Homosexuelle dürfen kein Blut spenden - Diskriminierung?

Benutzer75016 

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Ich selbst bin bi, sehe es aber überhaupt nicht als Diskriminierung an.

Es ist nun einfach so, dass der Anteil größer ist unter Schwulen und das infektionsrisiko höher ist. u.a. ja auch deshalb, weil ein Kondom wegen auszuschließender Schwangerschaft nicht zwingend benutzt werden muss.

in anderen Lebenslagen setzt ich mich hingegen sehr gegen Diskriminierung ein , btw...
 

Benutzer48619  (36)

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Hast du den ersten Punkt auch gelesen?
64% der Neuinfizierten sind homosexuelle Männer.
Weniger Leute, mehr Infektionen, also höheres Risiko.


ja hab ich.

mehr schwule als hetero sind hiv infiziert.

aber in deutschland sind mehr männer als frauen infiziert.
deshalb, können gleich die männer aufhören blut zu spenden, dann wären ja die schwulen inbegriffen blöde gesagt.

da ja mehr männer betroffen sind als frauen, wieviele davon schwul sind weiss man ja NICHT. (steht da noch, obwohl oben steht es sind 64%.. hmm... widerspruch.. :smile:)
 

Benutzer48619  (36)

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Ist das alles Diskirminierung?


nein ist es nicht.

aber findest du nicht das es eine sehr starke verallgemeinerung ist?

alle schwule dürfen nicht spenden?

wenn man ja schon lange einen festen partner hat und/oder geschüzten sex, dann sollten doch auch solche schwule spenden dürfen?

dann sollte es nicht auf schwul, oder nicht schwul bezogen werden, sondern auf die andern aufgezählten dinge.

wenn natürlich ein schwuler ungeschützen sex hatte, darf er nicht spenden! genau wie ein hetero, der ungeschüzten sex hatte, oder einer der sich ein tattoo machen lassen hat.


es sollte der grund dafür zählen, nicht der grund "schwul", sonder grund "ungeschätzer sex".

finde ich zumindest. :zwinker:
 

Benutzer70315  (32)

Beiträge füllen Bücher
schließt das jetzt nur männliche homosexuelle ein, oder auch weibliche? weil ich denke bei weiblichen homosexuellen ist das risiko sicherlich noch geringer als bei heterosexuellen menschen.

hab schon öfters mitbekommen, dass man bei homosexuell meist die männlichen meint .

ansonsten sehe ich es wie schmusekatze05.
die frage nach wechselnder oder fester partnerschaft wäre in meinen augen berechtigter.

lg
 

Benutzer79932 

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richtig.. bin auch der meinung, dass ein schwuler der nur geschützten sex hat, spenden können kann

Glaubst du ernsthaft, der Grossteil der Leute würde gestehen, einmal oder gar regelmässig ungeschützten Sex gehabt zu haben? Das wage ich doch arg zu bezweifeln.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
aber findest du nicht das es eine sehr starke verallgemeinerung ist?

alle schwule dürfen nicht spenden?
Auch alle Leute, die in einem Risikoland Urlaub gemacht haben, dürfen nicht spenden.
Ist das dann nicht auch unfair?
Damit trifft man doch auch fast nur Leute, die nicht mit irgendeiner Krankheit (es geht ja allgemein nicht nur um HIV) infiziert sind. Vermutlich sogar hauptsächlich Leute, die sich vorher schon darum gekümmert haben, sich vor einer möglichen Infektion zu schützen.

Trotzdem ist das Infektionsrisiko höher.

Ich finde es völlig gerechtfertigt, dass man Risikogruppen von der Blutspende ausschließt, auch wenn die Definition einer Risikogruppe immer eine Verallgemeinerung ist.
Ob das erhöhte Risiko nun an sexuellen Vorlieben, am Reiseverhalten oder an irgendwas anderem festgemacht wird, ist für mich völlig unerheblich.

Überall wird es Leute geben, die sich dadurch ungerecht behandelt fühlen - Aber wäre es besser, wenn man Jeden spenden lässt und damit ein höherer Risiko eingeht, dass der Empfänger der Blutkonserven von einer tödlichen Krankheit infiziert wird?
Mir ist die derzeitige Vorgehensweise auf jeden Fall lieber. Ich mövhte hier nicht einem (vermeidbaren) Risiko ausgesetzt sein, wenn ich aus irgend einem Grund eine Bluttransfusion erhalten muss.
 

Benutzer71796 

Sehr bekannt hier
Glaubst du ernsthaft, der Grossteil der Leute würde gestehen, einmal oder gar regelmässig ungeschützten Sex gehabt zu haben? Das wage ich doch arg zu bezweifeln.
dann dürften doch aber auch heteros nicht spenden, wer weis ob sie bei all den fragen ehrlich antworten!?

Auch alle Leute, die in einem Risikoland Urlaub gemacht haben, dürfen nicht spenden.
Ist das dann nicht auch unfair?
Damit trifft man doch auch fast nur Leute, die nicht mit irgendeiner Krankheit (es geht ja allgemein nicht nur um HIV) infiziert sind. Vermutlich sogar hauptsächlich Leute, die sich vorher schon darum gekümmert haben, sich vor einer möglichen Infektion zu schützen.
wenn jemand in einem risikoland war, hat er etwas gemacht, was potenziell gefährlich ist. ein schwuler der nur geschützten verkehr, und auch noch mit dem gleichen partner, praktiziert, hat nichts gemacht, ausser dass er die falsche sexuelle orientierung hat, und das finde ich nicht fair.

in meinen augen müssten "oft wechselnde partner" oder "ungeschützer verkehr" ausschlusskriterium sein, und nicht die homosexualität
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
wenn jemand in einem risikoland war, hat er etwas gemacht, was potenziell gefährlich ist. ein schwuler der nur geschützten verkehr, und auch noch mit dem gleichen partner, praktiziert, hat nichts gemacht, ausser dass er die falsche sexuelle orientierung hat, und das finde ich nicht fair.

in meinen augen müssten "oft wechselnde partner" oder "ungeschützer verkehr" ausschlusskriterium sein, und nicht die homosexualität
Die Frage ist doch nicht, ob Derjenige, der Blut spenden will, etwas dafür kann, dass er zu einer Risikogruppe für gewisse Krankheiten gehört oder nicht.
Die frage ist einzig und allein, ob er dazu gehört oder nicht.

Wenn ich eine Bluttransfusion bekomme, ist es mir doch nur wichtig, dass das Risiko, durch diese Transfusion mit einer gefährlichen Krankheit angesteckt zu werden, so gering wie möglich ist.
Wenn ich mit einer sochen Krankheit infiziert bin, ist es mir doch scheißegal, ob der Spender jetzt an seiner Infektion selbst schuld ist oder nicht! - Es ist höchstens wichtig, ob man es irgendwie hätte vermeiden können, dass dieses infizierte Blut für eine Transfusion verwendet wird.
 

Benutzer71796 

Sehr bekannt hier
Die Frage ist doch nicht, ob Derjenige, der Blut spenden will, etwas dafür kann, dass er zu einer Risikogruppe für gewisse Krankheiten gehört oder nicht.
Die frage ist einzig und allein, ob er dazu gehört oder nicht.
da ist der springende punkt: für mich ist homosexuell sein kein grund um als risikogruppe eingestuft zu werden..

wenn man in ein risikogebiet geht, ist man ein risiko, da man nicht ausschliessen kann, dass man irgendwie etwas eingefangen hat. wenn man als homo nur geschützten verkehr hat, macht man nichts anderes als heteros, und darf trotzdem nicht, und dies leuchter mir nicht ein..
 

Benutzer82275 

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Davon mal abgesehen:
1) Ist es wirklich (immer noch) so, dass die homosexuelle Population prozentual deutlich stärker von HIV betroffen ist, als die heterosexuelle?

2) Wie wird das getestet? Werden die Leute vorm Abzapfen gefragt: "Schwul? Dann bitte durch die Hintertür raus, aber zack, zack!" - Das wäre für mich schon eine eigentlich unzulässige Form der Diskriminierung.


zu 1) Ja es ist immer noch so. Statistik.

zu 2) Fragebogen am Anfang und sie dürfen auch die Tür benutzten wo sie rein gekommen sind.

Das ist zum Schutz für dem Empfänger des Blutes.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Dieses System der Aussiebung ist vollkommen überholt. Ob das jetzt diskriminierend ist, ist eigentlich egal. Man reduziert das Risiko nicht wenn man Schwule ausschließt und erhöht es nicht, wenn man sie spenden lässt.

Die Kriterien der Zulassung sollten tatsächlich am persönlichen Verhalten festgemacht werden. Wobei man das auch nicht an ungeschütztem Sex festmachen kann. Ich werde doch nicht - obwohl gesund - in meiner Beziehung wieder mit Gummis anfangen, nur um Blut spenden zu dürfen.

Mir persönlich ist das wurscht, ich würde auch kein Blut spenden, wenn ich hetero wäre. Wer so sozial eingestellt ist und anderen sein Blut zur Verfügung stellen möchte, tut dies in 99% der Fälle auch nur dann, wenn er gesund ist. Alles andere fällt für mich unter die Kategorie der psychischen Störungen.

Beispiel: 100 Schwule, davon sind meinetwegen 67 infiziert. Von diesen 67 sind vermutlich 65 Leute derartige Allesficker, dass die andere Sorgen haben, als Blut zu spenden. Soll heißen, sie wissen um ihren Lebensstil. Im übrigen treffen sich Bareback-Fans unter sich und schieben sowas niemandem unter. Die restlichen 2 der 67 sind sich vielleicht unsicher, weil mal eine Panne passiert ist. Und die werden auch nicht spenden. Bleiben 33 potentielle Spender übrig. Hochgerechnet auf alle Schwulen bestimmt eine stattliche Zahl.

Test oder nicht - man vertraut auf den Fragebogen. Und die meisten sind hier sicher ehrlich und die die es nicht sind, stellen letztlich auch keine Gefahr dar, weil die sich auf diese Art durchsetzen, weil sie wissen, dass von ihnen dennoch keine Gefahr ausgeht. Das die Einstufung HETERO aber als Legitimation zum Spenden gesehen wird, ist überholt.

Der Unterschied ist noch folgender: Schwule, welche auf Gummis bewusst verzichten, sind sich über die Folgen im klaren. Hetereos - und das ist heute immer noch so - meinen, sie hätten etwas mehr Sicherheit, da sich ja statistisch mehr Schwule anstecken. Man wird demzufolge unter den Schwulen mehr finden, die um ihren Gesundheitszustand wissen, als unter den Heten. Und jetzt wird's spannend: Nehme ich eher die Gruppe Mensch, die es ziemlich genau weiß oder eher die, wo vielleicht die Dunkelziffer höher sein könnte?

Und ein abschließendes trauriges Beispiel: Mein Ex war bei der DKMS registriert und kam für eine Spende ich Frage. Nach Absendung des Fragebogens kurz vor der Spende kam die Absage der DKMS bezüglich Risikogruppe, obwohl eine langjährige risikoarme Partnerschaft bestand. Schade für denjenigen, dem es scheißegal gewesen wäre, ob die Stammzellen nun von einem Schwulen oder einem Pferd gekommen wären - der wollte wahrscheinlich einfach nur ein paar Jahre noch leben und bekam es verwehrt.
 

Benutzer83060  (34)

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Seh ich nicht als Diskriminierung, sondern als Schutz.
Ich finde es völlig gerechtfertigt, dass man Risikogruppen von der Blutspende ausschließt.
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Und wenn die Polizei die Schwarzen immer nach Drogen kontrolliert ist das auch Statistik , oder dann Rassismus ?
Och, bla.. Ich frage mich wirklich, wann es modern geworden ist, zu jedem Thema einen passenden Rassisten-Vergleich zu basteln..

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Blutspenden bringt dem Spender keine Vorteile und dient nicht der persönlichen Egostreichelung, sondern der Hilfe für andere. Niemand hat einen Nachteil, der abgelehnt wird. Ich bin übrigens auch schon abgelehnt worden - zu niedriger Blutdruck. Ich habs überlebt.

Drogenkontrollen sind eine Unannehmlichkeit und damit etwas ganz anderes als ein Blutspendeverbot, bei dem der Abgelehnte keinerlei Nachteile hat. Aber wenn dus genau wissen willst (obwohl es völlig OT ist): Wenn es tatsächlich statistisch erwiesen wäre, dass Dunkelhäutige deutlich häufiger mit Drogen rumrennen würden, dann wären auch vermehrte Kontrollen gerechtfertigt. Die Betonung liegt auf "wenn" und "dann".
 

Benutzer65427 

Benutzer gesperrt
Und wenn die Polizei die Schwarzen immer nach Drogen kontrolliert ist das auch Statistik , oder dann Rassismus ?

wenn die statistik das zeigt das menschen mit dieser hautfarbe überdurchschnittlich oft mit drogen handeln sind überdurchschnittlich viele kontrollen gerechtfertigt, alles andere wäre fahrlässig, auch wenn jetzt ein paar "gutmenschen" wieder gegen die angebliche benachteiligung mancher menschengruppen etwas sagen werden.

zum thema hiv und blutspenden bleibt zusagen das auch hier wenn die statistik so ist das verbot von blutspenden doch durchaus gerechtfertigt ist. mag zwar für manche nach diskriminierung klingen, aber eigentlich ist das nur der schutz der allgemeinheit vor einer gefährdung.
 
T

Benutzer

Gast
Seh ich nicht als Diskriminierung, sondern als Schutz.
Ich finde es völlig gerechtfertigt, dass man Risikogruppen von der Blutspende ausschließt.


...wenn man aber die Risikogruppen selbst schafft, läuft was falsch.....ich darf nicht mehr Spenden weil ich 2001 26 Blutkonserven erhielt und es die Möglichkeit gibt, dass ich Kreutzfeld-Jakob/BSE verseuchte Proben erhielt und es ja dafür keine Nachweismöglichkeiten gibt.

D.h. mich durften Sie im schlechtesten Fall infizieren........ich dachte immer, Pandemien sind für alle da :tongue:


E// werden die Proben, egal wer der Spender war, nicht sowieso auf HIV getestet?
 

Benutzer82111 

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Also da ich so ein Tattoo-und Piercingfreund bin, weiß ich, dass man ein halbes bis ein ganzes Jahr danach auch nicht spenden darf. Da ich weiß, in welche Tattoo-und Piercingstudios ich gehe, ist das Risiko, dass ich etwas habe auch gering. Trotzdem darf ich nicht spenden, weil die Gefahr da ist.

Das finde ich auch richtig so, denn wenn ich eine Blutspende bekomme will ich auch, dass alle (oder so viele wie möglich) Risiken ausgeschlossen werden.
 
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