Ist im Deutschen schon zuviel Englisch?

T

Benutzer

Gast
Mann im Mond schrieb:
Des deutschen liebstes hobby, entschuldigung, freizeitbeschäftigung meinte ich:

das meckern und beschweren. mal ganz ehrlich, gibt es in deutschland auch irgendwas gutes? irgendetwas, worüber der deutsche sich nicht beschwert?

das benzin ist zu teurer, die politiker unfähig, die arbeitslosen zu viele, die menschen zu egoistisch, die komiker nicht lustig, die kinofilme zu sehr "mainstream" :link:

hauptsache, der deutsche hat etwas, worüber er sich aufregen kann. und irgendwas findet er immer, und sei es die sprache.

ist es den so schlimm, dass man auch englische wörter verwendet? meine großeltern reden nicht vom keller, sondern vom "sutrai" (keine ahnung wie man das ausspricht), der gehweg ist der "trotwar", meine mutter redet oft von der "bagage" usw.
zumindest bei trotwar und bei sutrai weis ich recht sicher, dass sie aus dem französischen kommen. na und?
:blablabla nd

das benzin ist zu teurer: richtig!
die politiker unfähig: richtig!
die arbeitslosen zu viele: richtig!
die menschen zu egoistisch: stimmt auch leider zu oft!
Ist dies nur Gemecker, oder nicht doch eher nur eine Feststellung?

Deutschland ist wirklich in vielen Belangen auf Talfahrt. Man kann natürlich versuchen dies zu ignorieren.

Am Rande ist dieses Thema sogar mit den Problemen in Deutschland in Verbindung zu bringen. Der mangelnde Patriotismus der Elite führt erst zu der Verlagerung der Arbeit in Billiglohnländer. Aber dies wäre wieder ein eigenes Thema.

Die Verwendung einer Fremdsprache führt dazu das ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt werden und Verständigungsprobleme haben. Du verstehst deine Großeltern nicht mehr und sie umgekehrt genauso.

Souterrain spricht sich in etwa "Sutereng"
Trottoir wird in etwa als "Trotwahr" gesprochen.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
*g* "Trottoir" und "Souterrain". War aber ein netter Versuch .

mir war schon klar , dass man es falscher nicht schreiben kann. aber da es eben eher dinge sind, die man spricht, habe ich es eben mal "versucht" :zwinker:

Mann im M :zwinker: nd
 
T

Benutzer

Gast
cat85 schrieb:
ein Date und eine Verabredung sind aber nicht das gleiche...verabreden kann ich mich auch mit meiner Oma...fraglich ob ich Dates mit ihr habe! :tongue:


hm, meinst, Sie hat keine Daten und/oder Datteln mehr? :grin:
 

Benutzer11220  (52)

Verbringt hier viel Zeit
Mann im Mond schrieb:
Des deutschen liebstes hobby, entschuldigung, freizeitbeschäftigung meinte ich:

das meckern und beschweren. mal ganz ehrlich, gibt es in deutschland auch irgendwas gutes? irgendetwas, worüber der deutsche sich nicht beschwert?

das benzin ist zu teurer, die politiker unfähig, die arbeitslosen zu viele, die menschen zu egoistisch, die komiker nicht lustig, die kinofilme zu sehr "mainstream" :link:

hauptsache, der deutsche hat etwas, worüber er sich aufregen kann. und irgendwas findet er immer, und sei es die sprache.

mein opa beschwert sich, wenn autofahrer zu früh nach rechts ziehen, und ihm die ganze scheibe vollspritzen (bei regen); ich beschwere mich, wenn die schnarcher auf der linken seite nicht nach rechts fahren, obwohl ich vorbei will.....


ist es den so schlimm, dass man auch englische wörter verwendet? meine großeltern reden nicht vom keller, sondern vom "sutrai" (keine ahnung wie man das ausspricht), der gehweg ist der "trotwar", meine mutter redet oft von der "bagage" usw.
zumindest bei trotwar und bei sutrai weis ich recht sicher, dass sie aus dem französischen kommen. na und?


ich achte ehrlich gesagt nicht darauf, ob ich englische oder deutsche begriffe für irgendwas verwende. wenn ich mit freunden chatte(ja ich schnattere...), fallen eigentlich regelmäsig begriffe wie
"k" für ok (oder kk) , bye, cu, fun, cool, hi, und noch viele weitere, die mir momentan nciht einfallen....
wo ist das problem. was schadet es, wenn ich so rede/schreibe?


.... bin fertig, jetzt dürft ihr mich gern auseinandernehmen, weil ich mich nicht korrekt ausgedrückt habe, oder einfach nur, weil ich anderer meinung bin *g*


gruß,

Mann im M :blablabla nd


Die Französichen Begriffe kommen aus der Besatzungszeit nach dem 1 Weltkrieg, die Franzosen haben ca 10Jahre die Gebiete links des Rheines besetzt gehalten. Natürlich wird viel gemeckert, aber das wird es überall auf der Welt. Und über die verschandeling unserer schönen Sprache kann man ja wohl nur Meckern.


mfg
 

Benutzer20202 

Verbringt hier viel Zeit
Mal Reinschauen schrieb:
Die Französichen Begriffe kommen aus der Besatzungszeit nach dem 1 Weltkrieg, die Franzosen haben ca 10Jahre die Gebiete links des Rheines besetzt gehalten.
Hätte eiegntlich eher gedacht, diese Begriff gehen auf Napoleon zurück, denn im Schwäbischen sind solche Begriffe auch sehr gebräuchlich, auch in den Genieten recht des Rheines.
 

Benutzer7815  (41)

Verbringt hier viel Zeit
@ Tilak

das benzin ist zu teurer: falsch!

Es müsste eigentlich noch teurer sein, damit endlich das Auto endlich häufiger stehen gelassen und auf öffentliche Verkehrsmittel (oder Fahrrad :cool1: ) zurückgegriffen wird.

die politiker unfähig: Bitte keine Pauschalisierungen, die allermeisten Politiker leisten harte und gute Arbeit.

die arbeitslosen zu viele: richtig! ok hier stimme ich zu.

die menschen zu egoistisch: Ist in den Industrienationen meistens so.

Ist dies nur Gemecker, oder nicht doch eher nur eine Feststellung? Eher Gemecker :tongue:

MFG Matthias

PS: Ich habe nix gegen die englischen Einflüsse.
 
M

Benutzer

Gast
*kicher* Eine Polizistin als "Mutterficker" zu bezeichnen... ich weiß nicht, ich dachte bisher immer, das könnte mqan nur auf männliche Personen anwenden *g*...

Tja, da müßte man auch erst mal klären, was der Unterschied zwischen einer Politesse und einer Polizistin ist. Aber egal....

ich find auch in der Deutschen Sprache ist zuviel Englisch. Wir sind aber selber schuld. Hauptsächlich liegts an den verblödenden Kids, oder Teens, oder wie hieß das noch gleich....

Ansonsten sind wir Deutschen sogar so blöd, daß wir englische Wörter erfinden, die es gar nicht gibt.

Ich sag nur Handy. Komm einem Ami oder Engländer nicht mit Handy....
Der kuckt nur...

Die nennen das "mobile" oder "mobilephone"
 
T

Benutzer

Gast
Dragonlord schrieb:
@ Tilak

das benzin ist zu teurer: falsch!

Es müsste eigentlich noch teurer sein, damit endlich das Auto endlich häufiger stehen gelassen und auf öffentliche Verkehrsmittel (oder Fahrrad :cool1: ) zurückgegriffen wird.

die politiker unfähig: Bitte keine Pauschalisierungen, die allermeisten Politiker leisten harte und gute Arbeit.

die arbeitslosen zu viele: richtig! ok hier stimme ich zu.

die menschen zu egoistisch: Ist in den Industrienationen meistens so.

Ist dies nur Gemecker, oder nicht doch eher nur eine Feststellung? Eher Gemecker :tongue:

MFG Matthias

PS: Ich habe nix gegen die englischen Einflüsse.

Warum ich Benzin für zu teuer halte:
Unser Umweltschutz ist nur ein netter Versuch, aber mehr leider wirklich nicht. Ich bedaure dies wirklich, aber die Welt ist weit größer als nur Deutschland. Siehe einmal z.B. nach China oder Indien. Ich lebe in Thailand und sehe wie absurd ein auf Deutschland beschränkter Umweltschutz ist. Nur international wäre etwas zu machen. Außer Absichtserklärungen passiert dort aber leider nichts.

Warum ich unsere meisten Politiker für unfähig halte:
Heutzutage gibt es leider fast nur noch Berufspolitiker und dies disqualifiziert sie völlig. Vom wirklichen Leben wissen diese Leute leider rein gar nichts. Sie haben eine Globalisierung angestoßen, ohne sie zu gestalten. Nun geht es wieder zurück in frühkapitalistische Zeiten. Um an die Macht zu kommen, bzw. zu bleiben, werfen sie ihre eigenen Grundsätze einfach über den Haufen. Nun befinden sich unsere wählbaren Parteien alle in der Mitte. Eine rechte Partei die nicht gerade faschistisch ist, oder eine linke Partei, die nicht gerade komunistisch ist, existiert nicht mehr. Damit wird den Wählern jede echte Wahlmöglichkeit genommen. Man wählt nur noch das kleinere Übel.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Man Man Man, mir gings doch nur darum zu zeigen, dass die deutschen ach so gern meckern, über alles und jeden. und nicht darum, eine politische grundsatzdiskussion auszulösen.

noch ein kleines beispiel: "bierbauch-fussballer": sitzen daheim vor der glotze mit ihrem fläschen in der hand, und zischen fleisig eins runter, während sie über den verschossenen ball meckern.


btw: ist ein berufselektriker als "disqualifiziert" anzusehen? *wenn die welle schon losgetreten ist*


ach. bin ja auch ein deutscher: also: warum müssen solche diskusionen immer sein. hört sofort auf, das regt mich ja sowas von auf *mecker* *mecker*

:grin:


...andere sind viel schlechter dran, und nehmen das leben trotzdem gelassener.


Mann im M :tongue: nd
 

Benutzer17313  (44)

Verbringt hier viel Zeit
munichboy87 schrieb:
It rules ist sicher nicht Vergangenheit sondern Gegenwart und heisst es beherrscht. Vergangenheit wäre it ruled. Und it rules wird im englischen auch als "cooler" ausdruck verwendet. Wenn man dann statt rules, rult schreibt macht es doch auch nicht wirklich was - hört sich wenigstens deutscher an.

Eben darum gehts ja... Das der schreiber behauptet, er braucht kein deutsch, weil englisch "rult", der begriff kommt jedoch nur durch die Symbiose zwischen deutsch und englisch zustande... also ohne deutsch kein "rult".


Was geht ab
was geht down...
0-7-11
benztown
 
S

Benutzer

Gast
Viele meinen ja, dass Wörter wie Airbag unumgänglich sind. Ich geb' ja zu, dass "Luftsack" auf den ersten Blick komisch wirkt. Aber Begriffe wie Zeitschrift oder Bürgersteig wirken, bei längerer Betrachtung auch äußerst ungewöhnlich, trotzdem haben sie sich durchgesetzt und das französische Journal und Trottoir (bitte schlagt mich nicht, wenn ich's falsch geschrieben hab').
 

Benutzer18610 

Verbringt hier viel Zeit
Also ich finde die Diskussion albern, wenn man bedenkt, dass gerade bei den unter 30jährigen sowieso kaum einer richtig deutsch kann. Man muss sich doch nur hier im Forum umgucken. Oder in beliebigen anderen Foren. Oder einfach mal in einer Kneipe auf den Nachbartisch achten, wenn da eine Gruppe um die 20 sitzt.
Zeichensetzung? Brauchen wir nicht.
Rechtschreibung? Hey, ich hab' wichtigeres zu tun, in die Disco geh'n zum Beispiel.
Kasus? Was ist das denn? Eine Popgruppe?

Also Leute, mal im Ernst. Bin ich der einzige, den das mehr aufregt als die paar englischen Begriffe? Fast alle Jugendlichen, die zu uns in die Kneipe kommen, sprechen schlechter deutsch als die Angestellten in meiner Stamm-Dönerbude. Menschen, die das Wahlrecht haben, und über die Zukunft unseres Landes mitbestimmen dürfen, haben weniger Textkompetenz als ein Türke, der erst ein Jahr im Land ist. Wohin soll das denn bitteschön führen?

Statt sich ewig Gedanken zu machen um die "Reinhaltung der deutschen Sprache", sollten wir vielleicht erstmal zusehen, dass der Nachwuchs die deutsche Sprache überhaupt vernünftig lernt.

Es ist erschreckend, wie viele Menschen im gesprochenen (!!) Deutsch Akkusativ und Dativ nicht auseinander halten können. Vom Geschriebenen ganz zu schweigen. Wie um alles in der Welt schreiben solche Menschen Bewerbungen? Machen das Mama und Papa? Und wie sollen wir politische und wirtschaftliche Missstände (obacht, neue Rechtschreibung!) in den Griff kriegen, wenn die Hälfte der Bevölkerung eine Textkompetenz besitzt, die nichtmal für ein Grimm'sches Märchen reicht?
 

Benutzer8995 

Verbringt hier viel Zeit
shabba schrieb:
viel interessanter als die offensichtlichen beispiele (eingedeutsche woerter, denglisch, usw.) sind die nicht so offensichtlichen. zum beispiel die grausame getrenntschreibung oder das deppenapostroph.

ich sag nur "Bahnhof's Gaststätte", "Waldpilz Suppe" (Knorr!!!), "Steh Café"...

lustig wird's dann, wenn's sinnverfaelschend ist, z.B. "24 Monate ohne Grund Gebühr" (wer zahlt denn gerne grundlos 2 jahre lang gebuehr?!), oder letztens live gesehen bei der autowaesche "Innen Reinigung gratis" (heißt das, in dem gebaeude da kostet mich das reinigen nichts?!)...

gruß,
shabba

OH JA! wie recht du doch hast.
man sieht es überall...unfassbar!
und diese ganzen englischen begriffe kotzen mich nur an an. man muss sich nur mal werbung reinziehen. in jedem SPOT (AH!) ...
wo sind wir hier?!
 

Benutzer20202 

Verbringt hier viel Zeit
dergutekoenig schrieb:
Es ist erschreckend, wie viele Menschen im gesprochenen (!!) Deutsch Akkusativ und Dativ nicht auseinander halten können.
Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.
 

Benutzer17430  (41)

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht den ganzen Thread zu lesen. Aber Sprache war schon seit jeher im Wandel. Dank der Wanderschaft der Völker konnte manch eine Sprache erst entstehen und weiterentwickelt werden.

Die Anglifizierung des Deutsch ist also ein natürlicher Prozess. Man kann sich über manch eine Ausdrucksweise wundern und dumm finden.

Ist eine Sprache nicht ständig im Wandel, dann ist sie tot.
 

Benutzer1492 

Verbringt hier viel Zeit
Ist es ... und ich hasse diese Verenglischung.

Da hab ich wohl zu viel Stolz
 

Benutzer15993 

Verbringt hier viel Zeit
ja, ich denke im deutschen ist zuviel englisch.

besonders schön sieht man das in der arbeitswelt. kaum ist ein "titel" auf englisch und schon haben die leute das gefühl er habe mehr wert oder sie seien etwas besseres!

gruss la vita ...
 
D

Benutzer

Gast
Liza schrieb:
Ehrlich gesagt - "Trottoir" anstelle von Bürgersteig finde ich ungefähr genauso albern wie "get-together" anstelle von "Zusammenkunft".

Trottoir klingt aber sehr charmant, während Bürgersteig sich grausam Deutsch anhört.
 
T

Benutzer

Gast
Damasus schrieb:
Trottoir klingt aber sehr charmant, während Bürgersteig sich grausam Deutsch anhört.

Dann sollten wir doch Französich als Umgangssprache benutzen.

Zumal die meisten hier im Forum prima Französisch können.
Nur mit dem Sprechen hapert es meistens noch. :grin:
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren