Ich bin schwanger und ich will das Kind nicht...

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eben.es ist nur eine potenzielle person,aber noch lang keine...
Na ja, dem würde ich teilweise widersprechen. Angenommen, das Kind wird ausgetragen, dann sind die meisten Voraussetzungen für die spätere Person jetzt auch schon da. Wenn Leute von ihrem Leben erzählen, beginnen sie zwar äußerst selten mit der Zeugung und dem Zellhaufen, der sich später zu ihnen entwickelt, aber wie wir inzwischen wissen, sind allein schon die biologischen Prozesse, die in dieser Zeit stattfinden, ausschlaggebend für alles weitere. Man beginnt zwar bei "Ich wurde geboren", könnte aber schon deutlich früher ansetzen, wenn man's genau nimmt.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Na ja, dem würde ich teilweise widersprechen. Angenommen, das Kind wird ausgetragen, dann sind die meisten Voraussetzungen für die spätere Person jetzt auch schon da. Wenn Leute von ihrem Leben erzählen, beginnen sie zwar äußerst selten mit der Zeugung und dem Zellhaufen, der sich später zu ihnen entwickelt, aber wie wir inzwischen wissen, sind allein schon die biologischen Prozesse, die in dieser Zeit stattfinden, ausschlaggebend für alles weitere. Man beginnt zwar bei "Ich wurde geboren", könnte aber schon deutlich früher ansetzen, wenn man's genau nimmt.
das ist doch genau,was ich meinte.der begriff potenzielle person wird ja genau darum benutzt,eben weil die anlagen zu dem,was eine person ausmacht,dazu bereits in diesem frühen stadium zwar da sind und der embryo theoretisch zu einer person werden wird - aber noch ist er eben keine person.(ich beziehe mich hier auf den personenstatus nach singer,falls du es nachlesen magst.)
und geburt ist klar definiert,aber dass leben in biologischer hinsicht schon früher beginnt,ist unumstritten.jedoch gibt es bis heute verschiedene ansichten (in der ethik) darüber,welche bedetung dies für ethische entscheidungen hat bzw haben soll(te).
du widersprichst meiner aussage also keineswegs.:grin:
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Off-Topic:
Darüber kann man sich bekanntlich streiten, ab wann das Leben beginnt... übrigens der Grund, warum manche Leute auch nicht verhüten. Denn auch die Samen sind potentielle Menschen... ich glaube aber, dass diese Diskussion der TS momentan nicht weiterhilft.
 
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sich von den eltern geliebt zu fühlen,ist auch ein grundbedürfnis.kennst sicher dieses perverse experiment vor urzeiten,wo eine gruppe kinder ohne jegliche zärtlichkeit und liebe behandelt wurden und nur die notwendige pflege und essen bekamen und die andere gruppe auch liebe erfuhr...
und ja,es gibt in D grundsicherung.und,meinste es ist toll,als kind in armut groß zu werden?(btw,ich weiß,wovon ich rede.)
Deswegen habe ich auch von Anfang an gesagt, dass man eine Freigabe zur Adoption statt eines Schwangerschaftsabbruchs zumindest mal erwägen sollte, wenn die Elternliebe schlicht ausbleibt oder man dem Kind selbst keine Perspektive bieten kann.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
Deswegen habe ich auch von Anfang an gesagt, dass man eine Freigabe zur Adoption statt eines Schwangerschaftsabbruchs zumindest mal erwägen sollte, wenn die Elternliebe schlicht ausbleibt oder man dem Kind selbst keine Perspektive bieten kann.
adoption kommt für die TE doch nicht in frage,schrieb sie doch bereits.
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Off-Topic:
Darüber kann man sich bekanntlich streiten, ab wann das Leben beginnt... übrigens der Grund, warum manche Leute auch nicht verhüten. Denn auch die Samen sind potentielle Menschen... ich glaube aber, dass diese Diskussion der TS momentan nicht weiterhilft.
Off-Topic:
musst du mir nicht sagen,meine studienschwerpunkte lagen ua im bereich der bioethik.
und ich find schon,dass der TE das helfen kann,eben zb um mit rationalität gegen evtl. schuldgefühle vorzugehen im fall des falles.
mir selbst und anderen hat zumindest mein philo-studium schon oft geholfen in krisensituationen...kannste glauben oder lassen,ist aber so.zb hilfts mir ua bei der angst vor dem tod meiner liebsten.aber das is jetzt mehr als OT.
 
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ich beziehe mich hier auf den personenstatus nach singer,falls du es nachlesen magst.
Ja ja, den kenne ich. Ich finde utilitaristische Eugenik menschenverachtend.
adoption kommt für die TE doch nicht in frage,schrieb sie doch bereits.
Und ich habe ihr geantwortet, dass man darüber diskutieren sollte, warum nicht, und warum gleich Abtreibung so bevorzugt wird.
ernshaft jetzt?das fragst du dich wirklich?
ist doch ganz einfach:für einige sind kinder eine bereicherung,weil sie sie sich von herzen wünschen;und für andere wäre es eine belastung und somit nichts erstrebenswertes.
muss dir doch klar sein,dass nicht jeder kinder mag und/oder eigene will.so wie wir alle unterschiedliche dinge mögen oder ablehnen.
Ja, ernsthaft, und du solltest nicht bei jeder Meinung, die von deiner abweicht, gleich so eingeschnappt reagieren; mir ist auch klar, dass es ein ernstes Thema ist. Das ist schon seltsam - ich beanspruche zwar nicht für mich, moralisch mehr im Recht zu sein als du, aber letztlich stellst du den Schwangerschaftsabbruch dar, als sei er vergleichsweise ein Klacks und die kürzeste, schmerzloseste, adäquateste Lösung, während ich mich bemühe, zumindest mal darauf aufmerksam zu machen, dass es auch anders geht. Wenn man Kinder selbst nicht mag, gibt es genug andere, finanziell gut gestellte Paare, die sich nach einem Kind sehnen und eins adoptieren würden.
 
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Benutzer20277 

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...müsstest auch du erkennen,dass eine kindheit ohne unnötiges massives leid sicher erstrebenswerter ist,als sich von den eigenen eltern ungeliebt zu fühlen.
Ja, eine Kindheit ohne massives Leid ist vorzuziehen... Ach ja... Welche Kindheit? Die von dem abgetriebenen Zellhaufen?

Wer reflektiert genug ist, zu erkennen dass er vielleicht nicht das perfekte Elternteil sein wird, ist in der Lage an sich zu arbeiten.

Ich komme noch einmal darauf zurück, dass ich ja nur EINE Person kenne, die ich als Beispiel genannt hab.
Wenn Dir jemand sagt "Meine Eltern haben mich nie geliebt, es wär besser wenn ich abgetrieben worden wäre", antwortest Du dann mit "Hm. Ja, stimmt."?

Im Übrigen: Du hast im Forum ja nun schon des Öfteren über Deine Einschränkungen geklagt: Dauernd Migräne, Hypersensibilität usw. Ewiges, stets wiederkehrendes Leid. Wie oft hast Du schon gedacht "Wär besser wenn ich abgetrieben worden wäre"?
 

Benutzer113048 

Sehr bekannt hier
Und ich habe ihr geantwortet, dass man darüber diskutieren sollte, warum nicht, und warum gleich Abtreibung so bevorzugt wird.
Was für einen Vorteil hat es eigentlich, wenn das Kind ausgetragen und zur Adoption frei gegeben wird? Dass das Kind es irgendwann erfährt und sich immer wieder fragen wird, warum die leiblichen Eltern es nicht haben wollten?
 
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Was für einen Vorteil hat es eigentlich, wenn das Kind ausgetragen und zur Adoption frei gegeben wird? Dass das Kind es irgendwann erfährt und sich immer wieder fragen wird, warum die leiblichen Eltern es nicht haben wollten?
Du meinst, allein deswegen ist gleich das ganze Leben im Arsch?
Von Augustus bis Steve Jobs kannst du vermutlich eine recht große Zahl an Adoptivkindern ermitteln, aus denen doch noch "was geworden ist"...oder haben die alle deiner Meinung nach ein unglückliches, sinnloses Dasein gefristet und jede Nacht geheult, weil sie ihren biologischen Vater nie gekannt haben o. ä.?
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
T tortenesser was genau siehst du an meinem kommentar (nr. 18) denn anders?meine ausführungen zur ethik können es nicht sein,denn ich gab fachwissen wieder,das ich nun mal habe.
[doublepost=1503527029,1503526402][/doublepost]
Ich finde utilitaristische Eugenik menschenverachtend.
ich bezog mich auf einen kleinen teil des präferenzutilitarismus singers und seine pathozentrische ethik,insbesondere eben auf den personenstatus.nicht aber auf eugenik!davon distanziere ich mich hiermit ausdrücklich.
und bitte bring mich nicht mit sowas in verbindung,wenn ich selbst in keinster weise darüber etwas schrieb.

Und ich habe ihr geantwortet, dass man darüber diskutieren sollte, warum nicht, und warum gleich Abtreibung so bevorzugt wird.
wenn für sie aber adoption nicht in frage kommt,wird sie sich darüber schon ihre gedanken gemacht haben und/oder alles in ihr sträubt sich dagegen.wozu dann weiter darüber nachdenken?

Ja, ernsthaft, und du solltest nicht bei jeder Meinung, die von deiner abweicht, gleich so eingeschnappt reagieren
eingeschnappt?:grin: wie kommste drauf?ich schreib doch fast immer so.ich beschönige halt nix und werf nicht mit wattebäuschchen um mich,das ist alles.ich liebe diskussionen über ethik.
Das ist schon seltsam - ich beanspruche zwar nicht für mich, moralisch mehr im Recht zu sein als du,
tue ich auch nicht,aber vermutlich (es sei denn,du hast auch philo studiert) hab ich mehr ahnung von ethik als du,das ist alles.
aber letztlich stellst du den Schwangerschaftsabbruch dar, als sei er vergleichsweise ein Klacks und die kürzeste, schmerzloseste, adäquateste Lösung
stuss.nur weil ich nicht anfange,rumzuheulen und der TE schlicht meine gedanken,erfahrungen (mit einer ausschabung) und mein wissen zu kommunizieren,verharmlose ich noch lange nix.sie hat sich bereits dafür entschieden,abzutreiben,so schwer es ihr auch fallen wird;da find ichs ja hilfreich,wenn mans nicht unnötig noch schlimmer darstellt,als es sein muss.es leidet eben nicht jede frau psychisch und physisch (stark) darunter,das ist nun mal so.und da sie diese schwierige moralische entscheidung bereits getroffen hat,aber angst vor schuldgefühlen (so kams bei mir zumindest an),ist es doch gut,sie in der entscheidung zu bestärken.
bitte nichts in meine kommentare hinein interpretieren,was da nicht steht.danke.
während ich mich bemühe, zumindest mal darauf aufmerksam zu machen, dass es auch anders geht.
eben nicht für die TE,wie du gelesen haben müsstest.
[doublepost=1503527142][/doublepost]
Du meinst, allein deswegen ist gleich das ganze Leben im Arsch?
das hab ich nicht behauptet.aber die gefahr besteht sehr wohl,ja.hab schon von einigen adoptivkindern gelesen,die eben kein gutes zuhause fanden und zb massivst körperlich und seelisch misshandelt wurden.und nicht jeder kann das überwinden.risiken bedenke ich halt bei entscheidungen mit.
 

Benutzer20277 

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T tortenesser was genau siehst du an meinem kommentar (nr. 18) denn anders?meine ausführungen zur ethik können es nicht sein,denn ich gab fachwissen wieder,das ich nun mal habe.

Unter anderem dies.

und hinzu kommt,dass T tortenesser was wichtiges übersieht:bei einer ethischen entscheidung für oder gegen eine handlung müssen ja alle beteiligten mitbedacht werden,sowohl der embryo,die TE als auch der partner.

Dass es gute Gründe für eine Abtreibung geben kann, hatte ich in meinem allerersten Satz bereits geschrieben. (Auf Seiten der Eltern.)
Ich ergänze noch: Es gibt auch Gründe zum Wohle des Kindes. (Krankheiten, die zu dauerhaften Schmerzen, ununterbrochen epileptischen Anfällen etc führen.)

Eine mögliche unglückliche Kindheit als Argument ins Feld zu führen, wenn ich das selbst in der Hand habe, erscheint mir seltsam.
 

Benutzer138994  (40)

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T tortenesser was genau siehst du an meinem kommentar (nr. 18) denn anders?meine ausführungen zur ethik können es nicht sein,denn ich gab fachwissen wieder,das ich nun mal habe.
Ich bin nicht der Meinung dass sich Ethik und Moral studieren lässt. Das ist wie mit Philosophie.

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Wieso machst du nie ein Leerzeichen hinter die Punkte, Kommas, Ausrufe- und Fragezeichen?
 
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Benutzer65998 

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Warum muss dieser Thread jetzt derart gekapert werden? Kann das nicht anderswo diskutiert werden, bzw. kann man nicht einfach mal den Schnabel halten, wenn man nichts zur persönlichen Situation der TS zu sagen hat, sondern sich und seine vermeintliche Weisheit einfach nur mal profilieren möchte?

Liebe F FräuleinPalm , ich war noch nie in der Situation, über eine Abtreibung nachdenken zu müssen. Ich kann deine Beweggründe und deine Entscheidung gut verstehen. Wäre ich an deiner Stelle, würde ich aber auch unabhängig von diesem Kind, was du nicht austragen möchtest, reflektieren, was zu der aktuellen Situation geführt hat. Vielleicht nicht jetzt sofort, aber doch relativ zeitnah.

Zum einen natürlich ganz platt die Verhütungsfrage. Wie ist es denn zu der Schwangerschaft gekommen? Hattest du ein paar Mal die Pille vergessen? Kondom gerissen? Wenn du durch dieses Ereignis feststellst, dass eine Schwangerschaft mindestens kurz- und mittelfristig ausgeschlossen ist, vielleicht wäre zukünftig eine längerfristige, zuverlässige Methode, wie zB. die Kupferkette, sinnvoll?

Zum anderen: Merkst du in der aktuellen Lage, dass deine Entscheidung gegen ein Kind auch wesentlich durch dein Verhältnis zum Beziehungspartner beeinflusst ist? Du hattest ja an anderer Stelle von einem Mann geschrieben, der in hohem Maße Alkohol und Drogen konsumiert. Sofern es sich immer noch um diesen handelt, würde ich es sehr gut verstehen, wenn das zusätzliche Faktoren sind, die das Austragen eines Kinds zusätzlich verkomplizieren würden.
 
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ich bezog mich auf einen kleinen teil des präferenzutilitarismus singers und seine pathozentrische ethik,insbesondere eben auf den personenstatus.nicht aber auf eugenik!
Du merkst aber eventuell selber, dass bei Singer das eine die Begründung für das andere ist
wenn für sie aber adoption nicht in frage kommt,wird sie sich darüber schon ihre gedanken gemacht haben und/oder alles in ihr sträubt sich dagegen.wozu dann weiter darüber nachdenken?
Weil es für mich mehr so klang, als habe sie nicht wirklich lange darüber nachgedacht (sie hat es ja erst vor kurzem überhaupt rausgefunden!), oder als ob eine Diskussion hier oder in einer entsprechenden Einrichtung ihr das Thema mal von einer anderen Seite näherbringen kann, über die sie noch nicht nachgedacht hat. Alles was du bisher getan hast, ist, sie in dem zu bestätigen, was sie eh schon will.
.ich beschönige halt nix und werf nicht mit wattebäuschchen um mich
Tja, aber wenn man gleich mal die Ernsthaftigkeit der anderen Debattenteilnehmer infrage stellt, vergiftet man die Atmosphäre. Ich komme damit klar, andere vielleicht nicht.
tue ich auch nicht,aber vermutlich (es sei denn,du hast auch philo studiert) hab ich mehr ahnung von ethik als du,das ist alles.
Also mit anderen Worten: Doch, genau das tust du. Dann solltest du auch verstehen, dass deine Ansichten zu dem Thema genausowenig sakrosankt sind wie meine und mal von deinem hohen Ross runterkommen.
(es sei denn,du hast auch philo studiert)
Philologie...aber ich behaupte mal vorsichtig, dass ich im Zuge dessen ein paar Philosophie-Kurse hatte und da einen besseren Eindruck machen konnte als die meisten, die richtig dafür eingeschrieben waren...

es leidet eben nicht jede frau psychisch und physisch (stark) darunter,das ist nun mal so
Achso, und das meinst du aus der Ferne in diesem Fall einfach so beurteilen zu können - dass sie sich jetzt und in Zukunft keine Gedanken darüber macht, weswegen mein Vorwurf an dich, dass du sie nicht mal über Alternativen nachdenken lassen willst, gleich Stuss ist? Schuldgefühle sind meiner eigenen Erfahrung nach erst dann so richtig schlimm, wenn man weiß, dass man vorher nicht alle anderen Mittel ausgeschöpft hat. Du schreibst selbst, dass du sie in der Entscheidung - ohne weitere Hintergrundinformationen, ohne Diskussion - bestärken willst. Dagegen richtete sich meine Kritik, ich lese nicht einfach aus deinen Posts etwas heraus, was du nicht schreibst.

eben nicht für die TE,wie du gelesen haben müsstest.
Habe ich. Wir wissen aber zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht, wie "solide"/durchdacht diese Entscheidung ist. Soweit ich das beurteilen kann, nicht sehr, aber vielleicht irre ich mich da auch.
das hab ich nicht behauptet.aber die gefahr besteht sehr wohl,ja.hab schon von einigen adoptivkindern gelesen,die eben kein gutes zuhause fanden und zb massivst körperlich und seelisch misshandelt wurden.und nicht jeder kann das überwinden.risiken bedenke ich halt bei entscheidungen mit.
Das ist doch albern, das Kind kann auch von einem Auto überfahren und anschließend von einem Blitz getroffen werden, und bis dahin ein glückliches Leben geführt und die Welt bereichert haben. Oder es wird vorher abgetrieben. Und nur weil *du* von solchen Fällen gehört hast, hast du da wahrscheinlich keinen empirischen Beleg, wie groß so ein Risiko ist. Die paar Adoptivkinder, die ich persönlich kenne, haben alle ein glückliches Leben, daraus schließe ich aber nicht auf allgemeine Zustände.
 
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Ich habe nur deinen Eingangspost gelesen.

Ich kann dir sagen, dass meine damals beste Freundin sich auch zu diesem Schritt entschieden hat. Ich war dabei als sie abgetrieben hat und saß dann noch neben ihr, weil sie nicht sofort nach Hause durfte. Waren glaube ich 2-4 Stunden.

Dann sind wir heim und alles war gut. Sie hat es nie bereut in der Zeit in der ich mit ihr befeundet war.
Es war einfach ein paar Tage ein komisches Gefühl. Aber da tickt jeder anders.

Du musst die Entscheidung treffen, die du mit deinem Gewissen, Herz und Verstand vereinbaren kannst.

Es gibt hier kein richtig oder falsch. Es ist völlig ok sich gegen ein Kind zu entscheiden, auch wenn alles andere stimmt.

Alles Gute.
 
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Benutzer505 

Team-Alumni
Off-Topic:

Nein, können wir nicht, denn auch wenn es dir und denen, die deinen Beitrag mit Zustimmung adeln, entgangen ist, diskutieren wir hier über das Hauptthema.
Wenn ihr das nicht könnt, dann kann ich euch da gern unter die Arme greifen :zwinker:

Philosophische Diskussionen helfen der TS mit einem konkreten Problem gerade nicht weiter - diese werden bitte ab sofort in einen geeigneten Thread ausgelagert.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde es eine enorm große Errungenschaft der Moderne, dass man die Freiheit hat, diese Entscheidung zu treffen, legal und ohne ernste Risiken für die eigene Gesundheit.

Ein Kind in eine Welt zu setzen, die es eigentlich nicht haben will, und sich selbst damit unglücklich macht - denn die Eltern SIND die Welt eines Kindes, eine ganze Weile lang - halte ich für massiv unfair und verantwortlunglos, diese Entscheidung auch im eigenen Sinne treffen zu können für große Stärke.

Ich hatte eine Studienbekannte, deren Mutter ihr ins Gesicht gesagt hat, sie hätte ihr Leben zerstört und sie wünschte, sie hätte sie nie bekommen. Was das in jemandem, egal wie erwachsen, anrichtet, kann man sich gar nicht vorstellen. Und wie lange auch Erwachsene an der Tatsache zu knabbern haben, dass sie nie erlebt haben, was echte Geborgenheit ist, wissen Therapeuten.
Mich nervt sowieso, dass man für alles Erlaubnischeine und Zulassungen braucht, aber einfach jeder kann Kinder kriegen, und kleine, wehrlose Personen nach Gutdünken verderben, so dass sie den Rest des Lebens brauchen, um das zu überwinden. Also ja, ich finde es mutig und verantwortungsvoll nur ein Kind zu bekommen, wenn man es wirklich will, und ihm geben kann, was es braucht. Das meint nicht Geld und Spielsachen, sondern Dinge wie Sicherheit, Geborgenheit, Aufmerksamkeit, Unterstützung und vernünftige Grenzen.

Mit Anfang zwanzig war ich in der Überlegung, weil ich nach einem blöden Unfall überfällig war. ich hatte eine schlaflose Nacht, einige beschriebene Tagebuchseiten und dann schon Adresse und Telefonnummer einer Klinik rausgesucht. In der sicheren Überzeugung, mich und alles was mir wichtig war, erhalten zu müssen, hätte ich ohne großes Zögern und vermutlich auch ohne schlechtes Gewissen abgetrieben. Ich habe bei der Entscheidung nicht gehadert, und im Nachhinein hätte ich, so wie ich mich zumindest kenne und einschätze, nicht gehadert.
Ich kann dich gut verstehen, und wäre ich heute in so einer Situation, stünde meine Entscheidung immer noch fest.
 

Benutzer107106 

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Redakteur
Ich habe diese Erfahrung nicht gemacht und werde sie wohl auch nie machen - zum Einen, weil ich für mich es nicht könnte/wollte und zum Anderen, weil ein Zweites kein Drama wäre.
Nichtsdestotrotz finde ich es straight von Dir, eine solche Entscheidung zu treffen.
Habt ihr Euch Gedanken über Alternativen gemacht? Schon eine Beratungsstelle rausgesucht? Dort kannst du auch Beratung zum Thema "Umgang mit dem Abbruch/psychische Folgen" bekommen.
Übernehme ich so. Ich war als Teeny einmal überfällig, nach dem ich die Pille etwas schluderig genommen hatte.
Ich weiß für mich persönlich, dass ich den Gedanken, was aus dem Kind geworden wäre, niemals los geworden wäre. Meine erste (gewollte/geplante) Tochter hatte zu Anfang der Schwangerschaft einen Zwilling. 4,5 Jahre später frage ich mich immer noch, wie dieses Kind geworden wäre.
Allerdings kommen bei meinem Mann und mir (damals Freund), zwei wichtige Aspekte hinzu: wir hatten auch damals eine stabile Beziehung, wir wollten eh kinder. Zuletzt spielt eine christliche Ethik mit hinein.
Ich bin froh, dass ich damals,meine Tage bekam und mir nie ernsthaft Gedanken machen musste.
 
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