Ist im Deutschen schon zuviel Englisch?

Benutzer11220  (52)

Verbringt hier viel Zeit
Nun ja, in unserer schönen Deutschen Sprache sind eindeutig viel zu viele Englische oder sagen wir besser Amerikanische begriffe eingeflossen in den Letzten 60 Jahren. Aber was soll man erwarten, wenn alle Augen nur nach AMILAND SCHAUEN, und das was dort abläuft als Masstab aller Dinge nimmt.
60Jahre Besatzung in Deutschland haben halt ihre Spuren hinterlassen.

mfg
 
M

Benutzer

Gast
"Über 50% der 400.000 Wörter der englischen Sprache kommen direkt oder indirekt aus dem Lateinischen!"

Irgendwie hängen die europäischen Sprachen alle zusammen und mal dominiert die eine mal die andere Sprache. Wenn man sich wirklich mal die Mühe machen würde und nachforschen würde welche Wörter im Deutschen wirklich rein germanischen Ursprungs sind, würde man sich wundern wie wenige einem da begegnen.
Ein Beispiel ist Windauge. Im Englsichen übernommen und mit der Zeit verändert zu window. Wir haben dafür das lateinische fenestra zu unserem Fenster gemacht. Beschwert sich heute irgendjemand darüber das zu viele lateinische Begriffe in unsere Sprache vorkommen???????

Ergebnis: Alles halb so schlimm.


http://www.examen-europaeum.com/EEE/EEE2003/08FremdundLehnwoerter.htm

besonder interessant auf der seite ist h) deustche Lehnwörter.
 
C

Benutzer

Gast
schlimm finde ich es erst, wenn total unpassend zusammengezogen wird. Neulich stand in einem Beitrag: Ich habe mich "verloved"...oder wenn in der Überschrift @ boys oder @ girls steht...
 

Benutzer20202 

Verbringt hier viel Zeit
Die Hexe schrieb:
Das ist heute aber kein Kulturaustausch mehr, sondern Imperialismus. Das kannst du nicht vergleichen! Und geh doch bitte mal ins Ausland und schau dich um. Dort ist das Problem nicht so groß.
Ok, dann sind Napoleons Truppen also auf Kulturaustausch durch Deutschland gezogen.

Ich sehe das ganze nicht so tragisch. Sprache ist nun einmal nichts statisches sondern eine ständige Entwicklung. Wir sprechen nun einmal nicht mehr wie zu Luther's Zeiten, neue Worte kommen, alte verschwinden, andere bekommen neue Bedeutungen oder ändern ihre Schreibweise, auch wenn dies einigen alten Männern bei der FAZ nicht gefällt. Sich gegen diesen natürlichen Prozess zu stellen ist so vielversprechend, wie der Versuch das Wasser aus dem Rumpf der sinkenden Tiatnic mit Eimern auszupumpen.
Letzendlich ist Sprache nur ein Mittel zur Kommunikation, und es werden sich jene Sprachformen durchsetzen, die diesen Zweck besser als andere erfüllen.
Wenn wie in Lizas Beispiel durch Anglizismen der Text der genannten Bedienanweisung nicht mehr für Teile der Zielgruppe verständlich sind, dann erfüllt die Sprache hier nicht ihren Zweck, wird sich längerfristig wohl auch nicht durchsetzen. Bei Produkten bei denen es mehr Konkurrenz gibt, als bei Fahrkahrten, wird der Anbieter sicherlich deutlich schnelle reagiern, wenn seine Kommunikation nicht beim Kunden ankommt.
Auf der anderen Seite ist es unrealistisch, zu glauben, die Deutsche Sprache könnte sich bei schnelllebigen, weltweit stark verknüpften Bereichen wie Internet und Technologie gegen die Dominanz des Englischen wehren. Die Entwicklungen geschehen nun einmal, und es wird keiner warten, bis ein deutscher Bürokrat den passenden begriff gefunden hat. Stattdessen übernimmt das deustche die Begrifflichkeiten, die sowieso schon in der Welt sind, und die hier einfach die geforderte Aufgabe am Besten erfüllen. Natürlich kann ich mir ein deutsches Wort für einen Internetbrowser überlegen, aber es wird sich nie durchsetzen, da das englischen schneller war und im Gegensatz zu einer umständlichen Neuschöpfung jeder sofort weiss, was gemeint ist. Und es wird noch schlimmer kommen, früher oder später müssen wir uns auch an das Beugen von englischen Verben in der deutschen Schriftsprache gewöhnen, also ich browse, du browst, ... .
 

Benutzer17954 

Verbringt hier viel Zeit
ich denke auch, wie so viele hier, dass zu viel englische wörter in unserer sprache vorkommen, sehe aber auch das einige der wörter sicher nötig sind.

ich kann mich davor aber leider auch nicht schützen und nehme oft auch englische wörter wo es auch deutsche entsprechungen gibt, naja niemand is perfekt ...
 

Benutzer16852 

Verbringt hier viel Zeit
Neptune schrieb:
Wenn man schon versucht andere zu verbessern, sollte man schon darauf achten, dass man ver"besser"t. :zwinker:
Mea culpa. Bei mir war das allerdings ein Tippfehler (s und d liegen nebeneinander und - Asche über mein Haupt - ich las nicht Korrektur); er gab ja zu das es Absicht war. Von "rult" komme ich nunmal auf "ruled".
 
T

Benutzer

Gast
Honeybee schrieb:
Z.B. "Date"
Im deutschen: Treffen mit eindeutigen, der Paarung dienlichen Absichten. Bißchen lang..... :grin:

...oder man macht es sich richtig schwer und sagt "Verabredung" dazu :zwinker:
 
C

Benutzer

Gast
Thomaxx schrieb:
...oder man macht es sich richtig schwer und sagt "Verabredung" dazu :zwinker:


ein Date und eine Verabredung sind aber nicht das gleiche...verabreden kann ich mich auch mit meiner Oma...fraglich ob ich Dates mit ihr habe! :tongue:
 
G

Benutzer

Gast
"date" ich ich no NIE gesagt, hab das wort auch noch nie jemanden benutzen gehört, nur gelesen
 

Benutzer23485  (52)

Chauvinist
..... findet motherfucker für eine Politesse einfach passender als Knöllchen-Schlampe.... aber gewisse Sachen sollte man sich sowieso lieber denken als sie auszusprechen...

:zwinker:
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
*kicher* Eine Polizistin als "Mutterficker" zu bezeichnen... ich weiß nicht, ich dachte bisher immer, das könnte mqan nur auf männliche Personen anwenden *g*...
 

Benutzer12012 

Sehr bekannt hier
Liza schrieb:
*kicher* Eine Polizistin als "Mutterficker" zu bezeichnen... ich weiß nicht, ich dachte bisher immer, das könnte mqan nur auf männliche Personen anwenden *g*...

DAS hat mich auch grad gewundert... :grrr:
 
T

Benutzer

Gast
Liza schrieb:
*kicher* Eine Polizistin als "Mutterficker" zu bezeichnen... ich weiß nicht, ich dachte bisher immer, das könnte mqan nur auf männliche Personen anwenden *g*...

Dem schließe ich mich an!

"Denglish" wird einfach gedankenlos benutzt.
Grinsekater wird auch nicht unwissend sein, sondern dies eher ohne weiter nachzudenken, einfach so benutzt haben.

Wenn man sich unterhält, fände ich es schöner, sich auf eine Sprache zu reduzieren. Fachbegriffe oder auch wirklich besonders zutreffende englische Wörter stören dann bestimmt niemanden.

Nur dieses sinnfreie Werbegeblubber stört mich manchmal schon etwas.

Für Begriffe wie "Meeting" , "Event" usw. haben wir in der deutschen Sprache sicherlich genug eigene Ausdrucksmöglichkeiten.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Des deutschen liebstes hobby, entschuldigung, freizeitbeschäftigung meinte ich:

das meckern und beschweren. mal ganz ehrlich, gibt es in deutschland auch irgendwas gutes? irgendetwas, worüber der deutsche sich nicht beschwert?

das benzin ist zu teurer, die politiker unfähig, die arbeitslosen zu viele, die menschen zu egoistisch, die komiker nicht lustig, die kinofilme zu sehr "mainstream" :link:

hauptsache, der deutsche hat etwas, worüber er sich aufregen kann. und irgendwas findet er immer, und sei es die sprache.

mein opa beschwert sich, wenn autofahrer zu früh nach rechts ziehen, und ihm die ganze scheibe vollspritzen (bei regen); ich beschwere mich, wenn die schnarcher auf der linken seite nicht nach rechts fahren, obwohl ich vorbei will.....


ist es den so schlimm, dass man auch englische wörter verwendet? meine großeltern reden nicht vom keller, sondern vom "sutrai" (keine ahnung wie man das ausspricht), der gehweg ist der "trotwar", meine mutter redet oft von der "bagage" usw.
zumindest bei trotwar und bei sutrai weis ich recht sicher, dass sie aus dem französischen kommen. na und?


ich achte ehrlich gesagt nicht darauf, ob ich englische oder deutsche begriffe für irgendwas verwende. wenn ich mit freunden chatte(ja ich schnattere...), fallen eigentlich regelmäsig begriffe wie
"k" für ok (oder kk) , bye, cu, fun, cool, hi, und noch viele weitere, die mir momentan nciht einfallen....
wo ist das problem. was schadet es, wenn ich so rede/schreibe?


.... bin fertig, jetzt dürft ihr mich gern auseinandernehmen, weil ich mich nicht korrekt ausgedrückt habe, oder einfach nur, weil ich anderer meinung bin *g*


gruß,

Mann im M :blablabla nd
 

Benutzer20341 

Sehr bekannt hier
Mann im Mond schrieb:
sig begriffe wie
"k" für ok (oder kk) , bye, cu, fun, cool, hi, und noch viele weitere, die mir momentan nciht einfallen....

"k" heisst o.k. ? Ach so.... Hab das eben in einem Threadtitel gesehen und dachte das wär ein Tippfehler... Ist ja auch ganz schön anstrengend noch ein "o" davor zu setzen... :zwinker:
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
k, man könnte auch das o drannhängen :link:

aber es geht ja nicht darum , dass ich zu faul bin das zu schreiben (ok, teilweise schon), sondern eher um die wortwahl, insoweit man einen einzelnen buchstaben noch als wort bezeichnen kann. für viele dinge gibt es mehrere worte zur auswahl, und du entscheidest dich halt für eins.

und beim chatten über icq oder ähnliches hat sich das halt eingebürgert (zumindest in meinem umkreis).

es gibt ja auch viele abkürzungen, die für englische dinge stehen, und trotzdem verwendet werden:

btw, afaik, rofl, lol, thx, ...


was mir gerade einfällt, was mir auch nicht gefällt: x-mas. nicht weil es englisch ist, sondern weil es einfach ..... ja.... weil es .... komisch ist.

Mann im M :zwinker: nd
 

Benutzer22337 

Verbringt hier viel Zeit
Mann im Mond schrieb:
k, man könnte auch das o drannhängen :link:

aber es geht ja nicht darum , dass ich zu faul bin das zu schreiben (ok, teilweise schon), sondern eher um die wortwahl, insoweit man einen einzelnen buchstaben noch als wort bezeichnen kann. für viele dinge gibt es mehrere worte zur auswahl, und du entscheidest dich halt für eins.

und beim chatten über icq oder ähnliches hat sich das halt eingebürgert (zumindest in meinem umkreis).

es gibt ja auch viele abkürzungen, die für englische dinge stehen, und trotzdem verwendet werden:

btw, afaik, rofl, lol, thx, ...

joa, das mit dem chatten kenn ich auch. trotzdem haben manchmal einige leute verständigungsprobleme, weil mittlerweile ja nich nur englische wörter so verkürzt werden, dass sie kaum ein außenstehend versteht.
mit fallen da son paar beispiele ein:
vlt(vielleicht, k :zwinker: , das noch i. O. :zwinker: )
oder die verabschiedung mit den leuten die ich kenne:
tschöö, mss, bd, cu = tschöö, man sieht sich, bis denne, see you...
ziemlich kompliziert, aber naja, hat sich halt so eingebürgert.
genauso wie awg= alles wird gut.

mal zum topic (thema) "zuviel englisch in deutscher sprache":
manchmal reg ich mich schon drüber auf, wenn leute denken, sie wären die obermacker und die checker :link: wenn sie englische wörter in ihre sprache mit einbauen.
dafür gibt es halt viele wörter die zur normalität geworden sind und mir kaum noch als englische wörter auffallen.(mist mir fällt kein beispiel ein...)

naja das wars erstmal von meiner stelle
tschööö, mss, bd, cu chiquo :grin: :grin:
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
trotwar und sutrai

*g* "Trottoir" und "Souterrain". War aber ein netter Versuch :zwinker:.

Ehrlich gesagt - "Trottoir" anstelle von Bürgersteig finde ich ungefähr genauso albern wie "get-together" anstelle von "Zusammenkunft".

Hier im Hintergrund lief bis grad eben der Fernseher... Buffy war grad zuende und die Vorschau kam. "Auch nächste Woche fighted sie wieder gegen die Mächte des Bösen." Mein Gott, das ist nicht nur eine Verschandelung der deutschen Sprache, dafür würgt und auch die englischsprachige Bevölkerung - "fighted". In der Form ist das einfach nicht mehr ernstzunehmen.
 

Benutzer16852 

Verbringt hier viel Zeit
Liza schrieb:
Ehrlich gesagt - "Trottoir" anstelle von Bürgersteig finde ich ungefähr genauso albern wie "get-together" anstelle von "Zusammenkunft".
Da gibt es aber einen großen Unterschied, denn in Regionen Grenznähe, z.B. zu Frankreich adaptieren schon die ein oder andere Vokabel im lokalen Dialekt. Ich benutze z.B. Trottoir auch ab und zu. Bei der älteren Generation ist der Dialekt ja noch ausgeprägter (bei meiner Oma heißt der Regenschirm Paraplü).
Der Unterschied ist dann zum Englischen, das nicht erst versucht wird das in die Hochsprache einzubinden, wie mit den meisten Anglizismen der Fall.
 

Benutzer21039  (38)

Benutzer gesperrt
Liza schrieb:
*kicher* Eine Polizistin als "Mutterficker" zu bezeichnen... ich weiß nicht, ich dachte bisher immer, das könnte mqan nur auf männliche Personen anwenden *g*...

das ist auch ne allgemeine beleidigung, quasi unisex :tongue:

siehe auch:
Merriam-Webster
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren