"Ich liebe sie, brauch aber ab und an was anderes"

Benutzer52105  (31)

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Endweder ich bin mit meinem Partner glücklich zusammen und denke nicht mal im Traum daran fremd zu gehn oder ich Liebe meinen Partner nicht ernsthaft. Bei mir ist das einfacher wenn ich einen Partner habe sind mir die anderen Kerle sowas von egal als wär kein anderer Mann mehr da alles Luft nur mein Partner ist mir wichtig.

Genauso isses bei mir auch! Und falls mir in meiner Beziehung, was Sex angeht, irgendwas fehlen würde, dann würde ich erst mal mit meinem Partner darüber reden und versuchen es zu ändern! Erst wenn das nichts bringt, kann man mal darüber reden, wies mit ner offenen Beziehung aussehen würde, aber hinter dem Rücken meines Partners etwas zu machen ist für mich einfach nur noch arm!

Das ist meine Meinung zu dem Thema!

LG Angel_Hof
 
C

Benutzer

Gast
ich bin schonmal jemandem fremdgegangen, den ich wirklich geliebt habe...
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Jetzt hackt doch nicht alle auf Honey rum, nur weil sie anspricht, wo Viele die Klappe halten.

Ich mag mich persönlich und inhaltlich gar nicht in die Debatte einmischen, aber Eines möchte ich Euch Moralisten mal zu Bedenken geben:

Die Realität spricht eine komplett andere Sprache. Sebst hier, wo ein Großteil der Poster unter Zwanzig sind, gehen 30% der Leute fremd. Ich habe jetzt keine Zahlen zur Hand, aber ich vermute in der Altersklasse um die 30 erhöht sich diese Zahl garantiert auf über 50%.

Es sieht also ganz danach aus, als ob sich solche Diskussionen um das warum und weshalb und wie damit umzugehen ist, schon lohnen...
Für mich ist jedenfalls klar, daß diese verlogene Doppelmoral der Gesellschaft ihren Teil zu den o. g. Zahlen beitragt.

Ich sehe aber den Widerspruch überhaupt nicht. Die Schlussfolgerung aus den Zahlen ist ja nun nicht, dass die Aussage Liebe passt nicht mit fremdgehen zusammen falsch ist. Vielmehr heisst das ja, dass es mit der Liebe in der Praxis nicht so weit her ist. Nicht umsonst zerbrechen so viele Partnerschaften.

Die Aussage, dass jemand "ab und zu etwas anderes braucht", kritisiere ich zum Beispiel nicht. Das ist die Entscheidung jedes einzelnen. Aber es kann nicht sein, dass man das dann gegen die Partnerschaft auslebt. Entweder kann ich das Problem mit meinem Partner zusammen lösen, indem ich die entsprechenden sexuellen Freiräume schaffe oder ich muss konsequent die Partnerschaft in Frage stellen.

Es geht bei der Frage hier im Thread ja auch nicht mal um einen Fehler, ein Versehen, eine unüberlegte Handlung. Es geht darum, sich mit einem sehr bescheidenen Scheinargument in egoistischer Manier alle Freiheiten zu erlauben. Und das ist nunmal definitiv nicht mit Liebe vereinbar.
 

Benutzer14773 

Verbringt hier viel Zeit
Geht's jetzt um die Frage

"Kann es sein, mal was anderes zu wollen, obwohl man jemanden liebt?"

oder um die Frage

"Kann es sein, den anderen zu belügen und etwas hinter seinem Rücken zu machen, obwohl man ihn liebt?"
 
G

Benutzer

Gast
Meinung

@honeybee:
Du hast vollkommen recht! Und die allgemeine Reaktion auf deine Aussagen, liegt –wenn ich mal ganz optimistisch zu denken versuche- nur an deiner knappen Ausdrucksweise. ;-) Sie können bzw. wollen dir nicht folgen, da sie dann selber nachdenken müßten und sie Angst vor dem Thema haben. Etwas, eine klitzekleine Stimme in irgendeiner abgeschotteten Region ihres Bewußtseins könnte sich dabei nämlich regen und dir zustimmen… Und einen mehr oder weniger hingeworfenen Satz kann man da doch viel leichter beruhigt mißverstehen bzw. unhinterfragt bepöbeln.

@ : space
stimme auch dir zu.

