Homosexuelle und Adoption

Benutzer18889 

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Ich bin eher dagegen. Das hat nichts mit der Homosexualität an sich zu tun, sondern mit der Tatsache, dass ich selbst einen Jungen in der Realschulklasse hatte, der 2 lesbische Mütter hatte. Er wurde richtig übel fertig gemacht, verprügelt und hat nicht eine einzige Freundschaft in der ganzen Zeit gehabt. Das kann für die Entwicklung nicht gut sein. Ich finde, man muss so eine Situation nicht fördern, indem man solche Adoptionen erlaubt. Kinder finden sowieso schon genug Gründe, um andere fertig zu machen. Das ist vermutlich einer, der zu besonders großer Feindseligkeit führt.

2 Mütter/Väter sind vermutlich genauso gute/schlechte Eltern wie alle anderen, aber die vielen Hänseleien sind sicher Gift für die Entwicklung eines Kindes.

Das aufgeführte Argument mit dem häufig problematischen Lebensstart von adoptierten Kindern finde ich auch nachvollziehbar. Die Kinder haben zum Großteil viele Probleme, fragen sich, woher sie kommen, wurden vielleicht geschlagen/missbraucht, da können Hänseleien dann noch viel schlimmer sein als bei anderen Kindern.
 
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Ganz genau!

Ich hab die letzten Seiten nur überschlagen, aber mir fielen immer wieder ein paar Dinge ins Auge: normale Verhältnisse fürs Kind, Mutter-Vater ideal, Hänseleien
So, jetzt sag ich mal was dazu: Ich bin alleinerziehend und auch wenn es in Großstädten "normal" ist, hier in meinem Örtchen ist es anscheinend nicht "normal".
Ich wurde Anfangs auch schräg angeguckt, wenn ich erzählte das ich alleine mit den Kindern lebe. Die Kinder wurden im Kindergarten oft gefragt, warum denn kein Papa bei uns lebt. Ja, sie wurden auch ein paar mal damit aufgezogen "du hast ja bestimmt keinen Papa" etc.
Na und? Meine Kinder sind trotzdem glücklich und dadurch stärker geworden. Klar musste ich mich oft mit ihnen hinsetzen und ihnen erklären, warum wir anders Leben als Fritz und Sarah, aber sie haben dadurch auch eine Menge gelernt-nämlich das es viele verschiedene Familienformen gibt.
Heute gehen sie zu den besagten selbstsicher Kindern hin und erklären ihnen, warum wir ohne Papa wohnen und das sie ihren Papa immer besuchen und anrufen und es jetzt einen tollen "Kumpel" (mein Freund) gibt, der auch noch mit ihnen spielt.


Off-Topic:
Du musst aber zugeben, dass es bei euch zumindest einen Vater gibt, den deine Kinder auch regelmäßig sehen. Bei meiner Freundin + Kind ist das nicht so, und es gibt auch keine sonstige männliche Bezugsperson. Da merkt man schon, dass das auch für das Kind extrem belastend sein kann.
 

Benutzer75021 

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Du musst aber zugeben, dass es bei euch zumindest einen Vater gibt, den deine Kinder auch regelmäßig sehen. Bei meiner Freundin + Kind ist das nicht so, und es gibt auch keine sonstige männliche Bezugsperson. Da merkt man schon, dass das auch für das Kind extrem belastend sein kann.
Off-Topic:
Klar, ich wollt damit auch nur sagen das ich auch nicht in das "normale" Vater, Mutter, Kind-Raster passe und es meinen Kindern trotzdem an nichts fehlt. Ich weiß natürlich nicht wie es wäre, wenn keine männl. Bezugsperson da wäre. War aber nie der Fall. Den Ausgleich hatten sie als ich solo war bei Opa und Onkeln. Sie sehen ihren Vater ja auch nur alle 14 Tage, wirkliche Erziehungsarbeit kann er in der wenigen Zeit nicht leisten.
 
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Das Recht auf Adoption eben halt nicht. Die Gründe habe ich schon oft genug erwähnt.
Wenn du ihnen das Recht auf Adoption nicht einräumst, kannst du auch nicht über die Nichterfüllung des Generationenvertrags jammern. Es geht mir nicht darum, um den jeweiligen Standpunkt auszudikutieren sondern um einen Logikfehler in deiner Argumentationsweise. Das würde ich auch schreiben, wenn ich deinen Standpunkt 100% vertreten würde.
 

Benutzer80667 

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Klar, ich wollt damit auch nur sagen das ich auch nicht in das "normale" Vater, Mutter, Kind-Raster passe und es meinen Kindern trotzdem an nichts fehlt. Ich weiß natürlich nicht wie es wäre, wenn keine männl. Bezugsperson da wäre.
Ich würde das in unserer Zeit schon als "normal" bezeichnen. Alleinerziehende gibts bei uns doch wie Sand am Meer.
Das kann man echt nicht mit Homo-Paaren vergleichen.
Das kommt bestimmt noch. Aber im Moment ist das sehr exotisch
 

Benutzer75021 

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Ich würde das in unserer Zeit schon als "normal" bezeichnen. Alleinerziehende gibts bei uns doch wie Sand am Meer.
Das kann man echt nicht mit Homo-Paaren vergleichen.
Das kommt bestimmt noch. Aber im Moment ist das sehr exotisch
Bei uns im Ort war es anscheinend noch nicht "normal".
Gerade in kleinen Dörfern hat man hier meist noch die "Mutter, Vater, Kind-Haus und Hund" Kombination.
 
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Bei uns im Ort war es anscheinend noch nicht "normal".
Gerade in kleinen Dörfern hat man hier meist noch die "Mutter, Vater, Kind-Haus und Hund" Kombination.

Das ist wohl wahr.

Aber ich denke, dass in 30, 40 Jahren homosexuelle Beziehungen so langsam normaler werden.
Man bedenke, dass es früher auch alles andere als normal war, alleinerziehend zu sein oder gar uneheliche Kinder zu haben. Heute wird das doch weitaus mehr akzeptiert.
 

Benutzer80667 

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Das ist ja echt wie im Mittelalter. Und bald kommt die Renaissance. Mit EnfantDuSang als weiblichen Leonardo? :grin:
 

Benutzer75021 

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Das ist wohl wahr.

Aber ich denke, dass in 30, 40 Jahren homosexuelle Beziehungen so langsam normaler werden.
Man bedenke, dass es früher auch alles andere als normal war, alleinerziehend zu sein oder gar uneheliche Kinder zu haben. Heute wird das doch weitaus mehr akzeptiert.
Ganz genau, von daher kann man das ganz gut vergleichen.
Meine Mutter hat sich scheiden lassen als ich 9 war. Damals war es noch total verpönt alleinerziehend zu sein.
Ich hab das als Kind hautnah miterleben dürfen udn trotzdem keinen Schaden davon getragen.
Ich hoffe das unsere Gesellschaft sich toleranter weiterentwickelt und es irgendwann möglich sein wird offen eine homosexuelle Beziehung zu führen, ohne schräg angeschaut zu werden.
 
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Das ist ja echt wie im Mittelalter. Und bald kommt die Renaissance. Mit EnfantDuSang als weiblichen Leonardo? :grin:

Bei Leonardo muss ich immer an die Ninja Turtles denken... :-D


Ganz genau, von daher kann man das ganz gut vergleichen.
Meine Mutter hat sich scheiden lassen als ich 9 war. Damals war es noch total verpönt alleinerziehend zu sein.
Ich hab das als Kind hautnah miterleben dürfen udn trotzdem keinen Schaden davon getragen.
Ich hoffe das unsere Gesellschaft sich toleranter weiterentwickelt und es irgendwann möglich sein wird offen eine homosexuelle Beziehung zu führen, ohne schräg angeschaut zu werden.

Richtig. Man sieht es auch direkt bei mir und meiner Schwester im Vergleich. Als meine Ma nur meine Schwester hatte (ihr Dad ist noch in der Schwangerschaft abgehauen) hat man sie ganz schön seltsam angeguckt. Bei mir, 7 Jahre später, sah es dann anders aus. Da war es gar nicht mehr so schlimm, dass meine Eltern nun geschieden sind.
 

Benutzer54457 

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Du musst aber zugeben, dass es bei euch zumindest einen Vater gibt, den deine Kinder auch regelmäßig sehen. Bei meiner Freundin + Kind ist das nicht so, und es gibt auch keine sonstige männliche Bezugsperson. Da merkt man schon, dass das auch für das Kind extrem belastend sein kann.

eine der "auflagen" im sinne des kindswohls, die ich mir vorstellen kann, wäre z.b., für ausreichenden kontakt mit nahen bezugspersonen des als elternteil nicht vertretenen geschlechts sorge zu tragen.

klingt irgendwie aber auch blödsinnig..
 

Benutzer28114 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn du ihnen das Recht auf Adoption nicht einräumst, kannst du auch nicht über die Nichterfüllung des Generationenvertrags jammern. Es geht mir nicht darum, um den jeweiligen Standpunkt auszudikutieren sondern um einen Logikfehler in deiner Argumentationsweise. Das würde ich auch schreiben, wenn ich deinen Standpunkt 100% vertreten würde.

Ich jammere nicht. Es ist einfach so. Und wenn hetero-Paare keine Kinder wollen, dann ist das zu akzeptieren.
 
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Ich jammere nicht. Es ist einfach so. Und wenn hetero-Paare keine Kinder wollen, dann ist das zu akzeptieren.
Ich vermute, du hast meine letzte paar Kommentare inhaltlich noch nicht ganz erfasst. Lies sie dir nochmal durch und schreib dann nochmal was zu dem Thema...
 
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eine der "auflagen" im sinne des kindswohls, die ich mir vorstellen kann, wäre z.b., für ausreichenden kontakt mit nahen bezugspersonen des als elternteil nicht vertretenen geschlechts sorge zu tragen.

klingt irgendwie aber auch blödsinnig..

Aber das lässt sich doch kaum umsetzen bzw. kontrollieren...
 

Benutzer49007  (34)

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Aber das lässt sich doch kaum umsetzen bzw. kontrollieren...
Die Aufsicht bei einer Adoption ist bekanntlich sehr gross. Und auch bei normalen Paaren kommt da öfters einer vorbei und schaut wie was und wieso. Ich denke man könnte da nicht 100% eine Kontrolle haben aber ein wenig ein Leitbild ob ein Kontakt zum anderen Geschlecht vorhanden ist
 
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Die Aufsicht bei einer Adoption ist bekanntlich sehr gross. Und auch bei normalen Paaren kommt da öfters einer vorbei und schaut wie was und wieso. Ich denke man könnte da nicht 100% eine Kontrolle haben aber ein wenig ein Leitbild ob ein Kontakt zum anderen Geschlecht vorhanden ist

Also in Deutschland ist das nicht so. Zumindest nicht, nachdem das Kind schon da ist. Vorher gibt es soweit ich weiß, zwei bis drei Gespräche, davon auch einer zu Hause bei den Eltern.
 

Benutzer49007  (34)

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Also in Deutschland ist das nicht so. Zumindest nicht, nachdem das Kind schon da ist. Vorher gibt es soweit ich weiß, zwei bis drei Gespräche, davon auch einer zu Hause bei den Eltern.
das erstaunt mich jetzt. Ist doch auch im nachhinein wichtig wie es dem Kind ergeht:eek:
 
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Also ich hab jetzt nochmal meinen Ado-Ordner durchgewühlt, da steht nichts davon drin. Natürlich hat man danach noch Kontakt zum Jugendamt, weil zumindest im Falle von Säuglingen das Kind erst 6 Monate in Pflegschaft ist und dann die Adoption stattfindet und es da noch einigen Rechtskram zu erledigen gab. Aber regelmäßige Kontroll- oder Hausbesuche gab es da nicht mehr, hat meine Mutter auch nie was von erzählt.
Aber vielleicht ist das inzwischen anders geregelt.
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
ich finde homosexuelle Paare sollten Kinder adoptieren dürfen. Es spricht m.E. nichts "objektives" dagegen.

Ich sehe aber auch, dass das ganze für die Kinder nicht völlig unproblematisch sein könnte. Wenn sie z.B. in der Schule sagen, dass sie zwei Mammas oder 2 Pappas haben. Da wirds schon Getuschel und evtl. auch Hänseleien geben. Aber Kinder tuscheln und hänseln ja wegen allem möglichen.....das werden sie in der Regel schon verkraften und alle (inkl. der Mitschüler) haben was gelernt.
 

Benutzer54457 

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das erstaunt mich jetzt. Ist doch auch im nachhinein wichtig wie es dem Kind ergeht:eek:

naja, so einfach ist es sicher nicht. vor den "zwei bis drei gesprächen" gibt es, wenn es nicht eine stiefkindadoption oder so etwas ist, im rahmen jeder adoption ein auswahlverfahren. außerdem werden eltern, die grundsätzlich als potenzielle adoptiveltern in frage kommen wollen, auf ihre eignung dafür genau überprüft.
 
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