Hochzeit

Benutzer70911 

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GutenAbend!
Ich habe da mal eine verrückte Frage:
Was passiert eigentlich, wenn bei einer Hochzeit jmd sich meldet an der Stelle, wo der Pastor fragt, ob jmd was gegen die ehe einzuwenden hat, dass er das sofort sagen soll oder auf ewig schweigen soll?

Ist dann direkt die Hochzeit gekänzelt?

Schönen Abend euch allen
 

Benutzer84611 

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GutenAbend!
Ich habe da mal eine verrückte Frage:
Was passiert eigentlich, wenn bei einer Hochzeit jmd sich meldet an der Stelle, wo der Pastor fragt, ob jmd was gegen die ehe einzuwenden hat, dass er das sofort sagen soll oder auf ewig schweigen soll?

Ist dann direkt die Hochzeit gekänzelt?

Schönen Abend euch allen

Abgesehen davon, daß so eine Aktion für den Rufer wahrscheinlich gesundheitlich nicht besonders förderlich wäre, ist es dafür in der Kirche zu spät.

Wenn jemand gegen die Hochzeit Einwände vorbringen will, muß er das in der Zeit, in der das Aufgebot ausgerufen ist, beim Standesamt machen.

Stempel geht vor Segen.

Oder willst Du behaupten, alle, die nicht in der Kirche heiraten, wären nicht verheiratet? Also alle Nicht-Christen z.B.?
 

Benutzer10610 

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Wenn jemand gegen die Hochzeit Einwände vorbringen will, muß er das in der Zeit, in der das Aufgebot ausgerufen ist, beim Standesamt machen.

Stempel geht vor Segen.

Oder willst Du behaupten, alle, die nicht in der Kirche heiraten, wären nicht verheiratet? Also alle Nicht-Christen z.B.?
Es gibt auch Menschen, die am selben Tag standesamtlich und kirchlich heiraten. Wenn sie in dem Fall erst kirchlich heiraten und danach erst im Standesamt ihre Unterschrift aufs Papier setzen, kann so eine Aussage in der Kirche die Hochzeit durchaus noch ins Wanken bringen :zwinker:

Zur eigentlichen Frage:
Wenn in der Situation jemand meint, etwas sagen zu wollen, dann muss er seinen Einwand auch begründen. Wenn das Paar trotzdem heiraten will, dann tun sie es auch. Wenn aber aus dem Einwand eine Diskussion entsteht, die das Paar und die Familie und die Freunde einschließt, dann könnte der Ehe-Wunsch durchaus ins Wanken geraten :grin:
 

Benutzer84611 

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Es gibt auch Menschen, die am selben Tag standesamtlich und kirchlich heiraten. Wenn sie in dem Fall erst kirchlich heiraten und danach erst im Standesamt ihre Unterschrift aufs Papier setzen, kann so eine Aussage in der Kirche die Hochzeit durchaus noch ins Wanken bringen

Zur eigentlichen Frage:
Wenn in der Situation jemand meint, etwas sagen zu wollen, dann muss er seinen Einwand auch begründen. Wenn das Paar trotzdem heiraten will, dann tun sie es auch. Wenn aber aus dem Einwand eine Diskussion entsteht, die das Paar und die Familie und die Freunde einschließt, dann könnte der Ehe-Wunsch durchaus ins Wanken geraten


Was ist denn das für ein Schwachsinn?


Bis Ende 2008 durfte eine kirchliche Trauung in Deutschland erst nach der Eheschließung stattfinden (Verbot der religiösen Voraustrauung). Mit dem seit 1. Januar 2009 gültigen Personenstandsrechtsreformgesetz ist dieses Verbot aufgehoben, die kirchliche Trauung hat nun überhaupt keine zivilrechtliche Relevanz mehr und ist darum auch nicht mehr staatlichen Beschränkungen unterworfen.

Soviel zum Thema was ein evtl. Zinnober in der Kirche bringen würde. Außer natürlich Ärger mit den anwesenden Hochzeitsgästen.
Der kann begründen, was er will, bringen wird das nichts!

Selbst wenn da einer rumkrakeelen würde " Das Kind in ihrem Bauch ist von mir!! " wäre es zu spät.

Außerdem gilt in Deutschland wie schon gesagt der Grundsatz " Stempel vor Segen ". Also wenn die beiden Zweifel haben, sollten sie das vor dem Gang zum Standesbeamten klären!
 

Benutzer10610 

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Was ist denn das für ein Schwachsinn?


Bis Ende 2008 durfte eine kirchliche Trauung in Deutschland erst nach der Eheschließung stattfinden (Verbot der religiösen Voraustrauung). Mit dem seit 1. Januar 2009 gültigen Personenstandsrechtsreformgesetz ist dieses Verbot aufgehoben, die kirchliche Trauung hat nun überhaupt keine zivilrechtliche Relevanz mehr und ist darum auch nicht mehr staatlichen Beschränkungen unterworfen.
Damit sagst Du doch selber, dass man (inzwischen) theoretisch erst kirchlich und DANN erst standesamtlich heiraten kann. Ist doch scheißegal, ob die kirchliche Trauung eine zivilrechliche Relevanz hat. Wenn dabei jemand Streit auslöst, sodass das Paar nicht mehr heiraten will, gehen sie entsprechend nicht zum Standesamt und unterlassen ihre Unterschrift dort. Entsprechend werden sie dann wohl nicht heiraten.
 

Benutzer26398 

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Soviel zum Thema was ein evtl. Zinnober in der Kirche bringen würde. Außer natürlich Ärger mit den anwesenden Hochzeitsgästen.
Der kann begründen, was er will, bringen wird das nichts!
ich denke es geht darum ob man als "Außenstehender" durch einen Einwand die kirchliche Hochzeit "stoppen" könnte.:ratlos:

Das Einwände Dritter keine rechliche Relevanz haben ist denke ich mal jeden klar...
 

Benutzer10610 

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ich denke es geht darum ob man als "Außenstehender" durch einen Einwand die kirchliche Hochzeit "stoppen" könnte.:ratlos:

Das Einwände Dritter keine rechliche Relevanz haben ist denke ich mal jeden klar...

Ich habe die Frage genau so verstanden. Bzw etwas umformuliert habe ich sie als "Beendet der Pastor die Trauzeremonie sofort, wenn jemand an der entsprechenden Stelle plötzlich spricht?"

Das tut er meiner Meinung nach nicht, aber solche Einwände könnten eben zu derartigen Diskussionen führen, dass das Paar selber die Trauung unvollendet abbricht. Wie kingofchaos sagt hat das zivilrechtlich keine Bedeutung, aber darum gehts ja gar nicht, sondern um die kirchliche Trauung. Und wenn das Paar sich bei der kirchlichen Trauunung wegen eines Einwandes SO zerstreitet, dass sie die Trauung abbrechen, und noch die rechtliche Lage vor 2009 zutrifft (man also erst standesamtlich heiraten MUSS, bevor man in die Kirche geht), dann kann das bestimmt auch zu dem Entschluss einer Scheidung führen. Kostet halt alles :grin:
 

Benutzer48909 

Meistens hier zu finden
Wenn jemand gegen die Hochzeit Einwände vorbringen will, muß er das in der Zeit, in der das Aufgebot ausgerufen ist, beim Standesamt machen.

Aufgebot gibt es in Deutschland nicht mehr. Du kannst (wenn die Standesbeamtin Zeit hat und du alle erforderlichen Unterlagen bei hast) hingehen und sofort heiraten.
 

Benutzer56469  (36)

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GutenAbend!
Ich habe da mal eine verrückte Frage:
Was passiert eigentlich, wenn bei einer Hochzeit jmd sich meldet an der Stelle, wo der Pastor fragt, ob jmd was gegen die ehe einzuwenden hat, dass er das sofort sagen soll oder auf ewig schweigen soll?

Ist dann direkt die Hochzeit gekänzelt?

Schönen Abend euch allen
Bei meiner Cousine war es so: Die haben einen Aushang gemacht 1 Woche vor der Hochzeit dass sich da jemand melden kann der was gegen die Hochzeit hat. Das war aber dann eh nicht der Fall.

Ich find´s dämlich wenn sich jemand meldet und sagt "ich hab was dagegen ich liebe dich bla bla bla" :grin: da ist doch der ganze Tag dann im Arsch. :grin:
 

Benutzer2225  (37)

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Ähm - tschuldigung, aber: Diese Frage gibt es doch in offiziellen Eheschließungszeremonien überhaupt nicht! :grin:

Das ist durch irgendwelche amerikanischen Filme publik gemacht wenn nicht sogar erfunden worden. Bei den Hochzeiten, wo ich bisher bei war gabs sowas nicht.

Klar, dazwischenreden kann immer wer, aber - die Frage danach wird eigentlich nicht gestellt.
 

Benutzer54458 

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So isses - bei einer kirchlichen Trauung wird in Deutschland diese Frage nicht gestellt.
 

Benutzer20202 

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Bis Ende 2008 durfte eine kirchliche Trauung in Deutschland erst nach der Eheschließung stattfinden (Verbot der religiösen Voraustrauung). Mit dem seit 1. Januar 2009 gültigen Personenstandsrechtsreformgesetz ist dieses Verbot aufgehoben, die kirchliche Trauung hat nun überhaupt keine zivilrechtliche Relevanz mehr und ist darum auch nicht mehr staatlichen Beschränkungen unterworfen.
Zivilrechtlichen nicht, aber eventuell kirchenrechtlichen. Keine Ahnung, wie das in Deutschland abläuft, aber ich weiß dass es Länder gibt, bei denen bei denen für die katholische Kirche nicht nur eine zivilrechtliche Scheidung sondern auch eine explizite kirchliche Annullierung der Ehe nötig ist. Wer sich also auf dem Standesamt scheiden läßt, ist aus kirchlicher Sicht trotzdem noch verheiratet und begeht Bigamie, wenn er ein zweites mal kirchlich heiraten will. Da wäre es tatsächlich möglich, dass die kirchliche Trauung noch gestoppt wird, obwohl die zivilrechtliche erfolgt ist.
 

Benutzer26398 

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So isses - bei einer kirchlichen Trauung wird in Deutschland diese Frage nicht gestellt.
Hab nach meiner Schreiberei gestern selbst nochmal nachgedacht - und es stimmt diese Frage wird tatsächlich nicht gestellt - zumindest nicht auf drei kirchlichen Hochzeiten auf denen ich im letzten Jahr war...:smile:

Zivilrechtlichen nicht, aber eventuell kirchenrechtlichen. Keine Ahnung, wie das in Deutschland abläuft, aber ich weiß dass es Länder gibt, bei denen bei denen für die katholische Kirche nicht nur eine zivilrechtliche Scheidung sondern auch eine explizite kirchliche Annullierung der Ehe nötig ist. Wer sich also auf dem Standesamt scheiden läßt, ist aus kirchlicher Sicht trotzdem noch verheiratet und begeht Bigamie, wenn er ein zweites mal kirchlich heiraten will. Da wäre es tatsächlich möglich, dass die kirchliche Trauung noch gestoppt wird, obwohl die zivilrechtliche erfolgt ist.
genau es geht um das Kirchenrecht!

Die kath. und auch die ev. (?) Kirche ist nicht dazu verpflichtet eine standesamtliche Heirat auch kirchlich zu besiegeln wenn etwas dagegen spricht (Kirchenrecht).

Allerdings werden alle (beweisbare) "Heiratshindernisse" im Vorfeld geklärt so das es gar nicht erst zu dieser Situation kommen kann das die kirchliche Heirat noch "abgebrochen" werden muss.
 
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