immer zu verpeilt

Benutzer156257 

Ist noch neu hier
hi,
ich glaube, meine frage passt nicht zu diesem forum, ist vielleicht nicht mal eine konkrete frage, aber ich denke, dass ich zumindest mal irgendwo jemanden "gefragt" haben sollte.

ich hab schon seit 15 jahren keine beziehung mehr gehabt, weil ich alles irgendwie zu ernst nehme und gleichzeitig auch noch relativ "verpeilt" bin. und ich hab keine ideen, was ich bevorzuge.

das einzige konstante, was ich als bedürfnis verspüre, ist das umarmen. das ist für mich u.a. stellvertreter für das gemochtwerden, und da hab ich irgendwie ein defizit.

leider weise ich die gleichen bedürfnisse auf, wie ich sie eigentlich bei einer partnerin erfüllen sollte, fürchte ich. ich bräuchte jemanden, die mich besonders liebt. und wenn sie "einen plan hätte", wäre das auch gut. leider hab ich online öfters gelesen, das besser ich einen plan hätte.

ich versuche, mich nicht zu degradieren, aber im grunde könnte "eine klette" wie ich sein glück bei so einem free hugs event finden. "da wirste umarmt". x) das trau ich mich aber nicht. und da wird man nicht besonders geliebt, man wird vielleicht allgemein, "von jesus" oder als selbstzweck mal kurz wichtig genommen, schätze ich.

ich gehe ab und zu gedanklich zurück in die zeit, wo ich eine beziehung ergattern konnte. leider finde ich da die verschiedensten gründe und widersprüche. ich glaub, dass ich unfassbares glück hatte, überhaupt zwei kurze beziehungen gehabt zu haben.

wenn ich nicht altern würde, inzwischen 35 jahre, würde ich gar nicht hier fragen. es drängt sich mir der gedanke auf, dass die chancen, gemocht zu werden, mit höherem alter drastisch sinken werden. zudem könnte irgendwann die sexualität enden. wenn ich also nichts verpassen möchte, sollte ich nun mal irgendwie "aufwachen".

ich hab jetzt versucht, mich möglichst dort zu erwischen, wo ich fehler mache, und eine basis für eine antwort zu liefern. zusammenfassend möcht ich noch hinzufügen, dass ich das finden einer partnerin so schwierig finde. sauschwierig und nahezu unmöglich. :frown:

ps:
bin ich ungeduldig. niemand hat geantwortet des nächtens, und ich finde meinen thread unbeantwortbar. weil eine entscheidende information fehlt. vielleicht war es mir zu peinlich? jedenfalls gibt es sehr wohl ein viel konkreteres, psychologisches kernproblem bei mir: ich wohne bei meinen eltern.

zwar habe ich ein kleines appartement, aber die verbandelung mit meinen eltern läuft so sehr auf "hilfe an mich von meinen eltern" hinaus, dass ich ein unüberwindbares gefühl habe, dass hier der falsche platz ist. man kann sich das wie den film ödipussi vorstellen, d.h. eine emotional unpassende, alles erträumte zerstörende verwandschaftliche beziehung.

ich hab hier etwas krasse worte gewählt. und ich halte mir auch vor, dass ich von einem bekannten von mir nicht gelernt habe, dass man sehr wohl eine freundin haben kann, wenn man über dreissig ist und trotzdem im selben haus wie die eltern wohnt. (ich kann mir leider nichts anderes leisten). ich bin so geartet, dass ich zwar sehr oft eine beziehung möchte, aber es liegt wirklich etwas im argen, was meine eltern angeht. ich schreibe ihnen emotional zu, meine erste liebesbeziehung erschwert zu haben. ich will von diesem gedanken zwar ablassen, aber kann nicht. meine erste beziehung endete nicht zuletzt damit, dass auch noch mein schwager und meine schwester die vergnügungswünsche (unternehmungen) meiner lebenspartnerin mitbedienten. es wurde dann hier und da eine fahrt unternommen, von der ich ausgeschlossen war, und deren zweck es war, meiner lebenspartnerin das wochenende zu erleichtern.

auch wenn ich großen anteil an den ursachen hatte, meine emotionen an diesen ort hier sind eigentlich ziemlich besch..... und ich denke nicht, dass ich es wie mein freund machen kann und in der nähe meiner verwandschaft eine beziehung führen kann. ich habe mich lange damit aufgehalten, dass ich ja vielleicht so sein könnte wie sie, und alles unter einen hut bringen. die eigene liebesbeziehung und die beziehung zu der verwandschaft.

ich kann das nicht.

würdet ihr mir zustimmen, dass es besser wäre, ich suchte endlich abstand zu meiner familie, und würde dann befreit von diesen sorgen endlich nicht mehr nur schlimme ausgänge einer beziehung erwarten? irgendwo ist das ja auch etwas unrealistisch, weil ich ja dann ohne verwandschaft wahrscheinlich feststellen werden, dass ich ziemlich langweilig bin. ich mache kaum eine unternehmung, und eine freundin würde sich das, was meine verwandschaft kann, bestimmt von mir wünschen.

aber ich vermute irgendwie, dass ein anderer wohnort ein muss ist. immerhin habe ich es viele jahre probiert, mich hier wohlzufühlen, und das letztlich erfolglos. ich meine damit liebesbeziehungen. das ist doch das wichtigere als eltern und geschwister, oder?
 
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Benutzer151729 

Sehr bekannt hier
Das wichtigere würdebich persönlich jetzt nicht sagen...
Aber du solltest meiner meinung nach einen weg (evl. Ausziehen) finden um mit beidem leben zu können. Das eine schließt das andere ja nicht komplett aus :zwinker:
 

Benutzer155480 

Sehr bekannt hier
Eine örtliche Trennung von der Familie ist auch immer eine emotionale Trennung. Selbstverständliche Verhaltens- und Denkmuster werden aufgebrochen und müssen neu durchdacht werden. Der Mensch verändert sich, nimmt die eigenen Bedürfnisse neu wahr und lernt neue Seiten an ihnen kennen. Bindung an andere Menschen ist plötzlich freiwillig und aus der Freiheit der Freiwilligkeit entsteht ein Fokus auf die wirklichen Wünsche und Bedürfnisse.
 

Benutzer156257 

Ist noch neu hier
hi liselise und demetra, danke für die antworten!

ich übersehe zusammenhänge in meinem leben öfters. mir war bis jetzt nicht klar, ob ich wirklich wirklich meine berufliche situation drastisch ändern müsste. ich sehe mich vor der frage, ob eine liebesbeziehung meinen beruflichen wechsel katalysieren könnte, meine dann vorhandene freundin mir evtl. sogar notwendigen halt geben könnte. oder ob ich das alleine auf die reihe bekommen sollte.

ich habe meine erste beziehung gehabt als ich gerade meine schulische laufbahn vergeigt hatte. ein indiz dafür, dass ich aus diesem grund eine beziehung besonders benötigt habe, und dass es vielleicht auch ansatzweise richtig zu dieser zeit war - mal davon abgesehen, dass meine freundin schluss machte.

es muss wohl jeder für sich selbst beantworten, wann er warum am stärksten zum führen einer beziehung tendiert. oder kann man sagen, dass ich meine untaugliche situation keiner frau antuen sollte? oder hängt das davon ab wie ich es 'verkaufe' und manage?

aus liselises antwort schließe ich, dass ich einen weg finden sollte, mein nicht "luxuriöses" leben (eigentlich geht es da ja nur um das alleine und selbständig genug leben) um eine lebensgefährtin "erweitern" können sollte.

demetra sagt ja eher, ich müsste zuerst mal in eine situation, in der ich die eigenen bedürfnisse überhaupt entdecken kann, ohne viel familientrubel.

hab ich das richtig eingeordnet? ich bin komplett ratlos, wie ich hier nicht ansatzweise die hoffnung verlieren soll.

ich hab meiner ersten freundin ja im internet vorgemacht, glücklich zu sein. am ende konnte sie feststellen, dass ich nicht glücklicher war als sie, und es mit mir keine beziehung wert war.

ich weiss nicht mal, ob ich eine vielleicht auf ein risiko oder eine kurze dauer angelegte beziehung möchte. etwas von dem ich mir die geringen chancen schon jetzt ausmalen könnte.

ich glaub, anhand dessen, dass ich nicht mal wüsste, welche frau ansatzweise zu mir passen könnte und wo sie auffindbar wäre, lasse ich es wahrscheinlich sein.

eine sache wüsste ich zu gerne auch, nämlich ob der "thrill" (das ist ungünstige wortwahl, sorry) allgemein darin besteht, dass man eine beziehung beginnt, die gar nicht lange halten kann. oder gar nicht lange harmonisch bleiben kann. ich habe ja am rande meiner moderaten verpeiltheit schon mitbekommen, dass es verschiedene beziehungsarten gibt, und dass deren dauer (oder harmoniephase) ganz unterschiedlich sein kann.

das einzige woraus ich schließe, dass ich wohl besser alleine bleibe, ist, ich partou nicht ansatzweise weiss, was zum murmeltier ich eigentlich will!

ich versuch ehrlich zu sein: ich mag "loyales verhalten". treue. aufbau einer bindung, austausch von interessen und diesen "invest" von dem ich hier las. allerdings kam ich nicht sehr weit, was vielleicht an gelegentlichen depressionsähnliche phasen liegt. aber meistens bin ich gut gelaunt, so ist es nicht.

ich danke euch noch mal für eure antworten.
 

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
ich übersehe zusammenhänge in meinem leben öfters. mir war bis jetzt nicht klar, ob ich wirklich wirklich meine berufliche situation drastisch ändern müsste. ich sehe mich vor der frage, ob eine liebesbeziehung meinen beruflichen wechsel katalysieren könnte, meine dann vorhandene freundin mir evtl. sogar notwendigen halt geben könnte. oder ob ich das alleine auf die reihe bekommen sollte.
Hm, sowas habe ich in der Art auch schon einmal gehört, und zwar: "Soll ich erst meine berufliche Situation in den Griff bekommen und dann eine Partnerin suchen, oder erst eine Partnerin finden um dann das Berufliche anzugehen?"
Ich denke beide Wege sind falsch, wenn man sie so strickt voneinander abhängig macht. Das baut auf. Auf einen selber und auf den Partner (falls er denn da sein sollte). Schafft Verkrampftheit...
So einfach sich das hier auch schreibt, und so schwierig das gerade am Anfang auch umsetzbar zu sein scheint: Du musst einfach anfangen etwas zu tun/ zu verändern. Ds schafft auch Luft zum Atmen und gibt Selbstvertrauen und kann so den ganzen Teufelskreis durchbrechen. Und da man keine Partnerin herbeizaubern kann (gerade in einer solchen Situation, in du ja auch Frustration ausstrahlst), ist es sinnvoll zuerst die Lebenssituation grundlegend zu ändern. Wie hier schon geschrieben wurde bedeutet das also ausziehen, und das berufliche angehen. Das wird sich früher oder später auch auf deine Persönlichkeit auswirken und das merkt dann auch das andere Geschlecht.
 

Benutzer156257 

Ist noch neu hier
danke Triple.Seven für deine antwort. ich habe nun vor, es ziemlich genau so zu machen. meine berufliche situation muss sich ändern, vorher wird weder mein wohnort noch meine ausstrahlung zu etwas gutem beitragen.

eine sache ist da noch. ich habe mich gerade vor die situation gestellt, einen neuen job und damit auch eine neue umgebung zu bekommen. und was ich sah, war eine art gefühlsleere, ohne deren erfüllung ich mich unfähig fühle. wie ich es auch drehe und wende, ich kann inzwischen an nichts anderes mehr denken. und wie - das ist mir peinlich - aus meinem bisherigen text vielleicht ersichtlich ist, denke ich dabei an eine umarmung. das hat eine bewandtnis: ich habe eine art an mir, jeglichen berührungen aus dem weg zu gehen. jeder der mich kennt, weis das, und an jedem geburtstag und sonstigen anlässen wurde es beachtet, wofür ich den beteiligten personen dankbar bin.

gleichzeitig habe ich mit meinem wohl leicht autistischen verhalten, dafür gesorgt, nun gar nichts anderes mehr denken zu können, als dass ich eben doch umarmt werden möchte. vielleicht weiss ja der ein oder andere, die oder der sich mit so etwas auskennt, mit welchem psychologischen phenomen oder mit welcher alltäglichen banalität ich mich da sorgenvoll beschäftige. ich halte es ohne knuddel nicht mehr aus! 15 jahre sind genug. ich gebe nicht mal leuten die hand. jeder weiss von mir, dass ich gerne eine unsichtbare mauer zwische mir und meinem gegenüber habe. und keiner vermutet, dass ich gerne das gegenteil täte.

mein verhalten hat mich an einen punkt gebracht, wo ich zustimmen würde, dass es ich-dyston ist. dass ich es so nicht will, aber nicht anders kann. der psychologe meiner wahl würde mir sicher helfen können, aber ob das noch ein allgemeines liebes-thema ist, ist wohl fraglich.

ich bin übrigens äußerlich durchschnittlich, und .. das soll jetzt hier keinerlei kennenlerngesuch werden .. habe ein äußerst sprödes verhältnis zu nähe. wie gesagt, die letzte berührung eines menschen müsste - soweit ich mich erinnere - ca. 13 jahre her sein.

ich hab nicht den geringsten "peil", was ich dagegen tun sollte. in domian habe ich manchmal von fetishen gehört, zu denen mein nähebedürfnis in seiner art vielleicht zählbar und damit ja schon beinahe allgemein legitim ist. klar, sofern die andere person das gleiche möchte. aber ich hab es eben alles doch so kompliziert angestellt, dass ich inzwischen "gegen ne wand laufen und aua rufen" möchte, weil ich so derart gegen meine eigenen bedürfnisse der nähe lebe. ich wäre gerne - wie das vielleicht jemand kennt? - das komplette gegenteil.

omg. monolog ende und sorry. danke wenn und dass ihr es lest.
 

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
Hm... hast du denn schonmal an eine Therapie gedacht? Du musst sie ja nicht starten, aber mal ein Beratungsgespräch führen. Dann könntest du die Probleme strukturiert angehen! Bei zu vielen "Baustellen" verliert man sich schnell...
 

Benutzer156257 

Ist noch neu hier
ja, ich hab vom lebensjahr 14-19 eine therapie gemacht, bei der ich mich regelmäßig in gedanken verloren und gerne mal in widersprüche verstrickt habe. danach trat immer ein großes gefühl der leere auf und ich trottete nach hause.

später dann hielt ich danach-fragenden vor, es sei eine errungennschaft, dass ich psyhologen meide. ich versuche, mein problem im alltäglichen anzusiedeln, mich so normal wie möglich zu verstehen, und mag gespräche mit aller art leuten sehr.
 

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist fast zwanzig Jahre her. Und im Alter um die Pubertät herum ist man gerade deswegen nochmal instabiler in der Persönlichkeit. Von daher solltest du den Versuch wagen.
Wenn du schon schreibst...
ich versuche, mein problem im alltäglichen anzusiedeln
... drückt das schon aus, dass da was faul ist. Klar, es tut gut sich mit Menschen auszutauschen, aber falls deine Probleme doch tiefgreifender sind (und so sieht es zumindest für mich nach dem, was du geschrieben hast, aus) kann das auf Dauer nicht helfen!
Vielleicht was es auch einfach der falsche Therapeut.
 

Benutzer156257 

Ist noch neu hier
ich hoffe, die moderatoren werden mir nicht übel nehmen, wenn ich den unbeantworteten post streiche. ich möchte eine all zu hohe detektionswahrscheinlichkeit (ihr wisst ja, das internet..) vermeiden. und da ich mit sex so viel zu tun hab wie ein frosch mit einem straßenschild, möchte ich mich wieder deregistrieren. danke euch sehr.
 
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