Ich bin mir meiner Gefühle nicht bewusst!

Benutzer122012  (25)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo liebe User :zwinker:

Wie im Titel steht, bin ich mir meiner Gefühle, meiner Freundin gegebüber nicht richtig bewusst.
Ein paar Eckdaten: Wir sind beide 17, kenn uns seit 2 Monaten, sind seit 2 Wochen zusammen.

Ich weiß, nicht wie ich es passend formulieren kann, deswegen probier ich´s einfach mal, wie es geht.

Sie sagte mir bereits, dass sie mich liebt und ich liebe sie auch. Es ist unglaublich schön mit ihr Zeit zu verbringen. ich glaube ihr das sie mich liebt, aber irgendwie tu ichs auch nicht. Und ich weiß nicht warum. Wenn wir etwas zusammen machen, egal ob etwas essen, kuscheln oder ins Kino gehen, bin ich total glücklich, doch sobald sie weg ist, verschwindet das Gefühl des Glücks und ich fühle mich direkt nicht mehr zu ihr hingezogen. Ich betrachte mich selbst nicht als schönen Mann, aber sie sieht das anders und ist ein wunderschönes Mädchen, klar ist Aussehen nicht alles, allerdings ist sie meine erste ernste Beziehung und ich glaub ihr einfach nicht, dass sie mich attraktiv findet. Ich glaub ihr ehrlich gesagt fast gar nichts. Woran liegt das, bzw. kennt das jemand von euch? ich weiß nicht mehr weiter :what:
 

Benutzer120428 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn sie dich nicht attraktiv finden würde, wäre sie nicht mit dir zusammen. :zwinker:
 

Benutzer122012  (25)

Sorgt für Gesprächsstoff
Das weiß ich ja, es fällt mir einfach immer wieder schwer ihr irgendwas zu glauben und ich verstehe das von mir nicht.
 

Benutzer120535 

Öfters im Forum
ich bin in derselben situation wie du! Es ist total komisch, ich werde dieses Gefühl niemals los, habe uach immer angst sie zu verlieren. Sehen tue ich meine Freundin auch meist nur 1mal die woche, was ich sehr schade finde. Und immer wieder dieser Gedankengang, werde ich sie verlieren? Wenn sie schlecht drauf ist, dann übertrage ich das immer direkt auf unsere Beziehung. Dabei bin ich doch eigentlich ein Optimist, lächele viel, und sehe alles positiv. Und ich hab mir auch schon viele, viele Gedanken dazu gemacht. Bin zu dem Schluss gekommen, dass ich einfach jede Sekunde mit ihr genieße. Eine Beziehung ist endlich, spätestens der Tod scheidet mich von meiner Freundin^^ Ich will trotzdem lernen mit dem Gefühl besser umgehen zu können, vielleicht habe ich in einiger Zeit ein besseres Händchen dafür. Doch je mehr ich mich umhöre und lese, desto mehr wird mir bewusst dass eigentlich niemand frei von diesem Gefühl ist.
Und genau dann muss ich anfangen zu schmunzeln. Genau dann merke ich, dass ich da nicht drum rumkomme und fühle mich etwas besser
MfG
 

Benutzer122012  (25)

Sorgt für Gesprächsstoff
@Fireball12

Danke, du hast es besser beschrieben :zwinker:
So ungefähr gehts mir immer...
Aber, dass du auch keine Lösung weißt ist schade :frown:
 

Benutzer120535 

Öfters im Forum
Es gibt keine Lösung und auch kein Problem, das ist meine Erkenntnis. Wenn man dieses Gefühl hat, ist man ihm ausgeliefert. Und ich will in Zukunft das nichtmehr als etwas schlechtes ansehen, vielleicht wird dieses Gefühl dann ja positiv, vielleicht freue ich mich dann immer wenn ich sie sehe, freue mich auf die nächste Zeit mit ihr oder über die bereits mit ihr verbrachte schöne Zeit.
 

