Ist das finanziell machbar?

Benutzer36720 

Verbringt hier viel Zeit
ETW: Bei den Voraussetzungen (Studienanfänger mit Bafög-Höchstsatz, Alter, erstes Zusammenziehen, vermutlich kaum/kein Eigenkapital) zu einer ETW zu raten halte ich schon für ziemlich absurd.
Ansonsten kann man mit dem genannten Nettoeinkommen die Wohnung locker finanzieren. Zu den NK kann man eigentlich auch nichts sagen, es kommt z.B. bei den Heizkosten sehr auf die Isolierung und Heizungsart an. Wir zahlen auch nur 140 € pro Monat und da ist inkl. Hausmeisterdienst alles drin.
 

Benutzer71479 

Verbringt hier viel Zeit
Eine gängige Richtgröße ist: Man sollte nicht wesentlich mehr als ca. ein Drittel dessen, was man monatlich netto zur Verfügung hat, für Miete aufwenden.
 

Benutzer99591 

Öfters im Forum
Nebenkosten kann man nicht so einfach vergleichen. Sie sind von der Stadt/Gegend, vom Haus und einem selbst abhängig.
Ich würde dir raten euch die Kalkulation für die Nebenkosten aufschlüsseln zu lassen. Viele Bestandteile der Nebnkosten sind fix wie Müllabfuhr, Steuern, Schornsteinfegern, Heizungswartung ... Das kannst du schon einmal aufaddieren und musst dann nur noch euren Verbrauch für Wasser, Heizung und Co. kalkulieren. Ziehe am besten eine alte Nebenkostenabrechnung heran, damit ihr keine Posten vergesst.
In meiner alten Wohnung (ca. 65 m2) hatten wir einen Nebenkostenabschlag von 155€ und regelmäßig eine Nachzahlung von 300-700€. Diese sind darauf zurück zuführen, dass die Nebenkosten ohne Wasser und Heizung schon bei 130€ lagen. Die extremen Schwankung kamen durch Wartungsarbeiten zustande, die nur alle 2 Jahre durchgeführt werden und nicht kalkuliert worden. Die in meinen Augen extreme Höhe der Nebenkosten kamen durch unseren Hausmeister zustande. Er bekam pro Jahr ca. 2500 € bei 4 Mietparteien. Dafür hat er zweimal im Jahr den Rasen gemäht und alle 2-3 Monate die Treppe geputzt. Das war dann auch ein Grund, warum ich dort wieder ausgezogen bin.
Heute zahle 110€ Nebenkosten (bei 54 m2) und habe nun schon zweimal eine Rückzahlung von ca. 400€ bekommen.
 

Benutzer102254 

Sorgt für Gesprächsstoff
450,- € für die Wohnung muss das Jugendamt, also die Allgemeinheit, zahlen und 100,- € monatlich für Fitnessstudio und Handy - OHNE WORTE
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Erstmal hast du schon recht dir vorher zu überlegen, ob ihr euch das leisten könnt/wollt mit der Wohnung
Zur Zeit wohne ich noch in einer 33qm großen Wohnung für 450 euro warm, die vom Jugendamt getragen wird. Zum Lebensunterhalt stehen mir 350 Euro im Monat zur Verfügung, von denen ca 100 Euro für Handy und Fitnessstudio verbucht werden.
Das hat jetzt nicht direkt was mit der neuen Wohnung zu tun aber: Woher kommen die 350€ Lebensunterhalt?Jobben?
Und vor allem:Warum kosten Fitnessstudio und Handy 100€ (!) im Monat?
Off-Topic:
Ich bin kein Freund von Neiddebatten, aber mein Handy kostet mich etwa 100€ im Jahr..

Diese Wohnung kostet 825 euro warm und soll von uns Beiden 50/50 gezahlt werden.
Ich erhalte ab Oktober Bafög in Höhe von 597 euro, 184 Kindergeld und darf dann noch für 350 euro jobben, also etwas über 1000 euro im Endeffekt. (WENN ich den Studienplatz bekomme!)
Mein Freund verdient netto 1800 euro.
Ja das reicht doch dann dicke..(kommt´s beim BaFöG nicht auch drauf an, was die Wohnung kostet?). Selbst wenn das mit dem Studium nicht hinhaut kannst du immernoch Jobben, so dass dein Freund nicht alles alleine zahlen muss (was er im absoluten Worst case sogar könnte), also kein Problem![/quote]
 

Benutzer118947 

Öfters im Forum
450,- € für die Wohnung muss das Jugendamt, also die Allgemeinheit, zahlen und 100,- € monatlich für Fitnessstudio und Handy - OHNE WORTE

Entschuldigung bitte, ich MUSSTE von zu Hause ausziehen, weil meine Mutter mich misshandelt hat.
Deswegen wurde mir eine Wohnung vom Jugendamt gestellt und die 350 Euro sind quasi der Satz, den ich für meinen Lebensunterhalt bekomme (ca. die gleiche Höhe wie Hartz4)
Bis jetzt durfte ich noch nicht wirklich Jobben gehen, da mein Verdienst zu 75% ans Jugendamt gegangen wäre und ich im übrigen nebenher noch mein Abi gemacht habe.

Die 100 euro Kosten sind übrigens ein leidiges Thema - hab leider einen zu teuren Vertrag da ich kein Telefon besitze und mit dem Fitnessstudio habe ich mich schlicht und ergreifend übernommen, deswegen will ich ja jetzt vorsichtiger sein.
Der Vertrag wird durch meinen Umzug allerdings eh kündbar.
 
R

Benutzer

Gast
hab leider einen zu teuren Vertrag da ich kein Telefon besitze und mit dem Fitnessstudio habe ich mich schlicht und ergreifend übernommen, deswegen will ich ja jetzt vorsichtiger sein.
Der Vertrag wird durch meinen Umzug allerdings eh kündbar.
Dann hast du da ja auch nochmal mehr Geld zur Verfügung? Rechne das doch gleich mit ein. Und beim Handyvertrag würde ich dann auch schnellstmöglich wechseln, denn ihr werdet in eurer Wohnung ja vermutlich Festnetz haben? Da braucht dann kein Mensch einen so teuren Handyvertrag...
 

Benutzer118947 

Öfters im Forum
Nein, sobald ich nämlich aus der Jugendamtswohnung ausziehe, wird mir diese Leistung gestrichen und ich aus dem Programm genommen, das Geld habe ich dann also nicht mehr - das wäre nicht erlaubt, mit meinem Freund in eine andere/größere/teurere Wohnung zu ziehen :zwinker:

Ja, ich wollte so oder so kündigen und mir wieder eine Prepaid Karte zulegen - da hat man die Finanzen weitaus besser im Griff! :smile:
 

Benutzer12784  (39)

Sehr bekannt hier
Ja, ich wollte so oder so kündigen und mir wieder eine Prepaid Karte zulegen - da hat man die Finanzen weitaus besser im Griff! :smile:

Und viel höhere Kosten. Das macht Sinn wenn man einem Teenager ein Handy in die Hand drücken will, aber sicher nicht bei jemanden über 18
Ich würd auf Festnetz verzichten (verwendet heute doch niemand) und mir ne günstige Flatrate nehmen. Fährst du sicher günstiger.
 

Benutzer115563 

Verbringt hier viel Zeit
Und viel höhere Kosten. Das macht Sinn wenn man einem Teenager ein Handy in die Hand drücken will, aber sicher nicht bei jemanden über 18
Ich würd auf Festnetz verzichten (verwendet heute doch niemand) und mir ne günstige Flatrate nehmen. Fährst du sicher günstiger.
weis ja nicht wie es in deutschland ist aber in österreich kann man leicht mit wertkarte günstiger aussteigen, vor allem wenn man wenig telefoniert oder meist immer angerufen wird, da ist es am besten die letzten 3 monate der handyrechnung anzusehen und auszurechen wo man am günstigsten davonkommt´
festnetz würd ich nicht nehmen und wär in österreich sogar teurer als ein handy
 

Benutzer12784  (39)

Sehr bekannt hier
weis ja nicht wie es in deutschland ist aber in österreich kann man leicht mit wertkarte günstiger aussteigen, vor allem wenn man wenig telefoniert oder meist immer angerufen wird, da ist es am besten die letzten 3 monate der handyrechnung anzusehen und auszurechen wo man am günstigsten davonkommt´
festnetz würd ich nicht nehmen und wär in österreich sogar teurer als ein handy

Ein Freund von mir hat ne Wertkarte und zahlt mehr als ich, einfach deswegen weil du eben nicht immer angerufen wirst, und auch nicht immer einmal läuten und zurückrufen lassen machen kannst.
Aber am Ende ists nicht meine Sache. bei ner 10€ Flat muss man sich keine Sorgen machen, und viel billiger gehts nicht.
 
S

Benutzer

Gast
ETW: Bei den Voraussetzungen (Studienanfänger mit Bafög-Höchstsatz, Alter, erstes Zusammenziehen, vermutlich kaum/kein Eigenkapital) zu einer ETW zu raten halte ich schon für ziemlich absurd.

Erstens habe ich nicht dazu geraten eine ETW zu kaufen, ich habe es lediglich in Frage gestellt. Was daran absurd ist, ist mir nicht klar. Denn ihr Freund verdient 1800 Euro netto und ist durchaus in der Lage mit dem Gehalt sich ne ETW zu finanzieren, vorallem wenn er mit seiner Freundin ein Untermietsvertrag schließen würde, was sein Netto noch mehr aufwerten würde. Daher die Frage ob die Immobillienpreise in Stuttgart so enorm teuer sind, das eine halbwegs vergleichbare Wohnung zur Finanzierung über 900 Euro nicht möglich wäre. Wenn dann vom Kaufpreis noch 10 % in der Hinterhand vorhanden sind um die Kaufkosten zu decken, dann sehe ich da kein Problem. Angenommen die TS studiert nun 5 Jahre und das Päärchen bleibt diese Jahre über in der Wohnung wohnen, dann haben sie am Ende 54.000 Euro an Miete ausgegeben. Würde ich jetzt von dem Beispiel ausgehen, das die ETW um die 150.000 Euro kostet, wäre sie bei der Rechnung in einem Zeitraum um die 15 Jahre bezahlt. Sicherlich hat man bei einer ETW noch andere Kosten und meine Modellrechnung ist sehr waage, dennoch finde ich 900 Euro jeden Monat ziemlich viel Geld. Mich kotzen derzeit schon die 720 Euro Miete an und ich bin schon seit einem halben Jahr nach geeigneten ETW's beziehungsweise Häusern am suchen.

Aber das muss jeder selber für sich wissen, war lediglich als Möglichkeit gedacht - mehr nicht :zwinker:
 
S

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Gast
Als frischgebackener Akademiker muss man mobil sein, die meisten meiner (Ex)Kommilitonen haben meine Unistadt bereits verlassen (ich übrigens auch) oder planen, dies zu tun. Viele haben auch nach dem Vordiplom bzw. Bachelor die Uni gewechselt; Beziehungen, die man mit 19 führt sind nunmal oft nicht für die Ewigkeit (nicht böse gemeint, liebe TS). Wenn die Beziehung hält, umso besser, aber das sollte dann doch aus freien Stücken passieren und nicht, weil man eine ETW im Rücken hat, die es abzubezahlen gilt.

Ach, da sprechen noch so viele andere Gründe gegen (Bafög gibt es auch nur für die Regelstudienzeit, man weiß nie, was in 4-5 Jahren ist)... Crüx hat es ja schon aufgezählt.
 
S

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Ok Mobilität mag ein Grund sein, das kann ich nachvollziehen. Ich hatte das eher aus der Sicht des Freundes gesehen, befinde mich nämlich in einer ähnlichen Situation wie er. Meine Freundin macht auch gerade eine 2 jährige Weiterbildung und ich stehe als "allein" finanzierer da. Für mich macht es halt einfach mehr Sinn in eine Immobilien zukünftig zu investieren, das hat aber verschiedenste Gründe.
 

Benutzer36720 

Verbringt hier viel Zeit
@ [member="60611"]Sit|it|ojo[/member]: Keine Ahnung wie das in Deiner Gegend ist, aber eine Wohnung die 825 € warm kostet, kriegt man im Münchner Raum kaum unter 300000 €, wesentlich günstiger wird es in Stuttgart auch nicht sein.
 
S

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Gast
Off-Topic:
@ [member="60611"]Sit|it|ojo[/member]: Keine Ahnung wie das in Deiner Gegend ist, aber eine Wohnung die 825 € warm kostet, kriegt man im Münchner Raum kaum unter 300000 €, wesentlich günstiger wird es in Stuttgart auch nicht sein.

So lang man die Arbeit nicht scheut bekommt man hier brauchbare Objekt um die 150-160.000 Euro. Aber dann hat sich die Sache ja erledigt, bei den Preisen.
 

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Für 150 000 € kriegt man hier (teure deutsche Großstad) ne 1-Zimmer-ETW mit 40qm :hmm:...
 
M

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Gast
Off-Topic:
Na ja, bleiben wir mal auf dem Teppich, meine Wohnung (in Stuttgart) hat keine 300.000 € gekostet und ist trotzdem größer als ein Schuhkarton. :zwinker: Trotzdem würde ich von dem Kaufgedanken Abstand nehmen, die Voraussetzungen dafür stimmen ja vorne und hinten nicht. Eine 19-Jährige ohne sichere Studienplatzzusage, eine (aufgrund des Alters vermutlich) junge Beziehung... Hier zum Kaufen zu raten ist einfach Blödsinn, sorry.

Klar klingt es verlockend, die "Miete" stattdessen in die eigene Tasche zu zahlen, aber so einfach ist es ja dann doch wieder nicht. Für die ganzen Kosten drum herum (Makler, Notar, Finanzamt) - mindestens (!) 20.000 € - kann man 'ne ganze Weile Miete zahlen und muss sich um nichts kümmern, hat keine Verantwortung und kann einfach wieder ausziehen, wenn es die Lebensumstände erfordern. Davon abgesehen ist der Immobilienmarkt (zumindest hier) sowieso leergefegt.


@topic: Das Thema Nebenkosten würde ich, wie schon gesagt wurde, noch mal ansprechen und dann auch genau prüfen, was in den NK laut Mietvertrag alles enthalten ist (Heizung/Wasser vor allen Dingen), manchmal sind Heizkosten exklusive oder in meiner letzten Wohnung musste ich bspw. Wasser extra zahlen. Aber selbst wenn sich die NK verdoppeln sollten, sollte es eigentlich immer noch locker (!) reichen. Ich sehe da überhaupt keine Probleme, also zuschlagen. :zwinker:
 
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