Heulen, weil man krank ist

G

Benutzer

Gast
.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer145266 

Benutzer gesperrt
Wenn du dich bei deinem "normalen" Arzt nicht gut aufgheoben fühlst: Ich halte viel von Akupunktur und Heilpraktikern. Würde ich zumindest versuchen. Gerade bei Migräne können Akupunkteure reine Wunder vollbringen.
 
G

Benutzer

Gast
.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
dein problem ist nicht das heulen, dein problem ist die interpretation bzw. vermutung dessen, was dein gegenüber denkt :zwinker: es ist eine stinknormale reaktion, dass man bei schmerzen (egal ob physisch oder psychisch) heult. wenn du dich dann besser fühlst geh nochmal zu deiner vorgesetzten und erklär ihr das, sag ihr halt auch dass dir das unangenehm ist und du nicht möchtest dass sie jetzt denkt du seiest überfordert weil dem nicht so ist.

dass dir das unangenehm ist verstehe ich ja, war es mir auch immer wenn es soweit kam... aber vernünftige menschen - egal ob kollegen, vorgesetzte, untergeordnete, freunde oder fremde - können damit auch vernünftig umgehen.
 
G

Benutzer

Gast
.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer124226 

Beiträge füllen Bücher
Erstmal: :knuddel:
Wie ist es denn sonst bei dir? Bist du bei anderen Sachen auch so nah am Wasser gebaut?
Nimmst du die Pille? Bei einer Freundin von mir war das der Auslöser für starke Migräne Anfälle und das ständige Weinen.
 
T

Benutzer

Gast
ich kann dir leider keinen Rat geben, aber ich bin in der genau gleichen Situation :frown:
Und hatte heute auch eine Migräne-Attacke, Gott sei Dank, als ich von der Uni zu Hause war. Aber selbst zu Hause alleine im Bett will ich heulen vor Schmerzen.... Ich hatte so eine Situation mit dem Chef auch schon, als ich in der Pflege Freiwilligendienst geleistet hab. Da hatte ich an einem Tag so mörderische Regelschmerzen, und musste wie immer stundenlang Wäschekörbe hin und herschleppen. Jedes Mal wurde es schlimmer, bis ich mich alle fünf Minuten hinsetzen musste. Irgendwann hab ich mich auch aufgerafft und gefragt, ob ich nach Hause fahren darf. Da konnte ich auch die Tränen kaum zurückhalten, weil ich schon fast nicht mehr stehen konnte.
Was auch ganz schlimm ist, ist jede Art von Magen-Darm-Beschwerden. Sobald ich das Gefühl bekomme, ich muss mich gleich ergeben, bricht mir der kalte Schweiß aus und ich will heulen wie ein Schlosshund, weil mir das Gefühl so zuwider ist.
Generell ist es wohl einfach so, dass Schmerzen und andere Beschwerden mich so viel Kraft kosten, dass ich emotional werde und nicht mehr genug übrig habe, um eine vernünftige, erwachsene Fassade aufrecht zu erhalten, wenn ich mich nur wie ein keines Kind zusammenrollen will.
Ich denke aber, wenn du nächste Woche in die Arbeit gehst und in besserem gesunden Zustand nochmal auf deine Vorgesetzte zugehst und das ganze erklärst, dass die Schmerzen und Übelkeit so schlimm waren, dass du nicht mehr konntest, dann wird sie nicht schlecht von dir denken. Du kannst ja auch sagen, dass es dir peinlich ist und du das gerne vernünftig erklären würdest, damit sie nicht falsch von dir denkt. Damit zeigst du ihr, dass es dir wichtig ist, wie sie von dir denkt und du kein Drückeberger bist. Und beim nächsten Mal vielleicht nicht bis zum absoluten Zusammenbruch-Punkt warten, sondern wenn du merkst, wird ne gscheide Migräne-Attacke gleich zur Vorgesetzten gehen, wenn du noch ruhig reden kannst und sagen, tut mir leid, aber ich merke, dass ich gleich zu nichts mehr fähig sein werde und würde gerne noch mit dem Auto nach Hause kommen.
Ansonsten: :knuddel:
 

Benutzer136760 

Beiträge füllen Bücher
Ich denke auch, dass du das mal ganz vernünftig erklären solltest. Migräne ist kein so unbekanntes Problem mehr wie früher mal.