Benutzer122012  (25)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich betrachte deine Antwort schon irgendwie als Lösung, auch wenns nicht unbedingt ne gute ist. Dann muss ich eben lernen, damit zu leben und umzugehen. Danke :smile:
 

Benutzer98976 

Sehr bekannt hier
Hast Du schlechte Erfahrungen mit Deinen Eltern oder einer anderen Bezugsperson gesammelt? Wurde Dir von anderen Menschen das Gefühl vermittelt, dass Du nichts kannst oder als Mensch nicht in Ordnung bist?
 

Benutzer122012  (25)

Sorgt für Gesprächsstoff
@unklar Schlechte Erfahrung habe ich kaum gesammelt, vermittelt wurde mir oft, das ich nicht in Ordnung bin, sowas geht mir aber auch nicht besonders nah.
 

Benutzer98976 

Sehr bekannt hier
Scheinbar ja doch, sonst würdest Du jetzt nicht solche Bedenken haben, ob Deine Freundin Dich lieb hat und Dich fragen, was sie an Dir überhaupt findet. Wenn man ziemlich oft vermittelt bekommt, dass man nicht in Ordnung ist, dann nimmt man das leider ein Stück weit auch an. Resultat: Man findet sich selbst auch nicht in Ordnung. Man fragt sich, was andere an einem überhaupt mögen und kann sich nicht vorstellen, liebenswert und attraktiv zu sein - bisher hat man ja nur anderes gelernt. Und wenn man sich selbst nicht in Ordnung findet, kann man sich nicht vorstellen, dass andere es könnten.
Das passt dann nicht ins Selbstbild, nicht in das, was man kennt - und verunsichert auch gern mal "Ich glaub ihr fast gar nichts, wieso ist das so?"

Eine mögliche Lösung sehe ich darin, Dir in solchen Momenten, wo Du die Gefühle Deiner Freundin zu Dir anzweifelst, klar zu machen: Ich bin prima und attraktiv, immerhin ist meine Freundin toll und hat mich ausgewählt. Das wird schon seine Gründe haben.
Das solltest Du Dir immer wieder klar machen. Und schau Dir auch mal an, was Du sonst noch gut kannst. Sei stolz auf Deine Erfolge und auf Deine guten Charaktereigenschaften. Und sei liebevoll mit Deinen kleinen Macken.
Die Beziehung zu Deiner Freundin, aber auch zu Freunden allgemein kann Dir dabei helfen. Wenn Menschen, die Dir nahe stehen und Dich mögen, Dir Komplimente machen oder zeigen, wie gern sie Dich haben - dann solltest Du Dich dafür öffnen, das anzunehmen. Statt es nicht zu glauben solltest Du zulassen, Dich darüber zu freuen.
Das ist nicht ganz so einfach, aber wenn man lange genug (mehrere Monate bis Jahre) dran bleibt, kann das sehr viel helfen.
 

Benutzer120535 

Öfters im Forum
Ich habe heute noch weiter darüber nachgedacht. In meinem Fall liegt es eher weniger am Selbstvertrauen. Es liegt im Kern an der Vertrautheit zu "den Anderen", also allen außer mir selbst. An sich ist diese Angst vor dem Vertrauen ja eine gute Schutzfunktion, ohne sie würde ich ausgebeutet werden, angelogen werden, irgendwann in meiner Existenz gefährdet werden.
Klug ist es aber nach meiner Erkenntnis es nicht zu hinterfragen, ob mich jemand mag oder liebt. Dieser Aussage, dieser Liebe muss ich glauben, eine Reflexion des Gefühls ist sinnlos. Liebe kann ich nämlich nicht erklären, deshalb kann ich auch nicht bewerten oder hinterfragen was ich nicht erklären kann.
Was ich aber reflektieren sollte ist, wenn mich jemand nicht mag. Korrekterweise müsste dieser jemand eine Eigenschaft an mir nicht mögen, da würde es sich lohnen mal zu überprüfen warum. Also zusammengefasst: Wenn mich jemand mag oder liebt bezieht sich das auf mich, wenn mich jemand nicht mag oder hasst bezieht sich das auf eine Eigenschaft oder eine Tat.
Mich selbst erklären kann ich nicht. Aber eine Eigenschaft oder Tat schon.
 
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