Ich bin durch einen Flug taub auf dem linken Ohr

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich bin gestern mit einer Erkältung / Mandelentzündung von London nach Frankfurt geflogen. Der Start ging, bei der Landung taten meine Ohren so sehr weh, dass ich den Tränen nahe war. Nach der Landung ließen die Schmerzen nach, doch ich war taub auf dem linken Ohr. Hatte ich bereits zwei, dreimal zuvor nach Flügen. Normalerweise wache ich einen Tag später auf und ich höre wieder normal. So auch heute morgen, nur habe ich mich heute Mittag auf mein linkes Ohr gelegt und schwups – Seither höre ich erneut nichts auf dem linken Ohr.

Ich denke ich werde morgen zum Arzt gehen, sollte sich der Zustand nicht über Nacht bessern, aber hat sonst jemand vielleicht irgendwelche hilfreichen Tipps?
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Im Internet habe ich einen sehr interessanten Artikel gefunden...vielleicht kannst du damit etwas anfangen, denn es ging u. a. auch darum, ob Ohrenstöpsel verbeugend sein können.
Leider kann ich dir keine Tipps geben, wie deine Taubheit verschwindet, aber ich würde auch schleunigst zum HNO gehen, denn bei einer Bekannten war es nach einem Flug ähnlich und bei der wurde dann ein Tinnitus diagnostiziert.

hier muss ich als Berufspilot jetzt mal einschreiten,

Heutige Verkehrsflugzeuge haben eine Druckkabine. Diese dient dazu den Druck in der Kabine niedrig genug zu halten, um weiterhin atmen zu können.

Man könnte den Kabinendruck natürlich so hoch wie am Erdboden halten, dafür müsste die Außenhaut des Flugzeugs aber viel stabiler sein. Dadurch würde das Flugzeug schwerer und somit unwirtschaftlicher.

Man lässt den Luftdruck in der Kabine daher auf Drücke absinken, die einer Höhe von ca. 8000ft entspricht.

Beim Steigflug sinkt der Druck in der Kabine langsam ab, was den meisten Menschen keine Probleme bereitet.

Der Druck außerhalb des Körpers sinkt und der Druckausgleich zum Innenohr läuft über die Eustachischen Röhren. Der Druck im Ohr ist dabei größer als im Nasen-Rachenraum, was zu einer nach außen Wölbung des Trommelfells führt. Diese Wölbung des Trommelfells führt zu Hörproblemen und kann bei großen Druckunterschieden auch schmerzhaft sein.

Mir ist jedoch kein Fall bekannt, wo so etwas während des Steigflugs aufgetreten ist. Auch nicht bei Erkältungen. Das abfliesen des Überdrucks durch die Eustachischen Röhren scheint auch bei angeschwollenen Schleimhäuten gut zu funktionieren.

Anders sieht es beim Sinkflug aus.

Dabei steigt der Außendruck, was zu einem relativem Unterdruck im Innenohr führt.

Wieder wölbt sich das Trommelfell, aber diesmal nach innen.

Hörschwierigkeiten und Schmerzen sind dabei keine Seltenheit.

Erschwert wird der Druckausgleich durch die physikalische Problematik, das Saugleitungen, und dabei handelt es sich bei der Eustachischen Röhre während des Sinkflug, dazu neigen in sich zusammen zu fallen.

Beim Steigflug muss ein größerer Druck als der Umgebungsdruck durch die Eustachischen Röhren ausgeglichen werden (Überdruck in der Röhre)

Beim Sinkflug muss ein Unterdruck ausgeglichen werden ( Unterdruck in der Röhre)

Hält man sich die Nase zu und versucht durch die Nase auszuatmen, dann wird durch den erzeugten Überdruck die kollabierte Eustachische Röhre geöffnet und der Druck kann ausgeglichen werden. (Valsalva Manöver)

Ohrstöpsel helfen dabei garantiert nicht, denn sie würden nur den Luftdruck von außen auf das Trommelfell beeinflussen.

Nasensprays, oder alles was ein abschwellen der Schleimhäute bewirkt, kann helfen.

Ich würde aber jedem abraten mit einer Erkältung zu fliegen.

Wenn der Unterdruck zu lange im Innen und Mittelohr erhalten bleibt, dann kann es zu Ablösungen der Schleimhäute kommen. Dieses ist mit Blutungen verbunden und da dieses Blut nicht entfernt wird, hat man nun Unreinheiten im Mittelohr, die ein wunderbarer Infektionsherd sind. Das ganze kann dann auch chronisch werden.

So ähnlich war das bei mir. Ich bin trotz Erkältung zum Dienst gegangen. Nur durch eine Operation, konnte ich von ständigen Entzündungen befreit werden.

Heute habe ich für den Notfall immer Wick Sinex dabei, habe es aber noch nie benutzen müssen.

Sobald ich Probleme mit dem Druckausgleich bemerke, dann fliege ich nicht mehr.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Hatte ich neulich auch, woraufhin ich die ganze Zeit mit nem Schal um den Kopf gewickelt herumgelaufen bin. Nach ca. 5 Tagen wurde es besser und ist zum Glück einfach so wieder verschwunden. Vielleicht helfen Zwiebelsäckchen oder so ja ebenfalls, ich habs nicht ausprobiert.
 

Benutzer29290 

Meistens hier zu finden
Ich hatte das letztes Jahr auch, als ich mit Nebenhoehlenentzuendung geflogen bin. Es war ein Tubenkatharr (http://de.wikipedia.org/wiki/Tubenkatarrh). Ich musste spezielles Nasenspray nehmen, aber es hat trotzdem fast 2 Wochen gedauert, bis das Gefuehl weg.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich hatte das letztes Jahr auch, als ich mit Nebenhoehlenentzuendung geflogen bin. Es war ein Tubenkatharr (http://de.wikipedia.org/wiki/Tubenkatarrh). Ich musste spezielles Nasenspray nehmen, aber es hat trotzdem fast 2 Wochen gedauert, bis das Gefuehl weg.
Jap, genau das habe ich nun auch, eine 'trockene' Mittelohrentzündung. :frown:
Die Ärztin meinte, es wäre so, als hätte mir jemand gegen mein Ohr geschlagen. Von innen. *seufz*
Wobei, einen Vorteil hat es ja: So ruhig klang die Stadt noch nie.
 

Benutzer70147  (33)

Verbringt hier viel Zeit
Normalerweise sollte man mit einem Tubenkatharr der sich nicht in Behalndlung befindet auch nicht fliegen, der Grund ist, dass der starke Druck der sich beim Start/Landeanflugaufbaut augrund der zugeschwollenen eustachischen Röhre im schlimmsten Falle das Trommelfell zum reissen/platzen bringen können.
Bin da (leider) etwas informiert da ich recht häufig Nasennebenhölen/Stirnhöhlenentzündungen habe, gerne auch vereitert :geknickt:
Das mit dem Nasenspray ist meinstens ein einfaches Nasenspray, nur mit dem Unterschied dass es cortisonhaltig ist und somit auch bei längerfristiger Anwendun nicht schadet.
Wird bei akuten Infekten meines Wissens nach aber nicht so gerne verordnet, da dadurch zT eine Verschlechterung eintreten kann.
Was ich bei einer Nasennebenhöhlenentzündun und/oder einem Tubenkatharr nur sehr empfehlen kann ist GeloMyrtol, das sind Kapseln mit ätherischen Ölen, dreimal am Tag eine und man merkt wirklich schnell eine starke Besserung, weil es eben Befreit und auch dafür sorgt dass der Druck sich von selbst ausgleichen kann.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Normalerweise sollte man mit einem Tubenkatharr der sich nicht in Behalndlung befindet auch nicht fliegen, der Grund ist, dass der starke Druck der sich beim Start/Landeanflugaufbaut augrund der zugeschwollenen eustachischen Röhre im schlimmsten Falle das Trommelfell zum reissen/platzen bringen können.
Bin da (leider) etwas informiert da ich recht häufig Nasennebenhölen/Stirnhöhlenentzündungen habe, gerne auch vereitert :geknickt:
Das mit dem Nasenspray ist meinstens ein einfaches Nasenspray, nur mit dem Unterschied dass es cortisonhaltig ist und somit auch bei längerfristiger Anwendun nicht schadet.
Wird bei akuten Infekten meines Wissens nach aber nicht so gerne verordnet, da dadurch zT eine Verschlechterung eintreten kann.
Was ich bei einer Nasennebenhöhlenentzündun und/oder einem Tubenkatharr nur sehr empfehlen kann ist GeloMyrtol, das sind Kapseln mit ätherischen Ölen, dreimal am Tag eine und man merkt wirklich schnell eine starke Besserung, weil es eben Befreit und auch dafür sorgt dass der Druck sich von selbst ausgleichen kann.

Tubenkatharr ist erst durch den Flug (mit Erkältung) entstanden.
Ja genau, ich soll normales, nicht meersalzhaltiges, Nasenspray benutzen.
Und abwarten.
Und wärmen.
Und keinen kalten Wind ans / ins Ohr kommen lassen.
Seit gestern höre ich wieder besser, auch wenn es mir nun so vorkommt, als würe ich auf dem rechten Ohr nicht mehr 100%ig hören.
Naja, Freitag muss ich zum Hörtest.
 

Benutzer70147  (33)

Verbringt hier viel Zeit
Bei einem Thubenkatharr kanns ich leicht Wasser im Ohr ansammeln, das mindert das Höhrvermögen nochmal und man hört meistens alles etwas verzerrt.
Komisch dass du den Hörtest erst am Freitag machen lassen kannst, normalerweise ist das ja kein grosser Akt, ich kenne das so, dass es bei derartigen Problemen sofort gemacht wird
 
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