Homosexuelle dürfen kein Blut spenden - Diskriminierung?

Benutzer7157 

Sehr bekannt hier
Diskriminierung wäre es lediglich, wenn es keinen sachlichen Grund für die unterschiedliche Behandlung gäbe. Wie bereits gesagt wurde, liegt dieser Grund aber in der Wahrscheinlichkeit einer Infizierung. Daher keine Diskriminierung.
 

Benutzer70542 

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(und es immer noch genug Leute gibt, die die Spende als HIV Test missbrauchen)

solange man nicht direkt davor ungeschützten verkehr hatte, ist das ja eher nicht missbrauchen. wenn ich jetzt, als heterosexuelle jungfrau die mal in einem altenheim gearbeitet hat da hingehe und blutspende, das mache ich das zum einen zum blutspenden, zum anderen finde ich es auch beruhigend dass ich weiß dass ich mir nirgendswo was auf dem gebiet gefährliches eingefangen habe. und dann ist das ja eigentlich sinnvoller dabei gleich blut zu spenden als 'nur' 10ml beim arzt zu 'spenden' :smile: denn das gesamtrisiko von jemandem der regelm´ßig ungeschützten geschlechtsverkehr mit einer anderen person hat, die halt zu einem gewissen prozentsatz ohne das wissen des partners durch die lande vögelt, ist ja vermutlich größer als von leuten die auf diesem gebiet risikoärmer/risikobewusster leben.
 

Benutzer472 

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Diskriminierung wäre es lediglich, wenn es keinen sachlichen Grund für die unterschiedliche Behandlung gäbe. Wie bereits gesagt wurde, liegt dieser Grund aber in der Wahrscheinlichkeit einer Infizierung. Daher keine Diskriminierung.
Nein, diskriminierend wäre eine Praxis, die einem einem Menschen den Wunsch abschlagen würde sein Blut zur Verfügung zu stellen. Das geschieht aber gar nicht. Wer sein Blut da lassen möchte, kann das tun, egal welcher Risikogruppe er angehört. - Niemand hat aber das Recht darauf, dass sein Blut auch verwendet wird, und zwar unabhängig von der Risikogruppe. Wenn niemand ein Recht darauf hat, dass sein Blut an andere weitergegeben wird, kann(!) auch kein Spender diskriminiert werden. Nach welchen Kriterien Blut in brauchbar und unbrauchbar eingeteilt wird, hat keinen Einfluss auf die Rechte der Spender.

Anders wäre der Fall, wenn manchen Risikogruppen tatsächlich das Spenden verwehrt würde.
 

Benutzer70542 

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da ist der springende punkt: für mich ist homosexuell sein kein grund um als risikogruppe eingestuft zu werden..

wenn man in ein risikogebiet geht, ist man ein risiko, da man nicht ausschliessen kann, dass man irgendwie etwas eingefangen hat. wenn man als homo nur geschützten verkehr hat, macht man nichts anderes als heteros, und darf trotzdem nicht, und dies leuchter mir nicht ein..

das homosexuelle milieu ist aber halt so ein risikogebiet. gibt natürlich auch hiv infizierte heteros, aber deren relative dichte ist nicht so hoch soweit ich weiß.

abstinenz finde ich immer noch am geeignetesten, aber selbst in meinem umfeld gibt es menschen die vom kopf her zu schwach sind wenn es um sowas geht. also doch nicht, wegen dummheit. lustig andererseits dass angeblich 'dumme' leute wie herr bush sowas propagieren.
 
A

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Gast
Hab das neulich bei "Queer as Folk" gesehen und dachte eigentlich, das gibts nur im Fernsehen, bzw. nur in Ami-Land...

Was mich an der Sache so aufregt, ist dieses schwarz-weiß-denken nach dem Motto "Wir schaffen uns den perfekten Menschen" Für die Leute, die sich sowas ausdenken, zählt anscheinend gar nicht der Mensch, der hinter solchen Angaben steckt. Die sehen nur "schwul" und *zack* Schublade auf und rein damit! Sie können gar nicht 100%ig alle "Problemfälle" in denen ganz vielleicht und eventuell was sein könnte, was der betreffende noch nicht mal weiß, weil die Krankheit vielleicht noch gar nicht erforscht ist.

Ich denke auch, dass Leute, die zur Spende gehen, wofür es immerhin keinen Grund gibt als pure Solidarität und Nächstenliebe, sich dessen bewusst sind, dass dort auf HIV etc. geachtet wird und es nicht machen würden, wenn sie sich selbst als "gefärdet" einstufen würden. Ich denke, keiner ist so sadistisch, dass er eine Spende abgibt, obwohl er infiziert ist...

Was sich die Leute bei der Sache vielleicht nicht gedacht haben: mit solchen Äußerungen verstärken sie nur die ohnehin schon vorhandenen Vorurteile, indem sie dem Außenstehenden suggerieren "schwul = HIV" (in Ami-Land laufen so fanatische Kirchenleute ja auch mit Schildern rum, auf denen "God hates Fags" und "Thank God for AIDS" steht oder so'n Kack... und das schlimme ist, dass die das auch noch GLAUBEN!!)

Ich kann verstehen, dass sie Vorkehrungen treffen müssen, aber sie sollten es am persönlichen Lebensstil festmachen und nicht an irgendwelchen Äußerlichkeiten, was dann auch automatisch diejenigen verletzt, die unbeteiligt danaben stehen und eigentlich nichts gemacht haben, außer dass sie zufällig in dieselbe Schublade gehören... Homosexualität ist (leider) immer noch ein heikles Thema, da sollte man solche leichtsinnigen Aussagen nicht treffen, Statistik hin oder her.

Off-Topic:
... und wenn ich noch einmal das Wort "Risikogruppe" hör, dann kotz ich! :wuerg:
 

Benutzer32430  (35)

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Ich denke auch, dass Leute, die zur Spende gehen, wofür es immerhin keinen Grund gibt als pure Solidarität und Nächstenliebe

Doch. Bei uns im Krankenhaus gibts 20 Euro bar auf die Kralle und noch lecker Cola und Käsebrötchen umsonst :smile:

Ich kann verstehen, dass sie Vorkehrungen treffen müssen, aber sie sollten es am persönlichen Lebensstil festmachen

Wie willst du DAS denn bitteschön erfassen?

Off-Topic:
... und wenn ich noch einmal das Wort "Risikogruppe" hör, dann kotz ich! :wuerg:

Risikogruppe, Risikogruppe, Risikogruppe! Solange lt. Robert-Koch-Institut noch mehr als die Hälfte aller Neuinfektionen in Homosexuellen-Kreisen auftreten, ja, dann nennt man das per Definition eine Risikogruppe.
Das heißt weder, dass innerhalb dieser Gruppe alle infiziert sind noch dass man sich außerhalb dieser Gruppe nicht infizieren kann.
Aber die relative Häufigkeit ist in einer Risikogruppe einfach am höchsten. Um mehr geht es nicht.

Was meinst du warum Autoversicherungen für Fahranfänger arschteuer sind? Genau! Weil sie eine Risikogruppe sind!
Und? Stimmt ja auch!
Breche ich deshalb in Tränen aus und hole die Diskriminierungs-Keule raus?


Im Übrigen: Drogenabhängige sollten auch kein Blut spenden. Schön. Die dürfen also diskriminiert werden ohne dass sich jemand aufregt?
 
A

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Gast
Doch. Bei uns im Krankenhaus gibts 20 Euro bar auf die Kralle und noch lecker Cola und Käsebrötchen umsonst :smile:

Trotzdem macht das wohl keiner aus bloßem Vergnügen, bzw. um sich daran ne goldene Nase zu verdienen. Diese Vergütung ist in meinen Augen eher als "Schmerzensgeld" zu sehen, denn ganz ohne ist sowas ja immerhin nicht.

Wie willst du DAS denn bitteschön erfassen?

Es gibt da diesen schon vielfach angesprochenen Fragebogen, auf dem man seine Augaben macht. Ich denke mal, dass man bei den Angaben zu seiner Sexualität eher lügen würde als bei der Frage, ob man öfter wechselnde Partner hat, da man sich bei letzterer Frage quasi selbstverschuldet in eine Schublade packen müsste und es einem mit einem einigermaßen gesunden Menschenverstand einleuchten müsste, dass man dadurch zu einer RISIKOGRUPPE gehört und dann wahrscheinlich gar nicht erst hingehen würde. So doof kann wohl keiner sein, dass er regelmäßig ungeschützten Sex hat, möglichst noch jeden Tag mit nem anderen Partner, und dann so ein RISIKO auf sich nimmt, nämlich dann blöd da zu stehen.

Risikogruppe, Risikogruppe, Risikogruppe! Solange lt. Robert-Koch-Institut noch mehr als die Hälfte aller Neuinfektionen in Homosexuellen-Kreisen auftreten, ja, dann nennt man das per Definition eine Risikogruppe.
Das heißt weder, dass innerhalb dieser Gruppe alle infiziert sind noch dass man sich außerhalb dieser Gruppe nicht infizieren kann.
Aber die relative Häufigkeit ist in einer Risikogruppe einfach am höchsten. Um mehr geht es nicht.

64% der Neuinfektionen im Jahre 2007 fallen auf homosexuelle Männer, laut Wikipedia. Von 56.000 in Deutschland Infizierten sind 47.000 Männer

So, dann machen wir mal ne kleine Matheaufgabe. In Deutschland leben ca. 40 Mio. Männer, davon sind laut Statistik (1) ca. 2 Mio. schwul. Insgesamt gibt es 47.000 HIV-Infizierte, d.h. 39.953.000 sind nciht infiziert. Das entspricht 0,1175%. Von den Infizierten sind laut Statistik (2) 64% schwul, d.h. 30080 sind schwul (oder bi), 16920 hetero (und 9000 Frauen, davon 450 lesbisch (statistisch gesehen)) die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann schwul ist, liegt bei ca. 5% oder 1:20 (hetero entsprechend 19:20) weiter gerechnet bedeutet das: die Wahrscheinlichkeit einer Infizierung verteilt sich 2/3 zu 1/3 (schwul - hetero) d.h. ein beliebig ausgewählter Mann ist zu 0,03% schwul UND infiziert, zu 0,31% jedoch hetero UND infiziert (das ist das 10-fache, liebe Ungläubigen und Mathe-Nieten!!) wenn hier schon jeder mit so Statistiken rumhantiert, dann sollte man das Ganze auch zu Ende denken!

Was meinst du warum Autoversicherungen für Fahranfänger arschteuer sind? Genau! Weil sie eine Risikogruppe sind!
Und? Stimmt ja auch!
Breche ich deshalb in Tränen aus und hole die Diskriminierungs-Keule raus?

Das ist ja wohl was ganz anderes! Fahranfänger ist schließlich jeder mal, der grad frisch seinen Führerschein gemacht hat! Und vor allem: man ist nicht sein Leben lang "gebranntmarkt", da sich dieser Zustand irgendwann auch wieder zum Vorteil des Fahrers verändert. Das ist ABSOLUT gerecht, da es jeden betrifft und niemand deswegen bevorzugt oder benachteiligt wird. Es ist eine logische und total gerechtfertigte Sache.

Im Übrigen: Drogenabhängige sollten auch kein Blut spenden. Schön. Die dürfen also diskriminiert werden ohne dass sich jemand aufregt?

Du vergleichst jetzt nicht wirklich Homosexuelle und Junkies?? Erstens geschieht Drogenkonsum in aller Regel aus freiem Willen, d.h. man wird nicht so geboren, ohne dass man was dagegen machen könnte, und zweitens haben Drogenabhängige ganz bestimmt andere Sorgen, als Blutspenden zu gehen! Und die 20€, die man sich daran verdient, reichen für keine Droge der Welt, falls das Argument jetzt kommen sollte...
 

Benutzer52592 

Benutzer gesperrt
Wenn man Risiken vermeiden kann, dann ist das eine sinnvolle Sache.

Tätowierte dürfen einen bestimmten Zeitraum nach dem stechen zum Beispiel auch nicht zum Spenden gehen. Deshalb sehe ich mich trotzdem nicht als Abgesonderten.
 

Benutzer15499 

Verbringt hier viel Zeit
So, dann machen wir mal ne kleine Matheaufgabe. In Deutschland leben ca. 40 Mio. Männer, davon sind laut Statistik (1) ca. 2 Mio. schwul. Insgesamt gibt es 47.000 HIV-Infizierte, d.h. 39.953.000 sind nciht infiziert. Das entspricht 0,1175%. Von den Infizierten sind laut Statistik (2) 64% schwul, d.h. 30080 sind schwul (oder bi), 16920 hetero (und 9000 Frauen, davon 450 lesbisch (statistisch gesehen)) die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann schwul ist, liegt bei ca. 5% oder 1:20 (hetero entsprechend 19:20) weiter gerechnet bedeutet das: die Wahrscheinlichkeit einer Infizierung verteilt sich 2/3 zu 1/3 (schwul - hetero) d.h. ein beliebig ausgewählter Mann ist zu 0,03% schwul UND infiziert, zu 0,31% jedoch hetero UND infiziert (das ist das 10-fache, liebe Ungläubigen und Mathe-Nieten!!) wenn hier schon jeder mit so Statistiken rumhantiert, dann sollte man das Ganze auch zu Ende denken!

Diese Rechnung ist ja wohl mal absoluter Schwachsinn!

Wenn von ca 2mio homosexuellen Männern ca 30000 infiziert sind, von ca 38.000.000 heterosexuellen Männern ca 17.000 infiziert sind, dann ist doch relativ offensichtlich, daß die Wahrscheinlichkeit, daß ein homosexueller Mann infiziert ist DEUTLICH höher ist als die, daß ein heterosexueller Mann infiziert ist!

Wenn man also mit statistischen Rechnungen rumhantiert sollte man auch sichergehen, daß man halbwegs weiß, was man da tut und berechnet!
 
A

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Gast
Tätowierte dürfen einen bestimmten Zeitraum nach dem stechen zum Beispiel auch nicht zum Spenden gehen. Deshalb sehe ich mich trotzdem nicht als Abgesonderten.

Der Unterschied an der Sache ist, dass sie dich wegen deinen TATEN ausschließen, nicht wegen deiner PERSON. Wenn man sich tätowieren lässt, ist das ne Privatsache, das muss jeder selbst wissen (und ich glaube kaum, dass es Leute gibt, die so vernarrt darauf sind, Blut zu spenden, dass sie das nicht einsehen würden) genauso wenn man einen Lebenstil pflegt, der häufigen Sex mit ständig wechselnden Partnern beinhalten. Ich würde fast sagen, dass solche Leute zu egoistisch sind, um an Blutspende zu denken, wenn es keinen bestimmten Anlass dafür gibt ohne hier jetzt jemandem zu nahe treten zu wollen...)

Wer Blutspenden geht, sollte sich halt bewusst sein, dass er eine Verantwortung trägt, d.h. er tut es, um der Gemeinschaft (bzw. demjenigen, der die Transfusion dann letztendlich bekommt) etwas Gutes zu tun und wird deshalb auch auf seinen einwandfreien Gesundheitszustand achten, gerade was HIV angeht (nehm ich einfach mal an)

Aber es ist nun einmal erwiesen, dass man sich seine Sexualität weder aussuchen noch ändern kann. Jemanden für etwas zu verurteilen, für das er nichts kann und wogegen er nichts tun kann, finde ich nicht korrekt. Zumal es dann so aussieht, als würde man Homosexuellen das Recht nehmen wollen, ihre Sexualität ausleben zu können. Das mag für außenstehende ein bisschen überempfindlich klingen, aber ich fühl mich von sowas nun mal persönlich angegriffen, tut mir Leid...
 
A

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Gast
Diese Rechnung ist ja wohl mal absoluter Schwachsinn!

Wenn von ca 2mio homosexuellen Männern ca 30000 infiziert sind, von ca 38.000.000 heterosexuellen Männern ca 17.000 infiziert sind, dann ist doch relativ offensichtlich, daß die Wahrscheinlichkeit, daß ein homosexueller Mann infiziert ist DEUTLICH höher ist als die, daß ein heterosexueller Mann infiziert ist!

Wenn man also mit statistischen Rechnungen rumhantiert sollte man auch sichergehen, daß man halbwegs weiß, was man da tut und berechnet!

Es ging darum, herauszufinden, ob ein BELIEBIG AUSGEWÄHLTER MANN infiziert ist oder nicht, da das meiner Meinung nach im Vordergrund stehen sollte und nicht seine sexuelle Orientierung. Diese Rechnung bezog sich u.a. darauf, dass ja die Möglichkeit besteht, in diesem Fragebogen "hetero" anzukreuzen, obwohl man schwul ist, wenn man sicher ist, dass man nicht infiziert ist. Sowas soll ja möglich sein. Schließlich steht es nicht jedem auf die Stirn geschrieben!

Es ging eigentlich darum, dass es eine Begründung für den Ausschluss von schwulen Männern gibt.
Und die ist nunmal nicht willkürlich aus der Luft gegriffen.

Ist ja interessant. Anscheinend bin ich hier die einzige, die eine schwule, monogame Partnerschaft für möglich hält...
 
A

Benutzer

Gast
Und trotzdem gibt es weiterhin unter den homosexuellen Männern prozentual mehr HIV-Infizierte.

Dann sollen sie sich einfach einen HIV-Test vorlegen lassen und gut is! Ich finde, solange der Spender gesund ist, geht es niemanden etwas an, was er privat so treibt. Weder ob jemand schwul ist, noch mit wievielen verschiedenen Partnern er durchschnittlich verkehrt. Immerhin besteht in beiden Fällen immer noch die nicht zu unterschätzende Wahrscheinlichkeit, dass er wider allen Erwartungen doch gesund ist!

So, dann machen wir mal ne kleine Matheaufgabe. In Deutschland leben ca. 40 Mio. Männer, davon sind laut Statistik (1) ca. 2 Mio. schwul. Insgesamt gibt es 47.000 HIV-Infizierte, d.h. 39.953.000 sind nciht infiziert. Das entspricht 0,1175%. Von den Infizierten sind laut Statistik (2) 64% schwul, d.h. 30080 sind schwul (oder bi), 16920 hetero (und 9000 Frauen, davon 450 lesbisch (statistisch gesehen)) die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann schwul ist, liegt bei ca. 5% oder 1:20 (hetero entsprechend 19:20) weiter gerechnet bedeutet das: die Wahrscheinlichkeit einer Infizierung verteilt sich 2/3 zu 1/3 (schwul - hetero) d.h. ein beliebig ausgewählter Mann ist zu 0,03% schwul UND infiziert, zu 0,31% jedoch hetero UND infiziert (das ist das 10-fache, liebe Ungläubigen und Mathe-Nieten!!) wenn hier schon jeder mit so Statistiken rumhantiert, dann sollte man das Ganze auch zu Ende denken!

Okay, okay...

GEGENDARSTELLUNG:

Sucht man völlig zufällig einen Mann aus und testet ihn auf HIV, ist er der Wahrscheinlichkeit nach zu 0,000425% hetero und infiziert und zu 0,00075% schwul und infiziert. Damit dürten jetzt alle zufrieden sein...
 
C

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Gast
Ich klink mich mal ein.

Also das Blut wird ja soweit ich weiss sowieso auf HIV geprüft, wenn das nicht stimmt -> bitte um berichtigung.

Gehört habe ich auch, dass trotz positivem HIV, der Test negativ auskommen kann.

Auch ist es so, dass wenn man sich schon infiziert hat zwar der Positiv negativ ausfällt, aber das HIV trotzdem schon übertragen werden kann.

Wenn man jetzt also eine Risikogruppe auschliesst, dann das nur darum, weil die Chance höher ist, dass wenn auch Risikogruppen spenden können, dass sowas passiert.

Darum wird diese Fehlerquelle ausgeschlossen in dem Risikogruppen nicht als eventuelle Blundspender in Frage kommen.


Ich hab mich nie mit dem Thema beschäftigt, aber dass ist so etwa, dass was ich mir in dem Thread zusammen reimen konnte.

Nun würde ich gerne wissen ob das alles so korrekt ist, oder es Mist ist.

Zum Thema darf es natürlich auch dazugenommen werden, vorallem die letzten paar Beiträge passen dazu.
 
A

Benutzer

Gast
Na, das war ja jetzt nicht wirklich ne neue Erkenntnis...

Das ist auch alles schön und gut. Ich hab nur ein Problem damit, dass ich ständig nur als Teil einer Gruppe bezeichnet werde und nicht als Einzelperson.
Off-Topic:
Aber dafür wurden Vorurteile schließlich erfunden, um dem totalen geistigen Zusammenbruch vorzubeugen...
 

Benutzer70542 

Verbringt hier viel Zeit
Es ging darum, herauszufinden, ob ein BELIEBIG AUSGEWÄHLTER MANN infiziert ist oder nicht, da das meiner Meinung nach im Vordergrund stehen sollte und nicht seine sexuelle Orientierung. Diese Rechnung bezog sich u.a. darauf, dass ja die Möglichkeit besteht, in diesem Fragebogen "hetero" anzukreuzen, obwohl man schwul ist, wenn man sicher ist, dass man nicht infiziert ist. Sowas soll ja möglich sein. Schließlich steht es nicht jedem auf die Stirn geschrieben!

nein, deiner argumentation ist es am sichersten wenn niemand blut spendet.

es geht darum möglichst effektiv risiken auszuschließen. und um dir das in zahlen zu fassen:

47000 HIV infizierte, davon sind 30000 schwul, und 17000 hetero. relativ bedeutet dass das du wenn du einen schwulen vor dir hast dieser mit einer wahrscheinlichkeit von 30 000/2 000 000= 1,5% infiziert ist. Hast du einen heterosexuellen mann vor dir, so ist dieser folglich mit einer wahrscheinlichkeit von 17 000/38 000 000 = 0.05 % infiziert.
 
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