HILFE ! Neues Leben war großer Fehler

Benutzer103333 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo liebes Forum,

nach einigen Google-Ausflügen bin ich auf das Forum hier gestoßen und hier umher gestöbert. Leider fand ich keine Lösung für mein Herz-Schmerz-Problem, aber vielleicht können mir ja einigen ihre Meinung dazu sagen und ein paar Tipps geben ?!? Zugeben, unser Problem mag sich für viele kurios anhören, aber das ist/war unser Leben und wir haben es in vollen Zügen genossen.

Mein Schatz und ich sind mittlerweile sieben Jahre zusammen und seit 2 ½ Jahren glücklich verheiratet. In den sieben Jahren waren wir gerade einmal eine handvoll Tage getrennt unterwegs, ansonsten waren wir immer 365 Tage / 24h zusammen und unzertrennlich. Uns gab es nur noch im Doppelpack und auch wenn sich das viele nicht vorstellen können: es waren die besten Jahre meines Lebens. Da wir auch zusammen gearbeitet haben, waren wir ein eingeschworenes Team und hatten einen leichten, stressfreie Job und dennoch sehr gut Geld verdient (Immobilien). Wir konnten aufstehen wann wir wollten, arbeiten wann wir wollten und in den Urlaub fliegen, wann immer wir Lust und Laune hatten. Kurzum wir waren glücklich und frei und genießten unser Leben. Einzig mit dem Wohnort war vor allem ich nicht ganz happy (langweiliges Provinznest) …

Nach reiflicher Überlegung haben wir uns ein neues Plätzchen ausgesucht und sind umgezogen. Die ersten Wochen im neuen Domizil waren wunderschön und dann bekam meine Frau von einem Bekannten ein sehr interessantes Jobangebot mit gutem Verdienst. Eine spannende Herausforderung, die sie auch angenommen hat, obwohl Sie anfänglich Bedenken und Angst vor der Umstellung hatte. Ein Job ist natürlich auch ganz geschickt um sich einzuleben und neue Bekannte zu finden. Jetzt haben wir ein neues Leben, an einem neuen schönen Ort …

Das neue Leben ist aber eine einzige Katastrophe. Ihr neue Job ist super stressig (9 – 10 Std. + Wochenende + Feiertage + Meetings + Betriebsessen), wenn er ihr auch meist Spaß macht. Zuvor hatten wir beide als Selbstständige gerade eine Art lockeren Halbtagsjob mit extrem viel Freizeit. Jetzt geht meine Frau morgens um 7.30h aus dem Haus, kommt Mittags völlig gestresst heim, würgt ein paar Gabeln herunter und rennt wieder ins Büro (sie hat in 4 Wochen schon 6kg abgenommen – bei Kleidergröße 36!!). Abends kommt sie völlig gestresst heim, erzählt nur von der Arbeit und kann absolut nicht abschalten. Neulich waren wir mit zwei ihrer neuen Kolleginnen Essen und 2/3 des Abends konnte ich überhaupt nicht mitreden, weil es nur um den Job ging. Ich kam mir total deplatziert vor.
Ich bin weiter selbstständig und sitze nun von morgens früh bis abends spät alleine rum, warte auf meinen Schatz, langweile mich und vermisse sie tierisch. Ich bin vom Naturell eigentlich ein Sonnenschein und kann mich nicht erinnern, dass ich mich jemals so schlecht gefühlt habe. Ich seh nun einfach, dass das schöne, tolle Leben was wir hatten wegen ihrem blöden Job den Bach runter geht, wir auseinanderdriften, sie ihr Süppchen kocht und ich meins. Wir 0,00 Privatleben mehr haben und unsere Lebensqualität im Keller ist und ein Drecksarbeitsvertrag uns jede Freiheit genommen hat.

Ein guter Freund von mir meinte: „Wie kann man nur so blöd sein und ein Leben ändern, das allen gefallen hat, wenn man das Geld aus dem Job eh nicht braucht. Es heißt nicht umsonst: never change a winning team“ und genau damit hat er recht. Es ist zwar nicht so, dass wir das Geld nicht brauchen, aber das haben wir bislang auch selbstständig verdient ohne Lohnsklaven mit einer 60h-Woche zu sein.

Die Lösung könnte ganz einfach sein: Wenn man auf dem falschen Weg ist, kehrt man einfach wieder um. Sie hat noch Probezeit und könnte morgen den ganzen Mist hinschmeißen und wir könnten wieder unser altes, tolles Leben führen, zumal sie ohnehin nur plante für höchstens zwei Jahre als Angestellte zu arbeiten. Doch ich weiß nicht, wie ich das zwei Jahre aushalten soll, nicht mal wie ich es noch einen Monat ohne sie aushalten soll, wodurch nun auch mein Geschäft leidet, weil ich null Bock habe.

Doch die Lösung gefällt meiner Frau nicht. Sie sieht zwar, dass ich wie ein Hund leide und findet das wohl auch irgendwie schön, wenn sie so geliebt und gebraucht wird. Aber ihr Ego ist ihr im Weg. Denn den Job wie sie „so schnell“ nicht an den Nagel hängen und sich eingestehen, dass sie es nicht geschafft hat. Aber warum sollte man einen Fehler schaffen wollen? Was will Sie sich denn beweisen – ein glückliches Traumleben hatten wir ja schon? Was will man den mehr?
Sie sagt, dass sie ihren Chef nicht hängen lassen und enttäuschen will. Aber das sie mich dadurch hängen lässt, mich unglücklich macht und ich mir große Sorgen mache, dass wir uns auseinanderleben und nichts mehr so sein wird wie früher, will sie einfach nicht verstehen …
Sie hat nun mit ihrem Job unsere Freiheit und unsere Freizeit verkauft und wir waren beide so dumm und haben es im Vorfeld nicht sehen wollen, obwohl uns jeder gesagt hat, dass das nicht gutgehen kann. Mir wäre es am liebsten, wenn sie morgen kündigen würde und wieder in unseren alten, schönen und vor allem gemeinsamen Job zurückkommen würde. Denn das waren auch für sie die besten Jahre ihres Lebens.

Klar, ich könnte mir natürlich mehr Freizeitaktivitäten suchen, Leute kennenlernen, einen Hund anschaffen oder was weiß ich … aber das will ich alles nicht. Ich will wieder mit der Liebe meines Lebens das Leben genießen und nichts anderes. Deswegen will ich mich auch erst gar nicht an die blöde Situation gewöhnen…

Ich bin echt verzweifelt und total unglücklich. Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tipps geben und Eure Meinung dazu posten …

Liebe Grüße,
TomTom1972
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Was will man den mehr?
Vielleicht genießt sie den zeitlichen/räumlichen Abstand den ihr jetzt hab ja...? Immerhin habt ihr vorher ja immer aufeinandergeklebt, so wie es klingt jedenfalls. Ob sie das bewusst wahrnimmt oder unbewusst (wenn das überhaupt einer der Gründe ist) sei mal dahingestellt, pauschal was schlechtes heißen muss das, wenn es so ist, auch nicht - ich denke, die Zeit die man dann zu 2. hat kann man vielleicht sogar mehr genießen, weil es eben nicht mehr so "normal" ist.
 

Benutzer93180 

Verbringt hier viel Zeit
Als erstes muss ich mal feststellen, dass dein Text unheimlich egoistisch rüberkommt. Du sagst oben so schön, dass es euch nur im Doppelpack gibt/gab und gleichzeitig scheint das für dich zu bedeuten, dass deine Frau zu 100% deine Ansichten und Meinungen teilen muss. Es scheint für dich garnicht in Betracht zu kommen, dass sie diesen Job vielleicht gerne macht, dass es etwas ist was sie erfüllt und was sie stolz macht. Alles was du siehst ist nur, dass euer perfektes Leben, so wie du es gerne hättest, den Bach runter geht.
Vielleicht solltest du dir mal klar machen, dass deine Frau trotz Beziehung immer noch ein eigenständiger Mensch, mit eigenen Wünschen, Träumen und Zielen ist und wenn du dir das klar gemacht hast solltest du es akzeptieren und sie vielleicht auch bei dem was sie sich vorgenommen hat unterstützen.

Das Problem hier ist nämlich meiner Meinung nach in erster Linie nicht, dass deine Frau viel arbeitet, gestresst ist und ihr kein Privatleben mehr habt, sondern dass deine Frau deinem Empfinden nach quasi aus der Reihe tanzt und dir diese Vorstellung nicht gefällt und das finde ich persönlich unheimlich erschreckend.
 

Benutzer102952  (57)

Sorgt für Gesprächsstoff
ja, du redest zuviel von dir und deinen wünschen und gefühlen,
was ist denn mit deiner frau?
sie wird ja in ihrem neuen job auch ein ziel sehen und der wird bestimmt nicht nur der sein , ihren chef nicht zu enttäuschen.
sie will es doch bestimmt auch für sich selbst schaffen,sie will erfolg haben.
vielleicht braucht sie ja auch gerade das für ihr ego,
ist sie in eurem job nicht genug gefordert?
sie will vielleicht leistung bringen,nicht nur so freizeittechnisch herumdümpeln.
und wenn sie ihren job aufgibt,was bekommt sie dann zurück?
das , was sie schon jahrelang mit dir hatte,anscheinend will sie genau das ja nicht mehr,
sonst hätte sie das ja nicht aufgegeben.
wo bleiben jetzt die wünsche deiner frau?
sie will sich ganz offensichtlich von ihrem alten job freischwimmen,sucht eine neue herrausforderung.
unterstütze sie doch lieber, anstatt ihr die ohren vollzuheulen, daß du so alleine bist,
bist du ohne sie nichts?
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
eigentlcih isses nich deine frau, die es nich geschafft hat.. sondern du..
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Beziehungen verändern sich eben und deine Frau möchte vielleicht einfach mal wieder einen Schritt vorwärts kommen. Der Job fordert sie, evtl. überfordert er sie auch zum Teil, aber sie will sich dem anscheinend stellen.
Vielleicht gefällt ihr der Kampf, vielleicht genießt sie die Herausforderung und vielleicht poliert es einfach ihr Ego, wenn sie sich dieser Herausforderung stellt.
Die letzten Jahre hattet ihr ein schönes, aber vielleicht auch etwas eintöniges Leben. Evtl. will deine Frau gerade das nicht mehr.
Vielleicht will sie mal kämpfen müssen, vielleicht will sie mal etwas neues schaffen - ohne dich!!
Sie will sich vielleicht lösen von dir und deiner Unterstützung, sie will weg von deinem Rockzipfel und einfach mal ihr Ding durchziehen.

Das heißt längst nicht, dass sie dich nicht mehr möchte, aber es kann einer Partnerschaft auch gut tun, wenn man sich voneinander löst.
Die wenigsten Partnerschaften verlaufen nach dem Schema, dass man über Jahre täglich aufeinander hockt und das auch noch gut geht. Allein beruflich können sich das die wenigsten Paare leisten.

Du hast dich einfach zu sehr daran gewöhnt.
Jetzt musst du dich eben umgewöhnen. Das ist am Anfang hart, aber es geht.
FÜr deine Frau ist es auch hart, aber sie will kämpfen und nicht sagen "Oooch das ist doch nicht so toll, ich drück auf stopp und leb mein altes Leben wieder". Und das finde ich doch sehr bewundernswert!
 

Benutzer103333 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,
kurz zur Ergänzung: Meine Frau war sehr erfolgreich, weit erfolgreicher als sie das in ihrem jetzigen Job sein kann, deshalb will sie es ja auch nur für max. 2 Jahre machen.

Sie hat selbst sehr mit der Entscheidung gehadert, weil sie unser Leben eben nicht aufgeben wollte und ich Trottel habe sie sogar noch motiviert und ermutigt, dass sie den Vertrag unterschreibt und damit unserem Bekannten hilft. Es war also meine Idee ...

@antonie
Ja, ich bin ohne sie nichts und will auch gar nichts sein … sie ist die Liebe meines Lebens.
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ja, ich bin ohne sie nichts und will auch gar nichts sein … sie ist die Liebe meines Lebens.

Das ist mein Partner für mich auch, trotzdem muss ich oft ohne ihn sein. Und ich finde es auch gut so, denn so verlerne ich nicht, ein eigenständiger Mensch zu sein.
 

Benutzer93180 

Verbringt hier viel Zeit
Ja, ich bin ohne sie nichts und will auch gar nichts sein … sie ist die Liebe meines Lebens.

Und wenn man die Liebe seines Lebens gefunden hat, heißt das dann, dass man sich selber komplett aufgibt und als eigenständige Person nicht mehr sein kann?
Du siehst glaube ich im Moment ganz gut wo das hinführt.
 

Benutzer100874  (38)

Sorgt für Gesprächsstoff
Bin wiedermal total anderer Meinung.

Sein Text ist aus seiner Perspektive geschrieben die natürlich seine Gefühle und Wünsche und Ängste ausdrückt. Warum bitte sollte das so egoistisch sein das er merkt das seine Frau kaum mehr Zeit für die Beziehung hat?. Ist es nicht logisch das er sich das zurrückwünscht?.

Wie wäre es denn mit euch wenn euer Partner ein Jobangebot erhält in dem er sich kaputtschuftet und kaum mehr Zeit für die Beziehung hat.

Mag sein das sowas am anfang okay ist und zu einer Beziehung auch gehört das man den Partner hie und da eine Entwicklung zugestehen soll aber ich höre in seinem Text sehr viel Sorge auch um seine Frau raus (und das ist nicht egoistisch!).

Viele Beziehungen gehen im Leben einfach nur aus dem Grund kaputt das man sich kaum mehr um seine Beziehungen kümmern kann aufgrund von Berufsstress.

Meine Tips wären folgende
Klär mit deiner Frau mal die Situation und erarbeite Vorschläge wie ihr wieder mehr Zeit verbringen könnt. Vielleicht wär auch ne Option das sie den Job zwar behält aber Stunden reduziert (wenn ihr eh keine großen Geldprobleme habt).

Lg
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Ehrlich gesagt klingst du wie ein Teenager, der seit 2 Wochen mit seiner Freundin zusammen ist und ohne sie gar nichts mehr mit seiner Zeit anzufangen weiß.

Wie kannst du dich so hängen lassen?!

An Stelle deiner Frau würdest du auf mich sehr unselbstständig und verzweifelt wirken, wozu es bei weitem keinen Grund gibt.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Umstellung und Umgewöhnung - bei ihr hat sich was geändert, bei Dir anscheinend wenig. Du gehst immer noch Deiner selbstständigen Tätigkeit nach und hast viel Zeit, noch dazu hast Du Deine Frau nicht mehr als Mitarbeiterin.
Sie verbringt ihre Zeit jetzt nicht mehr Tag und Nacht mit Dir - und anscheinend kommst Du damit nur sehr schwer zurecht. Ich habe außerdem den Eindruck, dass Du Dich nicht unbedingt bemühst, die positiven Seiten zu sehen und sie zu unterstützen und zu ermutigen.

Anscheinend hatte Deine Frau Lust, sich der Herausforderung zu stellen. Vielleicht hat das entspannte Maklerdasein (oder was auch immer Ihr beruflich gemacht habt) sie ja auch gelangweilt und sie wollte eine Stelle mit mehr Substanz?

Nun ist sie gestresst und es ist viel mehr zu tun als früher, sie kann sich ihre Zeit nicht mehr selbst einteilen und ist stark eingespannt. Ich würde - an ihrer Stelle - abwarten, wie sich das weiter entwickelt, wenn sie sich eingelebt hat und mehr Routine im neuen Job hat. Wenn sie lange daran gewöhnt war, viel Freizeit zu haben, wenn sie keinen echten Termindruck im Job hatte und es alles easy lief, ist das jetzt eben eine ziemliche Umstellung. Vielleicht wird sie zukünftig auch mal nur Achtstundentage haben. Und anstatt mittags nach Hause zu hetzen, würde ich wohl vor Ort bleiben, dort Mittagspause machen und mir den Hin- und Rückweg sparen. Ggf. ginge ich wohl in der Mittagspause einmal um den Block oder setzte mich in ein Café.
Vermutlich hat sie derzeit noch Angst, dass sie etwas verpassen könnte, wenn sie nicht an allen Essen und Meetings teilnimmt - aber auch das wird sich einspielen.

Ich kann gut verstehen, dass sie nicht einfach alles hinwirft und sich ihrem vorigen Lebensstil wieder widmet. Dazu wärs mir zu früh - und ich bezweifle auch, dass sie das alles so komplett negativ sieht, wie Du es hier darstellst.

Mein Rat an Dich: Such Dir selbst neue Herausforderungen und Tätigkeiten.
Klar, ich könnte mir natürlich mehr Freizeitaktivitäten suchen, Leute kennenlernen, einen Hund anschaffen oder was weiß ich … aber das will ich alles nicht. Ich will wieder mit der Liebe meines Lebens das Leben genießen und nichts anderes. Deswegen will ich mich auch erst gar nicht an die blöde Situation gewöhnen…
Klingt nach einem schmollenden Kind. :zwinker: Dass Du es Deiner Frau nicht unbedingt leichter machst mit Deinem "Boykott", ist Dir schon klar? Sie ist die Liebe Deines Lebens - anscheinend hat sie das, was Du als Traumleben beschreibst, aber nicht als Nonplusultra empfunden. Sonst hätte sie die Herausforderung nicht angenommen, sondern Euer Leben so weitergeführt. Nur ist Leben nicht Stagnieren, sondern Wachsen und Veränderung. *pathos* Klar gibts Konstanten im Leben und Kontinuität. Aber auch Phasen, die abgeschlossen sind, Zeiten, in denen Veränderung ansteht. Neues wagen. Das habt Ihr mit dem Umzug gemacht - und der brachte noch mehr Änderungen mit sich.

Statt Dich dagegen zu sträuben, sieh es als Anlass, selbst auch was zu ändern. Ja, Deine Frau klebt nicht mehr 24 Stunden neben Dir. Dann genieß die Zeit, die Ihr gemeinsam verbringt. Ihr könnt vereinbaren, dass sie abends eine Viertelstunde Jobkram erzählen kann und dann damit Schluss ist - natürlich braucht man auch Feierabend. Also hör ihr zu - und dann unternehmt was zusammen. Und sei es, einander gegenseitig aus einem Roman vorzulesen oder einen Spaziergang zu machen.
 

Benutzer103333 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Markus,

vielen Dank für Deine Zeilen. Ich finde es auch nicht egoistisch, wenn ich mich um meine Frau und unsere Beziehung sorge.

Das mit den Stunden wird leider nicht funktionieren, das wäre ansonsten eine gute Idee.

Mein Vorschlag war nun, da sie den Chef nicht hängen lassen will und die Firma ohnehin personell total umbaut, dass sie den Job noch bis zum Sommer Vollzeit macht und die neuen Kollegen/innen und ihre Nachfolge einarbeitet und dann nur noch als freie Mitarbeiterin dort einzelne Projekte macht.

Zumal bei einer Festanstellung die Überstunden zwar aufgeschrieben werden, aber sie eh nie die Luft haben wird, diese zu nehmen.

Ihre Kollegen, die den gleichen Job wie sie macht ist nun Mitte 30, 9 - 12h tgl. im Büro, die Ehe ist kaputt und geschieden, ihr Kind lebt bei ihren Eltern, aber dafür ist sie Vizepräsidentin des "Women Business Clubs", damit sie auch in ihrer "Freizeit" was zu tun hat. Das finde ich persönlich ein sehr erschreckendes Beispiel ...

Ich habe übrigens nichts dagegen, dass Frauen arbeiten - im Gegenteil. Ich möchte auch kein Hausfrauchen ...

Dennoch denke ich, dass es alles andere als gut ist, wenn man seine ganze Energie in den Job investiert und nach 10h Stress im Job - verständlicherweise - für die Beziehung nichts mehr übrig bleibt.
 

Benutzer102952  (57)

Sorgt für Gesprächsstoff
wenn du meinst,sie war in eurem gemeinsamen job weit erfolgreicher,warum hat sie den dann aufgegeben?
na?
sie war so erfolgreich mit dir, das sie den dann nicht mehr wollte? wie kann sie denn haufenweise freizeit gehabt haben,einen lauen halbtagsjob,easy arbeitszeiten etc.wenn sie so sehr erfolgreich war?
ach so,ich weiß.
sie hat den job auf einer arschbacke abgesessen,weil es ihr alles zu leicht fiel, ihr fehlte die herrausforderung,
rede doch mal mit ihr,sie will wohl mehr,
und nicht nur den lauen easy job mit dir genießen,
und jetzt läßt sie dich alleine dein süppchen kochen,und verwirklicht sich woanders.
hast du angst,sie zu verlieren?
mensch,werd erwachsen.
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Du erinnerst mich gerade an gewisse andere User, die immer nur auf die Art Beitrag eingehen, der ihnen in den Kram passt. Beiträge, die Kritik enthalten, werden getrost ignoriert. :grin:

Ich kenne übrigens viele Leute, die 10 Stunden täglich arbeiten und eine funktionierende Beziehung führen. Ihr habt jahrelang aufeinander geklebt. Da wirst du ihr doch wohl zugestehen können, sich mal Freiräume zu nehmen, auch wenn die nur beruflicher Natur sind.

Ich könnte mir übrigens am ehesten vorstellen, dass eure Beziehung nicht aufgrund ihrer Arbeitsbelastung kaputt geht, sondern weil du zusätzlichen Stress verursachst, indem du ihr ein schlechtes Gewissen einredest. Das ist dann nämlich wirklich belastend.
 

Benutzer103333 

Sorgt für Gesprächsstoff
@antonie

Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass man schwer rackern muss um erfolgreich zu sein.

Neben unserer Immoverwaltung hat sie beispielsweise zwei Bücher geschrieben und beide mehr als 10.000x verkauft. Darauf kann man stolz sein und damit hat sie nicht nur ihren Traum erfüllt, auch noch Geld verdient, Menschen geholfen und etwas geschafft, was sie mit ihrem jetzigen Job niemals kann ...

In meinem Beitrag von 21:02h steht übrigens:
Sie hat selbst sehr mit der Entscheidung gehadert, weil sie unser Leben eben nicht aufgeben wollte und ich Trottel habe sie sogar noch motiviert und ermutigt, dass sie den Vertrag unterschreibt und damit unserem Bekannten hilft. Es war also meine Idee ...
 

Benutzer102952  (57)

Sorgt für Gesprächsstoff
ich weiß sehr wohl,daß erfolg auch ohne rackerei möglich ist,
aber sie will ja vielleicht einfach mehr,
etwas,was so leicht zu bewerkstelligen ist,also ein leicht verdienter erfolg ist doch vielleicht gar nicht so wertvoll zu erachten.
und auch wenn sie mit der entscheidung gehadert hat, hat sie es doch in die tat umgesetzt.
egal,ob du sie dazu ermutigt hast oder nicht.
SIE hat es doch jetzt getan.
also warum dein einwand?
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Ja, aber sie hat diese Entscheidung dann trotzdem getroffen: für zwei Jahre - also eine überschaubare Zeit! - diesen neuen Job zu machen. Wie wärs, wenn Du sie jetzt erst einmal in diesen neuen Job reinwachsen lässt? Der Alltag ist jetzt anders. Versuch das hinzunehmen und das Beste daraus zu machen, statt zu schmollen.

Okay, man kann auch ohne "elende Rackerei" erfolgreich sein. Sie hat bereits Erfolge gehabt und dabei zumindest während Eures Immobilienjoblebens gut gelebt mit viel Freizeit. Trotzdem wollte sie jetzt was anderes machen, auch wenn sie Zweifel hatte und sich nicht absolut sicher war. Manchmal erweisen sich Entscheidungen im Nachhinein als nachteilig - aber sie hat die Entscheidung getroffen. Statt nun alles hinzuwerfen, ist sie hartnäckig. Obwohl es nicht unbedingt leicht ist und vielleicht weniger angenehm als frühere Tätigkeiten.

Das Leben ist kein Ponyschlecken. :zwinker: Aktuell gehört Abrackern zu ihrem Leben und damit auch indirekt zu Deinem Leben. Aber das heißt nicht, dass es zwei Jahre so weiterlaufen wird wie jetzt in diesen ersten Wochen. Seit wann hat sie denn den neuen Job?

Wenn sie eine starke Frau ist, dann wird sie ggf. stark genug sein von sich aus zu sehen, dass sie diese neue Sache NICHT zwei Jahre machen will. Aber aktuell verfolgt sie diesen Weg. Ich halte es für richtig, sie darin zu unterstützen, statt ihr das womöglich madig zu machen, wenn sie eh schon erschöpft ist.

Off-Topic:
Dass Du sagst, Du seist nichts ohne sie, finde ich traurig.
 

Benutzer102952  (57)

Sorgt für Gesprächsstoff
genau,das ist sehr traurig
setz sie nicht noch zusätzlich unter druck,
oder hat sie das verdient, steh lieber hinter ihr und unterstütze sie.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren