Ist es krank oder normal?Verbale Demütigung

Benutzer110835 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich habe seit circa zwei Monaten eine Art "Affäre-Beziehung" zu einem gleichaltrigen Mann - 21.

Es ist so, dass ich eine ziemlich stark ausgeprägte feministische Ader hab und total gegen erniedrigende Pornografie usw bin!

Doch mit diesem Mann habe ich eine neue Seite an mir entdeckt. Wir haben mit der Zeit ziemlich harten Sex, und meistens kommt es sogar von mir aus!
Es hat mich schon immer angemacht, ein bisschen "devot" zu sein,

(=> totaler Widerspruch zu meiner eher feministischen Seite, die sich total aufregt wenn ich frauenerniedrigende Pornos sehe, könnte ich kotzen vor Wut und Ekel! )

doch mittlerweile spüre ich schon, wie nass ich werde, wenn ich von ihm verbal gedemütigt werde. Ich weiss nicht, ob man bereits von Erniedrigung sprechen kann wenn er mir sagt:
"Ich möchte dich in A.... f.... bis du Schmerzen hast und mich anflehst aufzuhören aber ich mache weiter"
"Ich ficke dich wie ein Tier"

Oder ich sage ihm er soll aufstehen damit ich ihm kniend einen blasen kann - ich mache es am liebsten so, nicht nur wegen der Machtposition seinerseits. Dann packt er meine Haare und zwingt mich ihm tief eins zu blasen und sagt mir dabei dass ich ihm ausgeliefert bin, etc, was mich total geil macht.

=> Und das alles nur wegen mir weil ich ihn komischerweise bzw trotz meiner Haltung auffordere mir solche Dinge zu sagen! Er ist selber geschockt weil ich immer wenn ich geil bin gerne "gedemütigt" werde.
Nach dem Sex küssen wir uns total sanft und liegen glücklich umarmt.

Was meint ihr? Was soll das bedeuten? Ich bin die Erste, die gegen frauenerniedrigende Pornos bin! Warum werde ich so gerne verbal zum Fleischstück reduziert?!
 
M

Benutzer

Gast
Du bist eben gerne in der devoten Position und lässt dich verbal erniedrigen, bzw du ziehst Lust daraus. Das ist vollkommen unproblematisch.

Problematisch finde ich dagegen, wie vehement du betonst, dass du feminisitisch bist und derlei Pornos widerlich findest. Warum ist das so? Was findest du so schlimm an diesen Pornos?
 

Benutzer12216 

Sehr bekannt hier
normal ist was beiden spass macht und scheinbar ist das ja bei euch der fall. also mach dir keinen kopf und geniesse es einfach.
 

Benutzer26217 

Meistens hier zu finden
Über den innerlichen Widerspruch, dem du dich ausgeliefert fühlst, könnte ich einen ganzen Aufsatz schreiben. Ich bin selber absolut gegen menschenverachtende Pornografie, würde mir aber niemals ein Urteil über die reale Sexualität zweier Menschen erlauben, und zwar – ganz kurz zusammengefasst – aus folgendem Grund: Das, was zwei vertraute Menschen miteinander im Bett anstellen ist intim und privat und deshalb nicht mit Pornos zu vergleichen, die losgelöst jeder Zweisamkeit Sex als gesellschaftliches Phänomen abbilden.
 

Benutzer96466 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ein Einstieg ins Thema steht hier beim Datenschlag: Datenschlag - Der Papiertiger: EMMA .

Das Feld "Feminismus und SM" ist weit, genauso wie ich als "emanzipierter Mann" am Anfang schon Probleme hatte, meine durchaus vorhandene dominante Seite auszuleben, vorallem wenn es um sowas wie "meine Freundin zum Blasen auf die Knie drücken" geht.

Im Grunde seh ich das so: wir haben uns beide frei entschieden, etwas SM zu praktizieren. Dadurch, das es unsere freie Entscheidung ist, reproduzieren wir keine althergebrachten Rollenbilder (zumal wir auch switchen), sondern haben selbstbestimmt geilen Sex.

...und wenn du dich unbedingt in eine Schublade einsortieren willst, nimm Sex-positiver Feminismus ? Wikipedia
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Mein Vorposter hat eine männliche Sicht m.E. sehr gut dargestellt.
Ich bin ebenfalls gerne etwas dominant (auf "harmloser" Ebene :zwinker:, als SM würde ich das nicht bezeichnen, Demütigung ist ebenfalls nicht mein Ding), habe mich aber sehr lange nicht getraut, es auszuleben und mich selbst auch nicht verstanden, dass mich das beim Sex geil macht, weil ich im sonstigen (Beziehungs-)Leben eine Partnerin möchte und brauche, die absolut auf Augenhöhe ist. Die selbstbewusst und selbsbestimmt lebt.

Mittlerweile, Dank einer Frau, die mir das klargemacht hat, sehe ich das anders, nicht mehr als Widerspruch: wenn eine Frau beim Sex gerne devot ist, ist das ein Ausdruck ihres Selbsbewußtseins. Sie weiß, was sie will und braucht und kann das auch ausleben, unabhängig von ihrer Rolle als Mensch im "richtigen" Leben.

Mark11
 

Benutzer89809 

Sorgt für Gesprächsstoff
Es ist eine Neigung, die man haben kann - oder eben nicht. Das ist nicht so sehr eine Frage der Geschlechterrollen, diese Neigung kann auch umgekehrt - beim Mann - vorkommen. Das ist weder krank noch pervers, sondern eben etwas anders...

Entdecke das für dich, begleite dich weiter dabei mit deiner Gabe zur Selbstreflexion, dann kann das sehr spannend für dich werden.
 

Benutzer115804 

Verbringt hier viel Zeit
Schlimm wäre es m.E. doch nur, wenn er dich im nicht-sexuellen Sinne erniedrigen würde. Im sexuellen Rahmen kannst du doch devot und dennoch mental Feministin sein :zwinker:
 

Benutzer101597  (63)

Sehr bekannt hier
Ist nicht ungewöhnlich bei Feministinnen. Die meisten die ich kannte hatten einen offiziellen Freund zum vollquatschen, und einen heimlichen Macho zum rangenommen werden.
 
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