Homosexuelle dürfen kein Blut spenden - Diskriminierung?

A

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Nein, es geht nicht nur darum.
Es geht primär darum, dass schwule Männer eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, infiziert zu sein. Das ist alles. Das sieht man in der Statsitik und das ist der ausschlaggebende Grund, sie von der Spende auszuschließen.

Ihr immer mit eurer Wahrscheinlichkeit... was spricht nun aber dagegen, einen Mann, der sein Leben lang monogam gelebt und nur geschützten Verkehr gehabt hat, zuzulassen? Ich sehe da keinen wirklichen Unterschied muss ich sagen.

Vielleicht sollte man dann Männer generell ausschließen, da ja immerhin bei jedem das RISIKO besteht, dass er in seinem Fragebogen lügt und eigentlich schwul ist, obwohl er angibt, hetero zu sein...
 

Benutzer32702 

Verbringt hier viel Zeit
Also, ich sag es gerne noch mal, warum ich es diskriminierend finde. Mich stört einfach, dass sie gleich alle über einen Kamm scheren, sich dann auf der anderen Seite aber wundern, dass zu wenig Leute Blut spenden gehen (mit dem Geld, das man dafür kriegt, hat das denke ich wenig zu tun, entweder man ist so eingestellt, dass man etwas für die Allgemeinheit tun will oder eben nicht)

Wenn ich sowas höre, da vergeht mir doch schon gleich die Lust, noch irgendwas für andere zu tun. Selbst wenn ich da hingehen würde, hieße das ja soviel wie "Dein Blut ist weniger wert, das wollen wir nicht!" Tut mir Leid, aber das sind für mich Methoden wie im Mittelalter...

Die Leute, die hien meinen, dass es nicht diskriminierend wär, dann nur, weil sie selber nicht betroffen sind. Dann ist es leicht, sowas einfach hinzunehmen. Wenn man sich aber täglich anhören muss, dass irgendwo Gleichgesinnte, nur weil sie zufällig den falschen Menschen lieben, umgebracht werden, dann fängt man langsam an zu merken, dass die Welt anscheinend doch noch nicht bereit zu sein scheint, das Andersartige zu akzeptieren und nicht ständig auf solchen vermeindlichen Unterschieden rumzuhacken! Auch wenn es nur um so ein harmloses Thema wie Blutspenden geht, es heißt ja "Steter Tropfen höhlt den Stein" irgendwann fängt man dann eben an, auch hinter so scheinbar lächerlichen Dingen eine generelle Ablehnung zu sehen.

An unserer Schule hört man des öfteren "Ich hab net genug Geld fürs Feiern am Wocheende...muss am Freitag dann wohl nochmal Blut spenden gehen!" Soviel zum Thema man geht nur bei sozialer Einstellung spenden...ich gebe zu, auch für mich ist Geld hauptsächlich die Verlockung, und es gibt wirklich nur sehr sehr wenige die nicht zumindest teilweise wegen des Geldes spenden gehen. Du müsstest nur mal im Warteraum durchfragen.

Ich finde es nicht diskriminierend. Wenn ich in den USA Blut spenden will darf ich es auch nicht, da ich als Deutsche in den USA eine Risikogruppe darstelle (wegen Creutzfeld Jakob - Gefahr). Ich beschwere mich deswegen nicht und sehe es ein, dass auch die Amis ihre Ansteckungsgefahr minimieren müssen und zwar auf jede mögliche Art. Ich empfinde das in keiner Weise als Diskriminierung.

Ich habe auch einen homosexuellen Freund, mit dem ich mich mal darüber unterhalten habe. Er findet es auch völlig richtig, dass er nicht Blut spenden darf denn er sagt selbst, dass sich viele Schwule durch die Weltgeschichte f***** (das war ein Zitat).

Zu deinem letzten Beitrag: Wenn dieser sein Leben lang monogam lebende Mann, dessen Partner übrigens auch monogam gelebt haben sollte, wirklich reinen Gewissens ist, kann er doch auch einfach spenden gehen. Es ist ja nicht so als ob jemand hinter ihm steht und "Der ist schwul!" ruft, wenn er wirklich sicher ist, inklusive der letzten drei Monate, kein HIV und Hepatitis etc. zu haben, ist es ja kein Problem hinsichtlich seiner Liebe zu lügen.

Wieso beschwerst du dich eigentlich nicht über die Diskriminierung von Zentralafrikanern, Karibikbewohnern, Drogenabhängigen, etc??
 

Benutzer58242 

Verbringt hier viel Zeit
Ich find es unglaublich, dass Homosexuelle da kein Blut spenden duerfen.
Absolut diskriminierend.

Edit: Bezueglich der Bewertung "Bitte mal weiter oben im Thread nachlesen...": Ich hab hier einiges gelesen, darf ich nicht trotzdem meine Meinung haben? :zwinker:
 
A

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Gast
Wieso beschwerst du dich eigentlich nicht über die Diskriminierung von Zentralafrikanern, Karibikbewohnern, Drogenabhängigen, etc??

Ich beschwere mich genauso über die Diskriminierung von Afrikanern und Karibikbewohnern, nicht aber über die von Drogenabhängigen und Gefängnisinsassen, weil man meines Erachtens nicht für das beurteilt werden sollt, was man IST, sondern was man TUT.

Aber klar, es geht um Menschenleben, da kann man nichts riskieren. Immerhin sind die Menschen, die freiwillig ihr Blut zur Verfügung stellen, auch nur als Produkt zu verstehen und nicht als Person.

Schlimmer wär es in der Tat, wenn Homosexuellen kein Blut zukommen würde, aber davon geh ich jetzt einfach mal nicht aus...
 
A

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Es geht hier denke ich nicht darum, eine zufriedenstellende Lösung zu finden, denn die wird es, denk ich, nicht geben. Jeder hat das Recht, seine Meinung zu dem Thema zu sagen und sie so gut er kann zu belegen. Das heißt nicht, dass jeder dieser Meinung zustimmen muss! Ich finde es aus meiner Sicht diskriminerend, was aber wohl nur von meinem Standpunkt aus so erscheinen mag, was andere nicht so sehen mögen, weil sie diesen Standpunkt nicht teilen. Ich kann nur sagen, was ich denke und habe niemanden gezwungen, sich dieser Meinung anzuschließen! Außerdem hat niemand behauptet, dass es möglich ist, eine Lösung zu finden.
 

Benutzer82248  (43)

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Das heißt, nur weil einige weniger (und nicht etwa der Großteil aller, wie das hier anscheinend dargestellt wird) Schwule infiziert sind, gleich alle irgendwie darunter zu leiden haben. Das ist so, als würde ich sagen, jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger, weil es mehr männliche Vergewaltiger gibt als weibliche (auch wenn ich für den Vergleich jetzt wieder gehauen werde...)

Nein, heisst es nicht. Es heisst allerdings dass, wenn man alle Bevölkerungsgruppen nimmt, die Gruppe der homosexuellen Männer die mit den prozentual meisten HIV-Infizierten ist. Demzufolge ist auch das Risiko am höchsten, wenn man von einer Person dieser Gruppe Blut erhält, durch eine infizierte Blutkonserve an HIV zu erkranken.

Für Deinen Vergleich heisst das: Wenn ich ein junges Mädchen wäre - und ich sollte aus einer Gruppe Personen jemanden aussuchen, der mich nachts durch den dunklen Park führt, würde ich mir doch den aussuchen, bei dem es am unwahrscheinlichsten ist, dass er mir irgendwas tut, oder ? Also hätte in diesem Fall der homosexuelle Mann die besten Karten.

Nochwas: in dem ganzen thread hat noch niemand was gegen Homosexuelle gesagt. Warum dann ständig diese Feindseligkeit und diese blöden Nazi-Vergleiche?
 
A

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Vielleicht liest du meinen letzten Beitrag, dann weißt du mehr. Danke.
 

Benutzer82248  (43)

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Vielleicht liest du meinen letzten Beitrag, dann weißt du mehr. Danke.

Dann weiß ich leider nicht mehr. Gerade Dein letzter Beitrag ist quasi vollkommen inhaltslos. Sicherlich wird es in diesem Forum keine Lösung für Dein "Problem" geben, denn eine Lösung wurde bereits an anderer Stelle durch den Gesetzgeber getroffen. Uns bleibt hier nur die Diskussion, ob diese Lösung richtig oder falsch ist. Ich halte sie für richtig und habe dort auch einiges an Argumenten vorgebracht. - Du hingegen schreibst, was Dein gutes Recht ist, dass Du die Lösung als falsch betrachest. Auch soweit kann ich Dir noch folgen, was ich dann allerdings überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann, ist, dass Du, als Du plötzlich feststellst, dass Du aus anderen Gründen nicht zur Spende zugelassen wirst, es weniger schlimm findest, dass es die (salopp ausgedrückt) Schwulen-Regelung gibt.

Diese Aussagen kann ich bei allem Verständnis nicht ernst nehmen, ebensowenig wie die Nazi- und Holocoust-Vergleiche (die für meine Begriffe einfach nur geschmacklos und absolut unpassend und unsensibel gewählt wurden). Du fühlst Dich diskriminiert, obwohl Du gar nicht zu der Risikogruppe gehörst. Das ist für mich schon schwer verständlich. Wenn Du für Deine schwulen Freunde sprichst, ist das sicherlich sehr ehrenvoll. Allerdings solltest Du mit ihnen vorher einmal darüber reden, ob sie das genauso sehen, wie Du es hier versuchst darzustellen.

Auch der schwulste Homosexuelle wird im Endeffekt froh sein, wenn er im Falle des Falles eine SICHERE Blutkonserve bekommt. Homosexuelle (egal ob schwul oder lesbisch) haben in diesem Land immer noch ganz andere und viel wichtigere Probleme als das "Aussortiert-werden" bei Blutspenden. Mir fallen viel schlimmere und viel diskriminierendere Dinge ein als diese "Kleinigkeit".
 
A

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was ich dann allerdings überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann, ist, dass Du, als Du plötzlich feststellst, dass Du aus anderen Gründen nicht zur Spende zugelassen wirst, es weniger schlimm findest, dass es die (salopp ausgedrückt) Schwulen-Regelung gibt.

Naja, das war so ziemlich das einzige Argument, das zugunsten des Spenders ausgesprochen wurde. Immerhin wollen sie nicht, dass man da umkippt (nehm ich einfach mal an, da ich wie gesagt keine Erfahrungen mit sowas hab)
 

Benutzer82248  (43)

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Naja, das war so ziemlich das einzige Argument, das zugunsten des Spenders ausgesprochen wurde.

Wie schon weiter oben gesagt, der Spender ist bei der Blutspende nicht die wichtigste Person. Es gibt allerdings noch mehr Regularien, die zugunsten des Spenders gemacht werden. Dazu zählen zum Beispiel der Eisengehalt des Blutes, aber auch der Blutdruck etc.

Ich habe bei Dir immer mehr den Eindruck, dass Du die Blutspende als eine Veranstaltung ansiehst, die dazu geeignet ist, das Ego der Spender auf zu polieren. Hier muss ich Dich leider enttäuschen. Es geht um selbstlose Hilfe, um Nächstenliebe.

Da es aber immer wieder Personen gibt, die meinen, sich mit der Tatsache, dass sie blutspenden, in ein besseres Licht stellen zu können, sind halt eine ganze Menge Regularien möglich.

Ich selbst habe mittlerweile schon an die 55 mal gespendet. Jedes mal ohne Geld dafür zu bekommen - und nur mit der Überzeugung, einer guten Sache zu dienen. Auf der anderen Seite wäre ich ja auch froh, im Fall der Fälle Blut(produkte) erhalten zu können. Aber wenn Du jetzt glaubst, dass viele in meine Freundeskreis wissen, dass ich das mache hast Du Dich getäuscht.

"Tu Gutes - und rede darüber" das ist nicht meine Sache - und vielen anderen Spendern geht es genauso.
 
A

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Ich denke nicht, dass Blutspenden dazu dient, das Ego aufzupolieren. Da gibt es sicher andere Möglichkeiten. Es geht um die gute Sache, da hast du Recht. Und gerade deswegen denke ich, wenn jemand so eingestellt ist, dass er etwas Gutes für die Gemeinschaft tun will, sollte man ihn nicht davon abbringen lassen. Und ich denke mal, dass jeder, der Blut spendet, sich seiner Verantwortung bewusst ist und deswegen auch nur spendet, wenn er 100%ig davon überzeugt ist, gesund zu sein (ist meine Meinung)

Vielleicht wäre es dann taktisch klüger, kein Geld mehr für die Spende anzubieten, denn so fallen schon mal die weg -- was hier auch schon mehrfach angesprochen wurde -- die die Spende wirklich als HIV-Test missbrauchen (die Zahl wird eher gering sein, aber damit immer noch ein RISIKO) wenn es kein Geld geben würde, dann wäre sicher gestellt, dass niemand es nur wegen des Geldes macht und tatsächlich nur die sozialen Menschen angesprochen werden, die sich dann sicher sind, gesund zu sein (s.o.)
 
P

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Und ich denke mal, dass jeder, der Blut spendet, sich seiner Verantwortung bewusst ist und deswegen auch nur spendet, wenn er 100%ig davon überzeugt ist, gesund zu sein (ist meine Meinung)

Das widerspricht leider ganz klar den Fakten, es gibt eine Dunkelziffer an verseuchten Bluteinheiten, denn nicht jeder gibt wahrheitsgemäße Angaben an und genau deshalb werden sogenannte Risikogruppen nicht zur Spende zu gelassen um dies weiter zu minimieren.
 

Benutzer82248  (43)

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Vielleicht wäre es dann taktisch klüger, kein Geld mehr für die Spende anzubieten...

Ist doch sowieso der Fall. Die seriösen Blutspendedienste geben dem Spender kein Geld - verlangen aber im Umkehrschluss für das Blut kein Geld. Die "Spende" wird "1:1" weitergegeben. Die DRK-Blutspendedienste arbeiten gemeinnützig nach dem Prinzip der Kostendeckung. Deshalb kann man auch immer weider lesen "DRK Blutspendedienst gGmbH" Das kleine "g" ist kein Rechtschreibfehler, sondern heisst "gemeinnützig", also eine gemeinnützige GmbH. Das heißt: Kosten, die tatsächlich anfallen, werden den belieferten Krankenhäusern in Rechnung gestellt. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Kosten setzen sich zusammen aus: Blutentnahme, Aufbereitung, Laboruntersuchung, Transport, Forschung und Entwicklung, Personal und Material. Gewinne dürfen Blutspendedienste, die als gemeinnützige Einrichtung fungieren, nach ihren Satzungen und Gesellschaftsverträgen nicht erzielen.

Darüber wachen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und die Finanzbehörden.

Das Blut bleibt nach wie vor kostenlos, lediglich die Arbeit, die an dem Blut verrichtet wurde, wird in Rechnung gestellt, denn von irgendwas müssen die Angestellten einer gGmbH auch leben.

Ich persönlich spende nur und ausschließlich bei eben diesen gGmbHs, denn nur dort kann ich sicher sein, dass das Blut im Endeffekt auch dort ankommt, wo es hinsoll - und nicht an die Kosmetik- oder sogar Futtermittel-Industrie verscherbelt wird. Alle Blutspendedienste des DRK sind gGmbHs.
 
C

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Ich denke nicht, dass Blutspenden dazu dient, das Ego aufzupolieren. Da gibt es sicher andere Möglichkeiten. Es geht um die gute Sache, da hast du Recht. Und gerade deswegen denke ich, wenn jemand so eingestellt ist, dass er etwas Gutes für die Gemeinschaft tun will, sollte man ihn nicht davon abbringen lassen. Und ich denke mal, dass jeder, der Blut spendet, sich seiner Verantwortung bewusst ist und deswegen auch nur spendet, wenn er 100%ig davon überzeugt ist, gesund zu sein (ist meine Meinung)

Neben der guten Sache ist sicher die Gesundheit des Empfängers wichtiger!

Und da es nunmal sein kann, dass auch 'schlechte' Blutpäckchen durchkommen sollte man das Risiko soweit wie möglich dezimieren.

Und statistisch gesehen ist es halt so, dass wenn Homosexuelle nicht zur Risikogruppe gehören würden diese 'schlechten' Blutpäckchen um einiges höher sein könnten.

Also wird hier für den Schutz des Patienten eine Gruppe ausgeschlossen.

Und hier ist nunmal die Gesundheit wichtiger, als der Einsatz als Spenderblut. Spenden kann man immer noch, nur werden diese für etwas anderes benutzt, was nicht weniger wert ist.

Aber auch hier entscheidet letztendlich die Moral:
Ist das Recht(Gleichberechtigung) eines Einzelnen wichtiger, als das Leben eines Einzelnen.
 

Benutzer82248  (43)

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Und hier ist nunmal die Gesundheit wichtiger, als der Einsatz als Spenderblut. Spenden kann man immer noch, nur werden diese für etwas anderes benutzt, was nicht weniger wert ist.

Ich kann Dir bei allen Ausführungen zustimmen, aber letztendlich werden Mitglieder der sog. Risikogruppen überhaupt nicht zur Spende zugelassen, sondern bereits beim Gespräch mit dem Arzt aussortiert. Und: Die Konserven, bei welchen der Spender eine spätere Verwendung durch den sog. "anonymen Selbstausschuss" ausschließt, müssen gesperrt und entsorgt werden (so stehts im für alle Beteiligten verbindlichen Transfusionsgesetz). Jeder Blutspender sollte alleine für sich bei diesem Selbstausschuss noch einmal sorgfältig überdenken, ob er möglicherweise ein Risiko eingegangen ist, sich mit dem HI-Virus angesteckt zu haben. Der Blutspender muss dann selbst entscheiden, ob seine Spende für die Übertragung freigegeben werden kann, oder ob sie gesperrt werden muss. Grund dafür ist, dass eine frische Infektion im Labor u. U. erst nach einigen Wochen erkennbar ist. In dieser Zeitspanne, die die Wissenschaft bisher nicht ausschalten kann, liegt das Restrisiko, das nur der Spender selbst durch sein Votum einschränken kann.
 

Benutzer38570 

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Mal eine Frage am Rande: Wer spendet Blut, wenn er von vorn herein weiß, dass das nur für wissenschaftliche Zwecke benutzt wird? Was soll denn dann noch untersucht werden?
 
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Ich kann Dir bei allen Ausführungen zustimmen, aber letztendlich werden Mitglieder der sog. Risikogruppen überhaupt nicht zur Spende zugelassen, sondern bereits beim Gespräch mit dem Arzt aussortiert. (...)
...jup, sollte normalerweise so sein und war beim letzten mal auch bei mir so....

Was ich aber krass finde, sollte zu meinen Lebzeiten nie eine Nachweismöglichkeit für Creutzfeld-Jakob gefunden werden, darf ich nie wieder spenden und dies nur, dank selbst erhaltenen Blutspenden.....man gut, das homosexuelle vom Blut spenden ausgeschlossen sind....:ratlos:

chosylämmchen schrieb:
Neben der guten Sache ist sicher die Gesundheit des Empfängers wichtiger!

hm, ich würd gern mal 'ne Statistik zum Thema Anzahl der verschobenen OP's aufgrund mangelnder Blutkonserven und die daraus folgenden gesundheitlichen Konsequenzen für den Patienten lesen und ob sich die aktuelle Vorgehensweise ,u.a.des DRK, wirklich für die Patienten, die dringend Spenderblut benötigen, rechnet.....
 

Benutzer82248  (43)

Benutzer gesperrt
hm, ich würd gern mal 'ne Statistik zum Thema Anzahl der verschobenen OP's aufgrund mangelnder Blutkonserven und die daraus folgenden gesundheitlichen Konsequenzen für den Patienten lesen und ob sich die aktuelle Vorgehensweise ,u.a.des DRK, wirklich für die Patienten, die dringend Spenderblut benötigen, rechnet.....

Die "Vorgehensweise" ist nicht die des DRK, sondern schlicht und ergreifend eine Verfahrensanweisung, die von seiten des Gesetzgebers gemacht wurde - und im Transfusionsgesetz steht. Übrignes werden keine Not-OPs verschoben, sondern "nur" planbare Eingriffe, wie Hüftgelenksplastiken z.B.. Es gibt immer eine "eiserne" Notfallreserve die für Unfälle oder Not-OPs zur verfügung steht. (Ist übrigens auch im Gesetz geregelt.).

Insofern rechnet sich die Vorgehensweise in jedem Fall für den Patienten, denn er hat ein weitaus geringeres Risiko, verseuchtes Blut zu erhalten.

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Mal eine Frage am Rande: Wer spendet Blut, wenn er von vorn herein weiß, dass das nur für wissenschaftliche Zwecke benutzt wird? Was soll denn dann noch untersucht werden?

Der jenige, der von Pharma-Unternehmen Geld dafür bekommt. Der Begriff "Blutspende" ist hier dann allerdings fehl am Platz, denn letztendlich verkauft er ja sein Blut für Forschungszwecke. Da ist nichts verwerfliches dran, hat allerdings mit der Blutspende als solches nichts zu tun. Da liegen in der Uniklinik immer mal wieder Flyer aus, wo man sich hinwenden kann - die zahlen wohl sogar recht gut.

 
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