Ich vermisse sein Leben

Benutzer56783 

Verbringt hier viel Zeit
Hey,

ich habe hier im Forum nach einem ähnlichen Thema gesucht, leider aber nichts gefunden...

Ich bin nun seit einem dreiviertel Jahr getrennt, komme immer noch nicht mit der Trennung klar und vor allem nicht damit, dass er sein Leben einfach so glücklich weiterführen kann.

Es hört sich jetzt an,als hätte ich kein Leben, als wäre ich nur auf seins fixiert gewesen. So war und ist es aber ganz und gar nicht. Ich habe meine Vereinsaktivitäten, ich habe mein Freunde, ich unternehme eigentlich wirklich jedes Wochenende etwas, es kommt selten vor,dass ich mal einen WE-Abend zu Hause bin. Auch unter der Woche bin ich immer mal wieder unterwegs.

Und trotzdem komme ich absolut nicht damit klar,dass er auch seine Unternehmung hat. Vor allem die, wo ich weiß, ich wäre dort mitgegangen, wäre ich noch mit ihm zusammen.
Wenn ich von einer Veranstaltung höre, wo er hingeht (wir haben immer noch Kontakt), wo ich nicht hingehen (kann) [wir haben auch zwei getrennte Freundeskreise, komme auch eigentlich eher aus unterschiedlichen Gegenden], bin ich todtraurig darüber. Ich möchte gerne denken, dass es ja nich schlimm ist, ich mache etwas anderes, aber ich steiger mich dann so rein, dass ich ihm das absolut nicht gönne und am liebsten alles vermasseln würde. Ich habe tagelang Bauchschmerzen vor dieser Veranstaltung, am Abend selbst kann ich nur daran denken, dass er jetzt dort ist und ich nicht, bin total deprimiert.

Kann sein, dass das echt krank ist, aber deswegen schreib ich ja drüber, ich mache mir Gedanken und würde gerne wissen, ob irgendjemand ähnliche Gedanken hat, was er dagegen tut oder ob ich wirklich eine Ausnahme bin und total unnormal?

Wie gesagt ich habe mein eigenes Leben, meine eigenen Freunde, meine eigenen Aktivitäten und trotzdem hätte ich seine so gerne noch dazu, vermisse diese total und weiß absolut nicht, wie ich dieses Gefühl endlich loswerden kann...Ich gönne es ihm nicht und bin neidisch darauf, so neidisch auf seinen und deren Spaß. Ich hab seine freunde auch sehr gemocht...

Vielleicht sollte ich der Vollständigkeit halber noch erwähnen,dass ihm das auch alles zufliegt, er kümmert sich um nichts, alles kommt auf ihn zu, er wird zu allem gefragt, er wird von allen gemocht (und es weiß keiner wie er in der Beziehung war, wie schlimm er sein konnte, das ärgert mich außerdem..)Ich dagegen bin natürlich auch nicht der absolute Gut-Mensch,aber ich kümmer mich dann auch um sehr vieles in meinem Leben,ergreife die Initiative zu irgendwelchen Treffen, und ihm fliegt alles zu...wo ist da die Gerechtigkeit? War ich vor meinem LEben vll mal die Böse und er der Gute?

Sorry, wenn das jetzt vll etwas durcheinander ist, aber ich bin es gerade auch...bin in einer absoluten Depri-Phase
 

Benutzer113057 

Sorgt für Gesprächsstoff
er wird von allen gemocht (und es weiß keiner wie er in der Beziehung war, wie schlimm er sein konnte, das ärgert mich außerdem.

(wir haben immer noch Kontakt

Sorry, aber das passt nicht zusammen. Wenn du sein wirkliches Ich kennengelernt hast und es nicht mochtest, wieso hälst du überhaupt noch Kontakt mit ihm?

Und überhaupt, solange du dich von ihm nicht losreissen kannst, solltest du am besten garkein Kontakt zu ihm haben - notfalls nie wieder. Ansonsten wirst du ewig auf ihn eifersüchtig bleiben und mit diesem Kapitel deines Lebens nicht abschließen können.
 

Benutzer56783 

Verbringt hier viel Zeit
Da hast du vollkommen recht. Es passt nicht zueinander. Wie nichts passt. Ich hasse und liebe ihn zugleich. Ich hätte mich auch in der Beziehung schon viel früher von ihm trennen sollen, bin aber immer geblieben, letzten Endes hat er auch den Schlussstrich gezogen. Ich fühle mich abhängig von ihm, bin irgnendwie nicht im Stande ohne ihn mein Leben zu führen.
In der Theorie ist mir auch vieles geläufig, in der Praxis kann ich es nicht umsetzen.

Selbst wenn ich es schaffen würde den Kontakt abzubrechen, dann würde er auf ein paar Veranstaltungen gehen, auf die ich auch vor seiner Zeit schon immer ohne ihn gegangen bin. Nun geht er mit seiner Truppe dort auch auch immer hin (was mal durch mich entstanden ist)...ich weiß nicht wie ich das packen soll. Ich möchte aber nicht drauf verzichten, weil es ist ja in einer Art "meine" Veranstaltung, warum soll ich nicht mehr hingehen, er seinen Spaß haben. Ich quäle mich zu Hause wie auch dort. Ich wünschte er würde krank werden und könnte nicht hingehen. Ich hatte immer Spaß mit allen zusammne aber jetzt wo wir nicht mehr zusammen sind gehöre ich ebne nicht mehr dazu...

Ich habe eben noch Kontakt zu ihm, weil ich ihn immer noch liebe irgendwie..ich weiß selbst nicht warum :frown:
Mein momentaner Gedanke ist wirklcih, lieber eine schlechte Beziehung als gar keine..
Ich verstehe mich selbst nich,wie ich mich so erniedrigen kann..
 

Benutzer113057 

Sorgt für Gesprächsstoff
Naja, dann wird dir aber auch niemand helfen kann, weil du die Sache nur selbst in Angriff nehmen kannst - notfalls mit therapeutischer Hilfe.
 

Benutzer56783 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin schon in Therapie...
Mich würde halt mal interessieren, ob hier überhaupt niemand solche Gedanken hat?
Ist das mein "kranker" Kopf, der so denkt? Geht es wirklich niemanden so, dass er auch solche Probleme hat? Also gerade mit den Veranstaltungen,darum geht es mir vor allem.. wie geht ihr denn damit um? Geht ihr hin, markiert extra Spaß mit euren Freunden? Geht es euch wirklich gut damit? Seid ihr nicht auch traurig, wenn da der Freundeskreis vom Ex-Freund steht und ihr gehört nicht mehr dazu...Wie geht ihr damit um?
Bzw wie fühlt ihr euch,wenn ihr mitbekommt, dass der Ex-Feund jetzt was unternimmt, wo ihr früher immer dabei wart? Was euch immer viel Spaß bereitet hat und durch die Trennung genommen wurde...
 

Benutzer105247 

Meistens hier zu finden
Doch, ich hatte auch solche Gedanken.
Als mein erster Freund sich von mir getrennt hat (über 4 Ecken) durfte ich auch noch im Forum unseres Kennenlernens danach erfahren wie furchtbar gut doch sein Leben lief, er hätte ein sooo tolles Abitur gemacht und sei ja sooooo glücklich und ausgelassen, hätte schon ne neue Freundin und total viele neue Kumpels.
Und ich saß zu Hause, konnte in meinem Praktikum nur mit Mühe und Not die Tränen zurückhalten, mein Vereinsleben zerbrach und ich wäre fast einer Computersucht zum Opfer gefallen.


Das einzigste was in einem solchen Fall hilft ist ein konsequenter Kontaktabbruch.
Du brauchst abstand um das Erlebte zu verarbeiten und die Trennung zu realisieren ... imho befindest du dich noch in einer "Zwischenwelt" und hoffst warscheinlich auch noch das die Beziehung vielleicht wieder in gang kommt, solange du nicht komplett aus seinem Leben verschwindest.
Aber glaub mir, das wird nicht passieren! Ihr habt euch nicht ohne Grund getrennt.

Nimm Abstand von ihm und seinem leben und konzentriere dich auf dein eigenes.
 

Benutzer113033 

Sorgt für Gesprächsstoff
würde sagen das du es einfach noch nicht verarbeitet hast das sein Leben weitergeht einfach so und das du das nicht wahrhaben willst das sein Leben ohne dich so gut weiterläuft und er Spaß hat.
 

Benutzer56783 

Verbringt hier viel Zeit
aber selbst bei Kontaktabbruch weiß ich doch wann diese Veranstaltungen sind..und soll ich dann zu hause bleiben, obwohl ich auch immer meinen Spaß dort hatte?

Killerbee, wie bist du da wieder rausgekommen und wie lange hat es gedauert?
 

Benutzer105247 

Meistens hier zu finden
Wie bereits gesagt, konsequenter Kontaktabbruch (war auch nicht besonders schwer, ich war nicht mehr interessant also versuchte er auch nicht mehr mich zu kontaktieren).
Nach ein paar Monaten lernte ich dann auch meinen neuen Freund kennen.

Ganz "darüber hinweg" bin ich bis heute noch nicht wirklich, aber ich kann dir sagen das man mit der Zeit lernt damit umzugehen, es beeinflusst das eigene Leben immer weniger, es tun sich neue Horizonte auf und man beginnt zu begreifen das der Weg mit IHM nicht der einzigst richtige war/ist.
Mir war damals mein Leben nichts mehr wert, nur noch das seine hat gezählt. Es mag vielleicht dumm klingen, aber eines Tages habe ich mich gefragt was ein Kind aus Taiwan, welches bei einer Flutkatastrophe (die war zu dem Zeitpunkt) seine Familie und sonst auch alles verloren hat zu meinem Leben sagen würde ... da habe ich mich für meine Gedanken geschämt.
Gut, letzterer war auch irgendwie dumm weil man es nicht vergleichen kann und es sich in dem Moment für mich mindestens genau so schlimm angefühlt hat. Aber es brachte für ne weile wieder etwas Objektivität in die ganze Sache und half mir aus dem 1. Loch heraus.

ber selbst bei Kontaktabbruch weiß ich doch wann diese Veranstaltungen sind..und soll ich dann zu hause bleiben, obwohl ich auch immer meinen Spaß dort hatte?

Ja. Du bist im Moment unterschwellig sowieso nur wegen ihm dort.
Schlage neue Wege ein, jetzt ist die beste Zeit dafür.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich würde dir raten, dass du Neues ausprobierst. Sicher, man hat seine Leute, seine Veranstaltungen, seine Abende, seine Kneipen und seine Lieblingsclubs gefunden. Schlimm genug, dass man sich von dem Partner verabschieden muss, warum dann auch von diesen Dingen?

Ganz einfach - weil es hier Alternativen gibt und dir das Gefühl etwas "Neues" zu tun und Dinge zu verändern über deinen Verlust hinweg helfen kann. Also verabschiede dich von deinen alten Veranstaltungen und probiere Alternativen aus. Suche dir neue Hobbys, neue Leute und auch neue Orte. Wenn etwas Neues greifbar ist, lässt man das Alte besser los... :zwinker:
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren