AMA Ich bin Psychologin und (angehende) Psychotherapeutin - AMA

Benutzer39497 

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Ein Therapiegespräch unterscheidet sich übrigens -entgegen der landläufigen Meinung- von einem normalen Gespräch unter Freunden/Bekannten. Von daher analysiere ich im Privaten keine Gespräche, weil es dafür auch keinen konkreten Anlass gibt :smile:

Vielleicht als erstes um da nochmal anzusetzen: Worin genau unterscheidet sich denn ein Therapiegespräch von einem normalen Gespräch unter Freunden/Bekannten? Gibt es da aus Sicht des Therapeuten einzelne Punkte in der Unterscheidung, die sich konkret benennen lassen, welche aus der Sicht des Patienten im Normalfall während des normalen Gesprächs bzw. des Therapiegesprächs vielleicht gar nicht wahrnehmbar sind?

Frage 2: Wie stehst du zu der landläufigen Meinung, dass man Menschen auch in Therapie nur dann helfen kann, wenn sie Hilfe annehmen möchten? Also nur dann wenn Betroffene aus eigenem Interesse aktiv dabei mitwirken aus einer verfahrenen Lebenssituation bzw. Krise herauszukommen oder aus negativen oder selbstzerstörerischen Denkmuster auszubrechen? Ich denke dabei weniger an Menschen, die aufgrund einer Lebenskrise aus eigenem Antrieb professionelle Hilfe suchen, sondern z.B. eher an nicht einsichtige Suchterkrankte oder vor allem stark verhaltensaufällige Kinder und Jugendliche, die von aussen (Schule/Eltern) sozusagen in eine Therapie mehr oder weniger gedrängt werden und deshalb auch nur mehr oder weniger freiwillig dabei mitmachen.

Frage 3: Es heisst ja in Therapiesitzungen spielt sich vieles während dem Gespräch zwischen Therapeut und Patient unterschwellig und auf nonverbaler Ebene ab. Kann eine Gesprächstherapie überhaupt zu Erfolgen führen, wenn ein Patient entweder absichtlich oder von Natur aus nicht nonverbal kommuniziert? Also keine oder kaum Körpersprache und Gesten einsetzt und dementsprechend auch jeglichen Augenkontakt zu vermeiden versucht? Der Aufbau von notwendigem, aber noch nicht vorhandem Vertrauen kann möglicherweise dabei helfen, dass der Patient sich dahingehend öffnen wird, was sich u.U. aber als langwierigen Prozess herausstellen kann. Wenn sich dies aber nicht einstellt, gibt es andere Therapie-Alternativen, die in solchen Fällen in Frage kommen könnten?

Ist auch hier etwas viel geworden, aber kannst mit der Beantwortung ruhig viel Zeit lassen.
 

Benutzer135918 

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vor allem Interessiert mich der Hintergrund zum Studium, wie kommst du dazu, was hatte es dir akut gebracht in dem Beruf oder musstest du noch viel naher lernen ?
 

Benutzer99401 

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Off-Topic:
Wir sollten uns vllt. überlegen manche AMA's (wie auch in reddit) verifizieren zu lassen. Sprich der Threadersteller sendet einem Moderator ein Beweis für seine Identität zu. Gerade hier geht es um ein hochsensibles Thema und Neuzugänge haben noch nicht die Möglichkeit Leute Privat anzuschreiben. Kann mir vorstellen, dass die TE private PN's zu Problemen bekommt. Möchte hier niemanden etwas unterstellen, sondern nur auf etwas hinweisen

Ansonsten danke für dein AMA! Was ist deine Meinung zu Gerd Postel und seinen Erfahrungen die er mit der Psychologie gemacht bzw. Aufgedeckt hat?
 

Benutzer164664 

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Ich bekomme keine PNs mit privaten Problemen zugesendet und selbst wenn, würde ich diese nicht beantworten, da ich keine Kummerkastentante bin, sondern therapeutisch tätig. Meine Identität ist manchen Mods persönlich bekannt, da brauchst du dir keine Sorgen machen. :smile:

Am Dienstag habe ich Zeit, eure Fragen zu beantworten;
 

Benutzer28811  (32)

Meistens hier zu finden
Hallo liebe Starla,

mich würde interessieren, mit welchem NC du zum Studiengang zugelassen wurdest oder ob du sogar Wartesemester hattest?

Dein Beruf wäre mein Traum gewesen:love: aber ich werde einfach irgendwann einen Weg einschlagen der zumindest in die Richtung geht:smile:
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich höre häufig, dass viele die sich für diesen Berufszweig entscheiden selbst psychische Probleme haben die sie allein nicht lösen können. Was meinst du dazu?

Begegnest du unter Kollegen vielen mit Helfersyndrom?
Im Gegensatz habe ich eigentlich immer gehört , dass du mit egal welchen Phsychichen Problemen nicht zugelassen wirst . Was ist den nun richtig ?
 

Benutzer161129  (38)

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Redakteur
Hallo Starla Starla !
Ich hätte auch noch eine Frage: Was hälst du denn von den mittlerweile recht weit verbreiteten Heilpraktikern für Psychotherapie? Wie stehst du persönlich zu diesem Berufszweig?
 

Benutzer123446 

Beiträge füllen Bücher
Hallo Starla,
ich reih mich auch mal in die Reihe der vielen Fragenden ein :grin:
1) Wie geht es dir, wenn du feststellst, dass manche deiner Kollegen ihren Job schlecht machen? (Immerhin geht es da um Menschen - ich arbeite selbst mit Menschen, und vor dem Hintergrund frage ich auch.)
2) Gibt es Diagnosen/Störungsbilder/Syndrome/..., die dich besonders faszinieren und reizen und welche sind das?
3) Umkehrfrage: Gibt es bestimmte Diagnosen, die dich abschrecken, wenn sie im Raum stehen, so dass du mit den Patienten eher nicht arbeiten möchtest?
4) Was findest du in deiner Arbeit am schwierigsten?
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wie reagieren Männer, die für eine Beziehung infrage kommen, auf deinen Beruf? :grin: Könnte mir vorstellen, dass manche Männer da ganz schön Respekt vor haben.
 

Benutzer164664 

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Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
Entschuldige wenn ich dir widerspreche aber selbst als privatpatient hat man 6 Monate Wartezeit. Das du nichts dafür kannst ist mir klar aber wie bringst du das mit deinem berufsethos überein
 

Benutzer164664 

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4 Woche(n) später

Benutzer161129  (38)

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Redakteur
Hallo Starla Starla !
Ich hätte auch noch eine Frage: Was hälst du denn von den mittlerweile recht weit verbreiteten Heilpraktikern für Psychotherapie? Wie stehst du persönlich zu diesem Berufszweig?

Ich will ja nicht aufdringlich sein, wäre aber nach wie vor an einer Antwort von dir dazu interessiert :smile:
 

Benutzer135918 

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Mal so aus privaten Interesse würdest du auch Asperger Autisten behandeln oder ist dir dieses Spektrum zu speziell ?

Ich werde immer wieder wegen dieser Grundstörung von Phsychotherapheuten abgelehnt . Die Aussage ist immer die Selbe : Zu speziell , das hängt alles miteinander zusammen und meine Kompetenzen reicht für die Behandlung von Asperger Autisten nicht aus . Oder eben die ehrliche Antwort : Ne suchen sie sich wen anders Asperger Autisten sind mir zu viel Arbeit es warten noch genug andere !
 
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