Als allgemeinen Beitrag möchte ich noch Folgendes anmerken:

Dieses Bild der Beziehung/Ehe, die auf für-immer-dauerndem Einklang der Seelen, Haus/Hof/Hund und zwingender Monogamie basiert, ist ein aus soziologischer Sicht erstaunlich junges Phänomen. Entstehend aus gewissen bürgerlichen Strömung zur Zeit des Kaiserreichs trat es erst nach dem Zweiten Weltkrieg, in den 50ern und beginnenden 60ern so richtig hervor als allgemeinverbindliche moralische Richtlinie. (Ist die Nähe zu den alten Märchen nicht verblüffend?? Von wegen TollerPrinz mit weißem Roß und großem Schloß und FriedeFreudeEierkuchen FOREVER und wenn sie nicht gestorben sind…)

Dann Wertewandel – Zack – revolutionäre End-60er-Bewegung – Wer zweimal mit dem selben pennt, gehört schon zum Establishment!

Was lernen wir daraus?
1. Extreme rufen Gegen-Extreme hervor.
2. Extreme sind nicht so unbedingt lange haltbar.

Ich für meinen Teil bin der Überzeugung, man muß die teils widersprüchlichen Tendenzen, die es in jedem Menschen gibt, ernst nehmen und in ihren Impulsen anschauen, anstatt sie zu verdrängen oder zu verteufeln.
Man muß sich keiner radikalen Meinung anschließen, man muß sich überhaupt keiner Meinung anschließen, wenn man nicht will – aber wenigstens sollte man ehrlich zu sich selbst und gegenüber den Dingen sein.
Will sagen: Restauration jeglicher Art nervt voll ab – Integrative Sichtweisen zu synthetisieren, ist die große Aufgabe (und genaugenommen ein großes Geschenk!)

Leben bedeutet Dialektik in allen Belangen und die tut manchmal leider in mancher Hinsicht weh. Trotzdem ist sie notwendig.
Und es ist zu vieler Leute grundsätzliche Angst vor der Dialektik und Ambivalenz im Leben, die ihr uneingestandenes, manisches Sicherheitsdenken hervorruft, welches zu diesem Festklammern an wenig realistischen, bequemen Dogmen führt.

Werte sind ein relatives Gut. Die Selbstgerechtigkeit, mit der hier manche User ihre PERSÖNLICHE Meinung zum (vermeintlich) ALLGEMEINEN Standard aufbauschen, ist erschreckend!
 

Benutzer7596 

Ist noch neu hier
Es geht darum, sich mit einem sehr bescheidenen Scheinargument in egoistischer Manier alle Freiheiten zu erlauben. .
Das habe ich tatsächlich ignoriert, wer ist denn so doof?
Aber ja, ich glaube, vom Threadersteller war es tatsächlich so gemeint, wie Du es beschrieben hattest.

Ich habe die Frage umgewandelt:
"Kann es sein, mal was anderes zu wollen, obwohl man jemanden liebt?"
Leben bedeutet Dialektik in allen Belangen und die tut manchmal leider in mancher Hinsicht weh. Trotzdem ist sie notwendig.
Und es ist zu vieler Leute grundsätzliche Angst vor der Dialektik und Ambivalenz im Leben, die ihr uneingestandenes, manisches Sicherheitsdenken hervorruft, welches zu diesem Festklammern an wenig realistischen, bequemen Dogmen führt.
Da hast Du wohl einen Sachverhalt sehr intellektuell erläutert, für welchen ich gar keine Worte bisher fand. Applaus*!



* Ist das aus Deiner Doktorarbeit?;-)

@topic: Das Lustige ist, dass ich bis vor ein paar Jahren genauso gedacht habe wie die Moralapostel hier: Wenn Beziehung ok, sind andere Frauen Luft. Prinzipiell gilt das für die Emotionalität immer noch. Auch Männer sind nicht so einfach gestrickt. Aber ich schaue nicht mehr weg und ich gehe auch einem Flirt nicht aus dem Weg. Das ist ja auch nicht das Problem, da ICH ja weiß, was dahintersteckt (jedenfalls keine Liebe). Das Problem ist eher der Partner, welchem es vielleicht weh tut. Ich hatte für zwei Jahren eine Partnerin, welche dies abstrahieren konnte. Nun habe ich eine Partnerin, welcher es sehr weh tun würde. Das Problem habe ich noch nicht gelöst:ratlos:
 

Benutzer20882 

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Ich versteh' die Aussage nicht so wirklich.
Wenn ich meinen Partner liebe, dann liebe ich ihn doch komplett! Wofür brauche ich dann ab und zu was anderes?
 

Benutzer18352  (36)

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Wow, zu dem Thema ging ja richtig ab!!! Kann jetzt natürlich ned auf jede einzelne Aussage eingehen, sonst sitz ich übermorgen noch da ;-)!

Zuerst einmal find ichs toll, dass überhaupt so viele was zu dem Thema geschrieben haben. Was ich scheiße finde, dass hier einige Leute so auf Honeybee rumhacken. Sie hat sich lediglich Gedanken darüber gemacht, weshalb jemdan so eine Aussage tätigen und nach diesem Prinziep leben könnte. Nur weil sie sich tolerant zeigt, heißt es ja auch nichrt, dass sie das selber praktiziert.
Und ehrlichgesagt, find ich es schade, dass jeder, der nicht ins moralische Muster passt sofort niedergemacht wird!
Hatte nämlich eigentlich gehofft, dass vielleicht mal einige aua dem Nähkästchen plaudern, die das so praktizieren und vielleicht so dem einen oder anderen diese Einstellung näherbringen kann (was nicht heißt, dass daraufhin alle nur noch fremdgehen müssen/sollen/dürfen. In der anonymen Umfrage haben einige dafür gestimmt, aber es traut sich keiner, was zu posten, weil er dann sofort von euch fertiggemacht wird. Find ich sehr schade.

Und noch was: Ich hatte früher sehr viel Sex mit unterschiedlichen Männern und von denen waren ungefähr 60% in einer Beziehung oder sogar verheiratet und sie haben nach diesem Muster gelebt und man hat auch gemerkt, dass sie ihre Freundin lieben, einfach vom Umgang her und so...

AUßerdem hab ich das in meiner letzt Beziehung auch mal gemacht. Ja, ich gebe es zu! Es werfe der den ersten Stein, der frei von Sünde ist!!! Ich hätte es meinem Exfreund nie gesagt, weil ich Angst hatte, dass dann seine ganze Welt zusammenbricht und das wollte ich auf keinen Fall, weil ich ihn geliebt habe. Nachdem ich das gemacht habe, lief es komischerweise dann auch bei uns selber wieder besser in allen Bereichen. Ich weiß nicht woran es lag, ich hatte damals auch ein schlechtes Gewissen, aber irgendwann bin ich für mich selber damit klar gekommen. Würde das auch nicht regelmäßig machen, das bringts in meinen Augen dann auch nicht.

Mich würd halt echt mal die Aussage von Leuten interessieren, die das öfter machen/gemacht haben, aber die werden hier leider von vorherein abgesägt. Schade!
 

Benutzer40734  (37)

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Mich würd halt echt mal die Aussage von Leuten interessieren, die das öfter machen/gemacht haben, aber die werden hier leider von vorherein abgesägt. Schade!

Ja dann frag mal warum. Weil die meisten solch eine Einstellung für unglaublich schlimm halten und es nicht verstehen können. Ja ich gehöre auch dazu!
 

Benutzer18352  (36)

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Ja dann frag mal warum. Weil die meisten solch eine Einstellung für unglaublich schlimm halten und es nicht verstehen können. Ja ich gehöre auch dazu!
Das ist ja auch ok, aber dennoch sollte man auch jemanden, der anderer Meinung ist zumindest dulden.
 
D

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Gast
Das ist ja auch ok, aber dennoch sollte man auch jemanden, der anderer Meinung ist zumindest dulden.


Ich habs schon mal irgendwo geschrieben... rein theoretisch ist ne offene Beziehung sicher "ideal" (Wie der Kommunismus). Da wir aber alle Menschen sind, funktioniert das einfach nicht.

Man ist eifersüchtig, wenn man den Partner teilen muss. Und das nicht zu unrecht, denn man verliebt sich auch evtl. in den anderen.


Es gibt Menschen, die können in einer offenen Beziehung leben. Für mich wäre sie aus den o. g. Gründen nichts. Ich teile meinen Freund nicht. Und ich kann auch nicht nachvollziehen, wie man einen Menschen, den man liebt, teilen kann, ohne Angst zu haben, ihn dadurch zu verlieren :cry:
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
Und ehrlichgesagt, find ich es schade, dass jeder, der nicht ins moralische Muster passt sofort niedergemacht wird!

Ich hab den Thread verfolgt, aber erstmal nichts geschrieben, um gerade niemanden runterzumachen oder sonst was, sondern um die unterschiedlichen Reaktionen abzuwarten, die ich übrigens genauso erwartet habe.

Um mich mal einzuordnen, gehöre ich auch in die "Moralpostelabteilung". Und jetzt? Ich lebe gern so, nur einer und kein anderer nebenbei. Mir hat niemand gesagt, dass man nur einen Partner haben darf, das ist ganz allein meine Entscheidung. Eher wurde noch vorwurfsvoll gesagt "Was, er ist dein Erster? Und wirst du den mal heiraten?? Bla bla..."

Genauso, wie es viele nicht glauben können oder Vorwürfe machen, dass man doch nicht in einer Beziehung noch andere haben kann, sind die, die es anders halten, nicht viel anders in ihrem Verhalten, was an folgendem Post deutlich wird:

geometrischer schrieb:
Sie können bzw. wollen dir nicht folgen, da sie dann selber nachdenken müßten und sie Angst vor dem Thema haben. Etwas, eine klitzekleine Stimme in irgendeiner abgeschotteten Region ihres Bewußtseins könnte sich dabei nämlich regen und dir zustimmen… Und einen mehr oder weniger hingeworfenen Satz kann man da doch viel leichter beruhigt mißverstehen bzw. unhinterfragt bepöbeln.


Ich habe Honeybees Posts schon verstanden, habe aber nicht reagiert, weil mich das schlichtweg nicht interessiert. Was hat das denn mit Angst zu tun? Ich will Honeybee nicht folgen. Ganz recht, denn ich lebe anders und genauso gefällt es mir und so soll es auch bleiben.

Was andere in ihrer Beziehung machen, ist mir völlig gleich. Aber mir ist es wichtig, dass niemand sowas mit mir macht, denn dann bin ich trotz aller Liebe weg vom Fenster. Und dass ist dann nicht mehr mein Problem.
Niemand kann alle Ansichten in sein Glaubensmuster/in seine Lebensweise integrieren, dann ist es doch klar, dass solche Diskussionen entstehen.

Es ist nur wichtig, dass beide Partner die selbe Ansicht haben, sonst kann das halt nicht klappen. Irgendwie auch logisch.
 

Benutzer40734  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Das ist ja auch ok, aber dennoch sollte man auch jemanden, der anderer Meinung ist zumindest dulden.

Das hat ja nix mit dulden zu tun! Ich dulde hier jeden. Das ist auch gar nicht mein Recht jemanden nicht zu dulden! Man hinterfragt bloss das Ganze, weil man es sich nicht vorstellen kann, wie jemand so etwas machen kann! Zumindest gilt das für mich.
 

Benutzer7596 

Ist noch neu hier
Und ich finde es Klasse, dass die Diskussion jetzt wieder auf einem anderen (besseren) Niveau geführt wird!:smile:
 
L

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Gast
mag schon sein dass es leute gibt die wirklich davon überzeugt sind, sie lieben den partner über alles und wollen ihn nie verlieren - dennoch brauchen sie zwischen durch was anderes... aber ich verstehs nicht... eben jeden das seine...

ich gehör mit sicherheit nicht zu der spezies und das erwarte ich auch von meinem partner.
man kann zwar liebe und sex trennen - umsonst gäbs ja keine ons :zwinker: - aber in ner beziehung sollte man schon so viel sein und auch treu bleiben. treue ist für mich auch eines der obersten gebote.

wenn man das verlangen hat, auch anderewertig zu poppen, dann sollte man sich doch bitte mit solche leuten zusammen tun, die das mit einem teilen und auch ne offene beziehung haben wollen und nicht erst wenn mal ein (geplanter) ausrutscher passiert ist, denn partner davon in kentniss zu setzten und im nachhinein sagen ich liebe dich ja so und will dich nicht verlieren...
oder man geht mit dem partner ne runde swingern, dann kommt man auch mal dazu jemand anderes zu poppen, soweit das für beide ok ist.

ich denk mir bei jedem der was länger in ner beziehung ist wird irgendwann mal der gedanke auf kommen wiedermal etwas neues zu erleben, aber wenn derjenige dass dann auch wirklich will, soll er doch bitte alles davor abklären bevor das hinterrücks abläuft und noch alles kaputt gemacht wird...

Off-Topic:
ich bekomm da so nen dicken hals wenn ich nur davon hören... - bewusst fremdgehn weil man abwechslung will und dann noch mit dem spruch daher kommen, ach ich lieb dich ja sooooooo.. :mad: :mad: :kopfschue
 

Benutzer14773 

Verbringt hier viel Zeit
@threadstarterin: Hm... also... ich glaube dir, was du sagst, nämlich, dass du deinen Exfreund geliebt hast, aber eben trotzdem noch Lust auf andere Männer hattest. Das ist für mich kein Widerspruch.

Ich find's nur schwierig, mir vorzustellen, sowas vor dem Partner zu verheimlichen. Bzw. mir fällt's schwer, mir vorzustellen, hinter dem Rücken des anderen etwas zu tun, wovon man weiß, dass es den anderen verletzt.
Ich maße mir nicht an, das zu beurteilen, einfach eine ehrliche Frage:
Wie passt es für dich zusammen, dass man jemanden liebt und trotzdem etwas macht, was ihn verletzt?
 

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