In Nordkorea geboren

Benutzer3277 

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Stell dir vor, du wärst in Nordkorea geboren worden und würdest jetzt noch dort leben. Wie stellst du dir (bitte kurz fassen!) dein jetziges Leben dort vor, in dem man ja auf sehr viele alltägliche Dinge (Internet, Handy, Reisen, gutes Essen usw.) verzichten müßte? Oder ist das gar nicht möglich zu empfinden, wie das sein könnte?
 

Benutzer84200 

Verbringt hier viel Zeit
Ganz ehrlich?
Ich stells mir schön vor.
Kein Internet, kein Handy, bzw kein Zwang sowas zu besitzen..
Und das mit dem schlechten Essen wage ich mal zu bezweifeln
 

Benutzer3277 

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Ganz ehrlich?
Ich stells mir schön vor.
Kein Internet, kein Handy, bzw kein Zwang sowas zu besitzen..

Keiner zwingt dich, sowas zu besitzen. Ok, bei Bewerbungen ist das von Nachteil, aber es gibt ja auch einfache Jobs, z.B. auf dem Bauernhof.
 

Benutzer31690 

Meistens hier zu finden
Schön vorstellen?
Ich weiß nicht, wie es aktuell dort aussieht, aber vmtl nicht besser als vor 2,3 Jahren.
Ständige Stromausfälle, Hungersnöte etc. - nein danke.
Ich bleib hier
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Ganz ehrlich?
Ich stells mir schön vor.
Kein Internet, kein Handy, bzw kein Zwang sowas zu besitzen..
Und das mit dem schlechten Essen wage ich mal zu bezweifeln
Dir ist bewusst, das Nordkorea zum Teil auf Hilfslieferungen angewiesen ist? Die Guys da sind einfach nur am Arsch, dieses Land zählt wohl derzeit zu den Top 10 Dreckslöchern weltweit. Die haben nix zu fressen während ihr Diktatorfreak Party macht und sich einen auf seine Atomsprengköpfe runterholt. Ok, jetzt wahrscheinlich nicht mehr, der Hurensohn ist ja angeblich ziemlich krank, schade aber auch.
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich weiß nicht, wie das Leben in Nordkorea ist. Von daher weiß ich nicht, wie ich es dort finden würde.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Es erreichen einen ja auch kaum Eindrücke von der Außenwelt.
Man kennt es nicht besser, und von daher stelle ich mir das Leben nicht schlimm vor.
Machbar.
 

Benutzer15499 

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Und das mit dem schlechten Essen wage ich mal zu bezweifeln

Stimmt, mit schlechtem Essen hättest du kein Problem. Wahrscheinlich hättest du nämlich gar keines :kopfschue

Ich stelle es mir schlimm vor. Nicht etwa, weil ich nicht den Luxus hätte, in dem wir hier in Mitteleuropa leben, sondern weil nicht mal die Grundversorgung mit Lebensmittel gesichert wäre.
Ich glaube dafür ist es auch unwichtig, ob man jetzt weiß, daß es anderen Menschen besser geht oder nicht. Wenn man Hunger leidet, kann man wohl eher nicht zufrieden sein.
 
Ü

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Gast
@TS ,

stell dir vor: ich bin in der DDR geboren. und ich lebe noch. ich kann sogar lesen und schreiben.

.....
 
P

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Gast
Ganz ehrlich?
Ich stells mir schön vor.
Kein Internet, kein Handy, bzw kein Zwang sowas zu besitzen..
Und das mit dem schlechten Essen wage ich mal zu bezweifeln

Kein bzw. nicht ausreichend zu essen, keine Rechte, absolute Gehorsamkeit, toller Tausch!

Achja das mit dem schlechten bzw. nicht vorhandenen Essen magst du zu bezweifeln? Evl. hilft es sich vorher zu informieren: In Nordkorea wurde die Mindestgröße vor 2 Jahren auf 1,48m für den Eintritt ins Militär abgesenkt, da aufgrund der starken Unterernährung immer weniger Männer die vorherige Mindestgröße nicht mehr erreichten. Aber hey...kein Zwang irgendwas zu besitzen is bestimmt besser als nicht ausreichend Ernährung fürs Auswachsen zu haben.

stell dir vor: ich bin in der DDR geboren. und ich lebe noch. ich kann sogar lesen und schreiben.

Soll das ein ernsthafter Vergleich zwischen sozialistischer DDR und knallhard stalinistischem Nordkorea sein?
 

Benutzer57124 

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Off-Topic:
@TS ,
stell dir vor: ich bin in der DDR geboren. und ich lebe noch. ich kann sogar lesen und schreiben.
.....
Ich bin auch in der DDR geboren und mir würde es nicht einfallen, die Lebensbedingungen dort auch nur annähernd mit denen, die heute in Nordkorea herrschen, zu vergleichen.

Ansonsten stimme ich mit Schweinebacke und Papier überein.
Ehrlich gesagt möchte ich mir gar nicht vorstellen, dort leben zu müssen.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Letztlich ist das sozialistisch ja auch nur ein dummer Spruch im Bezug auf Nordkorea, die haben es vielleicht irgendwann mal als Sozialisten versucht, das ganze ist aber wohl heftigst gescheitert und inzwischen ist das ganze eine stinknormale Diktatur am unteren Ende des erträglichen.
 

Benutzer56469  (36)

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Mh...ich würd mal sagen für eine gewisse Zeit könnte ich schon auf Internet, Handy etc. verzichten. Aber auf Dauer? Glaub ich eher weniger.
 

Benutzer15049  (35)

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man würde es ja nicht anders kennen. von daher glaub ich käme man halt klar. aber toll wärs sicher nicht.
 

Benutzer65590 

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Stell dir vor, du wärst in Nordkorea geboren worden und würdest jetzt noch dort leben. Wie stellst du dir (bitte kurz fassen!) dein jetziges Leben dort vor, in dem man ja auf sehr viele alltägliche Dinge (Internet, Handy, Reisen, gutes Essen usw.) verzichten müßte? Oder ist das gar nicht möglich zu empfinden, wie das sein könnte?


Ich glaube, dass weder ich noch sonst jemand hier sich das Leben in Nordkorea auch nur ansatzweise vorstellen kann. Denn: als "Bürger" dieses "Staates" musst du nicht nur auf die genannten "alltäglichen" Dinge des Lebens verzichten, die tatsächlich ja schon für 75% der Weltbevölkerung der totale Luxus sind, sondern auf solch elementare Dinge wie:

-Freiheit
-Sicherheit
-ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln

Nordkorea ist die schlimmste Diktatur der Welt. Einige andere "Staaten" in Asien und Afrika mögen humanitär ähnlich schlimm dran sein, aber kein, sagen wir mal, Staatsgebilde schafft es, sich einerseits eine der größten Armeen der Welt zu leisten und andererseits die komplette Bevölkerung (Minus 0,005% absolute Parteioberbonzen) am Rande des Elends zu halten.
Das Leben als normaler Bürger von Nordkorea muss die Hölle sein: einerseits bietet dir dein Land überhaupt keine Leistung, andererseits durchdringt es dich totalitär mit seiner Ideologie und zwingt dich dazu, es toll zu finden. Selbst der kleinste Flüchtling in Zentralafrika hat wenigstens die Freiheit, zu erkennen, dass sein Leben ein einziges Elend ist - einem Nordkoreaner hingegen sind sogar solche Gedanken verboten.

Wir reichen, freien, sicheren, wohlversorgten Westler können uns solche Lebensumstände nicht vorstellen. Nicht mal ansatzweise. Und ich persönlich - ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, denn, wie gesagt, es ist einfach quasi unmöglich, sich in solche Verhältnisse hineinzuversetzen - finde es auch relativ, ja, traurig, dass man hierzulande "Leben in Nordkorea" mit "Leben ohne Handy und Internet und Weltreisen und Sternerestaurant" gleichsetzt. Uns geht es schon ganz schön gut, oder? Vielleicht schon zu gut, so dass wir gar nicht mehr erkennen, wie scheiße der Rest der Welt teilweise dran ist.
 

Benutzer3277 

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@TS ,
stell dir vor: ich bin in der DDR geboren. und ich lebe noch. ich kann sogar lesen und schreiben.
.....

Ist das jetzt satirisch gemeint? Ich bin selber Ossi, aber bei der Fragestellung habe ich überhaupt nicht an die DDR gedacht.

Das Leben als normaler Bürger von Nordkorea muss die Hölle sein: einerseits bietet dir dein Land überhaupt keine Leistung, andererseits durchdringt es dich totalitär mit seiner Ideologie und zwingt dich dazu, es toll zu finden. Selbst der kleinste Flüchtling in Zentralafrika hat wenigstens die Freiheit, zu erkennen, dass sein Leben ein einziges Elend ist - einem Nordkoreaner hingegen sind sogar solche Gedanken verboten.

Das kann stimmen oder auch nicht ganz. Ich habe mal einen französischen Dok-Film bei ARTE gesehen, der mir sehr ehrlich vorkam. Und darin äußerten sich die Nordkoreaner relativ zufrieden über ihr Leben. Sie sagten sinngemäß, dass sie sich einschränken müssen, weil sie sich gegen die USA verteidigen müssen, die das Land vernichten wollen. Für ihr Land möchten sie alles tun. Natürlich sind sie ideologisch beeinflusst, weil sie nur ihre eigenen zensierten Medien empfangen können und kein Internet. Aber dass das Leben dort "die Hölle ist" - da bin ich mir nicht sicher.
 

Benutzer35148 

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War der Hintergrund Deiner Frage eher, in einer Dikatur oder Staaten leben zu müssen, in denen die modernen Kommunikationsmedien zwar bekannt sind, aber zensiert oder unterbunden werden?
Also eher eine sozialgesellschaftspolitische Frage?

Oder wolltest Du eher wissen, ob man auch ohne Internet "glücklich" sein könnte?

Man kann glücklich sein, mit dem was man hat, wenn man es so gewohnt ist, und nichts weiß.
Stell Dir mal Eingeborenen-Stämme im tiefsten Amazonas-Urwald vor.
Was fangen die mit einem Handy oder mit einem kleinen Notebook an?
Vermutlich nichts, denn für das tägliche Leben ist das ganz unwichtig.

Ich denke es kommt ganz auf die äußeren Umstände an, und wie sehr man sich von so einer Technik abhängig machen (lassen) will.

:engel_alt:
 

Benutzer3277 

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War der Hintergrund Deiner Frage eher, in einer Dikatur oder Staaten leben zu müssen, in denen die modernen Kommunikationsmedien zwar bekannt sind, aber zensiert oder unterbunden werden?
Also eher eine sozialgesellschaftspolitische Frage?

Oder wolltest Du eher wissen, ob man auch ohne Internet "glücklich" sein könnte?

Beides. Wobei ich nicht weiß, ob der normale Nordkoreaner überhaupt weiß, was ein Internet ist und was man damit machen kann. Wenn er es nicht kennt, wird er es nicht vermissen.
 
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