Bekleidung High Heels im Vorlesungssaal

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Das mag oberflächlich ein Unterschied sein. Aber in Wahrheit verschiebst du das Problem nur, denn seine Aussage bedeutet doch wohl, daß es "Bauerntrampel" wirklich gibt und daß man diese an ihrer Kleidung erkennen kann. Ob jetzt diese konkreten Frauen, die er da gesehen hat, auch noch Bauerntrampel "sind", ist eine Detailfrage, die sich darin erschöpft, ob er nun diese konkreten Frauen geringschätzt, weil sie sich so kleiden, oder "nur" die "echten" Bauerntrampel.
Zusammengefaßt: Es gibt also keinen Unterschied.

Doch, gibt es sehr wohl, da einerseits der Kleidungsstil und andererseits die Person vollumfänglich angesprochen wird - dies sollte man aber eigentlich leicht erkennen können.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Könnte ja auch sein, dass bestimmten Frauen dieses Styling einfach gefällt. Warum werden sie dadurch gleich zu Frauen 2.Kalsse obwohl doch auch hier in vielen Threads beschworen wird, dass wie ja alle so supi-individuell sind und Verallgemeinerungen oftmals nicht so wahnsinnig viel mit der Wahrheit zu tun haben?

Kleidung ist auf gewisse Weise auch immer ein Mittel zum Ausdruck der Persönlichkeit. Insofern denke ich, liege ich nicht allzu oft falsch, wenn ich davon ausgehe, dass eine Frau, die herumläuft wie eine fleischgewordene Barbie, auch persönlichkeitsmäßig nicht auf meiner Wellenlänge liegt. Das heißt nicht, dass ich sie als "Frau zweiter Klasse" sehe oder sie für ein Charakterschwein halte, es heißt nur, dass einem eben manche Leute grün sind und andere nicht.

Und warum du zwar eine Lanze für BWL-Püppies brichst, es aber andererseits völlig ok findest, wenn schlichter gekleidete Frauen als "schludrige Bauerntrampel" bezeichnet werden, muss man nicht verstehen, oder? :zwinker: Mal ganz abgesehen von der allgemeinen Einstellung dieses Herrn, dass Studentinnen gefälligst ein Hingucker für ihre männlichen Kommilitonen zu sein haben.

EDIT: Schön, also wenn ich sage, dass ich mit Studentinnen, die sich wie Klon-Barbies anziehen, nichts anfangen kann, ist das dann politisch korrekt genug?
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Ja. Diesen Fall habe ich doch auch angesprochen. Wobei das schon ein Ansatz zur Haarspalterei ist, denn es gibt auch Leute, die das sagen, wenn sie in Wahrheit meinen, daß es "Bauerntrampel" sind. Ein Unterschied in der Geisteshaltung, Menschen nach ihrer Kleidung einzuschätzen oder zu beurteilen, existiert aber offensichtlich nicht, da er ja zweifellos meint, daß es "Bauerntrampel" gibt, die man dadurch erkennen kann, daß sie sich wie "Bauerntrampel" kleiden. Und das Wort "Bauerntrampel" beinhaltet eine Wertung des Charakters.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Und warum du zwar eine Lanze für BWL-Püppies brichst, es aber andererseits völlig ok findest, wenn schlichter gekleidete Frauen als "schludrige Bauerntrampel" bezeichnet werden, muss man nicht verstehen, oder? :zwinker:

Ich zitiere mich mal selber :zwinker:

"Ich finde dieses Styling schön...wer sich nur unter Bequemlichkeitsaspekten stylt, soll es tun - mir egal."
 

Benutzer121255 

Verbringt hier viel Zeit
Jetzt zum eigentlichen:
Echt immer High Heels? Sehen das die Männer so? Ist das nicht eher too much?
Klar sind die schick - aber im stinknormalen Uni-Alltag?
High Heels können an einem Frauenfuß sehr elegant aussehen. Allerdings halte ich es für absolut unnötig immer welche zu tragen. An der Uni? Wieso!? Das erscheint mir dann doch sehr unnahbar. Zumindest kenne ich es auch nicht so - wenn ich an meine Technische Uni denke! :zwinker:

Allerdings: Ander Länder, andere Sitten! *an Osteuropa denk*

Und ob dies in Frankfurt auf alle Studentinnen zutrifft!?? Die Art von dem Typen, der eine Frau so in einem Studentenclub anspricht ... kein Kommentar!
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Jaja, wenn ich unsere Jura- u. BWL-Studentinnen angucke, kann ich auch verstehen, wenn mach ein Mädel ihre Abwehrhaltung einnimmt. Ich mag es: schicke Bluse (blau) mit Perlenkette, die Haare streng nach hinten gegelt und der Siegelring am kleinen Finger während sie ihre Barbourjacke ablegt, darauf bedacht dabei ihre manikürten Hochglanznägel nicht zu ruinieren. Dazu n noch das einschüchternde Klackern der Absätze.
Das alles gefällt der Sozialpädagogikstudentin gar nicht. Sie durfte diese nämlich schon häufiger bedienen, denn sie hat einen Nebenjob als Bedienung, wohingegen die Damen aus besserem Hause glücklicherweise nicht arbeiten müssen. Und während die aufgestylten Damen die kl. Sozpäd. springen und knicksen lassen, reift die Einsicht heran, daß diese Tussis ja irgendwie schon sehr püppihaft sind. Wer trägt schon Bluse in der Uni? Und wer bitteschön macht... na, so allerlei anderes Zeug. Während dann einige Jahre später die Frau Dr. jur. sich von ihrer pers. Assistentin einen Maniküretermin organisieren lässt, blickt die Dipl. Sozpäd. (FH) freudig auf ihre Studienzeit zurück und kann ihrer Tochter (ebenfalls angehende Sozpäd.) beipflichten, daß sich gaaaaar nichts geändert hat.

Und wenn sie nicht graduiert sind, dann lästern sie noch heute!
Ich hoffe, da hat sich irgendwie noch ein bißchen Ironie versteckt :cautious:
 
M

Benutzer

Gast
Ich kenn sehr viele BWL-Studenten und die Mehrheit von denen find ich ganz sympathisch. Das sind allerdings diejenigen, die sich "normal" kleiden und auch ansonsten recht bodenständig und locker sind.

Durch eine ehemalige Mitbewohnerin hatte ich das "Vergnügen", die typischen BWL-Püppchen kennenzulernen und leider muss ich sagen, dass da jedes Klischee erfüllt wurde, sowohl optisch, als auch charakterlich. Das ging in dem Fall bei der Nagellacksammlung los, erstreckte sich über eine Markenhysterie, die meiner Meinung nach behandlungsbedürftig gewesen wäre und setzte sich konsequent fort, was das Charakterliche anbelangt. Ein Haufen verzogener Gören mit erheblichen sozialen Defiziten.
In diesem Fall ging es so weit, dass wir drei anderen (eigentlich recht gutmütigen, großzügigen und friedfertigen Menschen) diese Mitbewohnerin rausgeschmissen haben, weil ein Zusammenleben mit ihr schlicht und ergreifend unmöglich war.

Allerdings - und das finde ich bei aller Antipathie gegen diese konkreten Mädels, die ich kennengelernt habe, ganz wichtig - gehe ich nicht davon aus, dass jede junge Frau, die sich für ein Studienfach im wirtschaftlichen/juristischen Bereich entschieden hat, so tickt. Und ich glaube auch nicht, dass jede Frau, die diesen speziellen Modegeschmack hat, per se charakterliche Defizite aufweist.
Das wäre ein wohl etwas vorschnelles Urteil.
Aber ich muss zugeben, dass mich dieser Style nicht anspricht und ich durchaus gewisse Bedenken habe, wenn ich Leute kennenlerne, die zumindest optisch die typischen BWL-Klischees erfüllen. Die Chance, dass ich mit so jemandem auf einer Wellenlänge liege, ist meist eher gering.

Trotzdem lasse ich mich jederzeit gern vom Gegenteil überzeugen :smile:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
[...] wenn man bedenkt, dass der Prof im Anzug vor einem steht. War für mich eher eine Sache des Respekts[...]
Dass alle oder fast alle Professoren im Anzug im Hörsaal stehen, dürfte wohl auch überwiegend in den Studiengängen mit "Schnösel"- und "Püppchen"-Image (BWL, Jura, usw.) der Fall sein, während es genügend andere Studiengänge gibt, in denen die Professoren deutlich lässiger gekleidet sind.
Ich kann mich jedenfalls nur an einen Prof erinnern, der immer einen Anzug an hatte und einen weiteren Prof, der aufgrund seines Amts als Prorektor gelegentlich im Anzug anzutreffen war.
Die Kleidung der restlichen Professoren war irgendwo im Spektrum zwischen Jeans + T-Shirt und Stoffhose + Hemd angesiedelt, wobei die Experimentatoren tendentiell lässiger gekleidet waren als die Theoretiker.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Wenn ich meine Studienzeit zurückdenke, da waren eher wenige mit High Heels und Co. unterwegs. Schade eigentlich. :grin:

Ich hab mich auch gern mal für die Uni aufgehübscht, sowas trägt zu meinem persönlichen Wohlfühlfaktor bei.
Und es gab auch sicherlich einige Leute, die mich als Püppi oder sonstwas gesehen haben. Ebenso wie man mich an Tagen, wo ich einfach nur aus dem Bett in die Uni gerollt bin, wohl eher als Bauerntrampel gesehen hat.

Aber irgendwie hab ich mir darüber nicht den Kopf zerbrochen. Der primäre Grund eine Uni zu besuchen war für mich sicher nicht, mir Meinungen über mich und meine Kleidung einzuholen.
 
S

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Gast
Aufhübschen kann man sich ja auch, ohne im überkandidelten Outfit durch die Uni zu staksen. Ich bin da vielleicht doch eher der altmodische Typ, eine Universität ist für mich ein Ort der Wissensvermittlung und Wesensbildung und weder Laufsteg bzw Showbühne. Und Personen, die sich hauptsächlich auf letzteren Aspekt konzentrieren, sind mir absolut unsympathisch. Diese Personen sind aber nicht in der Mehrzahl, davon gehe ich jetzt einfach mal aus.
 

Benutzer121281  (32)

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Das kommt eben ganz drauf an, was man selbst unter aufhübschen versteht. Manch eine junge Frau trägt eben gern eine Bluse und High Heels. Eine andere lieber Jeans und Chucks. Ich sehe in beidem kein Problem.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Das kommt eben ganz drauf an, was man selbst unter aufhübschen versteht. Manch eine junge Frau trägt eben gern eine Bluse und High Heels.

Das z. B. verstehe ich nicht unter "Aufhübschen"; wenn ein Mädel ne Bluse, Jeans und High-Heels anhat, empfinde ich das als schon ein bissl schickeres, aber trotzdem recht normales Outfit.

Ich meinte damit wirklich die vielzitierte "Barbie", die im Komplettlook (Kostüm mit Rock und Blazer, High Heels, Perlenkette/-ohrringe, perfektes Make-Up, am besten auch noch Föhnfrisur) angetanzt kommt. So dieser klischeemäßig-amerikanische Plastiklook.
 

Benutzer121281  (32)

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Dies war ja nur ein Beispiel von vielen. Daher auch der Hinweis darauf, dass es immer drauf ankommt, was man unter aufhübschen versteht.
 
G

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Gast
Die Sache ist doch eher eine andere: Wenn sich Frauen für ein bestimmtes Styling entscheiden...warum muss man daraus denn überhaupt Schlüsse auf (fehlenden) Charakter usw. schließen?
[...]
Warum werden sie dadurch gleich zu Frauen 2.Klasse
Ich weiß jetzt nicht, wo Du diese Aussagen in unseren Beiträgen gelesen haben willst, aber okay :zwinker:

Hier wurde allerhöchstens geschrieben, dass Frauen, die sich für die Uni aufbretzeln wie für die Weihnachtsfeier der Chefetage, eine Einstellung suggerieren, mit der einige Frauen in diesem Forum einfach nichts anfangen können. Ich im Übrigen auch nicht.

Pauschalisiert wurde hier nirgendwo* - zumindest sehe ich das nicht. Natürlich gehört die Kleidung des Menschen zu einem ersten Eindruck und verleitet oft dazu, vorschnelle Schlüsse auf den Charakter zu ziehen. Aber ich denke, ich spreche für alle bisherigen Poster(innen) in diesem Thread, wenn ich sage, dass ich, wenn es zu einem persönlichen Kontakt kommt, immer bemüht bin, den Menschen zu sehen. Ganz egal, ob dieser nun Perlenkette und Stöckel oder pinke Haare und dreißig Piercings im Gesicht trägt (um es mal auf die Spitze zu treiben).

Der persönliche Style ist eben - genau - ein persönlicher. Wenn ich in zerrissener Jeans und ausgetretenen Sneakers durch die Uni schluffe, mögen auch einige die Nase rümpfen. Na und? Ist doch ihr gutes Recht, deswegen fühle ich mich noch lange nicht angegriffen. Jeder wie er meint und so.

Wenn ich nach der Vorlesung noch ins Büro muss, ziehe ich mich natürlich angemessen an - nur, um das geklärt zu haben :zwinker:

* Außer offenbar von dem Herrn im Ausgangsposting ("gibbet hier nur Bauerntrampel, oder wem?")
 
S

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Gast
Off-Topic:
Ich find die Doppelmoral irgendwie seltsam.. Wie kann man einer Person vorurteilsfrei begenen, wenn man Vorurteile hat? Mis ist das schleierhaft. Schon krass was Schuhe und gewisser Klamottenstil bei einem auslösen können. :confused:
 

Benutzer126858 

Sorgt für Gesprächsstoff
High Heels in der Uni find ich ein bisschen übertrieben... Zum Abschlussfest oder sonst einem Anlass ist ja ok!
Ich lauf lieber in bequemen Schuhen rum! Bin mit meinen 1.75m gross genug und würde mich ein bisschen unwohl fühlen wenn ich mit High Heels auf alle herab schauen müsste:ratlos:
Hab schon viele junge Frauen gesehn die in der Berufsschule mit High Heels rumlaufen und in der Pause ohne Schuhe rumgelaufen sind, weil sie es nicht mehr ausgehalten haben :ROFLMAO:
 

Benutzer71824 

Verbringt hier viel Zeit


Wie passend in diesem Zusammenhang :what:

Tadschikistan: High-Heels an Uni Pflicht

27.03.2013, 20:12 Uhr | dpa
Ohne hochhackige Schuhe dürfen Studentinnen im muslimisch geprägten Tadschikistan nicht mehr die Pädagogische Hochschule in der Hauptstadt Duschanbe betreten.
"Zukünftige Lehrerinnen sollten niveauvoll gekleidet sein, damit sie ihren Schülern gute Manieren beibringen können", begründete Rektor Abduschabbor Rachmonow das Verbot. "Dies ist kein Sportinstitut, in das die Mädchen mit Turnschuhen, Ballerinas oder flachen Schuhen kommen können", sagte der Ex-Bildungsminister.
Maßnahme um Radikalisierung vorzubeugen

Die autoritär regierte Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien verbietet Schülerinnen und Studentinnen auch das Tragen der muslimischen Kopfbedeckung Hidschab. Die Führung will mit solchen Maßnahmen einer Radikalisierung der Bevölkerung im Nachbarland von Afghanistan vorbeugen.


Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/.../tadschikistan-high-heels-an-uni-pflicht.html
 

Benutzer127397 

Beiträge füllen Bücher
Hab schon viele junge Frauen gesehn die in der Berufsschule mit High Heels rumlaufen und in der Pause ohne Schuhe rumgelaufen sind, weil sie es nicht mehr ausgehalten haben :ROFLMAO:


Sowas finde ich auch total lächerlich. Ich finde es wichtig, dass die Schuhe die man trägt - egal ob flach* oder mit Absatz - bequem sind und man auch wirklich in ihnen laufen kann (* auch flache Schuhe können sau unangenehm sein, wenn man die falschen hat, ich hatte früher mal welche die mir die ganzen Füße aufgescheuert haben).
Ich trage sehr sehr gerne hohe Schuhe, i.d.R. nicht höher als 10cm im Alltag (ab 10cm sind's ja dann High Heels).. habe aber auch super schöne bequeme High Heels die ich 'ne Zeit lang öfter getragen habe.
Schuhe die nicht bequem sind oder mit denen ich nicht laufen kann (z.B. zu dünner Absatz), die kaufe ich nicht. Ich kann in all meinen Schuhen super laufen und auch Fahrrad fahren und rennen (für Sport nehm ich natürlich Sportschuhe, ich rede eher von kurzen Sprints zum Bus o.Ä.)
Ich fühle mich einfach am wohlsten in hohen Schuhen, flache mag ich einfach nicht.
Bin aber weder die Ober-Tussi noch ein Stroh dummes "Püppchen"... Finde auch hier muss man immer das Gesamtbild sehen.
Es gibt die "Tussis" die ins Klischee passen, die bretzeln sich wahnsinnig auf, haben 'n Tuschkasten im Gesicht, die Kleidung so knapp wie möglich und auch die Mimik / das Lachen passt zum Rest.
Aber nicht jeder mit High Heels gehört automatisch zu der Kategorie. Man kann sich auch stilvoll und "weiblich" kleiden, ohne dabei 'lächerlich' / püppchenhaft auszuschauen.
Genauso wie man mit flachen Schuhen sehr schick aussehen kann oder wenn der Rest PLUS Verhalten zum Bild "Bauerntrampel" passt, dann kann man mit flachen Schuhen auch wie solcher wirken.
Allerdings gibt es durchaus sogar Damen die mit High Heels wie 'n "Bauerntrampel" ausschauen können :zwinker:
Was ich sagen möchte ist, dass ich die Gleichnis "High Heels = Barbiepuppe o.Ä." nicht sehr vorteilhaft finde. Um sich ein Urteil über den Menschen bilden zu können reichen nicht ein paar Schuhe aus, sondern mehrere Faktoren.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich bin froh um jeden Studenten, der mit Gummisohlen in die Uni kommt. Klapperschuhe und alles andere, was sich lärmtechnisch äußert, finde ich in gewissen Umgebungen nämlich nicht zweckmäßig (z.B. in der Bibliothek).
 
M

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Ich find die Doppelmoral irgendwie seltsam.. Wie kann man einer Person vorurteilsfrei begenen, wenn man Vorurteile hat? Mis ist das schleierhaft. Schon krass was Schuhe und gewisser Klamottenstil bei einem auslösen können. :confused:

Off-Topic:
Hm. Ich persönlich sehe das nicht als Doppelmoral.

Jeder Mensch hat Vorurteile, das ist zunächst mal etwas ganz Natürliches. Es liegt in unserem Wesen, uns durch direkte und indirekte Beobachtungen und Erfahrungen Meinungen zu bilden und darauf basierend Kategorien zu erstellen. Die guten alten Schubladen eben. Auf ne gewisse Art ist das sogar eine wichtige Schutzfunktion, denn nur so erkennt zum Beispiel das junge Mädchen, dass der angetrunkene, ungepflegte Mann, der sie im Dunkeln von der gegenüberliegenden Straßenseite aus anspricht, Gefahrenpotenzial darstellen könnte und dass es ratsam wäre, schnell weiterzugehen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sie mit ihrer Einschätzung, also mit ihrem Vorurteil, dem Mann Unrecht getan hat.

Vorurteile müssen auch nicht immer negativ sein. Wenn ich sage "Hach, die Österreicher sind ja so ein nettes Völkchen", dann ist das auch nichts anderes als ein Vorurteil. Auch in Ösiland gibt's Arschlöcher.
Und ja, ich habe gegenüber gewissen Bevölkerungsgruppen auch negative Vorurteile, das geb ich offen zu. Ich glaube aber auch, dass jeder, der etwas anderes von sich behauptet, vielleicht nicht ganz ehrlich zu sich ist und sich offener gibt, als er tut. Die einen assoziieren Negatives mit Anzugträgern, die anderen mit Hartz-IV-Empfänger, wieder andere mit Rauchern, mit Männern, die zu Prostituierten gehen und so weiter.

Was ich dabei nur wichtig finde: man sollte sich dessen bewusst sein, dass es sich hier um Vorurteile handelt, also um vorschnell gebildete Urteile. Sobald ich mir das ins Gedächtnis rufe, kann ich mich auf die gesamte Person konzentrieren, denn niemand ist NUR eine aufgehübschte Jura-Studentin, NUR Moslem, NUR SPD-Wähler, NUR Kiffer, NUR homosexuell etc. pp.
Das gilt übrigens auch bei Positivklischees.

Und dann kann ich mir in jedem Einzelfall ein neues Bild machen, kritsch hinterfragen, genau hinsehen, den Menschen als Gesamtkonzept wahrnehmen. Ich find's immer wieder schön, wenn es ein einzelner Mensch durch seine Art schafft, mein Vorurteil zu relativieren :smile:
 
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