Ja, ich will. Mit 23!

Benutzer6874  (35)

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Mir hat der Artikel gefallen, wie alles was gegen den Mainstream geht. Mal ein wenig anders. Aber nicht als Empfehlung, sondern einfach wie man es AUCH machen könnte.
Ich denke aber nicht dass es mit dem "katholischen Eheverständnis" zu tun haben muss.

Glücklich ist wer einfach heiraten kann. Lieber mehr Gäste als mehr Aufwand.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ehrlich gesagt lässt mich der Artikel ein wenig ratlos zurück. Die Autorin tut so, als ob es eine geradezu unerhörte Handlung wäre, mit 23 Jahren zu heiraten und gläubig zu sein. Das ist es mitnichten. Diejenigen, die in dem Alter heiraten, machen daraus jedoch meistens keinen Zeitungsartikel. Was sie über Freiheit, Glauben etc. schreibt, gibt mir nichts. Das liest sich für mich wie 08/15-Theologiesprech, mit dem ich nichts anfangen kann.

Von meiner Seite daher nur: Herzlichen Glückwunsch und nobody cares!
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Irgendwie ist das schon paradox:
Einerseits werden alle möglichen Lebensentwürfe in unserer Gesellschaft akzeptiert, die früher kaum denkbar waren... sei es nun die Homo-Ehe, volle Berufstätigkeit beider Elternteile und Fremdbetreuung der Kinder, späte Schwangerschaften, Scheidungen, danach wieder heiraten, usw.

Aber alles, was zu sehr dem früher üblichen, anerkannten und teilweise auch aufgezwungenen Lebensentwurf entspricht, gilt sehr schnell aus spießig, rückständig, usw. und wird deshalb nicht wirklich anerkannt.
Wenn jemand früh heiraten will, früh Kinder bekommen will, oder für die Kinder beruflich in großem Umfang zurücksteckt, ist das doch auch vollkommen in Ordnung... denn es gibt nun mal einfach Menschen, die genau so leben wollen und die ein solches Leben glücklich macht. Und dieses Glück gönne ich diesen Leuten genau wie allen Leuten, die mit irgendeinem anderen Lebensentwurf ebenfalls glücklich sind.

Ich kann zwar das ganze Geschwafel um irgendwelche Glaubensdinge in diesem Artikel überhaupt nicht nachvollziehen... aber wenn die Autorin mit ihrem katholischen Glauben und ihrer frühen Eheschließung glücklich ist, dann gönne ich ihr dieses Glück. - Unabhängig davon, ob mich so etwas glücklich machen könnte, oder nicht.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Irgendwie ist das schon paradox:
Einerseits werden alle möglichen Lebensentwürfe in unserer Gesellschaft akzeptiert, die früher kaum denkbar waren... sei es nun die Homo-Ehe, volle Berufstätigkeit beider Elternteile und Fremdbetreuung der Kinder, späte Schwangerschaften, Scheidungen, danach wieder heiraten, usw.

Aber alles, was zu sehr dem früher üblichen, anerkannten und teilweise auch aufgezwungenen Lebensentwurf entspricht, gilt sehr schnell aus spießig, rückständig, usw. und wird deshalb nicht wirklich anerkannt.

Worauf stützt du das? Den Eindruck habe ich kein bisschen. Seien wir mal realistisch: Jeder Lebensentwurf findet Leute, die ihn nicht gut finden. Ob Fremd- oder Eigenbetreuung von Kindern, frühe oder späte Geburten, Heiraten oder wilde Ehe - es gibt immer Menschen, die das eine oder das andere blöd finden, da musst du nur in dieses oder andere Foren schauen. Nun sind aber nicht alle so wehleidig wie bestimmte Traditionalisten und basteln daraus, dass ihr Lebensentwurf nicht allgemein geteilt wird, ihr persönliches Märtyrium. Die anderen leben einfach so wie sie es für richtig halten.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich weiß nicht, ob es sich dabei nun um selektive Wahrnehmung handelt... aber ich habe einfach den Eindruck, dass in meiner Altersklasse deutlich mehr, über spießige Heimchen am Herd-Lebensentwürfe und Ähnliches gelästert wird, als über "modernere" Lebensentwürfe, die vor ein paar Jahrzehnten noch undenkbar waren.
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich weiß nicht, ob es sich dabei nun um selektive Wahrnehmung handelt... aber ich habe einfach den Eindruck, dass in meiner Altersklasse deutlich mehr, über spießige Heimchen am Herd-Lebensentwürfe und Ähnliches gelästert wird, als über "modernere" Lebensentwürfe, die vor ein paar Jahrzehnten noch undenkbar waren.

Das hängt natürlich mit den Menschen zusammen, mit denen du dich umgibst. Wenn dir die Autorin des Artikels und ihre Freunde ihre Meinung zu Kinder von mehreren Vätern oder jedenfalls mehreren potenziellen Vätern mitteilen würde, sähe die wahrscheinlich auch nicht lästerfrei aus.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Es tut mir ja leid, aber eine kleine 23-Jährige, die seit ungefähr 5 Minuten verheiratet ist und sich dann selbstgefällig hinstellt: "Mein Ja ist unwiderruflich, Scheidung ist keine Option", die kann ich nicht wirklich ernst nehmen. Aus der reinen Theorie heraus, frisch verheiratet auf rosa Wölkchen schwebend, redet es sich immer sehr leicht; nach ein bis zwei Jahrzehnten Ehe und in einer ernsten Beziehungskrise sieht die Sache anders aus. Und wer aus Prinzip ein totes Pferd reitet und lieber ein freudloses Leben in einer unglücklichen Ehe fristet, als sich scheiden zu lassen, hat höchstens mein Mitgefühl, aber sicher nicht meine Bewunderung.

Ansonsten finde ich Leute, die immer betonen müssen, wie ach so toll anti-mainstream und individuell sie doch sind, mindestens genauso nervig wie Leute, die hirnlos dem Mainstream nachjagen. Ebenso Leute, die Toleranz als Einbahnstraße betrachten und Wohlwollen für ihren eigenen Lebensstil erwarten, gleichzeitig aber selbst den Lebensstil anderer abwerten.
 

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
Ein überzeugtes Plädoyer für einen selbst-gedachten Lebensweg. Die Chance auf Erfolg der Ehe erhöht sich nicht durch abwarten und wenn ein fester Glaube der Autorin hilft, die unvermeidlichen Klippen einer Beziehung zu umschiffen, why not? Hilfreich sicher auch, dass schon ihre Eltern eine 'Bilderbuchehe' führten - was immer das ist.
 
A

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Gast
Ich habe auch mit 22 geheiratet. Wir sind nicht mehr zusammen, aber ich kann nicht sagen, ich hätte das bereut. Für mich war es damals die richtige Entscheidung.
 
L

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Gast
Wenn sich's mit 23 Jahren zu 100 Prozent richtig anfühlt, bitte, warum nicht? Finde das jetzt aber nix Besonderes, sondern normal. Ich wundere mich oft, warum ich schief angeguckt werde, wenn der/diejenige erfährt, dass ich mit 26 geheiratet hab.

Off-Topic:
Mir hat der Artikel gefallen, wie alles was gegen den Mainstream geht.

Noch ein spannendes Thema: Jeder legt Wert auf Individualität, die dann am Ende selbst zum Mainstream wird. Ich werde wohl nie verstehen, wie man etwas doof finden kann, nur, weil andere es mögen.
 

Benutzer6874  (35)

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Ich habe den Artikel jetzt noch ganz gelesen.....
Er ist für mich nur noch eine Meinung unter anderen. Mit viel zu deutlichem Bemühen "anders" zu sein.
 

Benutzer29959 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kenne ja auch einige Leute aus der gläubigen christlichen "Szene"(katholisch), aber die Regel ist es auch dort nicht das früh oder früher geheiratet wird.

Manche dieser Leute haben sich auch über christliche Veranstaltungen für junge Leute kennengelernt, sind in solchen Gruppen aktiv(z.B Jugend 2000, Totus Tuus u.a) und die Heiratsalter sind in der Regel auch Ende 20 bis Ende 30.
Einige die ich kannte waren eher lange Zeit Singles, was in der Regel nicht heißt, das sie jungfräulich in die Ehe gingen.
Nicht wenige entdecken den gelebten christlichen Glauben, erst in den 20ern, wenn die ersten großen Umbrüche im Leben stattfinden.

Von einem bekannten Paar, das jetzt schon ein paar Jahre verheiratet ist habe ich aber mal gehört, das sie vor der Hochzeit nicht bei einander übernachtet haben, was bei den anderen Bekannten aus ihrem örtlichen Umfeld befremdlich aufgenommen wurde, da dies für die normal und selbstverständlich war.
Dieses Paar hat sich aber für eine bewusste christliche Lebensweise vor der Ehe entschlossen.

Diese Leute gehen die Ehe aber mit einem gewissen stärkeren Bewußtsein für das Eheversprechen an und sprechen vom heiligen Sakrament der Ehe. Es gibt auch Ehevorbereitungsseminare für junge Verlobte.

Und das es Leute gibt die für solche Schritte früher bereit sind, sehe ich am Beispiel von der Frau eines meiner Cousins.
Diese eine gelernte Einzelhandelskauffrau(aus mittelbürgerlichem Haushalt) war mit 21 verheratet und Mutter eines kleinen Sohns. Die Hochzeit fand aber erst im Jahr nach der Geburt des Sohnes statt.
Und war vernünftiger und reifer als viele andere Frauen ihres Alters.
Mein Cousin ist 6 Jahre älter.

Um wieder mehr zum Punkt zu kommen, je mehr die soziale Umfeldbedingungen(Beruf, soziales Umfeld) stimmen umso mehr entscheidet sich ein Paar für eine Hochzeit unter der 30.
Ist sicher auch eine Sache der Schulbildung und der Artikel ist wie immer einseitig aus der Jungakademikersicht geschrieben.
Aber sicher auch eine Angelegenheit des Zeitpunktes wann man den Partner/Partnerin kennenlernt, mit dem man es sich erstmals vorstellen kann.
 

Benutzer146142 

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Guy de Maupassant's Jeanne vor Augen, fällt mir ein chinesischer Sack Reis wie Schuppen aus den Haaren und so :rolleyes:
 
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