Kinder- oder Sklavenarbeit angebaut worden sein.
Hast du dich immer versichert, das dem nie so ist ? Das gilt auch für zig weitere Produkte.

Abgesehen von wirklicher Zwangsprostitution gibt es in Deutschland zudem sicherlich keine Notlage, die jemanden zur Prositution zwingt. Habe mal irgendein Interview von einer Feministin mit zwei Ex-Nutten gelesen. Beide waren mit ihrer Prostitutions-Vergangenheit nicht glücklich (ansonsten wäre das Interview von der Feministin wohl auch kaum veröffentlicht worden ^^). Trotzdem schimmerte im Interview immer wieder durch, dass sie sich vor allem deshalb prostituierten, um sich einen gewissen Luxus leisten zu können.
Kein luxuriöses Leben zu führen ist aber doch keine Notlage. Wer also als eigenverantwortlicher Mensch glaubt, sich für teure Urlaube oder Autos prostituieren zu müssen, der hat sich halt so entschieden und muss dann auch damit leben, ohne sich als das Opfer anderer zu empfinden.
 
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Benutzer120595  (36)

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Versicherst du dich denn in jeder Lebenslage davon, dass du mit deinen Handlungen nicht die Notlage anderer ausnutzt ? Was ist denn mit deiner Kleidung ? Die könnte in Südostasien unter widrigen Bedingungen in Kinderarbeit hergestellt worden sein. Auch dein Kaffee oder der Kakao in deiner Schokolade könnten in illegaler Kinder- oder Sklavenarbeit angebaut worden sein.
Hast du dich immer versichert, das dem nie so ist ? Das gilt auch für zig weitere Produkte.

Abgesehen von wirklicher Zwangsprostitution gibt es in Deutschland zudem sicherlich keine Notlage, die jemanden zur Prositution zwingt.

Der letzte Satz wird dir noch um die Ohren fliegen, weil man das so pauschal nicht sagen kann. Hier leben ja auch Leute, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben. Trotzdem vermute ich auch, dass normalerweise das Motiv ist, sich in eine andere finanzielle Liga zu heben. Auch bei den Osteuropäerinnen.

Vor allem aber hast du mit dem ersten Abschnitt recht. Das Mißverständnis ist, dass Prostitution in irgendeiner Weise die "schändlichste" aller Arbeiten wäre. Und dementsprechend Zwangsprostitution auch ohne jede weitere Frage schändlicher als Kinder in Bergminen, Färbereien oder an Industrienähmaschinen.
Prostitution zu verdammen ist für eine Frau recht einfach, es gibt ja auch kein Angebot für das man selbst schwach werden könnte. Bei H&M und Ikea fragt man aber lieber nicht so genau nach.

Die komische Haltung mancher Frauen zu Prostitution sieht man zum Beispiel hier gut:
Ein Masseur bietet sein Können als Dienstleistung an, eine Prostituirte ihren Körper. Ich sehe da schon einen kleinen Unterschied.
Eine Prostituierte bietet ihr Können an! Glaub nicht, dass du einfach so eine gute Prostituierte sein könntest. Mit Geld nehmen, hinlegen, Augen schließen, das Gesicht abwenden und warten bis es vorbei ist wird kein Kunde ein zweites mal kommen (und jeder wird länger brauchen). Und du wärst schnell wieder bei deinem vorigen Job.
Aber natürlich macht die Prostituierte das unter physischem Einsatz. Nur: Der Masseur macht das auch nicht mit Geschichtenerzählen. Und die Krankenschwester nicht, der Türsteher nicht, der Tierarzt nicht usw.

Der Unterschied zwischen den Verdammern und den Akzeptierern (ohne dass sie dadurch gleich begeistert von diesem Metier sein müssen) ist, glaube ich, dass die Verbindung von Geld und Sex bei den Verdammern einen irrationalen Ekelfaktor aufweist der dann mit allerlei Horrorvorstellungen untermauert werden muss.
 
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Mein Verhalten und meine Denkweise muss niemand verstehen, teilen oder akzeptieren. Wenn jemand eine andere hat: Gerne. Ändert meine aber nicht.

Und dieser ewige Irrglaube, man dürfe sich nur engagieren, wenn man selbst eine blütenreine Weste hat: Er hängt mir mittlerweile aus den Ohren raus. Wenn jeder so denken würde, hätte es in keinerlei Bereichen eine Verbesserung gegeben.

Ein Mann, der Sex als Dienstleistung kauft, wird von mir keine Absolution erhalten. Ich wüsste aber auch nicht, warum ich dazu verpflichtet wäre. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.
 

Benutzer122983  (36)

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dpanw schrieb:
Hier leben ja auch Leute, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben.

Wer soll das denn bitte sein ? Selbst jeder Asylant bekommt Sozialleistungen.

Starla schrieb:
Und dieser ewige Irrglaube, man dürfe sich nur engagieren, wenn man selbst eine blütenreine Weste hat: Er hängt mir mittlerweile aus den Ohren raus. Wenn jeder so denken würde, hätte es in keinerlei Bereichen eine Verbesserung gegeben.

Solch eine moralische Überlegenheit wirkt dann halt einfach ziemlich aufgesetzt, wenn man sich willkürlich irgendein Thema heraussucht, an dem man die Moral jedes Einzelnen misst und andere Dinge komplett unter den Tisch fallen lässt.
So einfach ist das.

Und genau das ist hierbei nämlich auch der Punkt:
dpanw schrieb:
Prostitution zu verdammen ist für eine Frau recht einfach, es gibt ja auch kein Angebot für das man selbst schwach werden könnte.

Liebe Starla, beanspruche die moralische Lufthoheit doch erstmal in Dingen, die DICH persönlich überhaupt betreffen können. :zwinker: Dann wirkt es auch glaubwürdig, wenn man sich über andere Dinge empört.

dpanw schrieb:
Der Unterschied zwischen den Verdammern und den Akzeptierern (ohne dass sie dadurch gleich begeistert von diesem Metier sein müssen) ist, glaube ich, dass die Verbindung von Geld und Sex bei den Verdammern einen irrationalen Ekelfaktor aufweist der dann mit allerlei Horrorvorstellungen untermauert werden muss.

Sehe ich auch so. Sexualität wird ständig auf ein riesen Podest gehoben. Z.b. auch bei Sexualverbrechen. Bei der zu Tode gequälten Inderin wurde stets zuerst von Vergewaltigung gesprochen. Was ich schlimmer fand, als die Tatsache, dass ihr irgendwelche Typen ihr Pimmelchen reingesteckt haben war für mich eigentlich, dass sie sie zu Tode misshandelt haben.

Da hat viel damit zu tun, dass man eine Vergewaltigte als "geschändet" ansieht. Wieso sollte eine Frau "Schande auf sich geladen" haben, weil ihr ein Sexualverbrechen angetan wurde ? Und genauso wird es dann auch bei Prostituierten empfunden, als ob die "Ehre" einer Frau zwischen ihren Beinen säße und sie diese nun aus der Not für Geld anbietet. Halte ich für Unsinn.

Das ist jetzt wahrscheinlich zu kontrovers für viele, aber ich sehe es nunmal so..
 
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Solch eine moralische Überlegenheit wirkt dann halt einfach ziemlich aufgesetzt, wenn man sich willkürlich irgendein Thema heraussucht, an dem man die Moral jedes Einzelnen misst und andere Dinge komplett unter den Tisch fallen lässt.
So einfach ist das.

Und genau das ist hierbei nämlich auch der Punkt:


Liebe Starla, beanspruche die moralische Lufthoheit doch erstmal in Dingen, die DICH persönlich überhaupt betreffen können. :zwinker: Dann wirkt es auch glaubwürdig, wenn man sich über andere Dinge empört.

Dann kann ich Dir meine persönliche Betroffenheit ja schildern: Ich habe bereits nebenher in einer Beratungsstelle gearbeitet, an die sich Frauen wenden können, die in einer psychischen Notlage bzw einer Krise befinden. Nun habe ich dort auch Frauen kennengelernt, die sich prostituiert haben (oder es weiterhin tun), habe ihre Geschichten gehört und ihre Traumatisierung miterlebt (übrigens waren viele von ihnen vorher Opfer sexuellen Missbrauchs/Vergewaltigung, sehr interessant).

Natürlich geht niemand zu einer Beratungsstelle, der glücklich ist mit dem, was er tut. Aber ich gebe zu bedenken, dass selbst wenn etwas auf freiwilliger Basis geschieht (weil das Geld gereizt hat), dass es etwas mit einem Menschen macht, wenn er tagtäglich mehrere Männer bedienen muss (teils wie am Fließband). Ob sie da nun vereinzelt einen ablehnt oder nicht.

Das mag auf die "Hobbynutte", die so etwas nicht primär aus finanziellen Gründen macht (weil sie einen anderen Haupterwerb hat oder weil sie von ihrem Mann versorgt wird) nicht zutreffen. Die pickt sich sozusagen die Rosinen raus und kann das eventuell anders verarbeiten. Aber auch hier bleibt Vorsicht, denn man kann nicht alles von vornherein beurteilen.

Nein, ich empfinde keine moralische Überlegenheit. Ich empfinde Mitgefühl für diese Frauen (die ich kennenlernen durfte) und ehrlich gesagt etwas Wut auf diese Männer, die dazu mit beigetragen haben, dass es diesen Frauen so geht, wie es ihnen eben geht.

Edit: http://www.emma.de/ressorts/artikel...ch-zum-ersten-mal-in-meinem-leben-verstanden/ Ein sehr interessanter Artikel!

http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2011/fruehling-2011/prostitiution-es-ist-moderne-skl/

 
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Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Wobei die gleiche Zeitschrift "Emma" auch an anderer Stelle schon Prostitution als supereinfachen und wenig zeitintensiven Weg zum Finanzieren des Studiums vorgestellt hat..
 

Benutzer125291 

Benutzer gesperrt
Wobei die gleiche Zeitschrift "Emma" auch an anderer Stelle schon Prostitution als supereinfachen und wenig zeitintensiven Weg zum Finanzieren des Studiums vorgestellt hat..

Nicht dein Ernst, oder?[DOUBLEPOST=1358665955,1358636728][/DOUBLEPOST]
hätte ihn nicht als "Typ" dafür eingeschätzt [...] mit Papas Kreditkarte is alles möglich
Abgesehen davon, dass ich nicht wüsste, wie ein "typischer Nuttengänger" so aussehen sollte - DAS ist schon dreist :grin:
...da hat wohl Jemand bei der Kreditkartenabrechnung gestaunt :zwinker:
 
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