Wenn dir mal ähnliche Situationen bevorstehen: hilft es dir dann, dich vorher mal auzuheulen, oder wird das so nur schlimmer?
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Migräne ist ja nun keine unfassbar seltene und unbekannte Erkrankung, daher kann ich nicht ganz verstehen, wieso du solche Angst davor hast, dass dich auf der Arbeit nun alle für psychisch krank halten könnten (und genau genommen sind psychische Erkrankungen nicht grundsätzlich mehr oder weniger schlimm als physische, aber das nur am Rande).
Wenn du dich deiner Vorgesetzten anvertrauen möchtest, weil du befürchtest, sie könnte deine Arbeit als Grund für deinen Zusammenbruch sehen, tu es doch einfach und erzähl ihr, dass du einen Migräneanfall hattest, aber dich gerade um eine Behandlung kümmerst.

Aufgrund starker Schmerzen zu weinen ist ebenfalls nicht annähernd so ungewöhnlich, wie du anscheinend glaubst. Abgesehen davon ist jeder Mensch unterschiedlich schmerzempfindlich - wer weiß, wer von deinen Kollegen vielleicht schon in der Ecke läge, wenn du noch die Zähne zusammenbeißt.
Ich kann nachvollziehen, dass dir das unangenehm ist, aber deine Gesundheit geht in dem Fall vor.
 
G

Benutzer

Gast
.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer101125  (30)

Meistens hier zu finden
Die Situation kenn ich nur zu gut. Bei Vorgesetzten und Kollegen hab ich mich eigentlich immer gut unter Kontrolle. Aber sobald ich auf dem Weg nach Hause bin oder bei einer vertrauten Person laufen nur so die Tränen.
Mich kann man in so einer Situation auch absolut nicht beruhigen, sondern einfach nur warten bis alles vorbei ist.
:knuddel:
 

Benutzer136760 

Beiträge füllen Bücher
Glaubst du? Ich habe wirklich Angst, dass ich da auf Unverständnis stoße. Jeder, der das nicht kennt, glaubt doch eh nur, dass Migräne simuliert ist.
Doch, ich würde sagen schon.
Je nachdem, wie lange deine Vorgesetzte schon ihren Job macht, wird sie schon mit vielen Menschen zusammen gekommen sein und mit vielen verschiedenen Beschwerden "zu tun gehabt" haben.

Ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber wenn sich mein Kreislauf in den Keller verabschiedet, sieht man mir das definitiv an. Und sowas kann man ja nicht simulieren.
Wie meinst du das?
Ich meinte, ob es dir hilft, dich "auszuheulen", bevor du mal wieder über ein Symptom reden musst. Würde dir das helfen, in der Situation dann nicht in Tränen auszubrechen?
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
jetzt hab ich die formulierung die ich eben suchte... sei nicht so streng mit dir! ein körper reagiert nunmal so wie er es tut, daran kannst du garnichts ändern und es ist vollkommen ok.

ich habe auch schon geheult vor kollegen/vorgesetzten - ja, es war mir irgendwie peinlich. ich hab dann währenddessen schon erklärt dass das bei mir eben vorkommt wenn ich mich scheisse fühle oder die gefühle überkochen, in dem fall war es frust, wut, enttäuschung... mein ausbilder hat gegrinst und gemeint "passt schon, solange ich darauf nicht irgendwie angemessen reagieren muss, ich wüsste nämlich nicht wie" - musste er nicht, sollte er garnicht, damit war das thema gegessen. eben eine kleine eigenart von mir, aber die hat mich und meine leistungen nicht im geringsten geschmälert.

ich hatte nichtmal so einen guten grund wie du (kopfschmerzen sind nun unter umständen wirklich eine der übelsten schmerzen die ein mensch erleben kann), trotzdem wurde das anstandslos akzeptiert. ich finde nicht, dass das etwas ist dessen man sich schämen sollte - sonst müsste man sich auch wegen sommersprossen schämen :zwinker:

---
Ds blöde ist nur, wenn ich darüber rede, wie schlecht ich mich fühle, weine ich. Auch wenn das schon längst vorbei ist und ich nur dadurch wieder daran denken muss, wie furchtbar ich mich gefühlt habe. Ich glaube, wenns blöd läuft, beginne ich ein Gespräch mit meiner Vorgesetzten und es kullern wieder Tränen. Weil ich mich daran erinnere, wie peinlich das war und ich mich deswege noch schäme und dann noch viel mehr schämen muss, weil es jetzt ja noch peinlicher ist zu weinen, weil akut ja gar nichts ist.
siehst, das war mein vorteil: ich habs währenddessen erklärt, da war ich eh schon am heulen :grin:

aber nochmal: dein problem ist nicht das heulen. das passiert. das ist doof, vor allem für dich, aber es ist nicht schlimm. du darfst bloß nicht anfangen dich selber deswegen abzuwerten.
Off-Topic:

ich hatte zu schulzeiten mal einen lehrer der mir ziemlich gut im gedächtnis geblieben ist.... meine tage setzten während des unterrichts ein, ich hab mich gekrümmt vor schmerzen, gekotzt... ging dann zum lehrer und sagte "herr x, ich hab meine tage, es tut fürchterlich weh, ich möchte mich vom unterricht abmelden und nach hause" - er sagte "ach, weiberbödsinn, das ist doch alles erfunden und erlogen um mitleid zu erheucheln, bei so einem natürlichen vorgang könnt ihr garkeine schmerzen haben!" - ich bin dezent ausgeflippt. was er sich erdreisten würde von etwas zu reden wovon er nicht den hauch einer ahnung habe, dass er als lehrkraft und somit vorbild ja wohl völlig deplaziert wäre da ihm offenbar jegliche empathie abginge, dass er gefälligst kündigen solle mit dem grund dass er als lehrkraft völlig versagt habe - und dass er doch bitte seiner frau (die hatte ich früher als lehrerin, war mir gut bekannt) davon erzählen solle und sich für die nächsten tage schonmal ein hotelzimmer anmieten. ja, war nen bisschen krass, aber ich hatte extreme schmerzen und kein bock auf nettigkeiten... ich bin gegangen, und die nächsten male wenn sowas passierte gab es keinerlei kommentare mehr dazu :grin:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich glaube, Nevery Nevery hat die Sache schon ziemlich gut auf den Punkt gebracht: Sei nicht so streng mit dir!

Und als zweites bräuchte ich Tipps, wie ich das auf der Arbeit klären kann, damit mich niemand für psychisch krank hält. Ich weiß nicht, wie ich denen das verklickern soll, dass ich heule, weil ich mich körperlich schlecht fühle . Das macht ja kein normaler Mensch, oder? Was soll ich denen nächste Woche sagen?
Sag einfach, dass du einen heftigen Migräneanfall hattest und dass dich solche Migräneanfälle, bzw. Schmerzen und Krankheit allgemein auch emotional sehr mitnehmen, so dass du in solchen Situationen dann ziemlich durch den Wind bist.

Da Migräne nun wirklich keine extrem seltene Krankheit ist, wissen bestimmt auch einige deiner Kollegen, wie schlimm das sein kann, weil sie entweder selbst davon betroffen sind oder zumindest andere Betroffene kennen.

Obwohl ich selbst so gut wie nicht weinen kann - weder bei Trauer und anderen emotionalen Belastungen, noch bei Schmerz, Krankheit, etc. - finde ich es keineswegs seltsam, dass andere Menschen bei Tränen und Schmerzen weinen.
Ich kenne nämlich durchaus ganz normale Menschen, die das tun.

Aber zwei Bemerkungen am Rande:
1. Ist es nicht ein wenig riskant, bei einem akuten Migräneanfall so lange zu warten, bis fast nichts mehr geht und dann erst selbst mit dem Auto nach Hause zu fahren?
Bist du da wirklich noch halbwegs verkehrstauglich?

2. Wieso quälst du dich so lange an deinem Arbeitsplatz und bist völlig unproduktiv, anstatt frühzeitig den Arbeitsplatz zu verlassen, wenn du noch vernünftig mit deiner Vorgesetzten reden kannst und noch halbwegs fahrtauglich bist?
Ich kenne auch ein paar Leute, die unter Migräne leiden und zumindest diese Leute wissen beim Auftrauchen erster Symptome ziemlich schnell, dass sich hier gerade ein Migräneanfall entwickelt. Und diese Anfälle sind dann auch grundsätzlich so heftig, dass sie nicht weiter arbeiten können.

Glaubst du? Ich habe wirklich Angst, dass ich da auf Unverständnis stoße. Jeder, der das nicht kennt, glaubt doch eh nur, dass Migräne simuliert ist.
Ich glaube nicht nur, dass Migräne längst nicht mehr so unbekannt ist und belächelt wird, wie du glaubst, sondern ich bin mir da ziemlich sicher.
Wie gesagt: Migräne ist keine ganz seltene Krankheit. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendein Mensch zumindest eine betroffene Person kennt, schon sehr hoch.
 

Benutzer141430  (36)

Benutzer gesperrt
Ich brauche Tipps, wie ich es schaffen kann, nicht ständig zu heulen, weil ich krank bin.
ich überlege gerade ernsthaft was man da für tipps geben könnte.

ich glaube ehrlich gesagt das es da keinen kniff, trick, tipps oder ähnliches gibt.
ob jemand nah am wasser gebaut ist und schnell heult kann man nicht von heute auf morgen ändern sondern ich vermute das es eher sowas wie ein langer prozess ist der vermutlich auch größtenteils in der kindheit stattfindet.

man kann natürlich mit den üblichen sprüchen wie "mein gott, reiß dich halt mal zusammen" um sich werfen aber jemand, der immer in watte gepackt wurde und nach dem prinzip "zeig ruhig deine gefühle" großgeworden ist, ist nunmal nicht daran gewöhnt seine tränen zurück zu halten und nicht so "abgehärtet" wie z.B. jemand der schon viel schlimmes in seinem leben gesehen hat und für den das im vergleich dazu ein kindergeburtstag ist.

ich möchte damit nicht sagen das etwas davon auf dich zutrifft aber ob man jemand nah am wasser gebaut ist oder nicht, hat denke ich viel mit dem zu tun wie man aufgewachsen ist und ist nicht bzw. kaum mal eben beeinflussbar.

ich bin natürlich kein prof. auf diesem gebiet und stelle ien reine vermutung auf :grin:
 
G

Benutzer

Gast
.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ich bin auch ein Stressheuler. Das teile ich anderen aber auch mit und sage häufig im Vorhinein, dass man meine Tränen nicht so ernst nehmen soll und ich tue das selbst auch nicht. Das große Heulen ist nur eine körperliche Reakton um Stress abzubauen, Frust und Schmer ein Ventil zugeben, etc. Seit dem ich das Leuten vorher sagen kann, bin ich in einer Heulsituation auch nicht mehr so gelähmt und bekomme mich schneller wieder ein.
 
G

Benutzer

Gast
.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer143177 

Sehr bekannt hier
Ich fange auch oft an zu weinen, wenn mich etwas überfordert. Früher war das gar nicht so, das kam erst durch die Pille. Habe dann in der Schule schon so oft geweint (und während Fahrstunden oder weil ich mir Sorgen über irgendwas gemacht habe), dass ich mich dran gewöhnt habe und es einfach ignoriere. Ich sage auch oft dazu, dass das normal ist und man es nicht weiter beachten soll, weil ich es nicht stoppen oder steuern kann. Letztin hab ich auch auf der Arbeit angefangen zu heulen...Meine Vorgesetzte war aber verständnisvoll, hat mir Zeit zum Ausruhen und ein Taschentuch gegeben und gesagt, ich soll kurz Pause machen oder nach Hause gehen, wenn ich möchte. Obwohl da nichtmal was vorgefallen war, manchmal kommt einfach alles raus, das sich so aufgestaut hat. Und ich kann dann auch leider gar nicht mehr aufhören und man sieht es mir noch stundenlang an. Also leider hab ich auch keinen Tipp, was man dagegen machen kann, aber ich für meinen Teil ignoriere immer, wenn ich weine. Und die meisten andren tun das auch, weil sie a) nicht wissen, was sie sonst machen sollen oder ich es ihnen b) auf Nachfrage sage. Ich denke, viele Leute (grade Frauen) kennen das und haben daher auch Verständnis und es muss einem nicht peinlich sein.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren