Ich ziehe mich immer weiter zurück, was tun?

Benutzer24802 

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Hallo,

heute will ich auch mal was schreiben, was mich immer mehr bedrückt.

Also ich bin 24, beruflich sehr stark eingespannt, lebe relativ zufrieden momentan solo, hab einen eigenen Haushalt und da bleibt natürlich nicht viel Freizeit.

Mein Problem ist aber, dass ich mich auch in der restlichen Zeit immer weiter zurückziehe ohne es eigentlich zu wollen.

Beispiel: Wenn ich in drei Wochen ein paar Tage Urlaub habe, plane ich erst mal mit Begeisterung ein langes Wochenende, zum Skifahren oder Fotografieren (mach ich recht gerne) oder so in einem schnuckeligen Hotel. Eine Woche davor plagen mich immer mehr Zweifel, ich suche im Internet Gründe, nicht zu fahren (z.B. den Wetterbericht), meistens kommen dann auch Symptome wie Halsweh oder volle Nase. Irgendwie läufts dann darauf hinaus, dass ich daheimbleibe, und mich später drüber ärgere. Ich trau mich nicht mal mehr einen Pauschalurlaub im Voraus zu buchen.

Das Gleiche ist mit Treffen bei Freunden oder so, alles was irgendwie mit dem "aus dem Haus gehen" verbunden ist eben.

Das geht jetzt bis in den beruflichen Alltag rein. Als ich kürzlich mal unseren Abteilungsleiter zu einer Auswärts-Besprechung begleiten musste, war ich schweißgebadet und habe gezittert (obwohl ich eigentlich ganz selbstbewusst bin), obwohl doch nun wirklich nichts dabei ist und ich mich vor nichts schämen muss oder Angst haben muss.

Ist doch alles Blödsinn, sage ich mir selber immer wieder, aber wenns drauf ankommt, kann ich einafch nicht aus meiner Haut raus.

Gibts vielleicht irgendeine Methode, sich da selber bisserl aufzubauen? Psychologe oder sowas will ich nicht, ist bei uns in der bayerischen Provinz auch schwierig.
Danke und liebe Grüße!
 

Benutzer24793 

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Was ist passiert ? Das du dich so zurückziehst .
Ist irgentwas draussen vorgefallen ? (z.B.: Autounfall,Klopperei...)
Meisst lässt sich so , ein "Zurückziehen" begründen.
:engel:
 

Benutzer24802 

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Nein, eigentlich gar nichts, das ist ja das verrückte.
 

Benutzer27111 

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Du hast vielleicht einen guten oder sehr guten Freund. Mit dem würd ich erstmal drüber reden und dann vielleicht mit ihm (oder ihr) einfach öfters mal rausgehen, bei schönem Wetter Rad fahren oder mal shoppen. Ich denk so ist es einfacher rauszukommen, da du ja erstens eine Bezugsperson dabei hast und zweitens diese dich vielleicht motiviert und dir hilft dich zu trauen.

Woher sowas kommt, weiß ich allerdings nicht. Vielleicht ist es nur so eine Phase?

Lg
 

Benutzer24749 

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Der Fehler liegt wirklich darin, dass du zu viel alleine machst. So ist alles immer ein großer Schritt für dich. Sogar dann mit Freunden wegzugehen. Von alleine irgendwo hinzufahren will ich dann gar nicht erst sprechen. Je länger diese Situation anhält, desto schlimmer wird es. Du musst also mal den Schritt wieder wagen, mit Bekannten abends rauszugehen, oder sie halt erstmal zu dir einzuladen. Nur wenn man etwas macht, nimmt es einem die Angst und die Besonderheit. Dies ist zwar häufig schlecht, aber in deiner Situation genau das Richtige.
 

Benutzer24802 

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Hallo,

danke Euch allen für die Tipps. Mit Bekannten einladen habe ich kein Problem, im Gegenteil, das macht mur Spass.

Nur das Rausgehen oder Wegfahren belastet mich unheimlich. Aber ich sehe schon, ohne mich am Schopf zu packen, wirds wohl nicht gehen.

Rational sag ich mir das ja auch selber, aber wenns dann wieder soweit ist, kommen eine Art unbewusste Ängste und was weiß ich noch alles, dann ist es unheimlich schwierig, könnt ihr mir glauben.

Liebe Grüße
 
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