Homosexuelle und Adoption

Benutzer63135  (31)

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Ein Kontra habe ich da schon noch, ich hab es foxi schon per PM geschrieben:

Die geistige Entwicklung kann schief gehen, ganz einfach.
Ich hab von einem Jungen gehört, der sich im Kinderalter (ich glaube so ca. 8-9 Jahre) versucht hat seinen Penis abzuschneiden. Er ist bei zwei Frauen (Lesben) aufgewachsen und anscheinend hat er einen ziemlichen Schaden dadurch genommen - psychisch gesehen.
Es ist schon länger her, das ich das gehört habe, also steinigt mich bitte nicht, falls mir da ein Fehler unterlaufen ist.

Ich glaube ein Kind sollte mit Mama und Papa aufwachsen. Frauen und Männer verhalten sich nunmal unterschiedlich und ein Kind merkt das und lernt unterbewusst damit umzugehen.
Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, dass dieses Kind das da adoptiert wird später psychische Probleme hat, die es nicht aufarbeiten kann bzw nur sehr schwer. Es liegen hier dann Entwicklungsfehler vor.

Ob es jetzt sinnvoll ist ob ein Junge nur zu 2 Männern genommen wird oder ein Mädchen nur zu zwei Frauen ist fraglich. Das kann ich so nicht beantworten.
Nur falls es soweit kommt sollte zumindest eine strake Bezugsperson des anderen Geschlechts vorhanden sein (Omi, Opa, gute Freunde/ Bekannte), die dem Kind hilft in dieser Welt aufzuwachsen und sich zurecht zu finden.

Ich will niemanden den Kinderwunsch verweigern und ich meine das auch in keinster Weise rassistisch oder sowas...
Ich will nur zu bedenken aufgeben, dass die geistige Entwicklung des Kindes darunter stark leiden könnte. Und ich stelle mir die Frage ob es dann nicht besser wäre den eigenen Wunsch zurück zu stellen um dem Kind ein schönes und gesundes Leben zu ermöglichen (was nicht bedeutet das es in "normalen" Familien immer so gut und richtig läuft).
 

Benutzer54457 

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Wirst du nicht..aber ein Grund wäre interessant

ich fühle mich gerade an die todesstrafen-diskussion erinnert, wo du einen kompromisslosen fundi-kurs (töten, alle) fährst, und bei jeder nachfrage auf deine meinungsfreiheit verwiesen hast, anstelle von standpunkten, gründen, überzeugungen, etc.. insofern..

Ich glaube ein Kind sollte mit Mama und Papa aufwachsen. Frauen und Männer verhalten sich nunmal unterschiedlich und ein Kind merkt das und lernt unterbewusst damit umzugehen.

das ist einer der punkte, die wissenschaftlich geklärt gehören. das ganze thema gehört sowohl den konservativen, den religiösen, als auch den "bobos" aus der hand genommen, und mit blick auf das kind von neutraler stelle beleuchtet. der kinderwunsch von schwulen und lesben gehört ernst genommen und dann mit einem fundierten JA oder NEIN beantwortet. mich interessieren in dem zusammenhang weder gesellschaftliche wunschvorstellungen von irgendwelchen konservativen, noch juristische gleichberechtigungs-ideen, noch "liebe kann alles"-trivialisierungen. das alles bringt, einfach gesagt, noch kein kindswohl.

ein adoptionsverfahren sollte so blind sein wie die augen der justizia, alles miteinbeziehen und rational gewichten. es ist wie gesagt IMO unsinn, daraus NUR eine diskriminierungs-sache zu machen und pi mal daumen, "gleichbereichtigung, also heißt das auch adoption", etc.. zu rechnen.
 

Benutzer49007  (34)

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ich fühle mich gerade an die todesstrafen-diskussion erinnert, wo du einen kompromisslosen fundi-kurs (töten, alle) fährst, und bei jeder nachfrage auf deine meinungsfreiheit verwiesen hast, anstelle von standpunkten, gründen, überzeugungen, etc.. insofern..
Wir haben hier aber eine andere Diskussion und mir geht es hier wirklich darum Gründe zu erfahren. Wieso man dafür und wieso man dagegen ist. Wer ein gutes Nein begründen kann ist OK
 

Benutzer54457 

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Off-Topic:
Wir haben hier aber eine andere Diskussion und mir geht es hier wirklich darum Gründe zu erfahren. Wieso man dafür und wieso man dagegen ist. Wer ein gutes Nein begründen kann ist OK

mein punkt ist, dass du einerseits in anderer sache eine recht extreme meinung mit hinweis auf die meinungsfreiheit einfach nicht begründest, und dann andererseits hier meinungen nur mit begründung akzeptierst. es sind gefälligst alle meinungen ok, würd ich sagen. aber lassen wir das.
 

Benutzer49007  (34)

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Off-Topic:


mein punkt ist, dass du einerseits in anderer sache eine recht extreme meinung mit hinweis auf die meinungsfreiheit einfach nicht begründest, und dann andererseits hier meinungen nur mit begründung akzeptierst. es sind gefälligst alle meinungen ok, würd ich sagen. aber lassen wir das.
Ich akzeptiere auch Antworten ohne Gründe..schön wäre es doch wenn es auch Gründe zut Meinung gäbe..
 

Benutzer79932 

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Wirst du nicht..aber ein Grund wäre interessant
Jetzt wollte ich losschreiben, sehe aber gerade, dass Kiya (und auch squarepusher) eigentlich schon alles geschrieben haben, was ich schreiben wollte.

Insbesondere das hier dünkt mich speziell wichtig:
Kiya_17 schrieb:
Ich glaube ein Kind sollte mit Mama und Papa aufwachsen. Frauen und Männer verhalten sich nunmal unterschiedlich und ein Kind merkt das und lernt unterbewusst damit umzugehen.
Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, dass dieses Kind das da adoptiert wird später psychische Probleme hat, die es nicht aufarbeiten kann bzw nur sehr schwer. Es liegen hier dann Entwicklungsfehler vor.
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich kenne sowohl ein schwules Pärchen und zwei lesbische Pärchen, die Kinder haben (ob adoptiert oder sonstwie, weiß ich aber nicht) und die sind völlig normale anerkannte Elternpaare und werden auch nie anders angesehen, machen bei allem mit, Spielgruppen, Kitafeste, Gemeindefeste, Elternabende...null Problem.
Manchmal sind sie so ein klein wenig spießiger, als hetero-Elternpaare.:grin::tongue:

Aber hier ind er Großstadt geht da jeder mit locker um.
Mein kleiner Sohn sagte immer "der XY hats gut, der hat gleich zwei Mamas, DAS ist praktisch":grin:
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
Jetzt wollte ich losschreiben, sehe aber gerade, dass Kiya (und auch squarepusher) eigentlich schon alles geschrieben haben, was ich schreiben wollte.

Insbesondere das hier dünkt mich speziell wichtig:
Ich glaube ein Kind sollte mit Mama und Papa aufwachsen. Frauen und Männer verhalten sich nunmal unterschiedlich und ein Kind merkt das und lernt unterbewusst damit umzugehen.
Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, dass dieses Kind das da adoptiert wird später psychische Probleme hat, die es nicht aufarbeiten kann bzw nur sehr schwer. Es liegen hier dann Entwicklungsfehler vor.

würde das im umkehrschluss bedeuten, dass wenn vater oder mutter stirbt, das kind vom übrig gebliebenen elternteil weg sollte, weil es (zumindest erstmal) nicht mit beiden geschlechtern aufwächst?
ich weiß, das is jetzt eine provokante frage, wo du jetzt sagst: aber vll findet der übriggebliebende ja einen neuen partner (naja.. oder vielleicht auch nicht). die andersgeschlechtliche bezugsperon (vom elternteil ausgesehen) kann ja auch eine nahe verwandte oder die beste freundin/der beste freund des elternteils sein.
wieso ist das nicht gut genug?
 

Benutzer63135  (31)

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würde das im umkehrschluss bedeuten, dass wenn vater oder mutter stirbt, das kind vom übrig gebliebenen elternteil weg sollte, weil es (zumindest erstmal) nicht mit beiden geschlechtern aufwächst?
ich weiß, das is jetzt eine provokante frage, wo du jetzt sagst: aber vll findet der übriggebliebende ja einen neuen partner (naja.. oder vielleicht auch nicht). die andersgeschlechtliche bezugsperon (vom elternteil ausgesehen) kann ja auch eine nahe verwandte oder die beste freundin/der beste freund des elternteils sein.
wieso ist das nicht gut genug?
Das oben genannte Beispiel fällt den in die Kategorie "shit happens", so leid es mir tut. Der Unterschied zu einer homosex. Ehe ist einfach, dass da von Anfang an zwei gleichgeschlechtl. Partner vorhanden sind und bei einem Unfall ursprünglich das andere Geschlecht da war. Der Grundgedanke ist ein anderer, fertig.
Die Bezugsperson die du ansprichst wohnt aber nicht bei dem Kind und es ist doch schon ein Unterschied ob sie es nun jeden Tag sieht oder auch dort übernachtet...
 
M

Benutzer

Gast
Die geistige Entwicklung kann schief gehen, ganz einfach.


Sie KANN schiefgehen, ja. Das kann es aber genauso in "normalen" Familien, oder bei alleinerziehenden Eltern, etc.

Und was das Verzichten angeht: Einen Kinderwunsch kann man nicht mit einem Autokauf verzichten. Zu sagen "Ach, dann eben nicht" ist da eben nicht so einfach.
Wenn ich glaube/weiß, dass ich einem Kind alles geben kann, warum sollte ich dann verzichten, nur weil ich mit einer Frau und nicht mit einem Mann zusammen bin?

Was in dem von dir genannten EInzelfall passiert ist, ist tragisch. Aber es ist doch eine Frage, wie man mit der Homosexualität vor seinem Kind umgeht. Natürlich kann ich mich hinstellen und sagen "Jaja, alle Männer sind böse und schlecht und bah und deswegen soll man nur Frauen lieben!". Ich kann dem Kind aber genauso erklären, dass es was ganz normales ist und -in dem Fall- er nicht weniger "wert" ist, nur weil er ein Junge ist.
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
Die Bezugsperson die du ansprichst wohnt aber nicht bei dem Kind und es ist doch schon ein Unterschied ob sie es nun jeden Tag sieht oder auch dort übernachtet...
wieso sollte ein kind seine oma (als beispiel) nicht jeden tag sehen und dort nicht übernachten?
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich glaube jetzt auch nicht das sich das sooo krass auf die Erziehung auswirkt, erstens nehmen in den meisten homosexuellen Partnerschaften, der eine oder andere Partner automatisch, unabhängig vom tatsächlichen Geschlecht, die Papa oder Mamarolle an.
Zweitens werden ja auch die meisten Alleinerziehenden nur von der Mutter erzogen und auch im Kindergarten und in der Grundschule, sind es immer Frauen die die Kinder erziehen, bisher haben das die meisten Männer und Jungs ganz gut überstanden, würd ich sagen.:grin: :zwinker:
 

Benutzer49007  (34)

Sehr bekannt hier
Sie KANN schiefgehen, ja. Das kann es aber genauso in "normalen" Familien, oder bei alleinerziehenden Eltern, etc.

Und was das Verzichten angeht: Einen Kinderwunsch kann man nicht mit einem Autokauf verzichten. Zu sagen "Ach, dann eben nicht" ist da eben nicht so einfach.
Wenn ich glaube/weiß, dass ich einem Kind alles geben kann, warum sollte ich dann verzichten, nur weil ich mit einer Frau und nicht mit einem Mann zusammen bin?

Was in dem von dir genannten EInzelfall passiert ist, ist tragisch. Aber es ist doch eine Frage, wie man mit der Homosexualität vor seinem Kind umgeht. Natürlich kann ich mich hinstellen und sagen "Jaja, alle Männer sind böse und schlecht und bah und deswegen soll man nur Frauen lieben!". Ich kann dem Kind aber genauso erklären, dass es was ganz normales ist und -in dem Fall- er nicht weniger "wert" ist, nur weil er ein Junge ist.

Ja genau. Es kommt doch auch darauf an WIE ich das Kind erziehe. Ob ich ihm alle guten Vorsätze einer normalen Partnerschaft weiter geben oder nicht. Angenommen ich ab ein Pflege oder Adoptivkind dann lern ich dem doch nicht das alle Frauen schlecht sind und das nur ein Mann der wahre Partner ist. Und sowieso. Homosexualität kommt aus jedem persönlich, da wird von der Umwelt nichts beeinflusst. Ich hatte als Kind nie mit Schwulen zu tun und bin es trotzdem! Wenn nun ein Kind viel mit Schwulen zu tun hat heisst das nocht lange nicht das dann ein Kind auch so lebt. Oder das er dann Komplexe hat was Frauen angeht!
 

Benutzer70315  (32)

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Ich bin eindeutig der Meinung : JA! Homosexuelle sollten adoptieren dürfen.

Das Argument, ein Kind müsse mit Mama und Papa aufwachsen, hält sich meiner Meinung nach überhaupt nicht.
Was ist denn dann mit alleinerziehenden Müttern und Vätern?
Desweiteren: Was ist denn mit Großvater, Großmutter, Onkel, Tanten, Cousins... ? Sind das denn nicht Angehöriges des anderen Geschlechts, die für das Kind auch eine Rolle spielen und bei dem das Kind auch lernt, zwischen den Verhaltensweisen der Geschlechter zu unterscheiden?
Ich sehe keinen Grund weshalb meinetwegen der Sohn nicht mal mit dem Opa Fußball spielen gehen kann.
Die Bezugsperson die du ansprichst wohnt aber nicht bei dem Kind und es ist doch schon ein Unterschied ob sie es nun jeden Tag sieht oder auch dort übernachtet...
Ich kenne einige Familien, bei denen der Vater die Woche über auf Montage ist, so dass das kind auch nicht die möglihckeit hat ihn jeden Tag zu sehen, was imo keinerlei Schaden verursacht.

Ein weiterer Fakt ist meiner Meinung nach, dass es NICHT darauf ankommt WIE VIEL zeit man mit dem kind verbringt, sondern WIE man die Zeit mit dem Kind verbringt bzw. wie intensiv man sich mit dem Kind beschäftigt. Also steht für mich Qualität ÜBER Quantität.

Zum nächsten (oft angebrachten) Argument: Kinder von homosexuellen werden gehänselt.
Ja das passiert (leider Gottes) in der Gesellschaft noch. Vermutlich in kleineren STädten/Dörfern mehr als in großen.
Genauso passiert es immernoch das Kinder wegen aller möglichen Sachen gehänselt oder ausgegrenzt werden - ebenso unsinnig, weil sie meinetwegen dicker sind, ne brille tragen oder weiß der Teufel.
Als Elternteil wäre mir in jedem Fall daran gelegen, mein Kind so zu erziehen dass es damit umzugehen weiß.
Und ich bin mir hundertprozentig sicher, dass homosexuelle genauso verantwortungsbewusste Eltern werden können wie Heterosexuelle.

Allgemein kenne ich leider leider nur wenige Paare, die überhaupt als Eltern geeignet wären , ganz ungeachtet um welches Geschlecht es sich handelt.

Ein Kind zu erziehen ist keine Frage des GEschlechts der beiden Elternteile, sondern eine Frage der Hingabe.
 

Benutzer65590 

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Die geistige Entwicklung kann schief gehen, ganz einfach.
Ich hab von einem Jungen gehört, der sich im Kinderalter (ich glaube so ca. 8-9 Jahre) versucht hat seinen Penis abzuschneiden. Er ist bei zwei Frauen (Lesben) aufgewachsen und anscheinend hat er einen ziemlichen Schaden dadurch genommen - psychisch gesehen.
Es ist schon länger her, das ich das gehört habe, also steinigt mich bitte nicht, falls mir da ein Fehler unterlaufen ist.

Off-Topic:
Keine Sorge, die Steine habe ich zusammen mit Bibel und Kippa am Empfang abgegeben :zwinker: , aaaber:


Das sind solche kleinen Geschichtchen, die die ganze Sache kitzlig machen. Das Argument: "Kinder brauchen Bezugspersonen von beiden Geschlechtern" ist ja sicher eines, über das es sich zu reden lohnt, aber urban myths wie die oben zitierte sind, finde ich, der ganz falsche Weg: anstatt Horrorgeschichten (und die oben genannte weist so viele typisch homophobe topoi auf, dass sie eigentlich kaum wahr sein kann bzw in ihrem kausalen Zusammenhang nicht wahr sein wird) zu verbreiten, sollte man Überlegungen anstellen (oder die Überlegungen von Fachleuten beachten).

Off-Topic:
Wie gesagt, kein Angriff gegen dich, Kiya, ich denke nicht, dass du hier Propaganda betreiben willst :zwinker: aber man muss in solchen Diskussionen, denke ich, vorsichtig sein, wenn man Hörensagen als Argument bemüht.


Ich persönlich bin der Meinung, dass "wissenschaftliche Forschung" zum Thema Erziehung, Familie und kindliche Prägung eine sehr kitzlige Angelegenheit ist: da ist, scheint es, fast immer mehr Ideologie als Wissenschaft im Spiel.
Ich bin weder Psychologe noch Erziehungswissenschaftler, und ich bin sicher, wie wir alle, auch nicht ideologisch neutral, aber ich würde zur Frage der Notwendigkeit von Bezugspersonen mit folgenden Argumenten arbeiten:

-Kinder suchen sich Vorbildfiguren auch außerhalb der engen Familie.
-In den meisten Zweier-Partnerschaften, ob hetero- oder homosexuell, wird ein Partner eher dem "männlichen" Verhaltensmuster zuneigen, der andere Partner dem "weiblichen". Allerdings schwindet diese Ausprügung in dem Maße, in dem sich die Tradierung "männlichen" und "weiblichen" Verhaltens generell verringert oder angleicht. - Soll heissen: sicher heben zwei lesbische Eltern keinen Penis zu bieten, aber vermutlich wird eine der Mütter trotzdem mit dem Sohn zum Fußball gehen und mit ihm Samstags Sportschau gucken.
-Auch im Falle alleinerziehender heterosexueller Eltern oder heterosexueller Eltern mit wechselndem Partner haben Kinder vielleicht nur eine dauernde direkte Bezugsperson; das macht sie nicht direkt zu Soziopathen.
-Und mein wichtigstes Argument: Kinder sind härter, als man denkt. Ich finde, die moderne Ansicht, Kinder müssten geradezu in Watte gepackt werden, um nicht verhaltensgestört zu werden, ist geradezu grotesk. Als Historiker kann ich bestätigen: Kinder vergangener Epochen mussten mit ganz anderer Scheiße klarkommen und sind trotzdem nicht überwiegend verrückt geworden. 2 Papas zu haben, ist, vermutlich, für die Kinder, die damit normal aufwachsen, weitaus weniger ein Problem und Grund für ein Trauma, als für die umgebende, vielleicht doch etwas spießige Gesellschaft: die Kinder bekommen also nur von außen vermittelt, das mit ihnen oder ihren Eltern etwas nicht in Ordnung ist, nur von außen kommt der Druck, der die Dinge "unnormal" werden lässt.
Und um diesen Druck aus unserer Gesellschaft rauszubekommen, müssen wir die totale Gleichberechtigung von Homo- und Heterosexuellen unbedingt fördern, gerade auch im familienrechtlichen Bereich. Tabus und Verbote in diesem Bereich müssen vom Gesetzgeber beseitigt werden, damit irgendwann auch die Schranken in den Köpfen fallen und akzeptiert werden kann, dass auch homosexuelle Partnerschaften "normal" und "natürlich" sind - mit allen daraus folgenden Konsequenzen.

Also muss ich auch nach Betrachtung dieses Argumentes sagen: ich bin immer noch für ein generelles Adoptionsrecht von Homosexuellen (um ehrlich zu sein, finde ich es sogar relativ primitiv, darüber überhaupt in diesem irgendwie gönnerhaften "Sollen wir den Schwulen das erlauben?"-Tonfall diskutieren zu müssen... man sollte eher fragen: "Darf man Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung etwas verbieten?")
 

Benutzer63135  (31)

Verbringt hier viel Zeit
@ many
Keine Sorge ich sehe das nicht als Angriff. Die Info hab ich übrigens von meiner Mutter, die u.a. mit solchen Kindern arbeitet, weil sie in der Schule verhaltensauffällig werden. Sie sitzt nur leider gerade nicht neben mir, sonst würd ich sie ja genauer fragen. Ich erinner mich nur an ein Gespräch. Heut oder morgen abend weiß ich dann mehr, da kann ich dann auch besser argumentieren (bzw. eben warum dieser Grund da ist).
Wie schon gesagt, das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit Fakten. Und meine eigene Meinung lasse ich hier außen vor, die hat da nichts zu suchen. Foxi hat Pros und Contras gesucht und ich hab ihm ein glaubwürdiges Contra geliefert (hoffe/ glaube ich), das ihm zumindest zum Nachdenken anregt.
Ich meld mich heut abend wieder :smile:
 
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