Ich war ihm nicht wichtig

Benutzer182383  (20)

Ist noch neu hier
Hallo an alle. Ich bin noch ziemlich fertig von unserer Trennung am Samstag und möchte einfach hier mal alles rauslassen. Wir waren ein Jahr zusammen, er war mein erster Freund, er ist 23, ich 20. Er hat schon immer viel zu tun gehabt, hat etliche Hobbies, engagiert sich in vielen Vereinen und arbeitet neben seinem Job noch viel daheim an anderen Dingen. Alles schön und gut, habe ich auch akzeptiert. Wir haben uns eigentlich auch immer zweimal unter der Woche gesehen und dann am Wochenende (wohnen 50km auseinander). Allerdings hatten wir sehr sehr selten mal wirklich wenigstens einen Nachmittag für uns, da er immer zu tun hatte. Naja. Vor einer Woche hatten wir nun einen riesen Streit übers zusammenziehen. Das Thema war für mich eh zu früh angesprochen. Auf jeden fall meinte er ungefähr: Entweder ich zieh mal zu ihm oder wir lassen die Beziehung. Ich steck mitten in der Ausbildung, weiß nicht ob ich danach noch studier, wo ich arbeite oder sonst was...woher soll ich dann sicher wissen dass ich mal zu ihm ziehe? Das hat mich unter Druck gesetzt. Einen Kompromiss sich erstmal in der Mitte zu treffen wollte er nicht. Gut. Haben uns dann ne Woche nicht gesehen und nur gestritten obwohl wir reden wollten, aber er hatte keine Lust auf diskutieren und wollte auch nicht dass ich zu ihm fahre. Am Samstag durfte ich dann zu ihm kommen um zu reden. Er wollte immer noch keine Kompromisse haben (es ging leider immer nur um seine Zukunft und nicht um unsere bzw mal um meine). Ich habe ihm gesagt dass ich dachte, dass wenn die Beziehung einem wichtig ist und man schon ahnt, dass sie auf der Kippe steht, dass man dann doch eigentlich alles stehn und liegen lässt und versucht die Beziehung noch zu retten? Er meinte dass er das vilt noch vor ein paar monaten gemacht hätte, aber er hat dann zugegeben dass ich ihm nicht mehr so wichtig bin. Auch weil Corona "fast vorbei" ist, hat er gemerkt dass er anderes lieber bevorzugt als mich. Das hat mich schon getroffen. Haben dann beide eingesehen, dass unsere Beziehung so keinen Sinn mehr hat. Ich fühle mich trotzdem irgendwie einfach nur ausgenutzt und als Lückenfüllerin :frown:
Ist es nicht so, dass wenn man sich wirklich liebt, aufeinander zugeht, Kompromisse findet und an eine gemeinsame Zukunft denkt?
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Natürlich gehören Kompromisse zu einer Beziehung.
Wenn da ein Teil nur an sich denkt und Forderungen an den anderen stellt, dann wird das nichts und dann war die Trennung auch absolut richtig.
 

Benutzer179155 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das hat mich schon getroffen. Haben dann beide eingesehen, dass unsere Beziehung so keinen Sinn mehr hat. Ich fühle mich trotzdem irgendwie einfach nur ausgenutzt und als Lückenfüllerin
Das tut mir natuerlich Leid, dass Du in Deinen jungen Jahren solche Erfahrungen machen musstest. Gerade auch was die Erste Liebe betrifft. In jeder Beziehungen gibt es natuerlich Ups and Downs und Kompromisse muessen zwangslaeufig geschehen, weil natuerlich 2 Leben aufeinandertreffen. Allerdings wenn die Vorstellungen einer gemeinsamen Zukunft zu weit voneinander driften, muss man das natuerlich die Beziehung hinterfragen. Wenn nur einer von den beiden nimmt, aber zu wenig hergibt, dann geht man selber irgendwann kaputt an der Beziehung.
 

Benutzer94422 

Meistens hier zu finden
Nunja... Wie Krava schon geschrieben hat: Zu einer Beziehung gehören Kompromisse. Ich persönlich habe ebenso häufig das Gefühl, dass mich meine Lebensgefährtin zu sehr einnimmt. Manchmal. Aber irgendwie wächst zusammen, was zusammen gehört.

Dass sich lebenslange Ehen schon in Teenagertagen finden, ist - so möchte ich den leider viel zu früh verstorbenen Vater meines besten Freundes zitieren - ein 6er im Lotto. Jedenfalls sagte er dies zu mir, als ich ihm sagte, dass ich selbstverständlich meine erste Freundin heiraten und für immer bei ihr bleiben werden. Ich kannte und kenne es nicht anders von meinen Eltern.

Insofern: Krönchen richten, Tränen wegputzen und weiter in die Zukunft schauen. Auch andere Mütter haben schöne Söhne.
 

Benutzer164199  (25)

Sorgt für Gesprächsstoff
Du bist noch jung, mach deine Ausbildung und finde deinen Weg.
Klar tut sowas immer weh, aber wenn er schon nach einem Jahr nicht ein Schritt auf dich zu macht und auch selbst mal Abstriche macht wäre es in einem oder zwei Jahren dran zerbrochen.
Es ist immer so das in einer Beziehungen zwei Alltage aufeinander treffen und da müssen beide ihren Teil zu beitragen das diese ineinander passen.

Lass mal 1-2 Wochen vergehen und es wird dir besser gehen, das es dir die Trennung nahe geht zeigt ja nur das er dir nicht egal war 😊
 

Benutzer174836 

Verbringt hier viel Zeit
Ist es nicht so, dass wenn man sich wirklich liebt, aufeinander zugeht, Kompromisse findet und an eine gemeinsame Zukunft denkt?
Ja, aber von beiden Seiten aus.

Ja seine Aussagen tun weh.

Aber ja, auch ein "nee ich bin mir nicht sicher ob ich nachher nicht eh studiere und weggehe pff so wichtig bist du mir also auch nicht" tut auch weh und kann einer noch grünen Beziehung einen entscheidenden Knacks versetzen.

Beiderseits wenig emotionales Feingefühl, aber immerhin eine learning opportunity fürs nächste Mal.
 

Benutzer148761  (33)

Meistens hier zu finden
Ja, genau, wenn ihm genug an dir gelägen hätte, wäre auch er auf dich zugekommen und ihr hättet gemeinsam einen Kompromiss finden können.

Tut mir echt leid für dich. Fühl dich umarmt!
 

Benutzer180757  (46)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich fühle mich trotzdem irgendwie einfach nur ausgenutzt und als Lückenfüllerin :frown:
Klar bist Du niedergeschmettert, aber nach ausgenutzt oder Lückenfüllerin klingt es für mich nicht.

Du schreibst man sollte Kompromisse finden, richtig. Seine Sicht kann jedoch ebenso lauten „Warum ziehen wir nicht erstmal zusammen? Falls wirklich Studium o.ä. kommt finden wir dann eine neue Lösung/Kompromiss.“...

Ich denke am Ende hat es für Euch von den Prioritäten her einfach nicht mehr gepasst oder gereicht, zumindest von seiner Seite. Dann den Cut lieber jetzt als sich noch Monate oder Jahre weiterschleppen. Und Du bist noch so jung!
 

Benutzer180426  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Schon ein Ding so was einem an den Kopf zu schmeißen. Die Trennung war in dem Fall leider die einzig richtige Entscheidung.

Im Nachhinein wirst du noch erkennen, dass er eine egoistische Person ist und seine Bedürfnisse überwiegend im Vordergrund stehen. Ich bin auch der Meinung, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. In manchen Fällen fühlt sich so was auch nicht als zusammenziehen ein sondern zugezogen (was ja auch stimmt). Man fühlt sich dann nicht so richtig zuhause und ist Gast in der eigenen Wohnung. Ich würde immer bevorzugen gemeinsam etwas neues zu suchen wo man sich gemeinsam einrichten kann.
Auch wenn es schmerzhaft ist ihr habt keine Beziehung auf Augenhöhe geführt und unterschiedliche Ansichten.
 

Benutzer182383  (20)

Ist noch neu hier
Vielen Dank für eure lieben Worte. Da fühle ich mich schon etwas besser. Ich hoffe einfach, dass ich irgendwann jemanden finde der mich wirklich schätzt und liebt und mit dem ich gemeinsam die Zukunft planen kann.
 
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