Internetsucht - die neue Droge?

Benutzer20345 

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Immer mehr Menschen verfallen der Internetsucht und machen das stundenlange Surfen im Web oder Onlinespiele zu ihrem Lebensmittelpunkt.

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Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
"Als Abhängig gilt, laut Studie, eine tägliche Onlinezeit von mindestens 4h."

Hab die Studie jetzt nicht gelesen, es aber nur an der Onlinezeit fest zu machen ist wohl ein wenig kurzsichtig. Allein im Büro bin ich schon doppelt so lange online.
 

Benutzer70527  (31)

Sehr bekannt hier
"Als Abhängig gilt, laut Studie, eine tägliche Onlinezeit von mindestens 4h."

Hab die Studie jetzt nicht gelesen, es aber nur an der Onlinezeit fest zu machen ist wohl ein wenig kurzsichtig. Allein im Büro bin ich schon doppelt so lange online.

Genau das ist das Problem mit solchen Diagnosen. Es werden Werte aufgestellt, die beim einen zutreffen und beim anderen überhaupt nichts zu sagen haben. Erinnert mich ein wenig an diese Ankreuz-Tests in Frauenzeitschriften: 40 Punkte oder mehr -> Borderline-Störung mit Suizidgefahr (und Erdnussallergie).
Es kommt bei einer Sucht doch nicht darauf an, wie exzessiv etwas betrieben wird, sondern wie sehr die Gesundheit, das Sozialleben, die Beziehung und die Karriere darunter leiden. Das ist nur leider schwerer messbar, also behilft man sich mit absurden Schwellenwerten.
 

Benutzer115862 

Benutzer gesperrt
"Als Abhängig gilt, laut Studie, eine tägliche Onlinezeit von mindestens 4h."

Hab die Studie jetzt nicht gelesen, es aber nur an der Onlinezeit fest zu machen ist wohl ein wenig kurzsichtig. Allein im Büro bin ich schon doppelt so lange online.

Ich nehme mal an, dass sie es für die Freizeit meinten und dann TÄGLICH mind. 4 Stunden halte ich schon für viel.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich nehme mal an, dass sie es für die Freizeit meinten und dann TÄGLICH mind. 4 Stunden halte ich schon für viel.
Die Dauer alleine ist so gut wie nie eine aussagekräftige Einheit. Nehmen wir den Arbeitslosen, von dem ja in dem Video hauptsächlich die Rede ist. Wenn wir von 8h Schlaf ausgehen, dann sind da 16h an Freizeit. Würde er jetzt jeden Tag mindestens 4h spazieren gehen, Bücher lesen oder Musik hören, dann würde da kaum einer von einer Sucht sprechen. Wenn ich aber 2h ein Onlinespiel spiele, 1h bei Facebook surfe und 1h irgendwie anders noch online verbringe, dann soll ich süchtig sein?

Allgemein "Internetsucht", das ist doch viel zu allgemein. Ich kann das Internet doch für hunderte von Dinge nutzen. Das wäre ja wie die "Freiluftsucht", weil ich 5 Hobbys habe, die alle im freien stattfinden.
 

Benutzer115862 

Benutzer gesperrt
Subway schrieb:
Wenn ich aber 2h ein Onlinespiel spiele, 1h bei Facebook surfe und 1h irgendwie anders noch online verbringe, dann soll ich süchtig sein?

Wenn man es an jedem verdammten Tag schafft 4 Stunden seiner Freizeit im Netz zu verbringen, dann bleibt nicht mehr viel des Tages übrig und das jeden Tag? Das Schlimme an der (jeder) Sucht ist doch die Gewohnheit und alle anderen Aktivitäten in den Schatten gestellt werden. Wer übrigens jeden Tag 4 Stunden Sport macht und es nicht beruflich betreibt, würde ich auch genau so süchtig sehen.
 

Benutzer70527  (31)

Sehr bekannt hier
Wenn man es an jedem verdammten Tag schafft 4 Stunden seiner Freizeit im Netz zu verbringen, dann bleibt nicht mehr viel des Tages übrig und das jeden Tag? Das Schlimme an der (jeder) Sucht ist doch die Gewohnheit und alle anderen Aktivitäten in den Schatten gestellt werden. Wer übrigens jeden Tag 4 Stunden Sport macht und es nicht beruflich betreibt, würde ich auch genau so süchtig sehen.

Die vier Stunden sind in Zusammenhang zu setzen. Bäckereifachverkäuferin mit 20 Std/Woche Arbeit - was sind da vier Stunden? Selbstständiger Übersetzer/Texter, der mal vier Wochen lang jeden Tag zwölf Stunden arbeiten muss und dann zwei Wochen ganz frei hat, weil keine Aufträge da sind - was sind da vier Stunden?
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Ich hab den Rechner bestimmt häufiger mal länger laufen. Der Punkt ist ja: Es kostet dank Flatrate nix mehr. Früher, als man noch Minutenegnau gezahlt hat, kam ich evtl. auf eine Stunde im Schnitt. Heute merkt man es doch garnicht mehr.

Ein Smartphone habe ich nciht...aber jede/r, der/die Apps regelmäßig nutzt, ist doch zwangsläufig dauernd online. Da kommt man doch locker über 4 Stunden. Und wenn von Arbeitslosen die Rede ist, muss man sich doch auch überlegen, dass die Jobsuche immer häufiger über das Netz läuft (Stellenbörsen, Online-Bewerbungen etc.). Oder glaubt hier jemand, dass man sich ganz alleine auf die Arbeitsagentur verlassen kann? *lol*
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn man es an jedem verdammten Tag schafft 4 Stunden seiner Freizeit im Netz zu verbringen, dann bleibt nicht mehr viel des Tages übrig und das jeden Tag? Das Schlimme an der (jeder) Sucht ist doch die Gewohnheit und alle anderen Aktivitäten in den Schatten gestellt werden. Wer übrigens jeden Tag 4 Stunden Sport macht und es nicht beruflich betreibt, würde ich auch genau so süchtig sehen.
Es ist egal was noch vom Tag bleibt. Die Gewohnheit ist doch nicht das Schlimme an der Sucht, das schlimme an der Sucht ist, wenn du nicht mehr ohne kannst und wichtige Dinge vernachlässigst. Wenn es aber nur um die Freizeit geht, dann sehe ich es als ganz natürlich an, dass ich diese mit einem Hobby fülle. Deshalb ist es ja Freizeit.
 
G

Benutzer

Gast
Für mich ist eine Sucht etwas krankhaftes,was einen Menschen immer an sich bindet.
Obwohl ich ´ne Menge Zeit im Internet verbringe,mache ich mehr oder weniger regelmäßig Sport und kann mich in der Schule problemlos konzentrieren ohne,dass ich das Worldwideweb vermisse :smile:
 

Benutzer119185  (36)

Benutzer gesperrt
Mann, Leute, da wird in einem etwas mehr als ein minütigen Bericht ein kurzer Satz am Ende aus einer sicherlich sehr umfangreichen Studie heraus gepickt und Ihr schmeißt Euch wie die Geier drauf, ohne es genauer zu prüfen. Wirklich wohl überlegt...

