"Ich habe keine Kraft für eine Kranke wie dich"

Benutzer13061 

Verbringt hier viel Zeit
Du solltest schleunigst in psychologische Behandlung, je eher, desto besser!

Zu Deinem Freund: ich kenne das Gefühl einen Menschen unglaublich zu lieben, aber im nächsten Moment dies einfach nicht zeigen zu können auf Grund von so vielen Problemen der Person. Ich kann nicht beschreiben, was das für ein Gefühl ist, wo es herkommt und wann es geht. Aber es gibt es, weil es da ist. :frown:
 

Benutzer49027 

Verbringt hier viel Zeit
Also um einmal die schlimme Antwort vorne weg zunehmen, die Welt ist nicht schlimm, denn sonst wäre ja jeder Mensch in Deiner Situation!
Ich glaube es ist eher, was sich jeder von der Welt für sich aneignet.

Es ist immer schwierig etwas zu einer Situation zu sagen, wenn man nur eine einzigeSeite gehört bzw. gelesen hat.
Aus Deinen Zeilen kann ich entnehmen, daß Du in momenten der Depression absolute und bedingungslose Zuneigung brauchst; auch wenn Du sie in dem Moment nicht erwidern kannst, so helfen Si e Dir daraus.

Weiß denn Dein Freund, daß er Dir in diesen Situationen, auch wenn er es nicht merkt, Dir damit auch wirklich hilft?

Denn vielleicht erkennt er seinen Wert in dieser Situation gar nicht?
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Weißt du, ein bißchen kann ich deinen Freund verstehen. Mein Exfreund hatte auch so eine Phase, keine Ahnung, ob das Depressionen waren oder was anderes, auf jeden Fall ging es ihm über... weiß nicht, Wochen, zwei, drei Monate oder so... ziemlich schlecht.

Er war einfach nur traurig, nichts konnte ihn aufmuntern. Wollte nichts unternehmen. Hatte Angst, unter Menschen zu gehen, überhaupt rauszugehen, hat sich total unwohl gefühlt, sobald er unter Menschen mußte. Egal, wie lieb ich war, egal, wie ich versucht hab, ihn "aufzuheitern", es ging einfach nicht. Da war so eine tiefe, dunkle Traurigkeit, Schwermütigkeit, wie auch immer man es nennen mag, die ich einfach nicht durchdringen konnte.

Und mich hat das wahnsinnig belastet. Mir ging es unheimlich schlecht deshalb. Kannst du dir vorstellen, wie machtlos man sich fühlt, wenn man einfach nicht zum Partner durchdringt? Wie man sich manchmal einfach nur wünscht, unbeschwert etwas ganz "Normales" unternehmen zu können. Und sich gleichzeitig total mies vorkommt und Schuldgefühle hat, weil man sich nach "Normalität" sehnt, weil man irgendwann auch nur noch genervt ist, weil mit dem anderen überhaupt nichts "anzufangen" ist und denkt: "Ach scheiße, der soll sich mal zusammenreißen".

Dazu noch die Angst: Was ist, wenn das immer so bleibt? Und ein schlechtes Gewissen, weil man sehr deutlich das Gefühl hat: "Nein, das will ich nicht für den Rest meines Lebens mitmachen".

Ja, du solltest wirklich in psychologische Behandlung. Nur weil du damit einmal schlechte Erfahrungen gemacht hast (bzw. keinen echten Erfolg gespürt hast), heißt das nicht, daß es diesmal wieder so sein muß.

Weißt du, ich hab bei meinem Ex auch mit allen möglichen Mitteln versucht, ihn aus diesem Tief rauszuholen. Aber da stößt man als Laie irgendwann einfach an seine Grenzen. Weil es eben nicht nur "Aufmuntern" ist, bei schlechter Laune, die jeder mal hat. Sondern letztendlich eine psychische Erkrankung.

Sternschnuppe
 

Benutzer30080 

Verbringt hier viel Zeit
Mir geht es so ähnlich wie dir, misty-dawn.
Oft geht es mir grundlos total schlecht, ich bin richtig depressiv, ich ritze mich, in letzter Zeit hatte ich Panikattacken.
Mit meinem Freund bin ich soweit glücklich, aber ich weiß auch, dass ich es ihm mit meinen Depressionen sehr schwer mache. Wobei 'mache' nicht richtig ausgedrückt ist, denn ich suche mir das ja nicht aus, sondern es ist einfach so, dass ich oft depressiv bin. Da kann ich ja auch nichts für, und ich würde nichts lieber als ein meistens gutgelaunter Mensch sein.
Ich weiß, dass mein Freund mir gerne helfen würde, aber ich weiß ja selbst nicht, wie.
Was ich von deinem Freund einerseits nicht okay finde, aber andrerseits auch verstehe, ist, dass er meint, die Beziehung so nicht weiterführen zu können. Klar ist das eine große Belastung für ihn. Aber wenn er dich liebt, dann muss er eben auch mit deinen Depressionen leben. Aber wie gesagt, ich verstehe es auf der anderen Seite auch, dass es viel Kraft erfordert, immer für die 'kranke' Freundin da zu sein, und ich weiß nicht ob ich das könnte.
Ach, helfen kann ich dir irgendwie auch nicht. :frown: Aber ich wollte mal schreiben, dass du nicht ganz allein bist, dass es noch andere Leute gibt die dein Problem kennen.
 

