Introvertiertheit

Betrachtet ihr euch als intro/extrovertiert?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    81

Benutzer10855 

Team-Alumni
Hallo liebe Forengemeinde! :winkwink:

Ich beschäftige mich jüngst ein wenig mit dem Thema Introvertiertheit und deren Auswirkungen auf so ein menschliches Leben. Viele setzen Introvertiertheit mit Schüchternheit gleich, aber das ist ein Fehlschluss:

Schüchternheit ist die Angst eines Menschen vor Zurückweisung und eine Form sozialer Reaktion auf Situationen, die als einschüchternd empfunden werden können. Damit ist es ein erlerntes Verhalten und kann - mit einigem Aufwand - auch überwunden werden. :jaa:

Introvertiertheit (oder fachlich korrekter: Introversion) greift wesentlich tiefer, denn sie beschreibt eine nach innen gerichtete Persönlichkeit, welche in der Gegenwart von vielen Menschen Stress verspürt und Zeit allein benötigt, um neue Energie zu sammeln. Dadurch wirken introvertierte Personen häufig schüchtern, obwohl sie das nicht zwingend sein müssen. Es gibt Hinweise daraus, dass es sich bei Introvertiertheit um eine angeborene und vererbare Charaktereigenschaft handelt, womit ein introvertierter Mensch diese Seite an sich nur schwer überwinden kann. :depri:

Extrovertiertheit (fachlich korrekter: Extraversion) ist als Gegenstück zur Introvertiertheit zu verstehen. Vereinfacht ausgedrückt regenerieren extrovertierte Personen ihre Energie, indem sie viel Zeit unter anderen Menschen verbringen. :whoot:

Es gibt aber eine ganze Reihe verschiedener Merkmale, welche Introversion von Extraversion unterscheiden. Kaum ein Mensch ist völlig extrovertiert oder introvertiert, sondern es gibt da ein Kontinuum zwischen beiden Extremen. Dennoch möchte ich gerne wissen, wo ihr euch in etwa einordnen würdet? :smile:

Mich interessieren noch viel mehr Dinge im Zusammenhang mit Introvertiertheit, aber dafür erstelle ich vielleicht noch weitere Umfragen... :engel:

Falls ihr meine Erklärung nicht verstanden habt :sorry: oder euch nicht sicher seid, wo ihr euch einzuordnen habt, findet ihr auf dieser Seite mehr Informationen sowie Links zu einfachen Selbsttests.

Besten Dank schon einmal! :thumbsup:
 

Benutzer136760 

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Keine Ahnung, wo ich mich einordnen würde. Ich bin aber auch etwas komplizierter gestrickt :zwinker:
Off-Topic:
Das ist ein Thread, der ein Danke verdient....


Off-Topic:
Der Link zum Sensibilitätstest funktioniert leider nicht....
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Leichter Hang zur Introvertiertheit.
 

Benutzer95651  (35)

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Introvertiert.
Ich brauche meine Ruhephasen alleine für mich.

Wobei es nach dieser Definition gar nicht mehr so negativ klingt, wie ich immer annahm.
Und nach einem tollen Test würde ich sogar sagen, dass ich einen starken Hang zur Introversion habe.
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin vollkommen introvertiert.
(Warum eigentlich traurige Gesichter in dem Kontext? Also ich mag mich.) :whoot:

Die Erklärung dazu wäre wesentlich umfangreicher, ist die eigentlich gewünscht?
 

Benutzer54458 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin sowas von introvertiert...
Der Test von dem einen Link ergab 2x extro, 4x neutral und 14x intro. Alles andere hätt mich auch gewundert. :smile:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Laut dieses psychologischen Testmodells, dass verschiedene Intro- und Extro - Typen klassifiziert bin ich im introvertierten Bereich. Was mir nie jemand glaubt, der mich kennt :zwinker:
bzw flüchtig kennt - ich kann mich relativ leicht extrovertiert geben, und die ganze oberflächliche Smalltalk Ebene fällt mir leicht genug, dass ich meine Vorteile darin suche.

Allerdings kostet es mich mehr Energie, als ein abwarten und beobachten in der Ecke mich kosten würde :zwinker: meiner Erfahrung nach kommt man mit stillem Abwarten jedoch meist weniger weit, also hab ich mich angepasst.

Daher auch meine Wahl von "ausgewogen"

Ich würde trotzdem sagen ich bin von der charakterlichen Tendenz (sprich dem, wozu ich NICHT spielen muss) her egozentrisch und introvertiert veranlagt. Das sehe ich jedoch mehr als eine Basis zur Weiterentwicklung an, als dass ich mich darauf zurückziehen würde.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Wobei es nach dieser Definition gar nicht mehr so negativ klingt, wie ich immer annahm.
Nein, das ist überhaupt nichts Negatives! Weder Introversion noch Extraversion sollte jemals als gut/schlecht/krankhaft/gesund etc. zu werten!
Es sagt nur etwas darüber aus, was du als Mensch gut verträgst und was dich charakterlich prägt.


Ich bin vollkommen introvertiert.
(Warum eigentlich traurige Gesichter in dem Kontext? Also ich mag mich.) :whoot:
Du kannst es auch als "von Menschen gestresstes Gesicht" sehen, wenn du magst... :grin:

Natürlich kann man sich als Introvertierter total dufte finden! :smile:

In der Regel sind Introvertierte aber eine Minderheit (natürlich nicht in diesem auch sonst so fantastisch repräsentativen Forum) und haben daher in einer von Extrovertierten dominierten Welt ein paar spezielle Probleme, bzw. leiden nicht selten unter ihrer Introvertiertheit. Sie sind häufiger missverstanden, da Menschen im allgemeinen wenig darüber wissen.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich lebe da ein wenig nach dem Motto: "Fake it till you become it."

Ich bin also auch eher introvertiert, habe aber für mich erkannt, dass ein wenig mehr extrovertiertheit positiv für mein Leben wäre. Deshalb versuche ich in den ganzen Situationen, in denen ich früher Abends im Bett gelegen wäre und gedacht hätte: "Ach, hättest du mal xyz gemacht..." einfach auch zu machen, auch wenn es sich erst einmal unangenehm anfühlt.

Letztens hatten wir es im Büro, gerade der Ort, an dem ich versuche eher extrovertiert zu wirken, über Charaktertypen und da war dann der erste Kommentar einer Kollegin: "Du bist dann ja wohl extrovertiert". Das fand ich dann schon sehr gut. :smile:
 

Benutzer15352 

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Früher war ich sehr extrovertiert, jetzt bin ich irgendwas in der Mitte. Mir fällt es eigentlich extrem leicht, aus mir herauszukommen, vor Publikum zu sprechen, Leute zu unterhalten o.ä., ich hab nur einfach nicht mehr so große Lust darauf :tongue:. Vielleicht bin ich also ein extrovertierter Mensch unter dem Deckmantel der Introversion. Finde es nämlich sehr anstrengend, immer von allen gemocht, bewundert, eingeladen, bequatscht und zu Unternehmungen überredet zu werden. Meist will ich nur meine Ruhe haben :ashamed:. Ja, ich bin kompliziert :hmm:.

Edit: Der Test siedelt mich auch in der Mitte an. Habe genau gleich viele Aussagen von beiden Polen angeklickt :grin:.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Benutzer

Gast
Ich bin introvertiert ( oder sollte ich introversiert sagen :upsidedown:).

Ich weiß, dass ich nach einer gewissen Zeit, in der ich viel...Interaktion habe, irgendwann an eine Grenze komme und dann wortkarg werde und einfach nach Hause will. Aber mir war diese Definition schon vorher bekannt. Schüchtern und introvertiert sein ist nicht dasselbe.

Ich habe schon die eine oder andere Sache in meinem Leben gemacht, die man einer schüchternen Person eher nicht zutraut ( vor größeren Menschenmenge gesungen z.B. :ninja:). Aber dennoch reiße ich mich nicht um solche Dinge. Ich hab einfach gerne meinen eigenen Zeitplan, möchte Verantwortung so tragen, dass ich auch in der Lage bin, sie zu tragen. Ich kommuniziere da auch offen und sage, wenn mir eine Sache zu viel ist. Das kann auch schon ein Mittagessen in der Mensa sein :zwinker:
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Viele setzen Introvertiertheit mit Schüchternheit gleich, aber das ist ein Fehlschluss
Für mich kann ich das bestätigen:
Ich halte mich nämlich für extravertiert, und gleichzeitig schüchtern.

Ich fühle mich wohl unter Menschen, suche den Kontakt, erzähle von mir und bin neugierig auf andere.
Gleichzeitig bin ich manchmal unsicher wie ich wirke, kann immer noch leicht erröten, usw.
Die Unsicherheit verliere ich immer nur dann, wenn es um eine Sache geht, wenn ich überzeugt bin von dem was ich tue und kann. Wenn ich weiss: in dieser Situation kommt es genau auf mich an. 2 Beispiele: wenn ich Musik mach(t)e. Im Beruf.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich würde trotzdem sagen ich bin von der charakterlichen Tendenz (sprich dem, wozu ich NICHT spielen muss) her egozentrisch und introvertiert veranlagt. Das sehe ich jedoch mehr als eine Basis zur Weiterentwicklung an, als dass ich mich darauf zurückziehen würde.
Ja, das geht alles. Man kann ja durchaus gegen seine Introvertiertheit handeln bzw. sich wie eine extrovertierte Person benehmen. Das kostet einem jedoch einiges an Energie. Eine extrovertiert veranlagte Person macht einfach Smalltalk ohne Aufwand.

Egozentrik ist auch wieder etwas anderes. Sowohl extro- als auch introvertierte Personen können nahezu narzisstisch veranlagt sein. :grin: :zwinker:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich bin beides. Interessanterweise ist es aber bei mir nicht ausgewogen, sondern ich habe Phasen extremer Extraversion und Phasen extremer Introversion. Ich bin damit aber relativ zufrieden. Habe gemerkt, dass es bei mir arg an der Stimmung und meiner Umgebung liegt, ob ich aus anderen Menschen Energie schöpfen kann/mag oder nicht.

Schüchtern bin ich aber nicht, weder wenn ich in meiner introvertierten noch wenn ich in meiner extrovertierten Phase bin.
 
N

Benutzer

Gast
Die von dir verlinkte Seite kenne ich schon, ich hab sie mir jetzt nicht noch mal genauer angeguckt - meine aber, dass dort auch irgendwo etwas von "extrovertieren" und "introvertieren" stand. Wenn ja, dann fand ich das, als ich es gelesen habe auf eine sonderbare Weise "erhellend". So nach dem Motto: Ja, ich bin "ein Intro" aber: Auch introvertierte Menschen können extrovertieren ohne dafür ihr komplettes "So-Sein" ändern zu müssen. Aber vielleicht stand das auch irgendwo anders - es gab mal ne Zeit, da habe ich viele Seiten zu dem Thema durchstöbert :zwinker:
Jedenfalls betrachte ich seitdem gezieltes, bewusstes extrovertieren als einen Skill, den man durchaus trainieren kann :zwinker:

Aber ich bin überrascht, dass in dieser Umfrage bislang noch niemand Extrovertiert war. Öffnen extrovertierte keine solchen Beiträge? Nutzen extrovertierte keine Foren? Oder sind die extrovertierten zu schüchtern zum Abstimmen? :grin:

Jedenfalls - ja, ich bin gerne unter Menschen. So, in begrenzter Frequenz und mit begrenzter Dauer. Wenn es mir zu viel wird, brauche ich meinen Rückzug. Nicht, weil ich da irgendwelche Ängste hätte - es ist mir einfach schlicht zu trubelig, zu laut, zu viel. Neulich zB waren wir bei Freunden, es waren nur 5 Erwachsene (mich eingeschlossen) aber nach einer Weile habe ich mich zurückgezogen und stattdessen dem "einsamen Kind" Gesellschaft geleistet.
Mein Freund hat mich hinterher gefragt: "Und du hattest wohl eine Überdosis Person X?" Und ich: "Hä? Nee, ich mag X total gerne, und es hat mich echt gefreut. Aber in der Summe wart ihr mir einfach irgendwann zu viel."
Die Frage hat mich auch verblüfft - denn wir sind doch lange genug zusammen, dass er diese meine Eigenheit kennen müsste und sie nicht auf bestimmte Personen beziehen.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ja, das geht alles. Man kann ja durchaus gegen seine Introvertiertheit handeln bzw. sich wie eine extrovertierte Person benehmen. Das kostet einem jedoch einiges an Energie. Eine extrovertiert veranlagte Person macht einfach Smalltalk ohne Aufwand.

Egozentrik ist auch wieder etwas anderes. Sowohl extro- als auch introvertierte Personen können nahezu narzisstisch veranlagt sein. :grin: :zwinker:

Jap, das meinte ich :zwinker: ich kanns, und meist fällts keinem auf, dass es mich Kraft kostet, die ich am besten alleine wieder aufladen kann.
Ich hätte allerdings gedacht, wie sehr selbstbezogen man ist hängt damit zusammen, muss ich gestehen. Rein aus der Logik heraus - tun mir anderen Menschen gut, brauche ich Gesellschaft für Energiegewinne... dann kann ich doch nicht sonderlich auf mich selbst fokussiert sein?
Und anders herum, wenn die meisten Menschen mich mehr kosten als mir geben und ich am entspanntesten mit mir selbst bin, muss doch das eigenen Ich irgendwo im Zentrum stehen?

Ich weiß, dass die Themen in sich komplexer sind (denn es lebt. Nichts was lebt ist linear...), ich habs jetzt nur mal auf einen Hintergrund runtergebrochen, um meines Verständnisses willen.
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Ich kann aus beiden Seiten Energie gewinnen und Energie verlieren, da kann ich für mich keine klare Eingruppierung finden.

An manchen Tagen ziehe ich viel Energie aus Gesellschaft und mal meide ich sie und hole mir Energie aus dem Alleinsein. Es kommt wohl auch stark auf den Kontext an. Manche Gesellschaften rauben mir viel Energie und andere Gesellschaften schenken sie mir. Ich kann da gerade kein klares "Ich bin eher so als so" formulieren. :hmm:
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich lebe da ein wenig nach dem Motto: "Fake it till you become it."

Ich bin also auch eher introvertiert, habe aber für mich erkannt, dass ein wenig mehr extrovertiertheit positiv für mein Leben wäre.
So geht es mir ja auch ein wenig, bzw. bin ich sowohl stark introvertiert als auch schüchtern. Habe das mit der Schüchternheit aber ganz gut unter Kontrolle bekommen mit dem "fake it till you make it!". Nur gibt es da einfach diesen Rest, der sich nicht wegtherapieren lässt und nach allem, was ich lese, können viele Menschen mit Introversion da auch einfach nicht aus ihrer Haut bzw. müssen immer den "Energiepreis" bezahlen, um als offener und extrovertierter wahrgenommen zu werden.

Früher war ich sehr extrovertiert, jetzt bin ich irgendwas in der Mitte. Mir fällt es eigentlich extrem leicht, aus mir herauszukommen, vor Publikum zu sprechen, Leute zu unterhalten o.ä., ich hab nur einfach nicht mehr so große Lust darauf :tongue:. Vielleicht bin ich also ein extrovertierter Mensch unter dem Deckmantel der Introversion. Finde es nämlich sehr anstrengend, immer von allen gemocht, bewundert, eingeladen, bequatscht und zu Unternehmungen überredet zu werden. Meist will ich nur meine Ruhe haben :ashamed:. Ja, ich bin kompliziert :hmm:.
Nicht mal so. Sehr viele berühmte Schauspieler sind introvertiert, bspw: Julia Roberts, Audrey Hepburn, Harrison Ford, Clint Eastwood. Ich stand früher fast jede Woche auf einer Bühne vor Menschen und habe das genossen. Dennoch würde ich mich als stark introvertiert bezeichnen. Etwas "darstellen" und jemand anderes werden ist ja auch ein sehr interessanter Vorgang.
[DOUBLEPOST=1430042580,1430042409][/DOUBLEPOST]
Ich kann aus beiden Seiten Energie gewinnen und Energie verlieren, da kann ich für mich keine klare Eingruppierung finden.

An manchen Tagen ziehe ich viel Energie aus Gesellschaft und mal meide ich sie und hole mir Energie aus dem Alleinsein. Es kommt wohl auch stark auf den Kontext an. Manche Gesellschaften rauben mir viel Energie und andere Gesellschaften schenken sie mir. Ich kann da gerade kein klares "Ich bin eher so als so" formulieren. :hmm:
Introvertierte sind in der Regel gut in kleinen, engen Freundeskreisen aufgehoben oder verlieren dabei zumindest nicht sehr viel Energie, während sie an typischen "Partyorten" mit vielen Unbekannten maßlos überfordert und ausgelaugt werden.

Es kann aber auch sehr gut sein, dass du ambivertiert bist. Es ist nicht unüblich, dass Personen sowohl intro- als auch extrovertierte Persönlichkeitsmerkmale aufweisen und es hängt natürlich auch mit der Selbstwahrnehmung zusammen.
 
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