Hier die Studie, Zitat auf Seite 84:
Die Suchtberatungsstellen verzeichnen in den vergangenen
Jahren eine steigende Nachfrage zu diesem Thema.
Noch ist nicht abschließend geklärt, wann von einem
Abhängigkeitsverhalten zu sprechen ist. Belegt ist, dass die
reine Nutzungszeit kein belastbares Kriterium für einen
pathologischen Internetgebrauch ist. Darüber hinaus müssen
eine Vielzahl anderer Faktoren betrachtet werden, die
in der Regel in der Person des Betroffenen selbst liegen.
Von einer Suchterkrankung wird allgemein dann gesprochen,
wenn das Spielen derart exzessiv betrieben wird, dass
andere Anforderungen des täglichen, sozialen und beruflichen
Lebens völlig vernachlässigt werden. Es muss sich
eine Unfähigkeit des Betroffenen zeigen, trotz Kenntnis
des schädlichen Gebrauchs seine Internetnutzung zu kontrollieren.

http://www.drogenbeauftragte.de/fil...uchtbericht_2011_110517_Drogenbeauftragte.pdf

Vielleicht übersehe ich ja was, aber nirgendwo in der Studie steht was von vier Stunden oder einer anderen Zeitangabe. Waren hier wieder die Superjournalisten am Werk?
 

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Solange man noch echten Sex zwischendurch hat, sehe ich kein ernsthaftes Problem. :tongue:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich weiß nicht. Ich find's auch schwierig, weil man im Netz halt viele Sachen machen kann. Ich bin täglich bestimmt oft 4 Stunden für die Freizeit online, also hochgerechnet. Das alleine dann, wenn ich mit meinen Freunden chatte/skype, und dann, wenn ich Serien/Clips schaue, dann, wenn ich im Forum surfe, wenn ich mich für die Dinge der Welt informiere. Man kann im Netz viel machen. Ich selbst bin kein Gamer, deswegen gibt's bei mir keine Online-Spiele, aber 4 Stunden täglich sind bei mir bestimmt keine Seltenheit, wenn auch vermutlich nicht am Stück. Von einer Sucht sehe ich mich weit entfernt, weil ich, wie gesagt, sehr viele verschiedene Dinge macht, die man früher eben nicht abseits des Netzes gemacht hat (Zeitung lesen, Fernsehen, telefonieren), außerdem hab ich kein Problem, wenn ich nicht ins Netz kann bzw. wenn ich was anderes zu tun hab, verspüre ich keinen Drang danach, unbedingt online sein zu müssen.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Was hätten sie sonst getan? :zwinker:

Lesen kann auch eine "Sucht" sein, oder Staub saugen und abstauben.
Und wenn ich stundenlang auf der Violine übe, bin ich dann auch süchtig? Oder ist nur Musik hören suchtverdächtig?

Von Sucht würde ich erst dann reden, wenn ein Mensch die täglichen Dinge vernachlässigt und sich isoliert.
 

Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich stimme Simon zu: wie bei vielen anderen Sachen auch würde ich erst von krankhafter Sucht sprechen, wenn deswegen essentielle Dinge des täglichen Lebens vernachlässigt werden bzw. in den Hintergrund geraten. Das können so banale Dinge sein wie Schlafen, Freunde treffen (im Real-Life), Arbeiten / Studium, etc... die da vernachlässigt werden. Ich kenne durchaus eine oder zwei Personen, auf die ein solches Verhalten zutrifft.

Aber wie so oft liegt es nicht am "Internet" selbst, sondern an den Menschen, die damit nicht umgehen können.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Ich bin weit mehr als vier Stunden täglich online, aber quasi nur mangels Alternativen. Ich würde nie meine Freunde wegen des Internets versetzen, und ich kriege auch keine Entzugserscheinungen, wenn ich mal zwei Tage oder auch länger nicht online bin. Ich nutze das Internet nun einmal für vieles, unter anderem auch für den Kontakt zu manchen Freunden, die zu weit weg wohnen, und das täglich. Da ist das Internet also Mittel zum Zweck, so wie das Telefon.
Im Großen und Ganzen bin ich also nur online wenn ich nichts anderes zu tun habe. Mein PC läuft, wenn ich zu Hause bin, und das sind eben weit mehr als vier Stunden am Tag. Wie oft ich dann da aber draufschaue und meine Zeit mit verbringe kommt drauf an, was ich sonst so zu tun habe.
 
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