Benutzer37919 

kurz vor Sperre
@misty-dawn & Rainbow_girl

Was für Probleme habt ihr denn nun konkret?
 

Benutzer42888 

Verbringt hier viel Zeit
Punkt 1: dein Freund ist wahrscheinlich einfach überfordert und hilflos.

Punkt 2: das mit dem Alk musst du lassen, sonst kommst du da nie raus.

Natürlich ist es verständlich, dass du dir die bedingunglose Liebe deines Freundes wünscht, besonders wenn's dir mies geht.
Aber er kann das einfach nicht leisten, was auch nachzuvollziehen ist.

Was du brauchst wären ein paar "stabile" Menschen, evtl. mit etwas mehr Lebenserfahrung, die dich stützen können und dich in den dunklen Zeiten liebevoll begleiten.
Möglicherweise wäre auch therapeutische Unterstützung gut, wobei es wichtig wäre, den "Passenden" zu finden. Man kann immer ein paar Probestunden nehmen, und wenn du merkst er oder sie passt nicht, suche einen neuen.
 
M

Benutzer

Gast
Danke für eure Antworten.

Ich denke auch, dass er überfordert ist. Ich verstehe ihn wirklich. An seiner Stelle wüsste ich manchmal auch nicht anders zu reagieren.

Und irgendwie glaube ich auch nicht, dass irgendwo jemanden gibt, der mich wirklich verstehen und mir helfen kann. Offenbar schaffen es nicht mal Psychologen...
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
Rainbow_girl schrieb:
Aber wenn er dich liebt, dann muss er eben auch mit deinen Depressionen leben.
das seh ich ganz und gar nicht so

eine psychische erkrankung ist kein zuckerschlecken.
man könnte genauso gut sagen: wenn sie ihn liebt, sucht sie sich nen neuen therapeuten
 

Benutzer15503 

Verbringt hier viel Zeit
hör doch einfach mal mit der flennerei auf und hör auf drüber nachzudenken wie scheisse die welt doch ist.

das bringt dir absolut gar nichts.

lass TATEN walten und geb das beste, dann kommst du auch wieder auf nen grünen zweig.
 

Benutzer26627 

Meistens hier zu finden
summerfeeling schrieb:
hör doch einfach mal mit der flennerei auf und hör auf drüber nachzudenken wie scheisse die welt doch ist.

das bringt dir absolut gar nichts.

lass TATEN walten und geb das beste, dann kommst du auch wieder auf nen grünen zweig.
Jaaah, das ist schon leicht gesagt. Klar stimmt das, auch wenn's etwas heftig ausgedrückt ist. Aber manchmal kann man sich nicht einfach so eben aufraffen und sich da rausziehen...
Auch wenn ich jetzt nicht sooo weiß, worum es geht denn der erste Beitrag wurde ja editiert...
 
B

Benutzer

Gast
sorry, hab nicht alle threads von dir gelesen aber:

alkohol, depressionen?
erster schritt: damit aufhören; jetzt

gedanken warum wieso weswegen und wie und wann kannste dir später machen, wenn du schon damit aufgehört hast

erst aufhören; dann philosophieren; nicht anders rum

so; und geb dir zeit zum über die dinge nachzudenken die dich bedrücken, und ruhe;
spazieren gehen, lange und viel..
vergesse medikamente; und geldausgeberei für psychologen;
finde den halt innen, lese, meditiere, mach yoga oder so
check dich selbst, und lass das leben wieder durch dich durchfliessen..
 

Benutzer28635 

Verbringt hier viel Zeit
Hmm - eigentlicher Beitrag gelöscht. Da kann ich dann wohl auch wenig zu sagen. Was mir allerdings noch einfällt ist, dass du dich zumindest an eine Selbsthilfegruppe wenden solltest, wenn du schon kein Vertrauen in Therapeuten hast.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Du willst selber verstanden und ernstgenommen werden, also solltest Du das auch mit Deinem Freund tun. Er sagt Dir das er nicht genügend Kraft hat, sich überfordert fühlt. So traurig das ist, kannst Du da jetzt nicht einfach drüber hinweggehen und denken er soll das schon irgendwie machen.

Zu einer Therapie zwingen kann Dich niemand und Du willst offensichtlich auch keine machen. Wenn Du selber Deine Probleme und Krankheitssymptome als Teil Deiner Persönlichkeit verstehen willst ist das Deine Sache. Von Deinem Umfeld kannst Du das allerdings nicht erwarten.

Es geht nicht darum Dir eine Maske zuzulegen oder Dich selber umzukrempeln. Du sollst nicht plötzlich so werden wie Andere, aber bist Du wirklich der Meinung, dass diffuse Ängste, Panikattacken, Freudlosigkeit und ähnliches, wesentliche Merkmale Deines Charakters sind?

"Und irgendwie glaube ich auch nicht, dass irgendwo jemanden gibt, der mich wirklich verstehen und mir helfen kann. Offenbar schaffen es nicht mal Psychologen..."

Wieso sollte Dich niemand verstehen können? So super außergewöhnlich und selten sind Deine depressiven und ängstlichen Symptome ehrlich gesagt nicht. Das Dir ein einzelner Psychotherapeut nicht helfen konnte (wobei Du es ja warst die die Therapie vorzeitig abgebrochen hat) sagt noch lange nichts aus. Dann war es eben der falsche und vielleicht hattest Du auch einfach falsche Vorstellungen was die Therapie betrifft.

Es geht ja auch nicht darum, dass ein Therapeut jetzt Dinge über Dich herausfindet, auf die Du selber nie gekommen wärst. Du solltest einfach Unterstützung bekommen um den Weg aus Deiner Situation herauszugehen. Denn leiden tust Du ja doch darunter, auch wenn Du immer wieder die Tendenz zeigst, Deine Situation zu akzeptieren wie sie ist und Dich in sie zu ergeben.

Ich wünsch Dir viel Stärke, damit Du vielleicht doch Deine Probleme in die Hand nehmen kannst.

Gruß

m
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
ich hasse diese kindergartenscheiße *sorry*
diese edititierei...
 
M

Benutzer

Gast
Ich danke euch.

Dass es für meinen Freund eine große Anstrengung bedeutet, ist mir schon klar. Aber oft habe ich das Gefühl, dass er mich gar nicht verstehen will. Diese Situation, dass es mir einfach mal so schlecht ging, kam vielleicht 3 Mal vor bis jetzt und lange sind wir noch nicht zusammen. Ich versuche auch schon, einfach fröhlich zu tun. Und es manchmal denke ich, 2 nette Worte von meinem Freund würden reichen, um meine schlechte Laune zu vertreiben. Aber er kann in solchen Momenten offenbar nichts tun, er nimmt mich nicht in den Arm, er sagt nichts Nettes, er erklärt mich höchstens noch für blöd, weil ich "mir einbilde" psychisch krank zu sein. Hab ihm schon viel aus meiner Vergangenheit erzählt, aber wenn ich dann immer nur auf pures Unverständnis stoße und er mich nicht ernst nimmt, weiß ich auch nicht weiter. Das ist echt verletzend. Besonders schwer habe ich es ihm bis jetzt wirklich noch nicht gemacht...

Vielleicht habt ihr ja Recht, ich sollte ne Therapie machen. Ich kann nur irgendwie selbst nicht glauben, dass mit mir was nicht stimmt. Und Therapie-Plätze bekommt man ja auch nicht mal eben so, da muss man mehrere Wochen/Monate warten. Und könnte ich das meinem Freund erzählen? Wenn er sich jetzt schon lustig macht und solche Dinge sagt...?
 

Benutzer28635 

Verbringt hier viel Zeit
misty-dawn schrieb:
Diese Situation, dass es mir einfach mal so schlecht ging, kam vielleicht 3 Mal vor bis jetzt und lange sind wir noch nicht zusammen.
Gerade weil ihr noch nicht lange zusammen seit, ist das wohl eine noch größere Belastung für ihn.
misty-dawn schrieb:
Ich versuche auch schon, einfach fröhlich zu tun.
Das hilft doch keinem weiter und verstärkt eher noch deine Probleme.
misty-dawn schrieb:
...er nimmt mich nicht in den Arm, er sagt nichts Nettes...
Dann bitte ihn einfach mal, dich in den Arm zu nehmen.
misty-dawn schrieb:
Hab ihm schon viel aus meiner Vergangenheit erzählt, aber wenn ich dann immer nur auf pures Unverständnis stoße und er mich nicht ernst nimmt...
Sein Unverständnis liegt wohl darin, dass er kein ausgebildeter Therapeut ist.

misty-dawn schrieb:
Ich kann nur irgendwie selbst nicht glauben, dass mit mir was nicht stimmt.
Eigentlich hast du dir das ja schon eingestanden:
misty-dawn schrieb:
...weil ich "mir einbilde" psychisch krank zu sein.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
"er sagt nichts Nettes, er erklärt mich höchstens noch für blöd, weil ich "mir einbilde" psychisch krank zu sein."

Hast Du ihn mal gefragt woher er das beurteilen kann?

"Wenn er sich jetzt schon lustig macht"

Ich kann jetzt nicht beurteilen ob er das wirklich so meint. Aber sich über die Probleme und das Leid seiner Freundin lustig zu machen :geknickt:

"Ich versuche auch schon, einfach fröhlich zu tun"

Das Dich das nicht weiterbringt weißt Du selber ganz genau.

"2 nette Worte von meinem Freund würden reichen,"

Das ist ziemlich optimistisch gedacht. Sag ihm aber trotzdem nochmal deutlich das Du Dir das wünschen würdest.

"Und Therapie-Plätze bekommt man ja auch nicht mal eben so, da muss man mehrere Wochen/Monate warten."

Wie lang schleppst Du die Probleme denn jetzt schon mit Dir rum? Kommt es da jetzt wirklich auf die ein oder andere Woche an?

LG

m
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren